9. November 2006

Geile Frisur

Mein Bruder kommt in mein Zimmer und zeigt auf seine Haarpracht.

Uwe: „Jenny, guck‘ mal, ich war beim Friseur!“
Jenny: „Ja, ich seh’s. Gott sei Dank!“
Uwe: „Ich seh‘ total scheiße aus!“
Jenny: „Besser als vorher.“
Uwe: „Meine Haare sind viel zu kurz. Da sieht man meine Ohren!“
Jenny: „Und?“
Uwe: „Meine Ohren sind hässlich!“
Jenny: „Wasch‘ halt Deine Haare mal, dann sieht Deine Frisur vielleicht besser aus dann.“
Uwe: „Die sind schon gewaschen!“
Jenny: „Oh…“


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8. November 2006

Total verplant

Ich schlafe ja zu den unmöglichsten Zeiten. Wenn man da dann mal mittags um drei aufwacht oder abends um sieben geweckt wird, um zu Abend zu essen, ist das heute nichts Ungewöhnliches mehr für mich. Ich schlafe einfach, wann ich Lust habe und müde bin (also so gut wie immer).
Seit neuestem schlafe ich auch immer, wenn ich mal richtig Lust habe, mir mal wieder Pommes in den Ofen zu schieben. Weil – wenn man schläft – kann man logischerweise nichts essen. Recht schlau, also.

Früher habe ich das noch nicht getan, deshalb war ich immer total verwirrt, wenn ich zu ungewöhnlichen Zeiten aufgewacht bin.
Einmal bin ich gegen acht Uhr abends ins Bett, weil ich richtig müde war. (Meine damalige regelmäßige ‚zu-Bett-geh‘-Zeit war gegen zehn oder elf Uhr nachts.) Ich habe auch relativ gut geschlafen. Dann bin ich aufgewacht, habe mich ganz normal angezogen, bin hoch ins Bad, um mir meine Kontaktlinsen in die Augen zu pappen, habe meinen Bruder geweckt, weil der wie gewöhnlich den Wecker überhörte, und somit immer verschlief. (Da es meinen Eltern damals irgendwann dann zu doof war, ihn ständig zu wecken, und er deshalb regelmäßig verschlief, übernahm ich das eben, weil ich Mitleid hatte (ich bin so sozial).) Ich bin dann wieder zurück in mein Zimmer, habe meine Schulsachen gepackt, bin in die Küche, habe mir was zu Essen gemacht, Jacke und Schuhe angezogen, und wollte los.

Das Seltsame war dann: Meine Eltern schlossen gerade in dem Moment die Haustüre auf, in dem ich gehen wollte. Ich war verplant (mal wieder). Ich wunderte mich, warum meine Eltern morgens um sieben nach Hause kamen (Party?), was ich sie dann auch gleich anschließend gefragt habe. Die starrten mich nur total bekloppt an, und zeigten auf die Uhr. Die dachten bestimmt, ich habe was gesoffen, während sie aus waren. Dabei habe ich nur früher als sonst geschlafen!

Ich bin tatsächlich nachts um ein Uhr aufgestanden, habe meine Familie aufgeweckt, mir Essen gemacht, mich angezogen, und wollte dann anschließend zur Schule.

Wie lange wurde ich mit der Geschichte aufgezogen! :bleh:


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7. November 2006

Trauerstunden

Schonmal sechzehn Gedichte aus dem Heimat- und Exil-Lyrik-Büchlein in eineinhalb Stunden gelesen? Wenn nicht, dann Glückwunsch, ich war heute nach den zwei Stunden mehr oder weniger geistig am Ende.

Wenn man hundertzwanzig Minuten lang sechzehn Gedichte bespricht, die nichts anderes beschreiben außer Trauer, Hoffnungslosigkeit, Krieg und Einsamkeit, wird man mit der Zeit auch depressiv.
Gut 7,5 Minuten durchschnittlich wurden pro Gedicht für die Besprechung gebraucht, sechzehn Mal irgendwo erneut Einsamkeit, Auswandern, Fluchtgedanken, Tod, Freunde/Familie verlieren und so weiter. Ich habe mir vor lauter Depression die Fingernägel abgekaut und befürchte, dass dann – wenn wir ungefähr zehn der Gedichte ausführlichst auf rhetorische Mittel und Inhalt untersuchen beziehungsweise interpretieren (was wohl mehrere Stunden in Anspruch nehmen wird) – meine Finger daran glauben müssen.

Nie gewusst, dass Deutschstunden so verstören können.


Schule 6 Kommentare
6. November 2006

Heute war ich der Arsch II

Heute während der Biologiestunde. Natalia liest einen Text vor (irgendwas über Biomasse). Ich esse gemütlich meinen Keks. Lisanne, meine Nebensitzerin, fängt auf einmal an komische Geräusche zu machen.

Natalia: „Lisanne, hör‘ mal auf, so Geräusche zu machen! Das nervt.“
Lisanne: „Das war ich nicht… Das war Jenny!“
Jenny: „Hö?!“
Biolehrer: „Jenny, lese Du mal den Text weiter.“
Jenny: „Das geht nicht. Ich esse nämlich gerade!“ :roll:


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6. November 2006

Heute war ich der Arsch I

Heute während der Mathestunde. Marina wackelt dauernd mit ihrem Bein.

Jenny (im Flüsterton): „Marina, hör‘ mal auf mit Deinem Bein zu wackeln. Oder zieh‘ Deine Jacke aus, dann schlägt nämlich Dein doofer Jackenreißverschluss nicht mehr bei jedem Fußwackler an den Stuhl. Das klimpert. Das nervt.“
Marina: „Ok. Ich versuch‘ nicht mehr zu wackeln.“

Etwas später.
Jenny: „Marina, zieh‘ die Jacke aus. Das Geklimper nervt!“
Marina: „Nein, mir ist kalt!“

Noch später.
Jenny (etwas lauter): „Marina. Wenn Du jetzt nicht sofort mit dem Gewackel aufhörst, dann bomb‘ ich Dich um!“

… Und auf einmal starrten mich alle an. :roll:


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