8. März 2010

Nirgends ist es schöner als zuhaus‘

Daheim

Ich hätte es auch „Sonnenaufgang über dem Bauernhof“ nennen können, fand ich persönlich aber zu schnulzig.

Gedenktag des Tages: Internationaler Frauentag.


  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • email
  • MisterWong
  • MySpace
  • RSS
  • Technorati
  • Twitter

Ego & I, Kurz & knackig Sprechblase-Icon 11 Kommentare
7. März 2010

In der Heimat

Hab mir Montag und Dienstag frei genommen, und bin ab in die Heimat gefahren. Hier hat es Minusgrade des Todes und mein Zimmer wurde seit meinem letzten Besuch nicht mehr beheizt. Ich glaub ich hol mir nachher den neonfarbenen Schneeanzug aus dem Keller und leg mich dann draußen in den zwanzig Zentimeter hohen Pulverschnee, das hat den gleichen Wohlfühlfaktor wie das Bett.

Und weil ich schon in der Heimat bin, habe ich mir vorgenommen, folgendes zu tun:

  • Ich werde morgens um halb sieben zum Bäcker gehen, um mir anständige Backwaren zu besorgen. In Stuttgart kann man das Zeug einfach – bis auf wenige Ausnahmen – nicht essen. Bah, scheiß Massenfertigung.
  • Ich werde zur Volksbank im Dorf gehen („im Dorf“ ist hier so was wie „in der Stadt“) und endlich mal meine Bankkarte reparieren lassen. Seit ich aus Versehen meinen PIN zwei Mal falsch an so ’nem doofen DB-Automaten eingegebe habe (warum auch immer), kann ich nicht mehr mit Karte zahlen. Memo an mich selbst: Ich brauch unbedingt ein Konto bei einer Stuttgarter Bank.
  • Ich werde morgen eine Freundin besuchen und mit ihr essen gehen.
  • Ich werde übermorgen meine alten Abi-Kollegen an der Schule treffen, dort passiv rauchen und mit ihnen etwas essen gehen.
  • Eigentlich bin ich ständig am Essen.
  • Zwischendurch werde ich anschaffen gehen, um Geld fürs Essengehen zu verdienen.
  • Dienstagabend werde ich dann mit meiner besten Freundin bei mir zu Hause kochen. Dann gehen wir zu ihr und trinken Tequila. Denk ich. Ach, klar machen wir das, das ist doch immer so.
  • Ach, hier leuchten die Sterne so schön.

Mein Vater hat vorher beschlossen, zur Prime Time „Rosamunde Pilcher“ zu schauen. Inzwischen ist er auf „Katie Fforde: Eine Liebe in den Highlands“ umgestiegen, weil Rosamunde Pilcher nicht kommt. Ich hab somit spontan beschlossen, mich zu meinem Bruder zu gesellen, der irgendeinen Thriller schaut und eine Wollmütze trägt, damit seine nassen Haare nach „unten trocknen“ (hach, schon lange keine so kontextreichen aneinandergereihten Sätze mehr gehabt). Und dann mal sehen, ob ich meine Pläne die nächsten Tage durchziehen kann oder ob ich über Nacht dem Kältetod erliege.

Gedenktag des Tages: Tag der gesunden Ernährung. Zum Frühstück gab’s Bier und mittags Suppe.


  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • email
  • MisterWong
  • MySpace
  • RSS
  • Technorati
  • Twitter

Bla... Bla... Bla..., Retrospektive Sprechblase-Icon 4 Kommentare
4. März 2010

3 Unbeantwortete Anrufe

Man muss sich meinen Vater so vorstellen: „Nein, quatsch, ich brauch keinen Computer – und das Internet auch nicht. Nee.“ Mein Vater hat keine Ahnung, wie man einen Rechner überhaupt einschaltet. „Das neumodische Zeugs brauche ich auch nicht.“ Allerdings weiß er, dass man im Internet so ziemlich alles findet. Daher ist sein Standardsatz diesbezüglich: „Schau doch mal in dem Internet.“ Technik, das braucht mein Papa nicht. Er hat ja uns. „Du kannst doch mal kurz nachschauen.“
Umso erstaunter war ich, als er auf einmal ein Handy besaß. Handy (!). „Ach, ich brauch kein Handy, für was auch! Hab doch hier mein Telefon.“ Er besitzt jetzt mein altes Nokia „Totschläger“ 3210. Das hab ich gekauft, als ich vierzehn war. Er hat’s zwar auch nie dabei, aber er ruft mich damit immer auf dem Handy an, weil es von Festnetz auf Handy zu teuer ist. Und ich noch kein Festnetz hab.1

Nun ja, deswegen kann man sich auch vorstellen, dass das mit dem SMS schreiben nicht das Einfachste zu lernen war. Inzwischen macht er immerhin keine Punkte mehr anstatt Leerzeichen. Nur das mit dem Lesenkönnen muss er noch üben. „Mensch, meine Brille, ich muss mal wieder zu Optiker – die Weitsichtigkeit ..!“

Gestern hat er mich versucht anzurufen. Es war wohl ziemlich dringend, denn er hat mir etwas später meine erste SMS von ihm geschrieben:

HI JENNIFER,WENN DU ZEIT HAST,RUF MICH BITTE AN,GRUSS PAPS

Komischerweise hatte die SMS einen Betreff „HI“, was eigentlich das erste Wort der SMS sein sollte, und wenn ich auf „Antworten“ klicke, will er mir die SMS als „E-Mail-Typ“ versenden. :roll: Ich weiß nicht, was er da eingestellt hat (vor allem bei einem Nokia 3210, ich meine, damals gab’s doch nicht mal Internet! -.- ) , aber ich bin sehr stolz auf ihn.

Will gar nicht wissen, wie lange er dafür gebraucht hat.


  1. Notiz an mich selbst: KAUF ENDLICH MAL EIN TELEFON!

  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • email
  • MisterWong
  • MySpace
  • RSS
  • Technorati
  • Twitter

Bizarres/Komisches Sprechblase-Icon 15 Kommentare
3. März 2010

Besser spät als nie: Avatar.

Ich hab gestern Avatar geschaut. Das erste Mal. Wahrscheinlich als so ziemlich letzter Mensch auf Erden. Da ist der Druck groß, die Geldbörse klein – also ging’s auf in die 3D-Version im Stuttgarter Ufa-Palast am Kinotag für acht fuffzig und paar Popcorn, für die man sich so lang anstehen musste wie beim Special-Döner-Laden1 hier um die Ecke zwischen zwölf und zwei.

Also – Brille aufgesetzt, los geht’s! Die Spannung stieg – doppelt, ich wusste ja nicht, um was es eigentlich geht. Ich dachte ganz am Anfang, kurz nach dem Erscheinen im Kino, es handle sich um den Avatar-Zeichentrick. -.-

Mein erster Gedanke: Ich muss zugeben, dass dieser 3D-Effekt ziemlich cool ist. Vor allem in dieser tollen Farbumgebung macht das ganz schön was her. In Kombination mit der Musik hat das manchmal ziemliche Gänsehaut beschert, und mal ehrlich, diese komische blaue Frau aus dem Stamme der … (hach, danke Wikipedia) … Na’vi war schon eine Schnitte. Die Snychronisation von ihr war bombe. Ich hätte die gerne in Originalgröße. Ich stell sie auf mein Dach und locke Ufos an, oh ja.

Nun, die Visualisierung musste allerdings das rausreißen, was die Story nicht konnte: etwas Neues definieren, Spannung kreieren und den Zuschauer fesseln. War ziemlich abgedroschen und voraussehbar, schade eigentlich. Eine Kombination aus tollen visuellen effekten und toller Story wäre das Sahnehäubchen gewesen. Und genau aus diesem Grund würde ich mir Avatar kein zweites Mal bis zum DVD-Release anschauen.2

Wusste auch gar nicht, dass der Film von „Titanic“-Macher James Cameron ist. Spätestens beim Abspann-Song konnte man aber raushören, dass selbst der Komponist derselbe war wie bei Titanic damals.
Ich meine, man muss sich das so vorstellen: Das Ende, die letzte Szene, alle Na‘vis am Baum des ewigen Lebens (ach, keine Ahnung wie das Ding jetzt genau hieß) versammelt, sektenmäßig spirituell tanzend, glücklich wie in ’ner Waschmittel-Werbung – und danach dieser Titanic-Abspann. Das war scheiße, echt.

Fazit: Schöner Film mit klasse Bildern, verpackt in einer nicht ganz ausgereiften und originellen Story.

Gedenktag des Tages: Tag des Artenschutzes. So viel zum Thema.


  1. Alaturka
  2. Ehrlich, so viele Leute sagten: „Ich würde da auf jeden Fall noch mal ins Kino gehen.“

  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • email
  • MisterWong
  • MySpace
  • RSS
  • Technorati
  • Twitter

Retrospektive Sprechblase-Icon 13 Kommentare
1. März 2010

Bisschen windig war’s ja schon.

Ich hab von dem Wind gestern gar nicht so viel mitbekommen, abgesehen davon, dass unsere Fußmatte paar Meter weiter links als sonst lag. Allerdings hat der Wind auch einige Reste an Zigarettenstummeln vom Dach gefegt, die ein paar Leute von der Abschlussprüfungsparty letztes Wochenende wohl aus Spaß an der Freude aufs Dach geworfen haben, wahrscheinlich mit dem Gedanken, das Ganze könnte in die Regenrinne wandern, is ja nich‘ so schlimm ohne jeglichen Gedanken daran zu verschwenden, wo die wohl landen.

Gelandet sind die jedenfalls in unserem Garten. (Ich hab erst neulich mal herausgefunden, dass wir ja so was haben, sollte mal den Rollladen in Richtung Garten öffnen.) Hat mir die mürrische Oma heute Morgen erzählt. „Haben Sie denn ’ne Garty-Party gefeiert?“ Klar, Garten-Partys. Hätte mich auch schon auf die nächste Blasenentzündung gefreut. Außerdem hätte ich damals erst mal von dem Garten wissen müssen. -.-

„Wenn ich das nicht gewesen sind, muss ich mal den Herrn Nagold fragen.“ (Sie sagt immer Nagold, weil sie den ungarischen Nachnamen meines Nachbars nicht aussprechen kann.) Da erst fiel mir ein, dass das ja diese Wind-Sache von gestern mit Partyüberresten gewesen sein kann, hab ich ihr natürlich gestanden. Ich bin ja ein ehrlicher Nachbar.

„Jaaa, ihre Party. Die hat man schon gehört, ja! War sehr laut, man konnte alles hören.“ Schade, dass sie nicht gehört hat, wer mir auf meine Wäsche gekotzt hat.

Jedenfalls darf ich nachher nach Feierabend noch Zigarettenstummel aufsammeln gehen. Könnt mir theoretisch auch ’ne Suppe draus machen.

Gedenktag des Tages: Balearentag.


  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • email
  • MisterWong
  • MySpace
  • RSS
  • Technorati
  • Twitter

Retrospektive, Wohnen, Ärgernis Sprechblase-Icon 6 Kommentare