1. Ich habe mein Wordpress von 2.0.4 auf 2.0.5 upgegraded. Weil ich so übervorsichtig bin, habe ich meine Dateien in den einzelnen Wordpress-Ordnern auf die Festplatte gezogen und die Datenbank gesichert. Ist aber gar nix Schlimmes passiert. Habe mir überlegt, ob ich die Datenbank mit Absicht löschen soll um alles wieder draufspielen zu können. Damit ich was zu tun habe. Dabei hätte ich genug zu tun gehabt. Man, mir muss echt langweilig gewesen sein.

2. Ich habe meinen Schreibtisch aufgeräumt. Das heißt, ich habe alles auf den Boden geworfen, was nicht auf den Schreibtisch gehört, also so ziemlich alles. Also muss ich als nächstes den Boden aufräumen.
Die Idee kam mir aufgrund dieses Beitrags und dass ich gerade immer auf dem Bett lerne. Mache ich eigentlich nicht nur gerade, sondern grundsätzlich, weil der Schreibtisch nie frei ist. Und da kriegt man immer so ’n steifen Hals.

3. Ich habe mich um die Organisation der Geburtstagsfeier für Samstag gekümmert. Das heißt, meinem Vater beigebracht, dass vierzig Leute zu uns ins Wohnzimmer müssen, wir für die Essen und etwas zum Trinken brauchen, ich das Wohnzimmer etwas umdekoriere und er wohl die Nacht nicht beruhigt schlafen kann. Er hat daraufhin gesagt, er geht sich die Nacht besaufen.

4. Ich habe so getan, als ob ich für die morgige VWL-Klausur lerne. Weil: Ich habe jeweils jetzt jeden Tag der Woche drei Stunden oder so gelernt und habe das Gefühl, dass es ganz gut klappt. Deshalb muss ich heute nicht mehr ernsthaft lernen, sondern nur so tun.

5. Ich habe Mineralwasser getrunken. Weil das so gesund ist und lecker schmeckt. Hm. Nein, stimmt nicht. Es gab irgendwie nichts anderes mehr. Meine Blumen haben aber auch etwas abbekommen, die sahen so durstig aus.

6. Ich habe mir endlich einen Geschäftsbericht einer AG (MAN AG) besorgt, für den BWL-Unterricht. Die sind echt total schick die Teile. Ich glaube, ich fange an, die zu sammeln.

7. Außerdem habe ich das Anti-Spam-Plugin für Wordpress aktiviert (Akismet). Nachdem ich gestern Abend ab halb elf Uhr immerzu mit Spam-Trackbacks bombadiert wurde. Statistik:

Akismet has caught 305 spam for you since you first installed it.

War glaube ich eine ganz gute Idee.

Heute Morgen, als ich das Schulgelände betrat, waren mitten auf dem Schulhof mehrere Streifenwagen geparkt. Ich habe mich ja erstmal nicht wirklich gewundert. Schließlich laufen hier an unserer Schule hier und da immer mal wieder gesuchte Drogendealer herum, das Geschäft boomt, und erst letzte Woche wurde einer aus der Klasse unter mir festgenommen aufgrund von Drogenhandel.

Aber so wie ich das nach und nach mitbekommen habe, hat irgendein Typ via Internet gemeint, er möchte einen Amoklauf an seiner Schule in Baden-Württemberg begehen.

Der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau hatte bereits am Dienstagabend alle Schulen des Landes in Alarmbereitschaft versetzt, weil eine anonyme Person gegenüber zwei 14 und 15 Jahre alten rheinland-pfälzischen Schülern im Internet davon gesprochen hatte, sie wolle am Nikolaustag an ihrer Schule in Baden-Württemberg Amok laufen.

Polizisten liefen also den ganzen Tag auf dem Schulgelände hier herum, um nach dem Rechten zu sehen.

Auch unsere Lehrerin hat erzählt, dass total viele besorgte Eltern angerufen hätten, die gefragt haben, ob sie denn ihre Kinder überhaupt in die Schule schicken könnten. Bis dahin wusste ich ja noch nichtmal richtig, um was es ging, und war darüber irgendwie erstaunt.

Unser BWL-Lehrer kam heute auch in die Klasse und fragte gleich mal eine Mitschülerin, was sie denn unter dem Tisch habe. Als sie erklärte, dass sei eine Krücke, meinte er nur: „Man kann ja heute nie wissen. Es könnte ja auch eine Knarre sein.“

Ich persönlich habe das auch nicht Ernst genommen, also das ganze mit der Drohung und so weiter. War mir irgendwie eher wie ein Witz erschienen. Obwohl man ja bei sowas immer Vorsicht walten lassen sollte.

Quelle 1, Quelle 2

Heute haben wir in Wirtschaftsgeographie tatsächlich mal angefangen, was Geographisches zu machen. Nämlich die Bundesländer von Deutschland, die dazugehörigen Landeshauptstädte und Flüsse auf ein Arbeitsblatt zu übertragen. Als Hilfe haben wir dann einige Atlanten bekommen.

Das funktionierte auch irgendwie anfangs ganz gut. Leider haben wir festgestellt, dass unsere Atlanten etwas veraltet sind, als wir die neuen Bundesländer in das Blatt einzeichnen wollten: In den Atlanten waren die ‚neuen Bundesländer‘ irgendwie noch die DDR.

Aber Hauptsache hunderte von neuen PCs, Beamern und top aktuelle Software anschaffen. :roll:

Jetzt war ich eben oben im Bad und habe mir die Zähne geputzt, wollte mir die Hände waschen – als ich plötzlich völlig verwirrt nach unten schaue, und versuche, via drücken Seife aus meinem Kontaktlinsenmittelfläschchen zu bekommen. Das hat mich mal dazu gebracht, etwas zu schreiben.

Dabei habe ich mir überlegt, was ich sagen könnte, wenn jemand wissen will, was ich mir zum Geburtstag wünschen würde. Wird mich eh keiner fragen, aber nur so, rein präventiv. Dabei ist mir folgendes eingefallen:

Viele Paare neue Socken. Ich bekomme zwar immer wieder welche geschenkt, aber ich verliere die im Laufe des Jahres irgendwie immer. Mein momentaner Sockenpaarvorrat (jeweils zwei gleiche Socken) beschränkt sich momentan auf sieben Paare. Dazu viele, die keinen Sockenpartner mehr haben. Ich könnte glatt eine Sockenpartnervermittlung aufmachen.

Neues Kontaktlinsenmittel. Ich benutze meines schon ein halbes Jahr. Und das, obwohl das nur drei Monate haltbar ist.

So Haarklammern. Damit mir meine Haare beim Zähneputzen nicht immer in der Fresse hängen.

Das Buch: ‚Wie ich es lerne, mich ordentlich auszudrücken‘.

Ein oder zwei Paar wasserdichte Schuhe. Keine Ahnung warum, aber meine werden nach einer Zeit immer wasserdurchlässig. Am besten Gummistiefel, pink, mit rosa-weiß gestreiften Schleifchen. Das wäre fein. Oder passend zur Jahreszeit Winterstiefel. Matschresistent aber.

Unterwäsche. BHs habe ich erst letztens drei Stück auf einmal kaputt gemacht. So viele innerhalb kürzerster Zeit kaputt zu machen schafft sonst eigentlich nur eine.

Einen mechanischen Schreibarm. Damit ich nach zehn Minuten Aufsatz schreiben nicht schon die ersten Krämpfe beim Schreiben bekomme.

Ja. Ansonsten bin ich ja mit meinem materiellen Eigentum ganz zufrieden. Ich bin so bescheiden.

Marina und ich haben demnächst – und vor allem – am selben Tag Geburtstag. Das ist nicht nur ein lustiger Zufall, sondern auch noch total praktisch, schließlich muss man den ganzen Kram für eine Feier nicht alleine planen. (Faule Sau! Ich weiß.) Wir dachten uns nämlich, dass wir wieder zusammen feiern, und ganz traditionell Einladungen schreiben. So wie in der Grundschule damals.

Wir haben beschlossen, dass ich mit dem Bus zu ihr fahre, ein Dörflein weiter, und sie mich dann abholt. Ich steige also kurz vor drei Uhr in den Bus, komme an der ausgemachten Bushaltestelle an, und sehe keine Marina. Das ist echt seltsam, weil Marina (eigentlich) immer pünktlich ist. Ich bin also dann allein zu ihr gelaufen. Und was macht die Alte?
Ich klingel‘, ihre Mutter öffnet erstaunt die Tür. „Oh, ich glaube Marina schläft.“ Ich trotte also hinter ihr her, und ich musste entsetzt feststellen: Marina ist auf ihrem Sofa eingeschlafen, während Zwei bei Kalwass. Völlig verpeilt schielt sie mich an, murmelt unverständliches Zeug, hebt ihre Hand, krempelt ihren Ärmel zurück, starrt auf die Uhr und meint: „Oh. Scheiße!“

Dann haben wir angefangen, unsere Einladungen zu schreiben. Dreiundzwanzig Einladungen an etwa vierzig Leute. Und jeder hat einen eigenen Einladungstext bekommen, die ich mir ausdenken musste, schließlich bin ich die Kreativere hier. Macht aber auch nix, Marina hat dann schließlich die Einladungen geschrieben, die an Leute gingen, zu denen uns nicht sooo viel Lustiges einfiel.

Das Ganze hat dann fast zweieinhalb Stunden gedauert. Ich dachte, mir fällt mein Arm ab. (Wie mache ich das morgen nur mit dem Schreiben während der vierstündigen Deutschklausur?) Aber nun sind sie endlich fertig, und wir – ähm – waren es auch. Zumindest geistig, so dass wir uns zum Schluss beim Warten auf meinen Bus nur noch daran erfreuen konnten, wie die Leute am Ortseingang geblitzt wurden. Zu mehr hat’s nun echt nicht mehr gereicht.

Jetzt sind wir in Besitz von dreiundzwanzig rosaroten (schnuffig, ne?) Einladungen, die morgen verteilt werden.


Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige.

Voltaire

Jenny, 22 Jahre jung. Schon immer in Baden-Württemberg lebend. (Ist froh, dass sie nicht genauso schreibt wie sie spricht.) Hat seit Sommer 2007 das Abi in der Tasche beginnt nun eine Ausbildung zur Mediengestalterin.

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