10. März 2007

Die gestrige Deutsch-Klausur

Gestern bin ich mal pünktlich aufgestanden, und zwar um sechs Uhr, weil ich mich nicht mehr getraut habe, auf den Snooze-Button zu drücken.

Ich bin also in die Schule, und setze mich auf meinen Platz, bereit, die Deutsch-Klausur meines Lebens zu schreiben. Geplante fünfeinhalb Stunden. Und wie ich das beim Aufsatzschreiben immer mache: erstmal alles Essen und Trinken auspacken, dann muss man das später schon nicht mehr machen. Also standen fünf 0,2-Liter-Tetrapacks (hier auch Sunkisten genannt) und ein 0,5-Liter-Zitroneneistee im Tetrapack plus mein Essen vom Bäcker auf dem Tisch.
Meine Deutschlehrerin kam ins Klassenzimmer, und schaute schon völlig perplex auf meinen Tisch, und fragt mich doch allen Ernstes, ob ich einen Getränkeladen aufmachen möchte. Und dann (um mich zu ärgern, ganz bestimmt!) forderte sie mich auf, mich mit meinem „Gemischtwarenladen“ an einen anderen Tisch zu setzen, direkt neben der Tür. Das hat erstmal Stunden gedauert, schließlich musste ich fünf mal hin und her laufen. -.-

Hat sich auch als sehr schlechter Platz herausgestellt. Während der Klausur gingen die Leute ständig aufs Klo, und das zog dann immer total, wenn die Tür auf und zu ging. Wenn ich also notenmäßig nix auf die Reihe bekommen habe, schiebe ich das einfach mal auf die Klimaschwankungen an meinem Platz.

Also, die Klausur. Ausgeteilt bekommen, angeschaut. Erstes Thema: Kabale und Liebe und Effi Briest, Buchvergleich. Habe nicht mal die Aufgaben gelesen. Auf das „Oh Ferdinand, oh Luise, wir lieben uns, aber sind aus verschiedenen Welten“-Zeug hatte ich überhaupt keine Lust, und auch nicht auf Effi und das weite Feld. Hatte außerdem die Bücher das letzte Mal in Klasse 12 gelesen und somit ist meine Erinnerung an bestimmte Szenen recht lückenhaft. Also weiter geblättert.

Zweites Thema: Gedichtvergleich. (Bin ich bekloppt? Ja, nee.) Gar nicht gelesen. Gleich weiter geblättert.

Drittes Thema: Erörterung. Irgendwas mit Studiengebühren. Erstmal übersprungen, um das Thema des Essays abzuchecken. „Aspekte der Gewalt“, im Dossier befanden sich Artikel über Gewaltprävention, das aggressive Verhalten des Menschen, eine Karikatur und eine Statistik über Kriminalität in Deutschland. Hm, wieder zurück zur Erörterung. Studiengebühren klingt ja ganz gut. War aber ein Artikel pro Studiengebühren. Dass die so was Abiturienten vorlegen, die zum größten Teil danach alle studieren gehen. Hm. Doofe Idee. Von der anderen Seite hatte ich das auch nie betrachtet, und nach dem groben Überfliegen des Textes fühlte ich mich (schon rein beim An-die-Zukunft-denken) wie ein Steuergelder-Schnorrer. Also zurück zum Essay.

Schon das Schreiben der Abstracts hat bestimmt knapp eineinhalb Stunden gedauert. Und danach halt mal mit dem eigentlichen Essay angefangen. Ist ja quasi wie Blogeintrag schreiben. Sogar die Überschrift durfte man sich selbst aussuchen. Und die habe ich beim Schreiben des Essays auch nicht besser hinbekommen als bei meinen Blogeinträgen.

Gegen zwölf Uhr war ich dann auch schon fertig, also eineinhalb Stunden vor der eigentlichen Abgabezeit. Außerdem musste ich danach erstmal ganz dringend aufs Klo, von dem ganzen Eisteetrinken.

Der Schultag endete damit, dass ich auf den Wartebänken am Bahnhof erstmal eine Runde geschlafen habe. (Aufsatz schreiben ist schließlich echt ermüdend.)


Schule 5 Kommentare
9. März 2007

Langer, langweiliger Schultag

Ich schreibe heute um acht Uhr eine Deutsch-Klausur. Und zwar fünfeinhalb Stunden lang. Ich freu mich wie ’n Schnitzel… *gähn*


Kurz & knackig, Schule 22 Kommentare
5. März 2007

Konjunktur schon in der Bibel

Abgrenzung des Begriffs Konjunktur
Das Phänomen ist dem Menschen seit jeher bekannt: Die wirtschaftliche Entwicklung vollzieht sich nicht regelmäßig, sondern in „Schwankungen“. Selbst die Bibel berichet von den „sieben fetten und den sieben mageren Jahren“.

Irgendwie finde ich den Vergleich in meinem VWL-Buch witzig. Da kann man sich das schon besser einprägen. :roll:


Bizarres/Komisches, Schule 8 Kommentare
12. Februar 2007

Fotosynthese? Immunsystem? Ab heute total egal

Heute habe ich meine allerletzte Bioklausur geschrieben. Und aufgrund dieses äußerst feierlichen Anlasses, dachte ich mir, dass ich das diesmal auch lerne, um auch mal eine „gute“ Bioklausur zu schreiben.

Das fiel auch nicht sooo schwer, weil das Thema recht einfach war. Und so ging ich heute, was die Klausur betraf, sehr enthusiastisch an diese heran. Gut, die letzten Aufgaben, die ich nicht so richtig beantworten konnte… da wurde halt etwas herumgeschwallt:

Frage: Wie kann man verhindern, dass eine neue Niere vom Immunsystem als Fremdkörper erkannt und abgestoßen wird?
Antwort: Die Niere könnte den Antikörpern1 dafür einfach Geld bezahlen.

Ja gut, da muss man halt mal tolerant sein als Lehrer, schließlich war ich durch diesen ganzen Stoff und die vielen Fremdwörter (Lysosom, Lymphozyten, Myoglobin, und so weiter) plötzlich total kreativ geworden. Echt mal. In Deutsch ist das genauso: ein Fremdwort, und ich produziere einen ideenreichen Gedanken nach dem anderen.

Mein Lehrer sperrte seine Glotzböbbel auch ganz schön weit auf, als er sah, dass ich ihm drei voll geschriebene (vorne und hinten!) DIN A4-Seiten übergab. Ich glaube immer noch, dass er übertrieb als er sagte: „So viel, wie Du heute geschrieben hast, hast Du insgesamt in den letzten paar Bioarbeiten geschrieben – in eineinhalb Jahren.“

Und ja, ich habe gesagt, ich verbrenne den Bio-Ordner nach der letzten Arbeit (Abbau des Frusts oder so). Aber da steckt so viel Liebe drin, dass ich das inzwischen gar nicht mehr will. Also Liebe in Form von sehr viel Schneide- und Kleberarbeit, beziehungsweise Flüssigfarbe aus der Tube (wenn ich den Kleb mal nicht gefunden habe) um die Bilder einzukleben. Nicht Liebe zum Fach selbst. Um Gottes Willen.

Bin jedenfalls mal gespannt, was dabei herauskommt. Ich hoffe mal besser als 4,3 Punkte, das ist nämlich mein bisheriger Bio-Zeugnis-Schnitt von allen drei Halbjahren Biologie. Das wär mal was.


  1. dienen zur Abwehr der Fremdstoffe

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9. Februar 2007

So kann ich nicht arbeiten! II

Mathebücher sind absolute Loser, wenn es darum geht, möglichst realitätsnahe Aufgaben zu stellen. Im Mathebuch in der elften Klasse hatten wir Schulklassen mit Mädels, die alle um die 1,70 Meter groß waren, plus minus 50 Kilogramm auf die Waage gebracht haben und einen durchschnittlichen BMI von 17,83 hatten (Mathebücher fördern Schlankheitswahn!) – wo ist denn so was gang und gäbe? Erst vor einiger Zeit gabe es eine klasse Aufgabe mit braunen Gummibärchen (Mathebücher sind farbenlind!) und jetzt auch noch das:

Als würden Kinder so etwas machen. Haben die sonst kein Spielzeug? :fowgel


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