aergernis: Ich verbringe gerade die meiste Zeit damit, irgendwelche Formulare auszufüllen, und zwar für Kindergeld-Kram aus dem Jahre 2008 (!). Ich bin sehr dankbar, dass mir mein Vater mein Leben lang eingeprügelt hat, jeglichen Papierkram aufzuheben aufzubewahren1, weil ich in den tiefsten Untiefen meiner Papierkram-Box wühlen muss, um all das Zeug ausfüllen zu können.

Kassette

Bizarres/Komisches: Vielen Dank an meinem Ex-Klassenkameraden Benni, der mir eine Kassette hat zukommen lassen mit dem neuesten Album von „Sonic Youth“. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um zu testen, ob das Kassettendeck meiner Aiwa-Anlage immer noch nicht funktioniert. Und es hat sich bestätigt.

Ego & I: Ich habe etwas angefangen, das ich schon immer anfangen wollte: Ich lerne eine neue Sprache. Dieses Mal nicht in der Schule, nachdem ich dort schon Englisch, Französisch und Spanisch in mich reinprügeln musste – alles völlig freiwillig, auf Selbstlern-Basis und mit etwas mehr Niveau: Russisch. Vor etwa drei Wochen habe ich angefangen, habe in der Vorlektion nun das russische Alphabet gelernt und beginne jetzt mit der ersten richtigen Lektion.2 Macht mir wirklich sehr viel Spaß, vor allem wenn man jemanden kennt, der auch Russisch spricht. Denn sich selbst etwas beibringen, ohne mit jemandem kommunizieren zu können, wäre wirklich verschwendete Zeit.

Wald

Klugschiss: Geht mal wieder raus in den Wald.

Musik: Das Konzert von Sia zu ihrem neuen Album „We are born“ wurde in Stuttgart jetzt zum zweiten Mal abgesagt. Gründe weiß man keine, trotzdem ist das alles sehr ärgerlich.

Stadt: Hier in Stuttgart geht es – natürlich – gerade die ganze Zeit um Stuttgart 21. Demonstrierende Menschen am Hauptbahnhof, dauernde Berichterstattung in den Medien, hier wird gemeckert, dort wird gebaut. Überall hängen Plakate3, wie toll das Projekt doch ist, als müsste man die Menschen hier mit Macht überzeugen, dem zuzustimmen.

Station57: Die Station wird in weniger als einer Woche sechs Jahre alt.

Gedenktag des Tages: Bennington Battle Day.


  1. Immer wenn ich in der Heimat war, bekomme ich diese Sprachdefizite.
  2. Ich kann nun Sachen schreiben wie: „Mama ist zu Hause. Papa ist nicht zu Hause. Danke. Wie geht es Dir?“ Ach ja, und natürlich Wichtiges wie: „Ich will Wodka.“ Das lernte ich aber nicht aus diesem Buch.
  3. Die Gegner mit „Lügenpack“ signieren.

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Kategorischer Rückblick IX

16. August 2010 um 15:49 Uhr

Retrospektive

19

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am fünften August veröffentlichte stern.de das offizielle Video zur neuen Single „Alles“ des Ende August erscheinenden Albums „Bring mich nach Hause“.

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Videopremiere „Alles“: Wir sind Helden

9. August 2010 um 19:04 Uhr

Musik

4

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Church Mice

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Aaaahahahaha!

6. August 2010 um 09:24 Uhr

Bla... Bla... Bla..., Restmüll

10

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ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wie schlimm das in anderen Städten so ist, aber in Stuttgart kann man am Wochenende keinen Schritt in die Stadt machen, ohne einer Gruppe von Heiratswilligen plus deren Anhängsel über den Weg zu laufen, die einem irgendeinen Scheiß andrehen wollen, den man weiß Gott überhaupt nicht brauchen kann.

Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, weshalb es alle so unglaublich amüsant finden, in der Stadt Leute anzuquatschen, Unterschriften auf weißen Leggins von Frauen zu sammeln und im Vollsuff irgendwo in der Theodor-Heuss-Straße abzuhängen. Und die T-Shirts! Die T-SHIRTS! Oh Mann. Ich sterbe jedes Wochenende mehr an Augenkrebs und dem Lesen von verblödeten Sprüchen.

Aufmerksame Leser wissen, dass ich dieses Jahr als Brautjungfer fungiere. Die Hochzeit findet im August statt, und zeitnah auch der Junggesellinnenabschied. Es wurde von diversen Menschen organisiert, umorganisiert, abgesagt, und letztendlich, nun, wer hätte es gedacht, findet der Junggesellinnenabschied in Stuttgart statt.

Das ist okay, Freunde heiraten schließlich nur ein Mal, da mache ich auch mit ohne zu meckern – ich trinke einfach das Doppelte von allen. Nur bei dem Kauf des Shirts musste ich leider die Spaßbremse spielen – ich ziehe mir nämlich kein Shirt an auf dem steht: „Und alle Bienen freuen sich.“1 (Bei der Braut steht übrigens: „Biene auf dem letzten Flug“, oder so etwas Ähnliches.) Erst recht nicht in einer Stadt, in der ich wohne. Es wird der Abend sein, an dem ich wahrscheinlich allen Menschen, die ich in Stuttgart so kenne, über den Weg laufen werde. Mit einem Haufen voller Bienchen.

Jaha, ich bin ja SO spießig! Mir egal, lasst mich.

Gedenktag des Tages: Nationalfeiertag in Mazedonien.


  1. Sorry, M.

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Junggesellenabschiede in Stuttgart.

2. August 2010 um 15:57 Uhr

Bizarres/Komisches, Ego & I, Stadt

22

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