Unqualifiziert
Heute beim Edeka gewesen. Aushang mit 400-Euro-Job überflogen. Hinein gegangen, Geschäftsführer angesprochen.
Ich: „Ich habe gelesen Sie suchen jemanden auf 400-Euro-Basis?“
Geschäftsführer: „Ja, aber eine Reinigungsfachkraft.“
Ich: „Oh. Ok. Darin habe ich jetzt keine Erfahrung.“
Geschäftsführer (mich von oben bis unten ansehend): „Ah. Ja. Ich verstehe.“
Bin dann wieder gegangen. Als ich zwischen den Regalen mit den Teigwaren und den Fertiggerichten stand, schaute ich auf meine unübersehbaren Zahnpastaflecken auf dem Pulli, die ich zuvor nicht gesehen hatte. Ich wette, der hätte mich nicht mal als Reinigungsfachkraft eingestellt, wenn ich gewollt hätte.
Wortgefecht
Augen auf
Ich: „Hast mir schon den Staubsauger hingestellt, damit ich morgen gleich deine Bude staubsauge?“
Zfen: „Wo steht hier ein Staubsauger?“
Ich: „Da, vor dem Sofa!“
Zfen: „Das ist mein Rucksack.“
Ich: „Oh … Ach so.“
Merke: Vertraue nie auf deine Sehstärke, wenn deine Sehhilfe schon inaktiv ist.
Wortgefecht
Pseudo-Straßenschuhe
Papa: „Sind das die neuen Schuhe, die ihr gekauft habt?“
Lisa: „Ja.“
Papa: „Wie viel haben die gekostet?“
Uwe: „Fünfzig Euro.“
Papa: „Hm. Für den Preis dürften meine Straßenschuhe nicht wie Hausschuhe aussehen.“
Mit den komischen Vans, mit denen gerade jeder Hans durch die Gegend schlappt, kann ich irgendwie auch nichts anfangen. Ich find die einfach nur hausschuhmäßig (unschön). (Ich lauf doch auch nicht mit meinen Birkenstock in der Gegend herum, und behaupte, dass das Straßenschuhe sind.) Womöglich laufen demnächst die oben genannten Hänschen auch noch in der Öffentlichkeit mit ihrem Pyjama herum, mit der festen Überzeugung, dass das die perfekte Klamotte für die Welt außer Haus ist.
Verrückte Welt.
Bizarres/Komisches, Wortgefecht
Erste Bräunungsergebnisse
Papa: „Jetzt siehst Du viel besser aus mit der Farbe im Gesicht. Davor hat man ja gedacht, Du seiest schon zwei Tage tot.“
Ich: „Ja, sieht man schon, ne.“
Papa: „Das warst Du vorher …“ (Zeigt auf ein Blatt weißes Papier.)
Papa: „Und das …“ (Sucht verzweifelt nach passendem Gegenstand!) „… bist Du jetzt!“ (Auf eine Banane zeigend.)
Eigentlich wollte ich ja braun werden.
Wortgefecht
Taschenrechner-Kinder
Mathelehrer: „Sudoku … Das ist doch ein dämliches Spiel. Das jage ich doch einfach durch ein Programm und dann habe ich die fehlenden Zahlen und damit die Lösung.“
Bei Kreuzworträtseln google ich auch – oder nein, noch besser: ich schau einfach hinten in der Lösung nach. Wieso auch darüber nachdenken, wenn ich es gleich irgendwo abschreiben kann? Ja. Unser Mathelehrer hat das Prinzip „Rätsel“ ganz klar erkannt!
Nur weil man mit einem Taschenrechner im Mathunterricht jetzt Lösungen für lösbare Matritzen bekommt, Hoch-, Tief- und Wendepunkte von diversen Funktionen ausrechnen kann und darf, löst man wohl auch alles andere Logische/Ausrechenbare gleich mit einem Programm, ne.
Das sind geprägte Taschenrechner-Kinder.
Schule, Wortgefecht