Top Suchausdrücke Part X
Ich wollte schon immer mal mein Foto auf Seite zwei der Google-Bildsuche unter „pommes gesicht“ finden.
Bizarres/Komisches, Ego & I, Kurz & knackig, Station57
Klopapierüberschuss
Mein Vater mag Klopapier. Zumindest vermute ich das mal, wenn ich da so in unseren Vorratsraum schaue. Und nach jedem Einkauf einen Blick auf das Gekaufte werfe. Ja. Da besteht mit Sicherheit eine enge Verbindung zum Klopapier (auch „SHP“ (für shithousepaper) genannt).
Beruhigend ist, dass wir bei einem spontanen Kriegsausbruch lange Zeit keinen Mangel an Klopapier haben werden. Wenn uns auch das Essen ausgeht – keine Probleme mit der Hygiene. Und Tote kann man damit notfalls auch mumifizieren.
Bla... Bla... Bla...
Stöckchen #16 – Webdesign-History
Auf Ines‘ Seite habe ich dieses tolle Stöckchen entdeckt. Da ich mich mit vielen Textpassagen identifizieren kann, es interessant finde und gerade etwas auf meinem nostalgischen Trip bin, habe ich es einfach mal mitgenommen.
2001: Wie entwickelte sich also mein Interesse zum Webdesign? Das ist eine recht schwere Frage. Ich weiß nicht mehr, warum ich überhaupt begonnen hatte, eine Seite haben zu wollen. Ich vermute, damals wollte ich noch als eingefleischter Anime/Manga-Fan für irgendeinen Anime eine kleine Fanseite aufbauen, von denen es zu der Zeit eigentlich eh schon genug gab.
Was tut man also, wenn man eine Seite haben will aber keinen blassen Schimmer von der Materie hat? Richtig. Man geht zu Beepworld. Dort klickte man sein Zeug zusammen, markierte, schrieb, und letztendlich wandelte Beepworld das Ganze in eine Seite um, die meistens total scheiße aussah. Kurze Zeit später wechselte ich zu englischen Baukaste-Seiten, die mehr Funktionalität boten.
2002: Das Doofe an diesen Seiten ist, dass man eigentlich nicht wirklich lernte, wie das nun mit dem Schreiben von Webseiten funktioniert, und das der Reiz der Sache für mich war. Deswegen holte ich mir Webspace bei Tripod, und fing dort an, einige Tutorials auf selfhtml durchzuarbeiten. Meine erste selbst erstellte Seite bestand aus zwei schwarzen Frames und die Schrift war rot. Damals fand ich das toll.
Kurze Zeit später begann ich erstmals, mit Photoshop Layouts zu entwerfen, die ich dann dank der in „Tabellen Zerschneiden“-Funktion von Adobe GoLive 5 umsetzen konnte. Damals hatte ich noch keine Ahnung von Auflösung, verfügbaren Schriftarten oder von der Vielfalt der Browser. Deswegen sahen die Seiten wohl auch nur im Internet Explorer gut aus.
2003: Dann kam der erste Schritt zur eigenen, tollen Webseite: eine eigene Domain. Das war im Jahre 2003. Nö. Ich erzähle keinem, wie die lautete. Der Inhalt war die Fortführung der Anime/Manga-Seite, die es aber nicht wirklich lange gab. Entstanden sind in der Zeit keine Layouts. Ich hatte es zwar immer wieder vor, aber ich hatte es nie richtig umgesetzt.
2004: Nochmal eine neue Domain. Und nein, ich verrate auch diesmal keine Domainnamen. (Peinlich genug, dass diese genauso lautete wie ein Hygieneartikel.) Anfangs hatte ich noch einen Faible für Schriftgröße zehn und Schriftfarbe ähnlich der Hintergrundfarbe. Außerdem waren die Designs eher klein und der Inhalt in noch kleinere Iframes gebettet. Aber immerhin konnte ich selbst meine Tabellen schreiben. (Version 1 bis 3.)
Bis August 2004 war diese Seite komplett statisch, bis ich dann meinen ersten Weblog eröffnete mit der Blogsoftware b2evolution. Die Layouts wurden größer, ich entdeckte andere Browser und Auflösungen. Außerdem war es meine erste Erfahrung, ein Design in einem CMS umzusetzen. Zusätzlich fing ich an, die Seite mit PHP zu vereinfachen. Damals noch mit der Funktion include. Das war damals total trendy, und jeder Trottel hatte Tutorials darüber. Auch ich. Überhaupt hatte ich neben dem Blog relativ viel Inhalt.
Außerdem begann ich mich damals, immer mehr intensiv mit dem Aussehen meiner Seite zu beschäftigen. Von Design zu Design steigerte ich mich quasi. (Version 4 bis 9.)
2005: Die Domain fand ich irgendwann dämlich, und deshalb sicherte ich mir im Januar 2005 die Domain station57.net, auf der dieselbe Blogsoftware einfach weiterlief. Ich verabschiedete mich nach ein, zwei Designs von den Tabellen und begann, mich mit CSS auseinanderzusetzen. Dass ich heute meine Designs komplett in CSS umsetze und Inhalt vom Aussehen trenne, habe ich Ines zu verdanken. (Ab Version 10.)
2006: Im August 2006 habe ich beschlossen, Wordpress auszuprobieren. Es tat mir schon etwas weh, die ganzen alten Beiträge quasi von der Seite „zu löschen“, andererseits war ich auch froh darüber, dass man den ganzen Stuss nicht liest. Den Inhalt habe ich auch radikal gekürzt. Außerdem war es einfacher, seine Layouts umzusetzen. Für mich mal.
2007: Und nun ja, was heute aus mir geworden ist, sieht man ja. Garantiert habe ich nicht ausgelernt, und so lange mir das Ganze noch Spaß macht, werd ich das wohl auch nie. (Version 16 bis heute.)
Bla... Bla... Bla..., Retrospektive, Station57
Telefonterror
Wenn mich etwas tierisch nervt, dann ist es das ständige Klingeln des Telefons am hellen Morgen. Also ab elf Uhr. Ich ignoriere das Klingeln des Telefons eigentlich. Aber wenn es doch dann das zweite Mal mindestens dreißig Mal klingelt, geh ich doch mal ran. Man weiß ja nie.
Könnte ja etwas passiert sein. Papa hat sich mit in eine Maschine gedreht, Schwester ist unter den Bus gekommen oder Bruder wurde von einem Kleinkind angekotzt. Deswegen geh ich da auch ran.
Heute auch. Und das Einzige, das ich nach dem Nennen meines Nachnamens am Telefon höre, war ein wiederholtes Piepen. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob das jetzt irgendein technischer Defekt war, sonst funktioniert das Telefon ja auch ganz gut. Denk ich. Zumindest hat es gestern Abend noch ganz gut funktioniert, als mir meine in Amerika lebende Tante ein Gespräch im gebrochenen Deutsch/Schwäbisch reingedrückt hat. Da hat höchstens mal die Leitung etwas geknackst, aber das lag wohl dann doch irgendwie an der Entfernung und dem Ozean zwischen unseren Aufenthaltsorten.
Deswegen eine kleine Warnung: Wer es nochmal wagt, hier morgens anzurufen, es dreißig Mal klingeln lässt, dann auflegt, wenn der Angerufene sich erbarmt und ans Telefon geht, der wird heftig mit rosa Wattebäuschchen beworfen, bis er blaue Flecken hat!
Blogroll
Schlaflos
Gegen zwei Uhr bin ich nach der Geburtstagsparty meiner Schwester ins Bett. Ich war körperlich wahnsinnig müde, geistig aber hellwach. Das sind die schlimmsten schlaflosen Nächte – wenn man zu wach ist, um zu schlafen, und zu müde, um wirklich etwas Produktives zu tun.
Hab mich erst nach links gedreht, dann nach rechts, mich auf den Rücken gelegt, Schäfchen gezählt und letztendlich beschlossen, dass das so keinen Sinn gemacht, weil meine Schäfchen aussahen wie Schweine. Und über den Zaun hüpfende Schweine dienen nicht der Sache.
Also – dachte ich mir –, tu ich aktiv etwas. So wie ich halt bin. Immer absolut aktiv. Hab ’nen Zettel und ’nen Stift genommen und ein bisschen was geschrieben. Aber ohne Linsen in den Augen war das nach zwölf Minuten auch etwas anstrengend. Dachte, mir fallen gleich die Augäpfel aus den Höhlen.
Anschließend hab ich das Radio angemacht, in der Hoffnung, es würde mich einschläfern. Doofe Idee, das zu testen. Schließlich weiß ich ja von mir selbst, dass ich nicht einschlafen kann, wenn irgendwo im Hintergrund etwas läuft. Hab mich dann ’ne halbe Stunde durchs Radioprogramm gezappt, gesungen, gerappt und bemerkt, dass ich meine Stimme bei SingStar etwas überstrapaziert habe. Nämlich als ich lauthals gesungen hatte, in der Annahme, das Mikrofon sei zu leise. Dabei war es einfach nur kaputt.
Um kurz vor drei Uhr kam mein Bruder von der Party zurück. Lautlos. Um kurz nach vier dann mein anderer. Etwas lauter. Aber er gab sich Mühe. Vor allem beim Treppensteigen. Der billige SangrĂa war doch etwas zu viel gewesen. Erinnerte mich etwas an letztes Jahr, als er vom vielen SangrĂa die Treppen hinunterstürzte und sämtliche Bilder an der Wand mitnahm.
Und um kurz nach fünf trudelte meine Schwester ein mit zwei Gästen, die mein Vater kurzerhand wieder aus dem Haus warf, weil er nichts von der Übernachtungsaktion wusste. Schwester sauer. (Vater auch.) Schlafsack genommen und mit Mitbringsel in der Gartenlaube gepennt. Parallel dazu fingen die Vögel unter der Dachplatte an zu zwitschern, Standort ungefähr einen Meter über meinem Fenster.
Irgendwann gegen sechs Uhr hat dann schließlich auch mein Geist beschlossen ’ne Pause einzulegen. Bin dann langsam aber sicher eingeschlafen und hab von Kaugummi essenden Spitzmäusen geträumt.
Blogroll, Retrospektive

