Archiv der Kategorie WG-Leben

Ich habe am Freitag von elf bis zwei Uhr nachts Küche und Bad geputzt. Samstag den Backofen und die Mikrowelle. Die Drehscheibe aus der Mikrowelle ist nach dem Spülmaschinen-Gang immer noch nicht sauber. Ich habe gestern alle Schachteln ausgeräumt beziehungsweise nicht ausgeräumt, da ich das Zeug eh nirgends hinstellen kann. Schachteln in den Keller getragen. (Ich mag das dritte Stockwerk nicht.) Ich habe das ehemalige Fernsehtischchen aufgebaut. Es wackelt, fehlt wohl ein Teil. Kleidung/Handtücher/Bettwäsche da eingeräumt draufgelegt. (Gott sei Dank habe ich nicht so viele Klamotten.)

Suche gerade mein Schulzeug. Mir fällt ein: Das steht im Keller. Ganz unten. Und da drauf die ganzen Schachteln, die ich gestern in den Keller geräumt habe. :liaf

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Zwischenstand

10. Februar 2008 um 12:44 Uhr

Bla... Bla... Bla..., Ego & I, WG-Leben

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Nachdem ich jetzt relativ lange nichts mehr von mir hören ließ, wird es mal wieder Zeit. Dass ich wenig geschrieben habe, lag unter anderem daran, dass ich mir wegen diversen privaten Umständen eine neue Bleibe gesucht habe, was mit relativ viel Zeitaufwand und wenig Internet verbunden war. Letztendlich kann ich Euch sagen: nachdem mein Bruder fast von einer Stadtbahn umgenietet wurde, weil er an Stellen gefahren ist, an denen er nicht hätte fahren sollen, wir mein Zeug ausgeladen haben (wie kann man eigentlich fast gar nix haben und dann doch so viel!), bin ich doch gut in meinem neuen Zuhause angekommen, einer WG in Stuttgart-Untertürkheim, mit zwei männlichen Mitbewohnern. Einen kenne ich noch nicht mal, arbeitet zu sehr seltsamen Zeiten.

Seit Mittwoch wohne ich also hier.

Ausgefuchst wie ich ja so bin, habe ich mir natürlich auch den Weg von hier zur nächsten Stadtbahn auf vvs.de angeschaut, mir eingeprägt – und bin am nächsten Tag irgendwo im Nirvana herumgeschlappt. Zumindest dachte ich mir dann, als ich am Neckar ankam, dass da bestimmt keine Stadtbahnen fahren. Bin dann also in die entgegengesetzte Richtung gelaufen, las schon von weitem auf einer roten Backsteinmauer „Vanja du Nutte“ und fühlte mich schon viel zielsicherer. Ich habe dann die nächste Bahn gefunden und bekommen. Kam etwas zu spät zur Arbeit.

So schön ist die Strecke zur Arbeit leider nicht mehr, was unter anderem daran liegt, dass die Bahn durch den hässlichen Stadtteil Stuttgart-Wangen fährt. Urghs.

Von Untertürkheim selbst habe ich noch nicht viel gesehen. Ich weiß, dass fünf Minuten weiter weg das Rathaus ist, acht Minuten weit weg das Hallenbad und irgendwo daneben das Inselbad ist. Irgendwie so was wie ein Freibad mit Rutschen und Spaß und so. Ich müsste theoretisch mal abchecken, wo hier der nächste Aldi/Lidl ist, damit ich mir die wichtigsten Dinge kaufen kann: Ketchup und Zahnpasta. Eventuell auch noch einen Backofenreiniger, in dem Ding mach ich so keine Pommes. Und am besten auch noch etwas, womit man das Abflussrohr in der Dusche einigermaßen abflussbereit bekommt.

Mein Zimmer ist ziemlich klein. Glaube rund zehn Quadratmeter groß. Passte mein alter Schrank nicht rein. Habe keinen neuen. Lebe mometan aus dem Koffer, was Kleidung betrifft. Und aus Kartons, was alles außer Klamotten betrifft. Hab mein Regal vergessen. Muss ich noch holen. Und dem Mitbewohner klar machen, dass ich bohren muss, obwohl er es mir verboten hat. Na, wird schon.

Nächste Woche, eine Schulwoche (=Zeit), werde ich hier den Backofen putzen und den Staubsauger auspacken. Und das Bad putzen. Dann mit Parfum mein Revier markieren. Dann werde ich mich vielleicht heimisch fühlen.

Apropos heimisch fühlen: Egal wo ich wohne, irgendwie ist es immer das gleiche Gefühl. Wenn ich von hier ausziehe, werde ich es auch nicht bereuen oder dem nachtrauern. Ich habe bis jetzt keinem Heim nachgetrauert. Nicht mal wirklich dem, in dem ich fast einundzwanzig Jahre gewohnt habe. Nur den Menschen dort. Ich glaube, meine richtige „Heimat“ habe ich noch nicht gefunden. Oder ich bin einfach rastlos. So sicher bin ich mir da irgendwie nicht.

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Trautes Heim …

8. Februar 2008 um 21:46 Uhr

Ego & I, Retrospektive, WG-Leben

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