BWL und ich
Wer mich kennt, weiß, dass BWL bzw. Rechnungswesen einfach nicht mein Ding ist. Ich kann da machen, was ich will, gute Ergebnisse erziele ich in den Arbeiten einfach nie. Und das ist keine Übertreibung, das ist Tatsache: Bis jetzt hatte ich noch nie eine Note besser als eine 3,1 (ja, das habe ich mir so genau gemerkt!). Da habe ich sogar in Mathe schon wesentlich bessere Noten erzielt, und das ist eigentlich auch immer so ein Problemfach gewesen. Schande.
Die Unterrichtsstunden sind deshalb auch keine angenehmen Stunde für mich. Vor allem, wenn es um Rechnungswesen geht (Buchhaltung und Kosten- und Leistungsrechnung), habe ich ein Brett vor dem Kopf. So richtig aus dicker, deutscher Eiche. Ich habe mich noch nie jemals dümmer gefühlt, als in einer Rechnungswesenstunde. Das hat sonst noch kein Fach hinbekommen.
Ich mache deswegen im Unterricht schon gar nicht mehr mit. Denn wenn ich was sage, dann ist es a) meist sowieso falsch oder b) ich spreche von komplett anderen Dingen, als sie gefragt sind, was ich dann meist nicht mal merke, und wenn, dann erst später. Die Gefühle, die sich da entwickeln, sind da meist depressiver Natur. Oder, wie ich es mal in einem früheren Blogeintrag beschrieben habe:
„Da meine Intelligenz in diesem Moment sowieso auf dem Tiefpunkt ist, checke ich meist immer erst nach dem Unterricht, was ich eigentlich so von mir gegeben habe. Echt peinlich. Ich war danach so demotiviert, dass ich vor lauter psychischem Schmerz mittags nicht mal schlafen konnte.“
Deshalb sinkt nach jeder BWL/RW-Stunde mein Selbstwertgefühl um ein Vielfaches. Außerdem habe heute mitbekommen, dass es für etwa drei Wochen so sein wird, dass wir an einem Tag in der Woche vier Stunden am Stück BWL/RW haben werden. Was denken die sich nur dabei? Haben die eine Ahnung, was die mit meiner Psyche anrichten? Wenn mein Selbstwertgefühl nach einer Doppelstunde schon am Tiefpunkt angelangt ist, wie wird das dann nach vier Stunden? Ich glaube, da kann man mich abtransportieren. Ich werde klinisch tot sein. Geistig bin ich es ja davor mehr oder weniger schon.
Das alles ist mir heute durch den Kopf gegangen, als wir irgendwas Komisches in unserer BWL/RW-Stunde gemacht haben. Ich hoffe, ich ziehe mir über die restliche Zeit am Gymnasium sonst keine irreparablen Schäden mehr zu.
Schule
Erster Schultag
Ich glaube, über den heutigen Tag könnte ich Romane schreiben.
Nachdem ich heute um sechs Uhr, nach zwei Stunden Schlaf, aufgestanden, im Regen zum Bus gelaufen (wobei mir gerade einfällt, dass ich meinen Regenschirm im Klassenzimmer liegen lassen habe), dann an der Schule angekommen bin, und mir einen Platz ganz vorne geschnappt habe, war ich zwar echt müde und erschöpft, aber es ging.
Daraufhin kam unser Klassenlehrer, und dann unser Stundenplan. Ich habe schon mit drei mal Mittagschule gerechnet. Wir hatten standardmäßig immer schon zwei Mal in der Woche Mittagschule. Da man nach Klasse 12 DV (Datenverarbeitung) abwählen konnte, und das jetzt nur noch ein Kurs ist mit den wenigen Leuten aus den fünf 13er-Klassen, die das gewählt haben, war klar, dass das irgendwann mittags stattfinden musste. Und ich habe das gewählt beziehungsweise freiwillig weiter gemacht. Aber dass die Sport so beschissen in den Stundenplan quetschen, hätte ich echt nicht gedacht.
Ich meine, hallo? Ich habe doch besseres zu tun, als von halb zwölf bis um halb vier an der Schule herumzugammeln, nur, um dann dazu noch zwei Stunden Sport machen zu können. Ich war eh nie großer Fan von Sport, und habe das gerne ausfallen lassen. Aber das verleitet ja geradezu, Sport zu schwänzen. Ich will mal ganz ehrlich sein: Ich hätte echt kein Problem, vier Mal in der Woche Mittagschule zu haben, echt nicht. Aber mit den vier Stunden Pause – nein. Das ist sicher ein Grund, um mir ein Attest zu holen. Ich hocke doch die Donnerstagmittage nicht in der Schule herum, nur für Sport. Ganz, ganz sicher nicht!
Ja, gut, nachdem also der Stundenplan verteilt war, ging es auch gleich schon mit dem Schultag los, man will ja keine Zeit verlieren. Wir haben also gleich mal von unserem BWL-Lehrer, der auch unser Klassenlehrer ist, Hausaufgaben bekommen. In der zweiten Stunde hatte ich frei, da habe ich erstmal ein bisschen gegammelt und getratscht.
Dann hatten wir Bio (übrigens hier der Grund für Schere und Kleber), und anschließend zwei Stunden Mathe. Unser Mathelehrer glaubt wohl auch, dass wir zu wenig zu tun haben, jedenfalls darf ich bis Freitag erstmal zwei Analysis-Abitur-Aufgaben machen. Dass ich dazu, nachdem ich immer gegen vier Uhr nachmittags heimkomme, sehr große Lust dazu habe, müsste klar sein. Ich bin ja schon irgendwie froh, dass ich nach den zwei Jahren Analysis in Klasse 11 und 12 auch mal was anderes machen darf, aber Wahrscheinlichkeitsrechnung (Stochastik) finde ich fürs erste auch nicht unbedingt interessant, das hatten wir nämlich in den zwei Mathestunden angefangen.
Nachmittagschule hatte ich als einzige mit einem Klassenkameraden, da wir die einzigen aus unserer Klasse sind, die DV nicht abgewählt haben. Es ist schon etwas anderes, DV mit Leuten zu machen, die alle Noten im zweistelligen Bereich in Klasse 12 hatten (also von 2,3 aufwärts), als mit Leuten, die unter zehn Punkte erreicht haben. Da ist das know-how doch ganz anders, und ich habe das Gefühl, dass es wohl nicht so einfach wie sonst wird.
Dieses Jahr vertiefen wir unsere Visual Basic Kenntnisse, fangen mit dem Arbeiten von Datenbanken und Visual Basic an, später beschäftigen wir uns mit HTML (immerhin etwas, das ich ganz sicher kann) und PHP in Bezug auf Datenbanken.
… Ja, das war also mein erster Schultag. Etwas lang geworden, aber da musste ich doch einiges los werden. Ich hoffe, dass die anderen Baden-Württemberger einen angenehmeren Start in den Schultag hatten als ich.
Schule, Ärgernis
Letzter Ferientag
Da heute der letzte Schultag Ferientag für mich ist, werde ich heute den ganzen Tag nur noch essen und schlafen, mir sagen, dass ich trotz allem (?) ja viel geleistet habe (??), und deshalb kein schlechtes Gewissen haben muss (???), eben nichts getan zu haben (hä?).
Ich habe mein Zimmer aufgeräumt, meine komplette Wäsche (plus Bettwäsche) gewaschen und aufgehängt, mir neue Kontaktlinsen gekauft (zwar nur für das eine Auge, aber egal), eine neue Jacke für den Winter, nicht zu vergessen meine neue Schultasche plus meine neuen Schulsachen, meinen Essay geschrieben und den Rasen gemäht.
Und das alles habe ich jetzt in zwei Sätze untergebracht – phänomenal.
Retrospektive, Schule
Essay fertig – und dann das
Nachdem ich es heute geschafft habe, meinen Essay fertigzustellen, teilt mir meine Lehrerin über E-Mail mit, dass sie keine weiteren Essays mehr korrigiert. Wir hatten nämlich die Chance, den Essay von unserer Deutschlehrerin ‚erstkorrigieren‘ zu lassen, was dann auch eine Zwischennote gegeben hätte.
Nach der E-Mail soll ich ja Freunde und Familie fragen, ob sie den Aufsatz denn lesen und ‚kritisch‘ beurteilen können. Wer aber liest schon gerne Essays zu einem recht langweiligenThema (wie ich finde)?
Das ärgert mich jetzt natürlich maßlos, schließlich bekomme ich jetzt kein Feedback, und kann mich nicht mehr verbessern, falls der Essay recht mies wäre. Ich selbst kann jetzt schlecht beurteilen, ob der Essay nun gelungen ist, ob er verständlich und logisch ist. Da hätte ich mir auch mehr Zeit lassen können.
Wie heißt es so schön? ‚Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.‘ Schön doof, echt mal. Hätte ich heute nicht schon ordentlich gegessen, hätte ich gleich mal ein Frustessen veranstaltet. Grml.
Schule, Ärgernis
Noch eine Woche Ferien…
Ich wusste bis heute nicht, wann bei uns in Baden-Württemberg denn wieder die Schule anfängt. Ehrlich gesagt, hatte ich es bis jetzt auch ganz erfolgreich verdrängt.
Als ich heute dann im Auto saß und Radio gehört hatte, der Moderator immer wieder „Nur noch eine Woche Ferien in Baden-Württemberg“ ins Mikro rief, wusste ich es also auch.
Es gibt einfach Dinge, die man nicht wissen will – aber die Dinge dann auch noch x-mal hören zu müssen, ist sehr, sehr böse.
Schule