Verbrochen von einem richtigen Hunde-Frisör. Vorher:

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Der neue Look unseres Agentur-Hundes:
18. Juni 2010 um 09:37 Uhr
Soul Coughing – Misinformed
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anchmal kommt man an einen Punkt, wo man so nicht zufrieden ist, wie alles läuft. Und das, obwohl sich prinzipiell nichts verändert hat.
Mir geht es so mit diesem Blog. Schon komisch, ich schreibe hier seit sechs Jahren regelmäßig. Ich meine, das muss man sich mal vorstellen. Sechs Jahre. Sechs Jahre privates Zeug. Ich habe ein viertel meines Lebens mehr oder weniger schriftlich festgehalten.
Ich liebe das Schreiben. Es ist meine persönliche Ausdrucksform, die Form, in der ich mich am liebsten mitteile. Andere malen, machen Musik, ich schreibe. Ich liebe das Schreiben, weil ich auf diese Art und Weise erzählen kann, was ich fühle. Was ich erlebt habe. Und – weil ich zugegebenermaßen nicht besonders wortgewandt bin, wenn es um das gesprochene Wort und komplizierte Dinge geht.
Wenn ich jetzt so zurückschaue und meine Einträge lese, scheint mir irgendwie alles so trivial. Und gleichzeitig so herrlich erfrischend. Ich habe vor mehreren Jahren einfach geschrieben, ohne nachzudenken. Und das ist das, was meine Blogeinträge immer ausgemacht hat. Dieses Unkomplizierte.
Ich habe nicht darüber nachgedacht, wer das liest. Ich habe nicht darüber nachgedacht, wer was über mich denken könnte. Und gleichzeitig erscheint mir das Geschriebene so weit weg, als hätte ich einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Als wäre ich über Nacht erwachsen geworden (was natürlich Unsinn ist).
Ich habe festgestellt: Ich kann nicht mehr so schreiben. Es ist einfach weg. Irgendwie ist diese Leichtigkeit verloren gegangen. Es ist in letzter Zeit so viel passiert, es hat sich viel ereignet, dass alles andere banal wirkt. Und das lässt keinen Platz, mich mit den kleinen, einfachen Dingen zu beschäftigen, zumindest momentan nicht.
Eigentlich nicht ganz übel. Oft fühlte ich mich hier wie das kleine Mädchen, dem alles Mögliche an ungeschickten Dingen passiert. Dinge, die jedem passieren. Die aber nicht jeder so breit tritt. Das führt schnell zu einem Bild von einem naiven ungeschickten Ding. Das ist lustig. Manchmal. Manchmal auch nicht. Je nach Stimmung.
Nun ja, lange Rede, kurzer Sinn: Ich weiß manchmal gar nicht mehr recht, wie ich hier mit diesem ganzen Dings umgehen soll, was ich schreiben will, wie ich es schreiben will. Deswegen bleibt der Blog gerade auch ab und an für mehrere Tage unbefüllt.
Ich habe manchmal Lust, ganz von vorne anzufangen. Thematik anders, Name anders, alles anders. Ich vergleiche das ein bisschen wie umziehen in eine neue Wohnung: man braucht einfach mal eine neue Umgebung, um sich irgendwie neu zu definieren und zu wissen, was man will. Oder Auszeit.
Ich weiß jetzt gar nicht genau, was ich damit sagen wollte. Ich denke, man kann gut herauslesen, dass ich unschlüssig bin. Ich lass das einfach mal so stehen.
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Pakete mit Pommes-Deckel. Danke, Mama!
Gedenktag des Tages: Welt-Hirntumor-Tag. (Und ich las erst Welt-Humor-Tag.)
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Dinge, die mir meine Mutter auf Arbeit schickt:
8. Juni 2010 um 13:32 Uhr

eute bin ich mal wieder in die Heimat gefahren. Als ich dort ankam, schmiss ich mich erst mal eine Runde in den Garten und las in der herunter knallenden Sonne. Da ich es aber ohne eine so richtige Aktivität in der Sonne nicht aushalte, und gleichzeitig aber in der Sonne bleiben wollte (Dilemma!), habe ich einfach mal unseren Rasen gemäht. Zwei Stunden lang. Da gingen richtig viele Nacktschnecken dabei drauf. Und Karmapunkte.
Weshalb ich aber eigentlich gekommen bin: wegen des Essens um endlich mal die Paris-Route für die fünf Tage Paris im Juli mit meinem Bruder festzulegen. Sind auch unglaublich weit gekommen – in den drei bis vier Stunden heute haben wir jetzt immerhin unseren ersten Tag geplant. Größtenteils ohne Metro-Nutzung unterwegs hatte ich die Idee, die ganze Strecke mit Inline Skates zurückzulegen, um meiner Orangenhaut entgegenzuwirken. Kleiner Scherz. Also, das mit den Inlinern.
Geplant für Montag, 12. Juli, hatten wir für Dinge wie das Centre Pomipdou, die Pont Neuf, mal das Rathaus abchecken, den Notre Dame und die Katakomben geplant. Der 13. Juli geht für Versailles drauf, der 14. Juli natürlich für die Militärparade auf der Avenue der Champs-Élysées – inklusive abhängen am Place de la Bastille und gegebenenfalls das Feuerwerk am Eiffelturm. Die anderen zwei Tage müssen wir noch detaillierter durchgehen – ich dachte da an einen Tag im Rotlichtviertel – will aber meinen jungen unschuldigen Bruder nicht verderben. Dafür hat man schließlich richtige Männer-Freunde.
Ich freu mich jetzt schon auf jede Menge französische Konversation. Meine Mutter würde jetzt wahrscheinlich sagen: „Deswegen habe ich Dich damals gezwungen, sieben Jahre Französisch zu lernen.“ Ich schätze mal grob, dass ich etwa fünfundneunzig Prozent aller französischen Vokabeln und eintrainierter Sätze vergessen habe. (Fünfundneunzig Prozent klingt sogar nach viel, war aber angesichts meiner Noten in diesem Fach und meines schlecht ausgeprägten Kurzzeitgedächtnisses recht übersichtlich. Uh, oh. Nein. Wo das rechnerisch hinführt.) Macht aber nichts, habe ja meinen Bruder dabei, der das jetzt drei Jahre gelernt hat. Noch ganz frisch bei ihm, sozusagen. Brrr.
Ich habe heute so viel organisiert wie in meinem ganzen Leben noch nicht. (Morgen kauf ich mir einen Organizer und übermorgen werde ich Manager.) In diesem Sinne werde ich nun dem Schlaf frönen.
Gedenktag des Tages: Tag der Sehbehinderten.
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