Was ich am kalten Wetter ja nicht mag, ist die kalte Luft. Abgesehen davon, dass ich nach einigen Minuten draußen so eine eingefrorene rote Nase habe, dass ich aussehe, als hätte ich gerade aus Frust eine Flasche Wodka niedergemacht, muss ich auch aufpassen, dass mir meine Lippe nicht wegbröselt. Jetzt bin ich auf der Suche nach einem Mittel der Heilung, beziehungsweise Prävention.
Labello ist nicht so mein Fall und besitze ich demnach nicht. Da streiten sich auch nach Jahren die Gemüter, ob es nun tatsächlich hilft oder nicht. Neben Labello hat mir heute jemand empfohlen, Niveacreme aufzutragen und über Nacht einwirken zu lassen. Da ich aber weiß, dass da im Endeffekt mehr der Kissenbezug eingesaut wird als die Lippen gepflegt, ist das eine schlechte Alternative dazu.
Ebenso ungeschickt ist der Vorschlag von frag-mutti.de: Mit Zahnbürste und Melkfett über Lippen bürsten und danach Honig auf die Lippen auftragen und am besten über Nacht einwirken lassen – da freut sich auch nur der Zahnarzt wie Schnitzel.
Falls einer einen Tipp hat, ist dieser sehr willkommen. (So lange es nicht wieder so schmuddelige Dinge sind wie beim Bekämpfen von Schluckauf.)
Okt
15
Ein fitter Start in den Tag
Abgelegt in Ausbildung/Berufsschule, Tagtägliches, Ärgernis
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Nichts gegen meinen Radiowecker und Pinks „Mr. President“, aber am Morgen würde ich gerne ohne jegliche Depression aufwachen, vor allem um diese unchristliche Zeit. Außerdem finde ich meinen Lieblingspullover nicht – habe jetzt schon an allen möglichen Stellen in der Wohnung gesucht, sogar im Kühlschrank, aber er ist einfach nicht auffindbar. Des Weiteren habe ich zwanzig Sekunden gebraucht, um die Power-Taste am PC zu finden, weil ich zu faul war, davor meine Linsen einzusetzen.
Nee. Viel zu früh heute. Freu mich schon auf die nächsten zwei Schulwochen. Da muss ich jeden Morgen um sechs Uhr aufstehen. Um sechs! Da bin ich ja quasi noch klinisch tot!
Maaaann.
So wie das bei mir immer wieder so ist, funktioniert entweder a) das Internet nicht oder b) ist irgendwas ist mit dem PC nicht in Ordnung. Heute war bei mir Fall b) der Fall. Das gute Ding fuhr nicht mehr hoch. Strom funktionierte zwar, aber er zeigt mir kein Bild an, bootete nicht.
Wenn der Rechner nicht funktioniert, freu ich mich ja immer wie Sau.
Also habe ich mir mal die Zeit genommen, alles vom Rechner auszustecken. Als ich das Gehäuse geöffnet habe, dachte ich mir auch, dass ich den Nobelpreis für die Erschaffung von neuem Leben bekommen sollte.
Ich habe dementsprechend den Staubsauger geholt, und den PC mal gereinigt. Anschließend speziell die Grafikkarte. Wer mal richtig viel Zeit übrig und nichts zu tun hat, sollte das mal unbedingt probieren. Hab mit Ohrenstäbchen den Dreck aus dem Lüfter geholt und hätte währenddessen mindestens ’ne Staffel O.C. angucken können. Abgesehen davon habe ich bestimmt zig Staub-Familien auseinander gerissen.
Jetzt ist aber wieder alles sauber und ich glücklich. Wunderbar. Was will man mehr? (Einen neuen Monitor, mehr RAM und ein neues Kabel für die Verbindung von Anlage und Rechner, mein altes hat nämlich einen Wackelkontakt. Aber mit Tesa lässt sich ja bekanntlich alles für längere Zeit reparieren. :kls)
Jedes Wochenende wache ich morgens gegen acht Uhr auf, weil die Sonne durch das Dachfenster scheint. Jedes Wochenende ist es gegen acht Uhr schon so hell wie am Mittag. Da bringt mir meine Schlafmaske für fünfzig Cent aus dem Billig-Laden auch nichts mehr, Herrgott noch mal. Ich will ausschlafen – bis drei Uhr am Mittag!
Und jetzt stellen die auch noch die Uhr um eine Stunde zurück, so dass ich schon morgens gegen sieben Uhr aufwache. So früh wachen doch nur Rentner auf! Blöde Zeitumstellung. Eine Stunde mehr schlafen – von wegen! Diese Penner!
Ich boykottiere das!
Mensch. Cindy. Schock mich doch nicht so!
Es gibt da so eine bestimmte Hassliebe zwischen mir und meinem Rasenmäher, die ich nicht detailliert beschreiben kann. Rasen mähen empfinde ich als hässliche Gartenarbeit. Erst muss ich die Biertischgarnitur aus dem Garten schaffen, den tonnenschweren Grill, die toten Ratten, Mäuse und Vögel der Katze entfernen, nicht zu vergessen die Spielzeuge meines Hundes und dann ungefähr 1565427 Mal diese Schnur ziehen, um den Motor zu starten. (Ab Mitte dreißig hab ich’s dann mit den Bandscheiben und einen ausgrenkten Arm bis zum bitteren Tode.)
Den Rasenmäher die nächste drei viertel Stunde durch den Garten schieben, nach einer viertel Stunde die Turnschuhe ausziehen, um bei praller Hitze nicht darin zu schwimmen, über zig Nacktschnecken schlappen, einige Tigerschnegel – übrigens Weichtier des Jahres 2005 – überfahren und alle fünf Minuten den Auffangbehälter mit dem gehexelten gehäckselten Gras und den gehexelten gehäckselten Schnecken in einer dieser wiederverwendbaren Öko-Säcke stopfen – ja, das ist richtige, harte Arbeit. (Immer noch besser als die Hecke zu schneiden, weshalb ich recht fix war in der Entscheidungsfindung zwischen dieser Tätigkeit und dem Rasenmähen.)
Aber wenn ich mich erst mal in die Materie eingearbeitet habe, kann ich damit nicht mehr aufhören. Trotz grüner Füße und Blasen an den Händen vom Schieben. Da strömen die Endorphine in Massen durch meinen Körper und ich fühle mich sportlich, schlank und fit. (Zumindest noch nach den ersten fünf Minuten nach Beendigung der Aktivität.)
Und weil das so ist, habe ich erst neulich unseren kompletten Rasen gemäht.







