Sag mal, bin ich die Einzige, die diese Geräte zum Unterschreiben der Pakete-Lieferer einfach mal total beschissen findet? Ich freu mich ja immer wie Sau, wenn einer dieser Paket-Menschen im Geschäft – dank ungünstigem Arbeitsplatz – auf mich zukommt, mir das Paket in die Hand drückt, eine Unterschrift verlangt und danach zu Recht fragt: „Wie ist denn Ihr Nachname?“
Der Versuch, eine Unterschrift auf die Unterschrift-Fläche des Apparats zu setzen, endet immer im Desaster. Wenn ich mir dann meine misslungene Signatur nach Beendigung des Schreibens so anschaue, hab ich das Gefühl, ich hätte mir davor fünfzehn Gläser Tequila reingekippt, um solche grafischen Höchstleistungen zu vollbringen.
Ich mach inzwischen nur noch drei Kreuze hin. Verarschen kann ich mich bekanntlich auch so ganz gut alleine.
Find’s absolut witzig, wie sie alle in den Pausen zusammensitzen mit ihren MacBooks, für deren Bildschirme man zusätzlich eine Lupe braucht, um auf den Dreizehn-Zoll-Bildschirmen überhaupt noch etwas sehen zu können …
Gut vorbereitet startete ich heute in den Tag: mit null Schulzeug, dafür aber einer Packung Milchmäuse aus dem Aldi in der Tasche.
Und es war arschkalt. Ich bin ja eigentlich keine Memme, aber inzwischen habe ich mir sogar Handschuhe gekauft, damit ich keine schwere Schere mit mir herumtragen muss, falls meine Finger blau werden und abgesäbelt werden müssen. (Als ich das letzte Mal Handschuhe hatte war ich ein Kleinkind – und die waren mit einer Schnur miteinander verbunden, damit ich keinen davon verliere.)
Apropos kalt … mit dem Heizen halten wir es hier wie folgt: Geheizt wird den ganzen Tag nicht, erst am Abend, und dann volle Pulle. Das hat den Nachteil, dass es kalt wie Sau ist, wenn man heimkommt, und sich dann erst mal weiter den Arsch abfriert, bis es nach mehr als einer Stunde mal warm wird.
Ich habe mir jetzt überlegt, das vorzubeugen und die Heizung immer auf Stufe zwei oder drei laufen zu lassen. Die Frage ist nur, ist das günstiger? Oder teurer? Oder kommt das aufs Gleiche raus?
Gut an Gerlingen ist, dass es eine Endhaltestelle ist. Die logische Konsequenz daraus ist, dass Gerlingen auch Anfanghaltestelle (heißt das so?) ist. Hat natürlich den Vorteil, dass man sich morgens nicht den Arsch abfrieren muss, während man auf die Bahn wartet, weil immer mindestens eine von beiden möglichen Stadtbahnen schon dasteht.
Was mich aber schon mehrmals geärgert hat, ist, dass man sich so gut wie nie auf die Anzeigentafel verlassen kann. Ich komme morgens mit dem Bus zur U-Bahn-Haltestelle, hab meist noch zwei, drei Minuten bis die Bahn abfährt. (Und auf die Busse hier kann man sich auch nicht verlassen: Da kommt der früher angeschriebene Bus meist später als der später im Fahrplan angeschriebene oder andersrum, was ab und an zu Zeitdruck führt.) Stehen morgens zwei Bahnen da, schau ich demnach auf die Anzeige, um zu sehen, welche Bahn als nächstes abfährt.
Wenn man morgens aber auf beiden Schildern liest „zwei Minuten“, wird’s hektisch. Weil man dann erst mal schauen muss, in welcher Bahn mehr Leute sitzen, um zu schlussfolgern, welche jetzt dann gleich abfährt. Morgens ist das nicht so das Problem, aber es gab auch schon Zeiten, da war das nicht ganz einfach zu erraten, weil weder in der einen Bahn, noch in der anderen Bahn mehr Leute saßen.
Da freut man sich also wie Sau, dass die Bahn noch nicht weg ist, steigt in eine ein, und plötzlich fährt die andere ab. Oder noch besser: Die eine Anzeigetafel zeigt „zwölf Minuten“ an und die andere „zwei Minuten“ bis zur Abfahrt an – man sitzt dementsprechend in der Zwei-Minuten-Bahn, als plötzlich die andere abfährt. Äh ..?
Gut, das sind Kleinigkeiten. Um im Prinzip ist es nicht weiter schlimm, die nächste Bahn zu nehmen, da ja alle im Zehn-Minuten-Takt fahren. Aber es nervt doch immer wieder – wenn man in der falschen Bahn sitzt.
Wenn man morgens fünf Minuten auf den Aufzug wartet, sich dann wundert, dass dieser nicht kommt und letztendlich merkt, dass man den Knopf gar nicht gedrückt hat. Wenn der Teebeutel komplett mit Faden und Anhängsel in die Tasse mit heißem Wasser fällt. Wenn man dann fünf Minuten später den Teebeutel intuitiv auf der linken Seite unter den Tisch fallen lässt, weil man den Papierkorb dort vermutet, dieser aber rechts unterm Tisch steht. (Ich muss an der Stelle unbedingt mal wischen.)
Es ist Montag – und der Geburtstag meiner Oma. Darf auf gar keinen Fall vergessen, dort heute anzurufen.
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