Archiv der Kategorie Retrospektive

ich habe etwa 20 Minuten am PC verbracht. Das sind ungefähr 114 mal weniger als sonst. Bin jetzt total ungeübt. Als ich wieder mal an meinen PC bin, musste ich erstmal ’ne Stunde den Power-Knopf suchen und versuchen, schneller als zwanzig Anschläge pro Minute auf der Tastatur hinzubekommen.

Ich habe 656 Minuten die erste Staffel Desperate Houswives geschaut. Und sonst auch echt viel vor dem Fernseher gesessen. Wenn ich’s genau nehme, habe ich diese Woche so viel fern gesehen wie das ganze letzte Jahr.

Mir sind ungefähr 50 Leute auf meine Schuhe getreten. Das war an der Neujahrsnacht in einer Disco. Das nächste Mal ziehe ich mir zumindest mal keine weißen Schuhe an.

Ich wurde 4 Mal von besoffenen Typen angequatscht. Und 1 mal von einem, der nüchtern war, der sogar für Geld mit mir schlafen wollte.

6 Menschen hat’s in Stuttgart innerhalb 30 Minuten die Nacht noch eine Treppe zur U-Bahn ‚runtergeprügelt.

Ich habe schon 60 Prozent meines Taschengeldes ausgegeben. Fast die Hälfte davon nur fürs Essen.

Ich habe mir mindestens 10 Haare zur Hälfte abgefackelt. FUSCH und eine Stichflamme direkt vor meinem Gesicht. Hat außerdem jede Menge Adrenalin gekostet. Und: Das stinkt vielleicht!

Ich war 3 mal bei Mc Donald’s und 2 mal beim Kochlöffel. Gott sei Dank habe ich nun fast kein Geld mehr für sowas den restlichen Monat.

Ich habe 1 Stunde gelernt. Ich hätte mindestens 20 mal mehr lernen sollen. Außerdem dachte ich, dass ich keine Hausaufgaben hätte. Irgendwie habe ich da auch falsch gedacht.

Ich bin 2,5 Stunden mit der Bahn gefahren und habe 0 Euro bezahlt.

Ich habe das 1. Mal Silvester in einer Stadt gefeiert, in Stuttgart. Auf dem Land ist das viel schöner. Da fangen die Leute nicht schon gegen 23 Uhr zu böllern an, sondern höchstens 5 vor 0 Uhr. Außerdem muss man da nicht in ständiger Angst leben, dass einem ein Böller in die Fresse geworfen wird. Müll gibt’s auch nicht so dermaßen viel auf den Straßen – und Rauch sowieso nicht.

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Meine Woche in Zahlen

7. Januar 2007 um 22:38 Uhr

Retrospektive

18

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ferien – die Zeit, in der man bis in den frühen Morgenstunden aufbleibt, einfach nichts oder jedenfalls nichts Sinnvolles tut und sich trotz allem grundsätzlich zu Tode langweilt. Und nun ja, jetzt ist die erste Woche herum, ich habe mich auch gelangweilt – nix Spektakuläres passiert hier, außer dass in unserem Dörfchen ein Brandstifter herumging und fünf Scheunen abgefackelt hatte. Das Schlimme an den bisherigen Ferien war ja, dass ich zwar wieder fast immer früh morgens ins Bett bin, aber nie richtig bis zum nächsten Abend ausschlafen konnte, weil morgens immer irgendwas war, wofür man quasi mitten in der Nacht (so gegen dreizehn, vierzehn Uhr) aufstehen musste.

Der gestrige Grund war die diamantene Hochzeit meiner Großeltern – sechzig Jahre verheiratet. Da fragt man sich echt, ob nach sechzig Jahren wirklich noch Liebe da ist oder man einfach keine Lust mehr hat, sich nach zig Jahren Ehe scheiden zu lassen so vom Aufwand her und so. Zumindest frage ich mich das als geprägtes Scheidungskind und Pessimist Realist.

Trotzdem freue ich mich natürlich für meine Großeltern, dass sie es so lange miteinander ausgehalten haben. Der ganze ‚Gottesdienst’ war auch echt der Erträglichste meines Lebens – alles Wichtige innerhalb einer halben Stunde erledigt. Ganz lustig fand ich auch den japanischen Pfarrer – Pfarrer Phan – der sich dauernd versprochen hatte. Er begann den Gottesdienst mit „Und jetzt singt zu Beginn erstmal… der Liederkranz, oder was sind die Leute dort oben sonst?“ und beendete ihn mit „Finito – das heißt Ende. Und jetzt… gehen sie.“ Dazwischen kam bisschen beten, bisschen segnen, Fürbitten vorlesen und die ständig falsche Betonung vom Namen meiner Oma, und dann war das Ganze schon erledigt. Und das bei den Katholiken!

Danach ging es in ein Gasthaus. Die erste halbe Stunde langweilte ich mich dort zu Tode. Was wohl daran liegt, dass die Verwandtschaft entweder zig Jahre älter ist als ich oder um einiges jünger, sprich: Ich keinen richtigen Gesprächspartner fand. Nach der halben Stunde wandte ich mich halt doch den ganz Kleinen der Sippschaft zu, und malte aufgrund mangelnder Farbauswahl lilane Pinguine mit roten Bäuchen auf grünen Eisschollen. Nach einziger Zeit erkannten diese Kiddies (Cousins, Großcousins oder wie auch immer wir verwandt sind) mein Talent und wollten ständig irgendwelche Tiger und Löwen von mir gezeichnet haben. Noch nie in meinem Leben derartiges gezeichnet, aber kleine Kinder sind so leicht zufrieden zu stellen, habe ich gemerkt. Da war eben der Tiger ein Tiger, obwohl er meiner Meinung nach eher wie eine missratene Dogge aussah.

Und plötzlich war es halb acht, und ich musste feststellen, dass ich viereinhalb Stunden irgendwelche Figuren oder Tiere für meine Cousins/Großcousins/Schlagmichtot gezeichnet hatte. Und dabei nicht mal wirklich aktiv was gegessen. Schließlich musste ich immer mit drei Kindern gleichzeitig unterhalten und stets drei Bilder auf einmal zeichnen.

Das Einzige, das ich mit nach Hause nahm, war ein einigermaßen voller Magen, eine drückende Blase und drei Bilder auf denen jeweils FÜR JENNY drauf stand, mal mit einem verkehrt herum geschriebenen J oder einem verkrüppelten Y, das mehr einem X ähnelte.

So. Was ich damit sagen wollte: Wenn mich am Freitag – also heute – einer vor vier Uhr mittags weckt, ist er tot!

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Diamantene Hochzeit

29. Dezember 2006 um 01:36 Uhr

Retrospektive

18

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so. Der Eintrag ist schon lang überfällig, endlich komme ich mal dazu:

Danke für die Geburtstagsglückwünsche via ICQ, Mail, Paket oder telefonisch! :)

Danke an alle, die mir letzten Samstag geholfen haben, die Feier zu organisieren, und die mir beim An- und Abbau beziehungsweise beim Aufräumen geholfen haben ohne zu murren (Marina, Romy, David, Lisa, Uwe, Sven und vor allem Papa).

Danke an alle, die zur Feier gekommen sind und dazu beigetragen haben, dass sie so schön war, wie Marina und ich uns das vorgestellt haben. Danke, dass ihr unser Wohnzimmer und unsere Küche nicht demoliert, nirgends hingekotzt und nur eine Wodkaflasche kaputt gemacht habt (Jöni!). Danke an meinen toleranten Papa! Vielen Dank auch für die vielen lustigen, originellen und vor allem individuellen Geschenke und Karten. (Außer dass bei dem Vibrator keine Batterien dabei waren, konnte ich mich weiß Gott nicht beschweren.) :clown:

Auch ein Danke an (den größten Teil) meiner Verwandtschaft: Ich habe meine kompletten Chips und Süßigkeiten für die Geburtstagsfeier abends extra versteckt, damit ihr sie mittags bei Kaffee und Kuchen nicht entdeckt und sie vernichtet. Und ihr seid gar nicht erst gekommen!

Immerhin konnte ich mich auf meine Oma und meinen Opa verlassen, die kamen nämlich als die Einzigen von meinen Verwandten mittags vorbei, um mir selbstgebackenen Kuchen zu bringen. Danke Oma, danke Opa!

Danke, danke, danke.

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Danke

11. Dezember 2006 um 18:25 Uhr

Retrospektive

20

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heute Morgen, als ich das Schulgelände betrat, waren mitten auf dem Schulhof mehrere Streifenwagen geparkt. Ich habe mich ja erstmal nicht wirklich gewundert. Schließlich laufen hier an unserer Schule hier und da immer mal wieder gesuchte Drogendealer herum, das Geschäft boomt, und erst letzte Woche wurde einer aus der Klasse unter mir festgenommen aufgrund von Drogenhandel.

Aber so wie ich das nach und nach mitbekommen habe, hat irgendein Typ via Internet gemeint, er möchte einen Amoklauf an seiner Schule in Baden-Württemberg begehen.

Der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau hatte bereits am Dienstagabend alle Schulen des Landes in Alarmbereitschaft versetzt, weil eine anonyme Person gegenüber zwei 14 und 15 Jahre alten rheinland-pfälzischen Schülern im Internet davon gesprochen hatte, sie wolle am Nikolaustag an ihrer Schule in Baden-Württemberg Amok laufen.

Polizisten liefen also den ganzen Tag auf dem Schulgelände hier herum, um nach dem Rechten zu sehen.

Auch unsere Lehrerin hat erzählt, dass total viele besorgte Eltern angerufen hätten, die gefragt haben, ob sie denn ihre Kinder überhaupt in die Schule schicken könnten. Bis dahin wusste ich ja noch nichtmal richtig, um was es ging, und war darüber irgendwie erstaunt.

Unser BWL-Lehrer kam heute auch in die Klasse und fragte gleich mal eine Mitschülerin, was sie denn unter dem Tisch habe. Als sie erklärte, dass sei eine Krücke, meinte er nur: „Man kann ja heute nie wissen. Es könnte ja auch eine Knarre sein.“

Ich persönlich habe das auch nicht Ernst genommen, also das ganze mit der Drohung und so weiter. War mir irgendwie eher wie ein Witz erschienen. Obwohl man ja bei sowas immer Vorsicht walten lassen sollte.

Quelle 1, Quelle 2

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Vorsicht an unserer Schule

6. Dezember 2006 um 17:04 Uhr

Bizarres/Komisches, Retrospektive, Schule

13

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marina und ich haben demnächst – und vor allem – am selben Tag Geburtstag. Das ist nicht nur ein lustiger Zufall, sondern auch noch total praktisch, schließlich muss man den ganzen Kram für eine Feier nicht alleine planen. (Faule Sau! Ich weiß.) Wir dachten uns nämlich, dass wir wieder zusammen feiern, und ganz traditionell Einladungen schreiben. So wie in der Grundschule damals.

Wir haben beschlossen, dass ich mit dem Bus zu ihr fahre, ein Dörflein weiter, und sie mich dann abholt. Ich steige also kurz vor drei Uhr in den Bus, komme an der ausgemachten Bushaltestelle an, und sehe keine Marina. Das ist echt seltsam, weil Marina (eigentlich) immer pünktlich ist. Ich bin also dann allein zu ihr gelaufen. Und was macht die Alte?
Ich klingel‘, ihre Mutter öffnet erstaunt die Tür. „Oh, ich glaube Marina schläft.“ Ich trotte also hinter ihr her, und ich musste entsetzt feststellen: Marina ist auf ihrem Sofa eingeschlafen, während Zwei bei Kalwass. Völlig verpeilt schielt sie mich an, murmelt unverständliches Zeug, hebt ihre Hand, krempelt ihren Ärmel zurück, starrt auf die Uhr und meint: „Oh. Scheiße!“

Dann haben wir angefangen, unsere Einladungen zu schreiben. Dreiundzwanzig Einladungen an etwa vierzig Leute. Und jeder hat einen eigenen Einladungstext bekommen, die ich mir ausdenken musste, schließlich bin ich die Kreativere hier. Macht aber auch nix, Marina hat dann schließlich die Einladungen geschrieben, die an Leute gingen, zu denen uns nicht sooo viel Lustiges einfiel.

Das Ganze hat dann fast zweieinhalb Stunden gedauert. Ich dachte, mir fällt mein Arm ab. (Wie mache ich das morgen nur mit dem Schreiben während der vierstündigen Deutschklausur?) Aber nun sind sie endlich fertig, und wir – ähm – waren es auch. Zumindest geistig, so dass wir uns zum Schluss beim Warten auf meinen Bus nur noch daran erfreuen konnten, wie die Leute am Ortseingang geblitzt wurden. Zu mehr hat’s nun echt nicht mehr gereicht.

Jetzt sind wir in Besitz von dreiundzwanzig rosaroten (schnuffig, ne?) Einladungen, die morgen verteilt werden.

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Rosarote Einladungen

30. November 2006 um 22:12 Uhr

Retrospektive, Tagtägliches

8

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