Es gibt Fächer, die selbst 13er gefühlsmäßig zurück in die erste Klasse versetzen können. Heute: Lustige Bastelstunden in Bio.

Ja, die zwei Stunden waren eigentlich ziemlich überflüssig. Unser Biolehrer meinte, dass es doch total lustig sein würde, wenn wir heute ein paar tolle Versuche machen könnten. Gut, der Vorteil bei so Sachen ist ja, dass man da relativ wenig denken muss, man nebenher ein nettes Schwätzle halten kann und dass die Zeit ganz schnell vorbei geht. Der Nachteil ist, dass das nicht Bestandteil unserer nächsten Klausur ist, deshalb total überflüssig ist.

Der Versuch an sich war echt Arbeit für Doofe. Eine Pflanze, eine Wasserpest, in ein Reagenzglas packen, dann Wasser hinzufügen, mit einer Lampe schön anleuchten, drei Minuten warten, und dann die aufsteigenden Bläschen, die die Pflanze produziert, zählen. Und das zehn Minuten lang. Mit fünf verschiedenen Arten von Wassern. Und dann das Ganze in ein Koordinatensystem übertragen. Das war echt mal eine dämliche Aufgabe, die Marina aus unserer Gruppe ganz klar freiwillig übernommen hat. Die Gute. Ich war immerhin so überaus freundlich, das Reagenzglas mit Wasser aufzufüllen, schließlich möchte man ja den Luftbläschenzähler seelisch unterstützen.
Wenn ich mal kein Wasser geholt habe, habe ich gegessen. Insgesamt habe ich aus Langeweile zwei Haselnuss- und einen überaus widerlichen Cranberries-Müsliriegel verspeist, nicht zu vergessen den Rest meiner Käselaugenstange (die ich schon fast ganz aufgegessen hatte, bevor ich überhaupt an der Schule war). Ja. Diese zwei Stunden waren geprägt von Spannung, großem Interesse an der Wasserpest und einem überaus (sauberen?) Aufschrieb. Der morgen wahrscheinlich irgendwo im Müll landen wird.

Das Ganze hatte dann irgendwas mit Fotosynthesen-Rate zu tun. Ich habe mich ja anfangs echt gefreut, dass wir jetzt endlich mal was anderes in Bio als Genetik machen, aber so Pflanzenzeugs ist auch nicht unbedingt der Burner. Na ja. Was soll man machen. Kann ja nicht alles interessant sein.

Jeden Abend fällt mir der Wäscheberg auf, den ich endlich mal waschen müsste. Wenn ich aufstehe, auch. Nur wenn ich mittags beziehungsweise nachmittags von der Schule nach Hause komme, komischerweise irgendwie nicht mehr. Und ich kann nicht spät in der Nacht oder am hellichten Morgen anfangen, die Waschmaschine laufen zu lassen.

Deshalb hier, Erinnerung an mich selbst: „Wenn Du das liest, wäschst Du endlich mal Deine Klamotten, Du faule Sau, sonst geht Dir die Unterwäsche aus!“

So. Dann kann ich das morgen auch endlich mal erledigen.

Nachtrag um 11:04 Uhr: Erledigt. Jetzt darf ich nur nicht vergessen, sie wieder aus der Waschmaschine ‚rauszuholen.

Okt

11

 

So, es ist 17:19 Uhr, und ich werde das  machen, was ich am liebsten tue: Schlafen. Ich habe es mir verdient. Gute Nacht!

Okt

10

 

Ich bin einfach schlimm faul. Erst gestern dachte ich mir, dass ich die Mittagschule ausfallen lasse, um BWL/RW zu lernen, da wir morgen eine Klausur schreiben. Was habe ich getan? Ich bin heimgekommen, habe gegessen und danach geschlafen – bis halb sieben, und dann hatte ich keine Lust mehr irgendwas zu tun.

Heute ist aufgrund Lehrerabwesenheit die Mittagschule ausgefallen. Dachte ich mir doch, dass ich dann mittags fein BWL/RW lernen kann. Gegen drei Uhr wollte ich anfangen, dachte mir, ach, jetzt schläfst Du noch ein bisschen, ein Stündchen, und dann bin ich um sechs Uhr abends aufgestanden. (Ich glaube, ich habe eine Schlafsucht.)
Jetzt habe ich so gut wie gar nichts für die Klausur morgen getan, und schlage mich mit dem (überaus sozialen) Zfen mit der Berrechnung des effektiven Jahresszins herum.

Zu allem Überfluss schreiben wir morgen nochmal einen Englisch-Vokabeltest (der letzte ist übrigens ganz gut ausgefallen, und das, obwohl ich mir die Vokabeln nur in der Mittagspause vor Englisch voll gegeben habe. Es lebe mein (sonst so nicht merkfähiges) Kurzzeitgedächtnis!).

Na ja, ich werde mich jetzt noch ein wenig intensiver als zuvor mit der Thematik beschäftigen und hoffe morgen mal auf das Beste. Wer lustig ist, darf gerne zwischen 9.45 Uhr und 11.20 Uhr die Daumen drücken, vielleicht hilft das ja, obwohl ich es ja nicht verdient hätte, ich faules Stück. :no:

Heute Morgen, gegen halb neun. Mein Vater klopft an meine Tür.

Papa: „Musst Du nicht in die Schule?“
Jenny: „Doch, aber mein Bus fährt erst um neun Uhr. Hab‘ doch montags später Schule.“
Papa: „Ach so. Okay, ich geh‘ jetzt dann ins Geschäft. Gute Nacht!“
Jenny: „Äh ja… gute Nacht! Schlaf‘ gut!“


Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige.

Voltaire

Jenny, 22 Jahre jung. Schon immer in Baden-Württemberg lebend. (Ist froh, dass sie nicht genauso schreibt wie sie spricht.) Hat seit Sommer 2007 das Abi in der Tasche beginnt nun eine Ausbildung zur Mediengestalterin.

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