15. Oktober 2009

Stöckchen #23 – Sieben

Es gab ungefähr seit tausenden von Jahren kein Stöckchen mehr auf der Station. Das hat sich geändert, weil stiller mir eines zugeworfen hat (es ist eigentlich viel mehr ein Award, aber Awards wirft man jetzt ja nicht einfach so um sich, ne). Deswegen bedanke ich mich dafür, und auch dafür, dass er mich als seinen Lieblingsblog genannt hat, wofür er jede Menge Geld bekommen hat er jetzt meine übergebliebene Schlager-CD haben kann, die ich seit dem 22. August 2007 versuche, jemandem anzudrehen. Ich übernehme seine Regeln, und hey, von einem Logo weiß ich nichts, deswegen habe ich einfach ein Bild von einem Käse eingebaut:

Käse

… weiter ins All!


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27. August 2009

Dritter Urlaubstag: am See.

Am See

Heute war das Wetter so genial, dass wir an den See sind. So ein Mini-See, an dem mehr Nackte als Angezogene herumlaufen. Außerdem glaube ich, dass im See tote Pferde rumschwimmen. Obwohl es mir keiner glauben will.

Zudem habe ich in unserem Dorf-Edeka einen Zehner-Pack Bum-Bum-Eis gekauft, da fällt der schwere emotionale Stress sozusagen von alleine ab. Ich fühl mich fast wie damals, als ich noch total unbeschwert war und für eine Mark zehn Zehner-Eis beim Bäcker geholt habe.

Gedenktag des Tages: Nationalfeiertag in Moldawien.


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5. Dezember 2008

Das Gesicht als Spiegel unserer Seele …

… und warum ich deswegen eine arme Sau bin:

  1. Ich denke: „Deine Haare …
    a) … sehen aus wie aus den Achtzigern!“
    b) … hättest Du gestern besser mal waschen sollen.“
    c) … sehen aus, als hätten sie heute noch keine Bürste gesehen. – Ach stimmt, so war es ja auch!“
  2. Ich denke: „Deine Augenbrauen …
    a) … solltest Du Dir mal wieder zupfen.“
    b) … sehen aus wie Stiefzwillinge.“
    c) … weg damit – Permanent Make-Up!“
  3. Ich denke: „Deine Piercings – …
    a) … oh, ich hab da ja tatsächlich einen Piercing unter der Lippe! Der fällt mir irgendwie immer nur alle zehn Jahre auf. Scheiß Gewöhnungssache.“
    b) … Jenny, Du bist einfach zu alt für diese Scheiße.“
    c) … der an der Augenbraue ist auch schon seit Monaten entzündet.“

(Heute trifft so ziemlich alles zu – irgendwie ist das auch immer ganz besonders schlimm, wenn ich einen Friseur-Termin habe.)


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15. September 2008

Leben in meiner WG

Vor etwas mehr als sieben Monaten bin ich in meine WG gezogen, die ich mir mit Mitbewohner S. und F. teile. Eine WG hat freilich Vorteile: Es ist relativ günstig, man muss sich (meist) nicht um TV- oder Internet-Anschluss kümmern und ich habe hier eine Waschmaschine, Spülmaschine, Geschirr … alles, was man sich natürlich anschaffen muss, wenn man alleine wohnen möchte. Ich sehe meine Mitbewohner relativ selten, gehen mir ergo auch nicht aufn Sack. Sind auch so sehr umgänglich.

Ich mag’s in der „männlichen Umgebung“ eigentlich doch sehr. Macht keiner einen auf Freundschaft, will mit einem am Abend Daily Soaps gucken und lästert anschließend dann mit der anderen Mitbewohnerin ab, wie schlecht meine Haare wieder sitzen.
Allerdings gibt es doch etwas, das mich hier stört, und das ist der Hang zur krassen Unordentlichkeit. Und da spreche ich nicht davon, dass hier ’n paar Jeans im Wohnzimmer rumliegen, sondern was die Küche angeht. Es wird fleißig gekocht, danach weder der Herd noch die Arbeitsplatte geputzt, keine Töpfe vom Herd geräumt oder Essensreste in den Kühlschrank gestellt. Als hätten die Herren der Schöpfung nie von Mama oder Papa gezeigt bekommen, wie man putzt. Unglaublich. Vor allem nach Partys sieht es teilweise nach Tagen immer noch so aus, wie nach dem Tag der Feier. Und das ist einfach etwas, das mich total ankotzt. Ich stehe teilweise echt fluchend in der Küche.
Ich bin echt auch nicht die Ordentlichste, gewiss nicht, aber wenn ich die Küche verlasse, dann so, dass der Nächste sie ruhigen Gewissens benutzen kann. Das habe ich in meiner bisherigen Zeit in der WG gelernt.

Das Schlimme ist, dass es langfristig auch nichts bringt, die Leute darauf anzusprechen. Anfangs habe ich Zettel überall abgeklebt, wo etwas nicht in Ordnung war. Funktioniert nicht langfristig. Darauf ansprechen funktioniert nicht langfristig. Vor kurzem habe ich einen DIN-A4-Zettel in die Küche gehängt, wie man diese zu verlassen hat, wenn man sie benutzt (!). Funktioniert aber auch nicht.

Ich bin echt froh, wenn ich hier ausziehen kann. Ich würde es sofort tun, wären da nicht die ganzen Anschaffungskosten für die grundlegenden Dinge für eine Wohnung, die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und der kurze Weg zur Arbeit und Schule.
Und schon wieder umziehen muss nun auch nicht sein. Das ist einfach total nervig. Es gibt nichts Nervigeres, als umzuzuziehen. Ich packe schon überhaupt nicht mehr aus aus den Kartons als das Grundlegende (wobei mein Zimmer jetzt auch nicht viel Platz hergibt, um alles irgendwo hinzustellen), weil ich schon an den nächsten Umzug in spätestens eineinhalb Jahren denke, und ich alles wieder einpacken muss.

Die eininhalb Jahre bekomme ich gewiss auch rum, keine Frage. Aber dies alles … auf Dauer. Geht echt nicht.


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15. März 2008

Ein Zeichen setzen

Sag mal, bin ich die Einzige, die diese Geräte zum Unterschreiben der Pakete-Lieferer einfach mal total beschissen findet? Ich freu mich ja immer wie Sau, wenn einer dieser Paket-Menschen im Geschäft – dank ungünstigem Arbeitsplatz – auf mich zukommt, mir das Paket in die Hand drückt, eine Unterschrift verlangt und danach zu Recht fragt: „Wie ist denn Ihr Nachname?“

Der Versuch, eine Unterschrift auf die Unterschrift-Fläche des Apparats zu setzen, endet immer im Desaster. Wenn ich mir dann meine misslungene Signatur nach Beendigung des Schreibens so anschaue, hab ich das Gefühl, ich hätte mir davor fünfzehn Gläser Tequila reingekippt, um solche grafischen Höchstleistungen zu vollbringen.

Ich mach inzwischen nur noch drei Kreuze hin. Verarschen kann ich mich bekanntlich auch so ganz gut alleine. -.-


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