I’m not a freaky geeky
Ich fange gerade an es zu bereuen, freiwillig weiter Datenverarbeitung gewählt zu haben.
Erstens nerven mich diese „ich habe gestern das 43546. Betriebssystem ausprobiert und ein Programm in 654766 Programmiersprachen programmiert und meine externe Festplatte mit 375465 Gigabyte Speicher ist voll mit Software und überhaupt ist mein PC eh mein bester Freund“-Gespräche tierisch. Nein. Ich meine: hier geht es nicht um Inhalt. Hier geht es darum, wer denn nun mehr geekige Sachen mit dem Computer gemacht hat. Ein Computer-Wissen-Schwanzvergleich.
Es nervt! Ihr seid alle super toll, einer toller als der andere! Ja, beweist es mir, erzählt mir noch mehr über Betriebssysteme und Hardware! Und jetzt geht endlich mal ’raus und sucht Euch eine Freundin!
Zweitens – und das ist noch wesentlich schlimmer – haben wir jetzt diese Projektphase. Da bildet man Gruppen und programmiert ein Programm. Und in der Regel sind das kleinere Verwaltungsprogramme. Da reicht es, wenn man Kunden in ’ne Datenbank einfügen, löschen und ändern kann und hier und da noch etwas extra macht. Es ist nicht schwer, in DV für ein Projekt 15 Punkte zu bekommen. Schließlich habe ich das mit meinem Programm im Rahmen einer GFS letztes Jahr auch geschafft.
Ich habe jedenfalls zwei Typen erwischt, die das richtig können. Auch so schon viel programmiert haben. Und nein. Da reicht es nicht, dass unser Verwaltungsprogramm für einen Pizza-Service die Bestellungen der Kunden aufnimmt, das Programm ausgibt, wie teuer das ist, man auswählen kann, ob die Pizza nun in Größe Small, Medium, Big oder Family geliefert werden soll. Da muss noch mit beachtet werden, ob nun ein Fahrzeug bereit steht, dass man die Pizza liefern kann. Und man muss natürlich beachten, ob ein Mitarbeiter gerade frei ist und wie viele Urlaub haben. Wieviele Zutaten noch da sind. Der Meldebestand muss ausgerechnet werden. Welcher Lieferer welche Zutat liefert und wann. Und ja, nicht zu vergessen das Fahrgeld bis zum Kunden. Und wann das Lieferfahrzeug wieder zum TÜV muss und überhaupt. Hauptsache mehr, als verlangt wird. Hauptsache, man kann sein Wissen zur Schau stellen. Und das ohne Rücksicht auf die, die noch nicht so viel Übung mit der Programmiersprache selbst haben.
Schön. Ich meckere, dass mir dass etwas zu komplex ist, aber es heißt dann nur „wir programmieren das ja sowieso allein“ – und ich? Ich bekomme das Programm dann fertig und darf die 1265766 Zeilen Quellcode nachvollziehen, die zwei Programmier-Geeks geschrieben haben? Ich, die über das Programm und dessen Funktionen eine Klausur schreibt? Ich, die DV auch noch mündlich macht, und dann total viel Übung hat?! Hey super. Ich freu mich wie ’n Schnitzel, echt. 15 Punkte habe ich mit dem Projekt sicher, aber Ahnung recht wenig. Genau. Das ist der Sinn!
Aber hey – ich darf ja „die dazugehörige Internetseite gestalten“, schließlich darf diese zum perfekten Projekt ja auch nicht fehlen…
Schule, Ärgernis
Die Planung und ich
Ich bin auch der Held vom Erdbeerfeld. Sage ich doch seelenruhig zu, die VWL-Klausur am Montag in einer Woche nachzuschreiben. Gerade fällt mir ein: da schreibe ich doch schon Datenverarbeitung. Und am Dienstag darauf Geographie. Und am Freitag davor Mathe… Häää? Jetzt bin ich selber irgendwie verwirrt.
Meine Planung ist jedenfalls einfach grauenhaft. Muss mir mal alle Klausur-Termine notieren. Und nicht immer eine Woche vorher jemanden fragen, was denn die nächsten fünf Tage ansteht.1
Wobei das jetzt ja schon die letzten Klausuren jetzt sind. Danach gibt’s ja nur noch das Abitur, und das kann ich mir gerade noch merken (!), weil ich die schriftlichen Prüfungen alle an aufeinander folgenden Tagen habe.
Grauenhafte Planung…
- [02:22:53] Jenny: ist der satz nun logisch oder nicht?!
[02:23:06] Henning: ja, wenn ich das jetzt wüsste
[02:23:50] Jenny: ich bin veriwrrt ↩
Schule
Schlecht abgeschnitten
Ätzend ist es nicht, mal eine schlechte Note zu schreiben, weil man faul war. Ätzend ist es, wenn man in einem Fach – in dem man eigentlich gut ist – eine schlechte Note schreibt, weil man faul war.
Jedenfalls habe ich meinen Essay versaut, weil ich mir vor der Deutsch-Klausur nicht mehr angeschaut habe, wie man einen Abstract schreibt. (Das Ergebnis: Inhalt und Originalität/Schreibstil des Essays 111 und 10 Punkte, Abstracts 5 Punkte = 9 Punkte insgesamt.)
Und dann, wenn man gerade so schön drin im Über-Sich-Ärgern ist, kommt auch noch der Lehrer und erzählt einem seelenruhig, dass man locker auch insgesamt „12 Punkte hätte schreiben können“. Wie einfühlsam!
Schule, Ärgernis
Weiter Interpretationsspielraum
Ein Bild aus dem Dossier des Essays zum Thema „Aspekte der Gewalt“. Da kann eigentlich jeder etwas dazu sagen. Geht mal in Euch und überlegt, was ihr auf dem Bild seht:

Schule
Musikalischer Gastbeitrag
Ich hatte die Ehre, auf dem Zweierpack – betrieben von Nessy und Mann² – einen Beitrag zu verfassen, der heute erschienen ist. (Dabei wurde ich letztendlich nur überredet, schließlich spanne ich doch keinem den Mann(²) aus.) Viel Spaß beim Lesen und nochmals vielen herzlichen Dank für die Einladung!
Schule, Station57 & Co., Tagtägliches