Ich bin wieder ein freier Mensch
Eigentlich wollte ich ja eigentlich nur „nach mehr als eineinhalb Jahren endlich WoW-frei“ schreiben. Aber irgendwie erinnert mich das an so Slogans wie „endlich rauchfrei“ und an die Nikotinpflaster, die dann so schön im TV eingeblendet werden.
Nein. Deshalb mache ich das mal ganz normal und so. Also, seit heute ist mein Account für World of Warcraft abgelaufen. Und das stört mich nicht mal. Nach guten eineinhalb Jahren habe ich genug Zeit in dieses Spiel investiert, und habe beschlossen, mich irgendwie mal um wichtigere Dinge zu kümmern, als ständig in diesem Spiel abzuhängen, und mit total süchtigen Menschen durch eine virtuelle Welt zu schlappen.
So. Und jetzt wünsche ich mir ganz großes Lob für diesen Schritt!
Tagtägliches
Abifahrt und Abislogan
Da wir ja schon im April Abi schreiben, kümmert man sich jetzt schon fleißig um die Abifahrt, Abislogans, den Abiball, die Abizeitung und was es sonst noch alles so gibt.
Nachdem wir letzte Woche erfahren haben, dass eine Abifahrt während der Schulzeit nicht gestattet wird (zu viele Termine für Lehrer (Korrekturen, Prüfungen an anderen Schulen), deshalb kein Lehrer verfügbar => keine Abifahrt ist ohne Lehrer gestattet), müssen wir das jetzt in die Pfingstferien verlegen. Seit Freitag ist auch klar, wo es hingeht: Nach Ibiza. Für 360 Euro Flug dorthin und all inclusive.
Ob ich da mitgehe, weiß ich noch nicht so recht. Ich mag meine Klasse wirklich super gerne, und ich würde schon noch gerne ein letztes Mal mit ihnen irgendwohin fahren. Andererseits denke ich da schon auch an die Kosten, die auf meinen Vater zukommen (Abschlussfahrt meines Bruders, Führerschein, Abiball, … ) und daran, dass das wohl eh eine Woche lang nur ein Partyurlaub beziehungsweise ein Saufgelage wird, wofür mein Gemüt nicht ganz gebaut ist.
Auch über die üblichen Abislogans macht man sich schon Gedanken. In jeder Klasse wurden jetzt fünf Slogans vorgeschlagen, unsere hat für „Abikini – knapp, aber passt schon“ und „RentABIlität – nach 13 Jahren abgeschrieben“ gestimmt.
Ich weiß auch nicht warum, aber mit dem Bikinidingens kann ich mich nicht so recht anfreunden. Es wird quasi so mehr oder weniger so dargestellt: ‚Knapp, aber passt schon‘ – also nix gemacht und trotzdem geschafft. Das war bei den meisten mal nicht so, deshalb kann ich mich da mal gar nicht damit identifizieren. Vor allem die Zeit, die ich in VBRW gesteckt habe. Und nix gebracht hat. Ha ha.
Für das zweite habe ich gestimmt. Passt mal zu unserer Schulart und finde ich ganz originell. Auch wenn meine Kenntnisse in Rechnungswesen beziehungsweise Abschreibungen recht gering ist, verstehe ich ihn, und habe ihn für gut befunden. So.
Wegen Abifahrt muss ich mich schon bis Montag entscheiden. Mal sehen.
Schule
Freitag der 13.
Freitag der 13. kann mich mal, weil ich sonst eh total oft Pech habe. So! (Wollte ich nur mal anmerken.)
Kurz & knackig
Lustige Bastelstunden in Bio
Es gibt Fächer, die selbst 13er gefühlsmäßig zurück in die erste Klasse versetzen können. Heute: Lustige Bastelstunden in Bio.
Ja, die zwei Stunden waren eigentlich ziemlich überflüssig. Unser Biolehrer meinte, dass es doch total lustig sein würde, wenn wir heute ein paar tolle Versuche machen könnten. Gut, der Vorteil bei so Sachen ist ja, dass man da relativ wenig denken muss, man nebenher ein nettes Schwätzle halten kann und dass die Zeit ganz schnell vorbei geht. Der Nachteil ist, dass das nicht Bestandteil unserer nächsten Klausur ist, deshalb total überflüssig ist.
Der Versuch an sich war echt Arbeit für Doofe. Eine Pflanze, eine Wasserpest, in ein Reagenzglas packen, dann Wasser hinzufügen, mit einer Lampe schön anleuchten, drei Minuten warten, und dann die aufsteigenden Bläschen, die die Pflanze produziert, zählen. Und das zehn Minuten lang. Mit fünf verschiedenen Arten von Wassern. Und dann das Ganze in ein Koordinatensystem übertragen. Das war echt mal eine dämliche Aufgabe, die Marina aus unserer Gruppe ganz klar freiwillig übernommen hat. Die Gute. Ich war immerhin so überaus freundlich, das Reagenzglas mit Wasser aufzufüllen, schließlich möchte man ja den Luftbläschenzähler seelisch unterstützen.
Wenn ich mal kein Wasser geholt habe, habe ich gegessen. Insgesamt habe ich aus Langeweile zwei Haselnuss- und einen überaus widerlichen Cranberries-Müsliriegel verspeist, nicht zu vergessen den Rest meiner Käselaugenstange (die ich schon fast ganz aufgegessen hatte, bevor ich überhaupt an der Schule war). Ja. Diese zwei Stunden waren geprägt von Spannung, großem Interesse an der Wasserpest und einem überaus (sauberen?) Aufschrieb. Der morgen wahrscheinlich irgendwo im Müll landen wird.
Das Ganze hatte dann irgendwas mit Fotosynthesen-Rate zu tun. Ich habe mich ja anfangs echt gefreut, dass wir jetzt endlich mal was anderes in Bio als Genetik machen, aber so Pflanzenzeugs ist auch nicht unbedingt der Burner. Na ja. Was soll man machen. Kann ja nicht alles interessant sein.
Schule
Erinnerung an mich selbst
Jeden Abend fällt mir der Wäscheberg auf, den ich endlich mal waschen müsste. Wenn ich aufstehe, auch. Nur wenn ich mittags beziehungsweise nachmittags von der Schule nach Hause komme, komischerweise irgendwie nicht mehr. Und ich kann nicht spät in der Nacht oder am hellichten Morgen anfangen, die Waschmaschine laufen zu lassen.
Deshalb hier, Erinnerung an mich selbst: „Wenn Du das liest, wäschst Du endlich mal Deine Klamotten, Du faule Sau, sonst geht Dir die Unterwäsche aus!“
So. Dann kann ich das morgen auch endlich mal erledigen.
Nachtrag um 11:04 Uhr: Erledigt. Jetzt darf ich nur nicht vergessen, sie wieder aus der Waschmaschine ‚rauszuholen.
Tagtägliches