13. Januar 2010

Robinson Crusoe

Robinson Crusoe

Das ist Robinson Crusoe. Eine ziemliche fesche Version davon – abgesehen von seinem etwas apathischen Blick. Mein Ex-Mitbewohner U. sagte mir, dass dieser Robinson oben eine große Ähnlichkeit mit Sawyer aus „LOST“ hat. Und das macht mich glücklich, denn Sawyer ist eine ziemlich heiße Schnitte coole Figur. Ich habe es übrigens geschafft, die ersten vier Staffeln von LOST in einem Monat zu schauen, und das stellt mich schon so ein bisschen auf die höchste Serien-Freaks-Stufe.

Nun ja, um mal zur Thematik zurück zu kommen: Das soll das Titelbild der Abizeitung für meinen Bruder werden. Der hat mich auch in einem sehr günstigen Moment abgepasst, als er mich via ICQ für diesen Auftrag angeschrieben hat. Ich war nämlich ab vier Uhr am Nachmittag mit Wein trinken beschäftigt, den uns Kunden von der Agentur zu Weihnachten gebracht haben, und daher nach gewisser Zeit (in diesem Fall: vier Stunden später) willig, alles anzunehmen, was mir so angeboten wurde.
Da ich die ganzen Details zur Gestaltung die Tage darauf vergessen habe, las ich das einen Tag später alles noch mal in der History nach, was aber nicht so sonderlich aufschlussreich war.1

Ich muss ja sagen, dass ich, als ich jünger war, viel gelesen hatte. Eigentlich immer, und bis in die späte Nacht hinein. Aber so die typischen Kinderbuch-Klassiker waren nie wirklich dabei. Deswegen muss ich immer passen, wenn mich jemand fragt, ob ich auch „Alice im Wunderland“ oder „Die unendliche Geschichte“ gelesen hätte. Aber hey, ich habe alle Enid-Blyton-Bücher durch, und anschließend war Berte Bratt dran. Bücher wie „Bleib bei uns, Beate!“ oder „Nicole, ein Herz voll Liebe“ – Ausgaben aus den späten Sechzigern, noch von meiner Mutter – waren der Hit. (Abgesehen davon fand ich toll, dass die Bücher von dem gleichen Illustrator – Nikolaus Moras – illustriert wurden.) Und „Die unendliche Geschichte“ hatte ich immerhin auf einem selbst aufgenommenen Video, kam immer nach „Der Zauberer von Oz“, der mit Judy Garland aus dem Jahr 1939.

Was ich mit dem Absatz davor zum Ausdruck bringen wollte: Ich bin ein Banause. Ich habe Robinson Crusoe erst mit achtzehn gelesen. Das war, so weit ich weiß, auf der Geburtstagsfeier meiner Oma. Ich mag diese Ich-lande-auf-einer-einsamen-Insel-Sachen total, deswegen mochte ich auch Robinson Crusoe, der in meiner Vorstellung aussah wie Tom Hanks in „Cast Away“. Ist ja auch so ’ne Insel-Geschichte. Wie LOST.

Fassen wir also zusammen: Ich habe in betrunkenem Zustand einen Auftrag für das Gestalten eines Abizeitungscovers angenommen, in letzter Zeit ziemlich viele Serien-Episoden gesehen, habe die genaue Geschichte des Robinson Crusoe erst mit achtzehn kennen gelernt und davor Bücher gelesen, die eigentlich so nichts mit Realität zu tun haben. Wenn das mal kein tolles Resümee am Ende eines Blogeintrags ist!

Gedenktag des Tages: St.-Knuts-Tag.


  1. 19:34:45 Jenny: seit er seine berwandlung ahtte
    19:34:48 Jenny: bverwaNDÖUN
    19:34:50 Jenny: mann
    19:34:54 Jenny: verweqndlung
    19:34:59 Uwe: verwandlung
    19:35:01 Jenny: ja
    19:35:03 Jenny: danke
    19:35:05 Uwe: ich weiß, was du mir sagen willst

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Bla... Bla... Bla... Sprechblase-Icon 13 Kommentare
10. Januar 2010

Ich bin ja jetzt ziemlich web-2.0-mäßig

Leute, die mich kennen, wissen, dass ich ja eigentlich so gar nicht web-2.0-mäßig drauf bin. Also, mal abgesehen von meinem Blog (was ja so gesehen genug – oder sogar oft die höchste Form – von Persönlichkeitsstriptease ist) (okay, und dem last.fm-Profil seit fast fünf Jahren) musste man mich lange überreden, bis ich mal dies und das ausprobiert hatte. Ich bin ja immer (noch) ein Fan vom Internet, damals – als ich als einzige in meinem Freundes- und Familienkreis regelmäßig im Netz unterwegs war, die anderen nicht wussten, wovon ich sprach, wenn ich Worte wie „ICQ“ oder „Forum“ erwähnte und meine Mama meinen Blog noch nicht als Startseite eingestellt hatte.

[Nostalgie-Modus] Alles war schön anonym, und man konnte mehr oder weniger das treiben, worauf man Lust hatte, ohne dass einer der Freunde oder Familie das jemals mitbekommen hätte. Ich weiß gar nicht genau, was ich am Internet heute so schlimm finde. Vielleicht der Fakt, dass alles für immer dort stehen bleibt. (Der Gedanke steht der Web-2.0-Nutzung bestimmt im Wege – Paranoia vs. Gedankenmitteilung.) [/Nostalgie-Modus]

Ich hab schon einiges an Web-2.0-Sachen probiert. Das StudiVZ zum Beispiel. Oder Twitter. Bei StudiVZ gefiel mir damals nicht, dass die Privatsphären-Optionen nicht wirklich ausgereift waren (was inzwischen wohl schon anders ist), ich hab mich da also nach etwa zwei bis drei Monaten wieder abgemeldet. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist diese Seite ja mal so was von hässlich.
Mit Twitter konnte ich ehrlich gesagt auch nicht so wirklich was anfangen. Vielleicht praktisch zur Einbindung, wenn es neue Beiträge zu lesen gibt oder so etwas in der Art. Aber sonst nichts für mich, deswegen habe ich mich da nach einiger Zeit auch wieder abgemeldet.

Ich hab mich dann mal aus Neugier bei Facebook angemeldet. Facebook ist wirklich geiler Scheiß, weil das irgendwie alle nutzen, sogar die, von denen ich dachte: „Die haben mit dem Internet bestimmt rein gar nichts am Hut.“ Das mit den Privatsphären-Einstellungen ist gut gelöst, und ich hab einfach Überblick über alle Leute, die mich so interessieren oder mit denen ich online in Kontakt bleiben will. Ich hab Grundschulfreunde geaddet, die ich seit wasweißichwievielen Jahren nicht mehr getroffen habe. Oder meine Verwandtschaft aus Übersee, die ich nur alle Schaltjahre mal sehe. Das ist lustig, wirklich, man bekommt alles mit nur durch ein paar Klicks.
Gut, man muss zugeben, dass das unter anderem so ein Stalking-Ding ist, man ist ja neugierig (und bei vielen auch ein Ich-hab-die-meisten-Freunde-Schwanzvergleich) – ich hab es allerdings, bis auf sehr wenige Ausnahmen, auf Kontakte beschränkt, die ich wirklich kenne und mich interessieren.

Unter anderem neu sind die Accounts bei formspring.me und bei delicious.Hinter formspring.me gibt es jetzt wirklich keinen tieferen Sinn. Und was delicious angeht, so haben mich Social Bookmarks nie interessiert, aber jetzt, wenn ich mir das so überlege – man tagged Artikel, und kann sie dann, wenn man möchte, veröffentlichen – ist das schon eine ganz gute Sache. Das ist ja so was von … sensationell! Ich bin ja so hinterher, mannomann. Und das als Medienmensch.

Nun ja, und weil ich jetzt ja, inzwischen, so furchtbar web-2.0-mäßig drauf bin, gibt es rechts und unter jedem Beitrag eine schöne Leiste. Damit sich das auch lohnt.


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Blogosphäre, Ego & I, Station57 Sprechblase-Icon 20 Kommentare
9. Januar 2010

Musik-Tipp zum Samstag

Yeah Yeah Yeahs – Pin


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Musik Sprechblase-Icon 4 Kommentare
6. Januar 2010

Ich bin krank.

Was mich letztes Jahr ziemlich genervt hat, war, dass ich in regelmäßigen Abständen krank wurde. Also so mit Husten, Erkältung und dem ganzen Kram. Ich habe meinen Körper genau so behandelt wie die letzten Jahre auch, aber vielleicht muss ich doch mal anfangen, einen Tick aufmerksamer zu werden – ich bin ja ziemlich unempfindlich was Kälte angeht, aber mein Körper scheint das nicht mehr so zu sehen. Passt auch alles ganz gut zu den Neujahrsvorsätzen, die ich mir nie gemacht habe. Musste ich damals auch noch nicht. Da saß ich neben den ganzen Grippekranken mit ihren verrotzen Taschentüchtern und hab mir ins Fäustchen gelacht, weil die Viren voll nicht auf mich abgefahren sind.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag hab ich mir ja tollen Husten und eine Erkältung eingefangen, die urplötzlich kam. Die Erkältung war dann nach drei Tagen auch wieder weg, aber der Husten blieb irgendwie. Auch nachdem ich den Prospan-Hustensaft aus Efeu-Extrakt literweise in mich reingekippt hatte.
Seit gestern Abend hat es wieder vermehrt angefangen mit dem Husten, heute kamen dann auch diese ganzen Erkältungsfaktoren wieder dazu. Hab erst mal zwanzig Stunden durchgeschlafen, weil ich so matt war, aber gebracht hat das recht wenig, abgesehen davon ist das mit dem normalen Schlafrhythmus auch wieder Vergangenheit.

Und jetzt sitz ich da, um halb eins mitten in der Nacht, total krank, und habe keinen, der mich bemuttert und schreibe einen Beitrag übers Kranksein. Bah. Bitte ein Mal Mitleid.

Gedenktag des Tages: Dreikönigsfest.


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Ärgernis Sprechblase-Icon 29 Kommentare
1. Januar 2010

Mein Musik-Jahr 2009

Letztes Jahr war definitiv eines meiner Musik-Jahre schlechthin – viele neue Künstler entdeckt, acht größere Konzerte besucht und viele hunderte Songs gehört. Eigentlich gehört der Artikel längst ins alte Jahr, trotzdem möchte ich keinem die Top Ten, basierend auf meinen last.fm-Profil, meiner meist gehörtesten Künstler vorenthalten.

Platz 10 – Depeche Mode

Depeche Mode
Foto: Anirudh Koul

Gehört: 546 Mal. Lied des Jahres: John The Revelator. Empfehlung: Peace. Neuestes Album: Sounds of the Universe (2009). Konzert: Sonntag, 8. November 2009 in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle, Stuttgart.

Depeche Mode gehört definitiv zu den Bands, die absoluter Kult und einfach zeitlos sind. Meine erste Berührung mit der Band war mit der CD „The Singles 86–98“, die ich damals bei meinem Vater entdeckt habe – richtig reingehört habe ich mich im Jahr 2008. Nachdem klar war, dass Depeche Mode 2009 auf Tour gehen würde, und sogar nach Stuttgart kommen – hatte ich meine Karte quasi schon bestellt. Das Konzert war einfach absolut gigantisch und ein Erlebnis, das ich nur jedem Depeche-Mode-Fan weiterempfehlen kann.

… weiter ins All!


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Musik, Retrospektive Sprechblase-Icon 11 Kommentare