Rückblick: KW 40

Das bin ich, und das hinter mir sind Pfandflaschen, die irgendwo kurz vorm Wasen-Gelände stehen. Das Bild entstand nach sechs Stunden Wasen, und dementsprechend sah ich auch aus. Ich wollte das Ding schon zu mir nach Hause schieben, um reich zu werden. Allerdings war ich dazu zu betrunken. Außerdem habe ich Pfand daheim bekanntlich zur Genüge. (Das konnte ich aber nicht ausnutzen so von wegen abgeben und so, ist ja Feiertag. Fand ich echt doof, ich hatte heute nämlich voll Lust, Äpfel zu essen, und konnt nicht mal welche kaufen. Ich bin eh dafür, dass Feiertage ausschließlich auf Wochentage fallen.)
Kurzer Zeitsprung, etwa zehn Stunden zurück: Die Projektwoche bei uns an der Schule fürs dritte Lehrjahr ist vorbei. Wir mussten einen neunzig Sekunden langen Film drehen und ihn präsentieren. Als Digital-Schwerpunkt-Klasse hatten wir das Glück, kein Printprodukt (eine Image-Broschüre) erstellen zu müssen, wie die anderen Klassen, worüber ich mich natürlich wie Schnitzel gefreut habe.
Ich war als Regisseur und Organisator eingetragen1 weshalb ich in allen Bereichen (Set-Aufbereitung, Dreh, Schnitt, Tonaufnahmen, Filmplakat und Dokumentation) eingespannt war. Ich war also ziemlich vielfältig beschäftigt, was toll war, weil abwechslungsreich. Hat auf jeden Fall ziemlichen Spaß gemacht (hätte ich jetzt echt nicht gedacht), weil der Film-Bereich ein ganz anderer ist, als man sonst gewöhnt ist. Und die Ergebnisse aller Gruppen waren überaus gelungen.
Sehr schade fand ich allerdings, dass die zuständigen Lehrer ziemlich wenig fachkompetent waren, was die Bedienung eines Filmschnitt-Programms und die Einrichtung des Aufnahmeraumes anging. Aber daran hab ich mich nach etwas mehr als zwei Jahren schon gewöhnt.
Na ja, immerhin weiß ich, dass man sich immer auf seine kompetenten Mitschüler verlassen kann. Das war jedenfalls die letzte Projektwoche in meiner bald beendeten Ausbildungszeit, und definitiv die gelungenste.
- Andere Bereiche waren Dehbuch, Kamera/Schnitt, Filmplakat, Dokumentation und Organisation. ↩
Ausbildung/Berufsschule, Retrospektive
Impression des Abends II
Und die Aldi-Tüte hat ihre Daseinsberechtigung. Bin quasi den ganzen Tag mit dieser Frisur herumgelaufen, und keiner hat mir gesagt, wie scheiße ich aussehe! Ihr seid einfach alle zu nett zu mir, echt!
Ach ja, man sieht es zwar nicht, aber ich mach Werbung für den „Pokémon Day 2009″, der in Stuttgart am 4. Oktober stattfindet, und zwar vorm McDonald’s in Hedelfingen. Man muss sich als Pokémon verkleiden, und ich habe schon beschlossen, dass ich als Enton gehe. Sieht bestimmt bombastisch aus, wenn ich dann noch mit dem Fahrrad dahin fahre. Ich freu mich schon, ich nehm nämlich meinen Gameboy und mein Linkkabel mit und werde mit ein paar Kiddies Pokémon tauschen, die ich auf meiner roten Edition noch nicht habe.
Ansonsten hatte ich einen tollen Abend mit Mona auf dem Konzert von Sophie Hunger1. Mona sagte, es war „bezaubernd“, und ich würde es nicht anders beschreiben können. Das waren einfach fünf Musiker auf der Bühne, die den Sound im Blut hatten. Da hatte auch jeder einfach mal so mindestens fünf Instrumente gespielt. Da kann ich natürlich nicht mithalten mit dem Rest-Können an der Klarinette und der Blockflöte. Mit der konnte ich nur damals die kleine Tochter meines BWL-Lehrers auf der Klassen-Grillparty beschäftigen.
Außerdem war die Mischung aus deutsch-, schweizerdeutsch- und französischsprachiger Musik total klasse. Das Publikum war so gebannt, es war so leise, dass man andere gestört hätte, hätte man nur geflüstert. Und auch die Beleuchtung war super dezent eingesetzt – oder wie Sophie es ausdrückte: „Es ist lustig, mit ihnen zu sprechen. Ich sehe … sie nicht. Alles ist so … schwarz.“ Deswegen war es auch äußerst peinlich, als ich probiert habe, ein Foto zu schießen, weil mich plötzlich alle angestarrt haben. Gut, mein Handy hat vorm Fotografieren grell rot geleuchtet, deswegen habe ich einfach gewartet, bis die Beleuchtung total rot war.
Es gab drei Zugaben, und als die Band ohne Strom (und eben ohne Mikro) gesungen hat, konnte man alles bis in den hintersten Winkel des Saales hören, weil die Zuschauer so in diese Musik-Welt gezogen worden. Einfach ganz, ganz toll, wirklich. Ich kann jedem nur empfehlen, in die Alben zu hören, und Sophie live zu sehen.
Ich habe Mona dann noch zum Hauptbahnhof begleitet und bin nach Hause, total groggy, weil ich seit neuestem wieder zu total menschlichen Zeiten schlafe.
Gedenktag des Tages: Europäischer Tag der Sprachen.
- Auf last.fm kann man übrigens alle Titel in voller Länge anhören. ↩
Musik, Retrospektive
Kategorischer Rückblick IV
Ausbildung/Berufsschule: Diese Woche hat mein erster Arbeitstag im dritten Lehrjahr begonnen, nach drei Wochen Urlaub und einer Woche Schule. Ich hab in sechs Wochen (oder so) meine erste Abschlussprüfung und bis jetzt fehlt mir jegliche Muse, mich darauf vorzubereiten. Na ja, das Wichtigste: paar Ocken mehr aufm Konto.
Ärgernis: Ich habe heute Mittag mal wieder riskiert, eine Runde Lasagne in der Mittagspause zu essen. Mochte mein Magen aber nicht, der Penner. Deswegen gibt es heute Abend auch nur mal wieder Reis mit Keineahnungwas dazu und morgen geht es zum Internisten. Ich glaube, es wird auf so was Widerliches wie eine Magenspiegelung hinauslaufen. Die befindet sich auch schon immer auf meiner Top-Drei-Liste der Dinge, die ich unbedingt mal gemacht haben muss, neben „es mal wagen, Rosenkohl zu essen, ohne ihn vorher zu halbieren oder gar zu vierteln“ und „ein Bad, dekoriert mit Rosenblättern, nehmen“. Das letzte war übrigens ein Scherz, ich fang doch jetzt nicht plötzlich an, pseudo-romantisch zu werden.
Bizarres/Komisches: Ich hab Mitte letzter Woche mitbekommen, dass Patrick Swayze gestorben ist. Ich dachte irgendwie bis zu dem Zeitpunkt, er sei es schon längst (ups).
Bla… Bla… Bla…: Saskia hat mir neulich sechs Cent überwiesen, damit ich einen genialen Kontostand von 99,99 Euro erreiche. Sie hatte dadurch den genialen Kontostand von 202,02 Euro. Da zweiundzwanzig Euro weggingen, betrug mein Kontostand 77,99 Euro. Mein Gehalt, das jetzt neu überwiesen wurde, hat auch tolle Zahlenabfolgen, aber ich hab ja gelernt, dass man über die Höhe des Gehalts nicht spricht.
Die Welt: Ich hab den Wahl-o-mat befragt, weil bei anderen irgendwie immer so komische unpassende Sachen rauskamen (puh, Satzbau wie in der Grundschule). Und der Wahl-o-mat sagt, ich soll grün wählen. Ist doch gar nicht so komisch. (Danach kam links, dann SPD. Und die Republikaner stehen immer noch vor der CDU bei der Auflistung, das ist vielleicht ’n bisschen komisch.) Ach ja, ich bin tatsächlich einer der wenig internet-affinen Menschen, der keine Piraten wählt.
Ego & I: Ich hab Lotto gespielt und nichts gewonnen. Schade, ich wollte mich nämlich mit meinen Millionen im Ausland absetzen, Neuseeland oder so. Na ja, stimmt gar nicht, ich bin ja keine Memme. Aber gegen ein paar Millionen hätte ich trotzdem nichts gehabt. Da hätte ich mir gleich mal Wolle in mehreren Farben für neue Topflappen zum Häkeln rausgelassen. Und vielleicht sogar Häkelmuster besorgt.
Klugschiss: „Schlimmer geht’s immer“.
Kurz & knackig: Das Wetter bescheißt einen gerade immer mächtig. Sieht immer aus nach total kalt, heute gab es aber zwanzig Grad.
Musik: Es stehen in nächster Zeit Konzerte an, und zwar das von Sophie Hunger am Freitag in Stuttgart, etwas später im November Depeche Mode, ebenfalls Stuttgart, und noch mal später im November Muse in München. Außerdem muss ich gestehen, dass ich einen furchtbaren Ohrwurm von Lady Gagas „Paparazzi“ habe.
Restmüll: Ich hab mich neulich mal bei Facebook angemeldet, und bin jetzt nur noch online, um „Restaurant City“ zu spielen. Da bau ich ein eigenes Restaurant auf und hab Köche und Kellner und sogar eine Putze. Na ja, inzwischen scheiß ich auf die Putze, die kellnert gerade, damit mehr Geld rausspringt. Deswegen sind die Klos schmutzig, aber der Gewinn stimmt. Mann, Mann, ich könnte es den ganzen Tag spielen … also, mach ich ja.
Station57: Ich habe in meinen Blog ein kleines Bewertungsding eingebaut, dieses Herz rechts neben dem Beitrag. Da dieses Blog für große Auswahl steht, kann man ihn nur positiv bewerten. Ich mag das (denk ich), ihr auch (hoffe ich). Okay, über das Motiv könnte man echt streiten, ich wär eher für ein Stück Käse oder so, aber mit Käse steh ich grad auf Kriegsfuß. Dann vorerst doch lieber was Kitschiges.
Tierisch: Ich hab gemerkt, dass ich meine ganzen Ratten-Utensilien für den Käfig aufs Dach verbannt habe, weil der Schrank dafür zu klein ist (ja, das Gute am Dachgeschoss ist abgesehen davon auch, dass man im Winter die Flaschen aufs Dach raus legen und kühlen kann). Das sieht ziemlich komisch aus, wenn man es von außen sieht, denke ich. Vielleicht hat Google Earth ja Bilder davon gemacht.
WG-Leben: Seit Samstag habe ich nach langer Zeit mal wieder einen neuen Mitbewohner. Mitbewohner U. ist … sechsundzwanzig (glaube ich), kommt aus Sachsen-Anhalt und ist ein recht angenehmer Zeitgenosse. Ich habe ihn am Samstagabend dann gegen acht am Abend das erste Mal gesehen, als ich aufgestanden bin und gefrühstückt habe (ja, mein Schlafrhythmus ist momentan etwas gestört). Ich glaube, er war etwas perplex über dieses Verhalten.
Wortgefecht: Gestern morgen war ich um zehn beim Dönermann.
Ich: „Ein Mal Pommes, bitte!“
Dönermann: „Es ist doch erst zehn?!“
Komischer Kerl, der macht doch seinen Laden schon um acht auf.
Gedenktag des Tages: Welttag des Meeres.
Retrospektive
Zweiter Urlaubstag: daheim.

Bin wieder zu Hause. Dort, wo man sein Essen vor seiner eigenen Familie verteidigen muss.
… weiter ins All!
Retrospektive, Wortgefecht
Besuch aus Übersee II
Meine Verwandten aus Amerika sind wieder da. Manche werden es wissen: Das sind die, die mit Volvic-Wasser Tee kochen, nur Landliebe-Milch aus Flaschen trinken und Jesus auf Fotos sehen, die sie mit ihrem iPhone geschossen haben.
Mein Onkel hat sich jetzt neulich sogar einen Laptop von Apple gekauft. Ein MacBook Pro. Mit so einer Glasscheibe vor dem Monitor (ich finde gerade kein passenderes Wort dafür). Wer ein neues MacBook hat, braucht keinen Spiegel mehr.
Mein Bruder hat da GarageBand für sich entdeckt, und ich durfte mir das Gedudel den ganzen Tag anhören. Er hat eine Swing-Alle-meine-Entchen-Version gebastelt und die klingt besser als sein türkischer Marsch, den ich mir heute mal testweise angehört habe. Ich glaube aber, er meinte, das lag an den schwitzigen Fingern, mit denen er nicht richtig Klavier spielen konnte oder so. Nun ja, jedenfalls muss er noch ein bisschen üben, um sich seinen Gutschein über zehn Euro bei KiK nach seinem Abi zu verdienen.
Mein Vater hat auch testweise versucht, meine Tante von ihrem Volvic-Trip runterzubringen und sie zu überzeugen, dass man auch mit gutem Bodensee-Leitungswasser Tee kochen kann, indem er in eine ihrer Volvic-Flasche Leitungswasser gefüllt hat. Den Unterschied hat sie beim Trinken nicht herausgeschmeckt, allerdings konnte er sie mit der Aktion auch nicht wirklich überzeugen.
Ansonsten bin ich heute durch Maisfelder gerannt und danach aus Versehen in blöden Brennnesseln rumgetreten. Ein Maisfeld sieht von unten übrigens ganz toll aus. Nämlich so:

Ich bin auch ausnahmsweise immer noch zu Hause bei meinem Vater, weil er sich bereit erklärt hat (zumindest so ähnlich (eigentlich gar nicht so ähnlich, aber das Ergebnis zählt!)), mich morgens nach Stuttgart zur Arbeit zu fahren. Er freut sich schon wie Schnitzel, an seinem ersten Urlaubstag im Berufsverkehr rumzugurken.
So hier abends deswegen mit dem Rechner dazusitzen und zu surfen macht mich gerade irgendwie leicht nostalgisch. Nur die Internet-Geschwindigkeiten sind in Stuttgart doch schon wesentlich angenehmer.
Retrospektive


