ich freue mich schon irgendwie wieder auf Zuhause. Bei meiner Mutter in München werde ich zwar top versorgt, dennoch finde ich es komisch, mit ICQ zu chatten, immerzu Schlager hören zu müssen, dass man zu Wecken Semmel sagt, meine Mutter Weißwürste zum Frühstück will, in der Großstadt alle hetzen, und es selbst sonntags Brötchen Wecken zu holen gibt. Außerdem laufen mir daheim nicht immer alte Omas über den Weg, das Haus hier ist ursprünglich eigentlich für ältere Leute gedacht, die nach der Rente hier wohnen.

Hier draußen im Gang hängt auch so eine Plüscheule an der Wand, die ist voll schnuffig. Ob das auffällt, wenn ich die mitnehme? Ich könnte ja dafür einen Kürbis auf den Ast stellen, da hat meine Mutter noch ein so paar kleine über hier. Ob Kürbis oder Eule ist doch auch vollends Hupe.

Jedenfalls darf ich morgen noch die ganzen Hausaufgaben machen, die ich die ich in der letzten Woche Ferien ganz und gar verdrängt habe.

Ach, ich freu‘ mich schon irgendwie auf Zuhause.

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Ich bin ein Landei

4. November 2006 um 20:37 Uhr

Tagtägliches

8

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heute wurde ich von Romy beziehungsweise von Romys Mutter Renate zum Essen eingeladen. Da es aber mit dem Essen sehr spät wurde, reichte es nicht mehr für die extended edition (214 Minuten) des zweiten Herr der Ringe-Teiles (den wir ursprünglich anschauen wollten), schließlich gab es ja Leute, die am nächsten Tag arbeiten müssen. :clown:

Und so ergab es sich, dass wir Mensch ärgere Dich nicht spielten, mit Lars‘ ‚Spezialregeln‘. Ich sage Euch was: Nach einem Spieleabend mit Lars, Romy und Renate braucht man keine Drogen mehr!

Erstmal wurden ungefähr zwanzig Würfel ausgepackt. Dann wurde jeder Würfel auch ganz ausgiebig untersucht, ob er denn der ‚richtige Würfel‘ sei. Da wurde gewürfelt, untersucht, abgetastet und gerieben. Und war da erstmal der richtige Würfel gefunden, durfte den auch kein anderer anfassen, denn sonst verliert er ja seine Wirksamkeit. Ich habe mich ja insgeheim gefragt, ob die irgendwo einen überdimensional großen Würfel versteckt haben, den sie jeden Sonntag um zwölf anbeten.:roll:

Ja, und wie das halt so ist (?), wird dann eine besondere Verbindung zum Würfel aufgebaut, um ihn beeinflussen zu können. Renate beispielsweise hatte immer die Zahl gerieben, die sie würfeln wollte, und wehe, man hat sie dabei gestört. „Hör‘ auf, meinen Würfel zu beeinflussen. Ich versuche eine telepathische Verbindung zwischen mir und dem Würfel aufzubauen!“ Irgendwie hat sie aber trotzdem immer Sechsen gewürfelt, ob sie nun wollte oder nicht.
Romy hat am Ende dann irgendwelche komischen indianischen Tänze vollführt. Näher möchte ich das jetzt nicht ausführen. (!)

Ich habe mir ja einfach den hübschesten Würfel herausgesucht. Aber so wie ich das mitbekommen habe, muss man auch an seinen Würfel glauben, sonst würfelt man nichts Gutes. Zumindest sagte das Renate immer wieder zu Lars, wenn er verzweifelt versuchte, eine Sechs zu würfeln, um aus seinem ‚Loch‘ zu kommen. „Lars, Du musst das so wie ich machen. Du musst an Deinen Würfel glauben! Ich habe das von Anfang an gemacht. Ich habe an meinen Würfel geglaubt. Und siehst Du, es klappt! … Und Romy, wehe Du fasst meinen Würfel an!“

Renate hat somit auch die erste Runde gewonnen. Die Cheaterin. Der Glaube hat wohl geholfen. In der zweiten Runde wurde das alles noch lustiger. Irgendwie kamen wir über Lars‘ rote Spielfiguren auf Indianer, und letzten Endes haben wir uns dann irgendwelche perversen Indianernamen gegeben. Da hieß es dann nicht mehr: „Romy, würfel‘ mal!“ sondern „Squaw, alde Socke, würfel‘ endlich!“ „Ja, laufende Pommes, ich mache mich ja schon auf den Weg.“ Romys Mutter hat dann letztendlich doch noch Wein geholt zum Spiel. Schließlich „könne man uns nur mit Alkohol ertragen.“ Ich persönlich fühlte mich ja schon ohne jeglichen Alkohol total beschwippst. :roll:

Irgendwie habe ich am Ende gar nicht mehr mitbekommen, wer mich mal beschissen hat oder nicht, oder wann ich dran war mit würfeln, weil ich mehr beschäftigt war, mir die Lachtränen aus dem Gesicht zu wischen. Ich kann nur sagen, dass ein Spieleabend bei Romy empfehlenswert ist. Wenn die Familie anfängt zu spielen, werden alle richtig komisch. Das ist bestimmt der Einfluss des großen Würfels, gut versteckt im Keller.

Gebt’s doch zu!

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Würfel, Indianer und Gelächter

2. November 2006 um 01:21 Uhr

Retrospektive

23

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gestern sind mein Vater und ich noch in den Edeka gegangen um einzukaufen für den nächsten Tag. Nebenbei hat sich mein Vater gedacht, er nimmt noch allerelei Süßes mit für die Kiddies, die eventuell vorbeikommen und was wollen. „Schließlich ist das ja auch nur einmal im Jahr, und die freuen sich dann.“ Für zwanzig Euro hatten wir jetzt also Süßigkeiten gekauft. Mir wäre es lieber gewesen, wir hätten mehr zu Essen für den nächsten Tag eingekauft, als so viele Süßigkeiten.

Mein Vater hatte auch schon den Plan, dass wenn die Süßigkeiten alle sind, wir einfach den Hund vor die Tür leinen. Dann können uns die Kiddies erst gar nicht mit ‚Saurem‘ drohen. Denn wenn der Hund draußen vor der Tür hockt, traut sich nämlich irgendwie keiner mehr zu uns an die Tür heran. Der Briefträger und die Reklame-Austeiler stehen meist vor der Einfahrt und ringen mit sich selbst, ob sie nun zum Briefkasten laufen sollen oder nicht. Meist werfen die dann die Post und die Reklame einfach in die Einfahrt und gehen dann langsam wieder rückwärts vom Grundstück. (Kann man alles immer toll von der Küche aus beobachten.) :roll:

Irgendwann kamen auch schon die ersten Kinder. Die ersten und die letzten. Der eine kleine Junge, schätzungsweise sechs Jahre alt, hatte ein Vampirkostüm an, und der andere eine riesige Monstermaske. Auf der Monstermaske stand in orangenen Lettern ganz groß R.I.P., das hat mir schon etwas Angst gemacht. Ich meine, mir laufen nicht dauernd irgendwelche Gestalten über den Weg, die mir wünschen, ich möge doch in Frieden ruhen.
Mein Vater hat den zwei Jungs gleich fast unsere ganzen Süßigkeiten vermacht. Hätte ich gewusst, dass das die einzigen Kiddies sind an dem Abend, hätte ich nicht gesagt „Papa, tu‘ denen nicht alles in die Tüte!“ sondern „Ja, hau‘ rein!“

Unsere Halloween-Extreme-Gammel-Sauf-Party war auch was. Romy ist gestern noch vorbei gekommen und wir dachten uns, dass wir auch mal nach unten zur tollen Party gehen. War am Anfang auch ganz lustig, aber am Ende war mir das Geschwätz von pubertierenden sechzehnjährigen Jungs echt zu komisch doof.
Mein Zimmer musste ich auch beschützen. Mich hat immer wieder einer aufgesucht, um zu überprüfen, ob ich denn nun Pornos auf dem PC hätte. Irgendwann war’s mir aber echt zu doof, und ich habe zu meinem Bruder gesagt, er möge mir den bitte vom Hals halten.
Ich hätte gerne wieder ein Schloss an der Tür. Man hätte sie nicht so oft einschlagen dürfen, dass man nun keines mehr am Türrahmen befestigen kann. Hmpf.

Ich habe auch extra meinen PC die Nacht angelassen, damit der Lärm vom Keller übertönt wird. Und somit bin ich irgendwann friedlich gegen halb vier Uhr morgens eingeschlafen.

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Ouauaha … Mein Kopf!

1. November 2006 um 13:46 Uhr

Retrospektive

13

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ich habe gerade von meinen Brüdern mitbekommen, dass es bei uns heute die ‚Halloween-Extreme-Gammel-Sauf-Party‘ gibt, unten im Keller im Partyraum.

Na ja, so richtig stören tut mich das ja eigentlich nicht. Das Einzige, das stören könnte, ist, dass neben meinem Zimmer das Klo ist, das wohl einige mitten in der Nacht dann lautstark aufsuchen werden.
Mein Plan ist ja, dass ich heute Mittag nochmals schlafe (lange schlafe), und dann heute Abend aufbleiben werden um vorzubeugen, dass sich die Leute in der Tür irren und womöglich meinen Schreibtischstuhl für das Klo halten. Man kann ja nie wissen.

Vielleicht sollte ich aber einfach auch mitsaufen, so eine Flasche Bier wäre wohl ausreichend, um mich ins Land der Träume zu befördern. Dann würde es mich glaub‘ auch nicht mehr stören, wenn einer schreiend das Klo aufsucht. Und um zu vermeiden, dass man mein Zimmer betritt, lege ich mich einfach vor die Tür zum Schlafen. Soll ja schon mehrere nicht gestört haben, wo sie schlafen, wenn sie dicht sind.

Hach ja. Ich mache mir heute auch wieder Gedanken um Sachen.

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Halloween

31. Oktober 2006 um 13:52 Uhr

Tagtägliches

19

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bald ist die Runde meines Lieblingsbrowsergames um. Da ich mich schon so daran gewöhnt habe, nebenbei immer diese Seite extra geöffnet zu haben, alle paar Minuten auf die Seite zu switchen, weiß ich gar nicht mehr, was ich sonst so nebenher mal machen soll.

Jedenfalls bin ich ich jetzt nur auf Platz 8 mit meinem Huhn Dr. Bernd-Dieter Heckenschere, werde aber die letzten Minuten hart kämpfen, um die anderen Hühner von meinem verdienten Platz unter den ersten fünf Hühnern zu verdrängen.

Wünscht mir Erfolg!

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Was nun?

30. Oktober 2006 um 13:39 Uhr

Kurz & knackig

15

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