Hallo. Ich bin Jenny und zweiundzwanzig Jahre alt. Und wenn ich mal groß bin, möchte ich Direktorin der Europäischen Zentralbank werden.

Allerdings beginnt mein erster Schritt in die Arbeitswelt im September erst mit einer Ausbildung zur Mediengestalterin in Fachrichtung Gestaltung und Technik in Stuttgart, bevor ich meine Millionen scheffeln kann. Und weil Stuttgart – aufgrund meiner Abhängigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln – nicht gerade um die Ecke ist, ziehe ich dort auch gleich hin, und parallel von zu Hause aus.

Manche sagen, dass das ein großer Schritt im Leben ist, und vermitteln mir das Gefühl, dass ich mir deswegen vor Aufregung in die Hose machen müsse. Einerseits freue ich mich, ein Stück weit unabhängig zu sein, andererseits ist die große weite Welt wohl komplexer, als man sich vorstellen kann.

Letzten Endes mache ich mir trotzdem nur beim Gedanken an den Zahnarzt in die Hosen.

Person, Hobbys … Spannung, Erotik, Fußpilz

Ich kann mir sehr gut Zahlen merken. Das konnte ich schon immer. Besonders beliebt sind bei mir Postleitzahlen oder Geheimzahlen. Inzwischen kenne ich schon die PINs diverser anderer Leute, die sie immer wieder in regelmäßigen Abständen bei mir abfragen, wenn sie vor dem Bankautomaten stehen und bei weiterer falscher Eingabe die Karte eingezogen wird.
Ansonsten habe ich mit Zahlen und der Mathematik nicht sehr viel am Hut – alles was davon übrig blieb ist mein mit vier AAA-Batterien betriebener und programmierbarer Taschenrechner der Oberstufe, der mir schon oft die eine oder andere gute Note in rechenlastigen, theoretischen Fächern beschert hatte.

Wenn ich Zeit habe, beschäftige ich mich mit dem Schauen von Sailor Moon auf YouTube oder dem Basteln von Layouts gegen Pommes.
Ansonsten komme ich in naher Zukunft unter der Woche zu spät nach Hause, um Hobbys zu haben – und am Wochenende muss ich Schlaf nachholen. (So viel also zu meiner Freizeitgestaltung.)

Ich plane nie sonderlich viel voraus für den Tag, die Woche oder den Monat. Meist nehme ich das Leben so, wie es kommt – oder das Leben nimmt mich dahin, wo es mich haben will.