ch habe heute so viel zu sagen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ich habe heute innerhalb weniger Stunden schon meine sonstige Rede-Quantität um ein Vielfaches überschritten. Was rede ich überhaupt? Ja, ziemlich viel und vor allem ziemlich viel Unsinn und überhaupt und sowieso und ja, was weiß ich.
Häää? Und jetzt?
Gestern war ich jedenfalls auf dem Wasen. Das erste Mal. Beziehungsweise hat mir meine persönliche Informationsquelle – meine Mama – mitgeteilt, dass ich da anscheinend mal im Kleinkindalter war und auf dem Tisch getanzt habe. (Grammatik: 5) Aber nun ja, darum geht es ja mal gar nicht.
Ja, also, auf dem Wasen. Bierzelt, Bier und Hähnchen, „DJ Ötzi“-Musik, dazu noch jede Menge VfB-Fans – also alles eigentlich gar nicht meine Baustelle. „Warum warst Du dann überhaupt da?“ werden sich manche fragen. Und ich werde sagen: „Gute Frage!“ – Nee. Die Agentur. Die hat dort einen Tisch bestellt und jede Menge Getränke- und Esskärtchen.
Ja, und wie das so ist und wie man beobachten kann: Am Anfang noch Totenstille (vor allem gegen fünf Uhr am Nachmittag), alle finden diese Bierzelt-Musik ja eigentlich schon total scheiße und diese herumkotzenden Leute niveaulos. Nach einigen Bieren kann man aber komischerweise alle Songs mitsingen und erbricht dann auch schon mal in den eigenen Bierkrug. Ja, klasse! So muss das sein.
(Ich kann die Texte der Schlager übrigens vorher schon mitsingen. Schließlich bin ich ein Kind des Schlagers – dank Mama – wie einige wissen. Während die anderen in den Musikstunden in der dritten Klasse sehr stolz auf ihre neu erworbene Single „Saturday Night“ von Whigfield waren, kam ich mit meiner mit Schlager bespielten Kassette und warf Gitte Hænning mit „Ich will alles ab“ in den Rekorder. Ja, das waren noch Zeiten. Da merkt man erst, wie alt man eigentlich ist, ne. Und bei Marianne Rosenberg kann ich mich eh nicht mehr halten. Marianne Rosenberg! Mein erstes Konzert. Mit zehn. Das war der absolute Burner!)
Die Stimmung wurde immer besser, immer betrunkener und respektloser. Ich sage Euch: Da steppte der Bär Sexuelle-Belästigungs-Panda. Während der Streckenbewältigung in Richtung Toilette wurde ich von einem halben Dutzend VfB-Fans angegrapscht, gegen später dann hat irgendjemand sein Weißweinschorle über meine Tasche und mich gekippt. Mein Geldbeutel stinkt wie Sau! Und meine Tasche auch. Toll. Jetzt muss ich wieder mit Stofftaschen ins Geschäft.
Mein restlicher Tag war jedenfalls hervorragend ausgefüllt: Ich hatte zwei Mal Pommes, ein Mal Zuckerwatte und bin mit einem Kopfüber-Ding gefahren, das „Maxximum“ hieß.
Gegen elf Uhr sind wir dann vom Wasen in eine Bar, und gegen vier Uhr am Morgen war ich zu Hause. Im Bad habe ich auch gemerkt, dass ich meine linke Kontaktlinse gar nicht verloren habe, sie klebte nur hinter meinem Auge.
Jedenfalls war das ein lustiger und unterhaltsamer Abend. Und jetzt muss ich mich um die wichtigen Dinge des Lebens kümmern: essen, schlafen, fernsehen, die ganzen unnötigen Dinge vom Schreibtisch räumen. (Also alles.)
I’m out.
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eute Abend geh ich das erste Mal in meinem Leben auf den Wasen. Wenn ich bis dahin wach bleibe.
Ich sollte unbedingt beginnen, Kaffee zu trinken.
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ch frage mich immer noch, was sich der Nachbar gedacht hat, als ich gestern Nacht im Schlafanzug und zähneputzend vor der Tür stand.
Wer errät, was ich getan habe, bekommt je nach Wunsch eine Packung Kondome oder Tampons (in Wunschgröße natürlich – und völlig diskret).
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edes Wochenende wache ich morgens gegen acht Uhr auf, weil die Sonne durch das Dachfenster scheint. Jedes Wochenende ist es gegen acht Uhr schon so hell wie am Mittag. Da bringt mir meine Schlafmaske für fünfzig Cent aus dem Billig-Laden auch nichts mehr, Herrgott noch mal. Ich will ausschlafen – bis drei Uhr am Mittag!
Und jetzt stellen die auch noch die Uhr um eine Stunde zurück, so dass ich schon morgens gegen sieben Uhr aufwache. So früh wachen doch nur Rentner auf! Blöde Zeitumstellung. Eine Stunde mehr schlafen – von wegen! Diese Penner!
Ich boykottiere das!
Mensch. Cindy. Schock mich doch nicht so!
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