20. Oktober 2006

Es werde Licht

Ich weiß gar nicht mehr wann das war, aber irgendwann vor ein paar Monaten ist mir meine Glühbirne kaputt gegangen. Und zwar mit einem großen ‚Peng‘, und das Glas ist aus der Halterung gebrochen.

Ich war aber zu faul, die Birne da herauszuwuseln und eine neue hinein zu machen. Weil, dazu hätte ich entweder a) den Strom herausmachen müssen (schließlich bin ich ja nicht doof und fasse die Halterung der Birne so an, wenn da alles so ‚rumhängt) oder b) eine Isolierzange holen müssen. Na ja. Dazu hatte ich keine Lust. Zu anstrengend und so.

Schließlich habe ich hier eine Ikea-Nachttischlampe (ich lese da grundsätzlich irgendwie ‚Schlampe‘ ) an meinem Schreibtisch und eine Schreibtischlampe an meinem Bett. Reicht ja. Zumindest bis gestern, da ging nämlich die Schreibtischlampe am Bett kaputt.
Gut, bin dann zu meinem Vater und habe ihn gebeten, mit der Zange die kaputte Glühbirne aus der Fassung zu holen. Bei meinem Glück hätte ich mich wahrscheinlich elektrisch geschockt. Hat er auch gemacht. Also, nicht sich elektrisch geschockt, sondern die Birne ‚raus.
Die Birne war draußen (ging mit einem lauten ‚wschuuut‘ und ein paar Funken), die Glühbirnen draußen im Gang und Klo leider kaputt. Ach ja, der Strom war auch weg. Und Strom gibt es im Gang jetzt leider auch nicht mehr.

Immerhin kann jetzt keiner behaupten, dass ich das kaputt gemacht hätte. :bleh:


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19. Oktober 2006

Betriebsbesichtigung bei Audi

Heute hatten wir einen Ausflug. Wir haben ja so relativ wenig Ausflüge. Finde ich eigentlich auch gut so, weil ich Ausflüge irgendwie doof finde. Heute aber fand ich das Ganze ausnahmsweise mal interessant.

Wir hatten heute eine Betriebsbesichtigung im Audi-Werk in Neckarsulm und haben mitverfolgen dürfen, wie der A6 entsteht. Am Anfang haben wir so Hörer bekommen, die man sich so ums Ohr pappt (quasi so eine Halterung), und in so ein Empfangsgerät einsteckt, so dass die Frau Führerin alles bequem über Mikrofon erzählen konnte, ohne in lauteren Fertigungsstellen schreien zu müssen. Ich sage Euch, das Ding fürs Ohr war überhaupt nicht tricky, das konnte man nämlich nicht ans Ohr anpassen. Das führte halt dazu, dass ich die ganze Zeit mehr damit beschäftigt war, das Ding an mein Ohr zu halten, damit es nicht herunterfällt, anstatt der guten Dame zuzuhören. Ich glaube, ich habe neben der kleinen Nase auch noch verdammt kleine Ohren.

Ja, die Führung war eigentlich interessant, muss ich sagen. Anfangs haben wir gesehen wie die riesen Rollen Material von so Maschinen zerschnippelt wurden und in den Pressen gepresst (mit 7000 Tonnen Presskraft (o.s.ä) – ich habe mir mal vorgestellt, wie das ist, in so einer Presse zu landen, uah), später hat man dann gesehen, wie Roboter die Teile miteinander verschweißt hatten. In der Endfertigung hat man dann gesehen, wie die Karossierie auf den Motor (und was noch so unters Auto kommt) kommt, was die Leute bei Audi ganz romantisch ‚Hochzeit‘ nennen.
Die Führungsdame war manchmal auch ganz lustig. Als wir gerade an der Stelle waren, an der der Motor unter die Karosserie kommt, erzählt sie lustig, welche Leutchen hier so arbeiten, beispielsweise KFZ-Mechaniker oder Elektroniker. Und dass sie selbst mal Friseuse Friseurin gelernt hat, dann irgendwo im Eletronikbereich gearbeitet hat und aufgestiegen ist (schließlich hat man als Friseurin echt viel Kundenkontakt und kann gut mit Menschen umgehen, man ist also dafür geschaffen Führerin im Audi-Werk zu werden). Also Leute, Hauptschulabschluss? Friseurin gelernt? Auf zu Audi! Da kann man gut aufsteigen.

Wenn man so sieht und hört, dass in jeder Fertigungsstelle mehr als 96 Prozent alles völlig automatisiert abläuft, denkt man ja unweigerlich auch an die Probleme der Substitution in unserer Gesellschaft. Aber nein. So Frau Friseurin-Führerin. So schlimm sei das ja gar nicht. Denn es gibt ja auch noch Leute, die die Roboter programmieren und warten (das reicht doch). Von wegen die Substitution sei so schlimm. Das alles da was die Roboter machen, war früher mal ein „Knochenjob“. Die Leute sind bestimmt froh, dass sie das nicht mehr machen müssen.

Ansonsten war das alles auch echt praktischer BWL-Unterricht. Alles was wir so gelernt hatten im Laufe der letzten zwei Jahre hat man hier gesehen. Es gab Tochtergesellschaften. Die just in time-Produktion. Verschiedene Fertigungsstellen, was mich immer an die Betriebsabrechnungsbögen in Kosten- und Leistungsrechnung erinnerte, wo man die Gemein- von den Einzelkosten trennt.
Ich sehe es einfach schon vor uns: Immer das praktische Beispiel an Audi. „Damals, als wir bei Audi waren, da gab es auch die Lackierei, das ist eine Kostenstelle!“, höre ich jetzt schon, wenn wir das nächste Mal praktische Beispiele für irgendeinen Unfug brauchen.

Trotzdem war ich froh, bald wieder daheim zu sein. Das Laufen war echt nervig, meine Beine waren irgendwie so wackelig. Was mich auch noch richtig gestört hat, war, dass meine linke Kontaktlinse auf einmal nichtmal richtig funktionierte. War irgendwie dreckig, und sah alles vernebelt mit dem einen Auge (habe mir heute dann eine neue Kontaktlinse gekauft, leider -0,25 Dipotrien zu schwach, das fühlt sich jetzt an, als ich beim Sehen schielen würde).

Ja, eigentlich insgesamt ein ganz gelungener Tag. Dafür schreibe ich morgen Mathe. :roll:


Schule 3 Kommentare
19. Oktober 2006

Für Romy

Wenn man so durch das Internet surft, findet man viele verschiedene Texte. Ich habe gerade einen dieser Texte gelesen, und dabei ist mir diese Passage aufgefallen:

Falsche Freunde: Fragen nie nach Essen
Wahre Freunde: Sind der Grund, warum du nichts zu essen hast.

Warum muss ich da nur an Dich denken, Romy? Immer wenn Du kommst, gibt es bei uns gerade Abendessen. Das finde ich echt seltsam. Ich glaube, Du hast da so ein Gespür dafür. :p


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18. Oktober 2006

Augen zu

Irgendwie fühlen sich meine Augen so an, als seien sie richtig angeschwollen. Ich kriege sie kaum auf.


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16. Oktober 2006

Langsam nervt’s

Hört man ja vielleicht mal öfters, oder kennt das ja, dass Teenager mal von daheim abhauen, wenn ihnen was nicht passt oder ähnliches. Meine kleine Schwester ist jetzt seit einer Woche kurzfristig zu ihrer Freundin übergesiedelt, weil sie sich mit meinem Vater ziemlich gestritten hat.

Da es beide richtige Sturköpfe sind, dachte ich erst, dass sie sich erstmal gegenseitig total trotzig ignorieren. Mein Vater hat sich dann aber telefonisch bei ihr gemeldet, sich entschuldigt, und damit ist sowas ja in der Regel erledigt. Man entschuldigt sich, und findet eine Lösung. Aber nein. Sie stellt Forderungen, die mein Vater nicht einlösen will, dann mischt sich auch noch die Mutter von der Freundin ein, zu der sie die Tage gezogen ist, und alles wird immer komplizierter. Und so geht das alles jetzt hin und her. Und mir ehrlich gesagt tierisch auf den Nerv.

Ich verstehe beide Seiten. Aber irgendwie wird mir das Ganze jetzt echt langsam zu pubertär. Vor allem zwischen zwei Fronten zu stehen ist echt ätzend. Man kann einem nicht so lange irgendwas nachtragen, und sich dann mehrere Tage darüber streiten, davon wird schließlich auch nichts besser. Deshalb hoffe ich mal, dass meine Schwester endlich ihren Arsch hierher bewegt, dass die beiden ohne jeglichen Einfluss von Dritten in Ruhe quatschen können und dann ist gut. Mensch, echt mal. Wie im Kindergarten.


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