Archiv der Kategorie Retrospektive

wenn ich jetzt schreibe, dass ich heute schon wieder einkaufen war, denkt wohl jeder, dass ich die totale Einkaufssau bin und Millionen aufm Konto hab. Muss ich passen. Auf dem Konto befinden sich jetzt noch acht Euro und ein paar Zerquetschte und das Gekaufte war mein Paar Etepetete-Schuhe für das Fest der Agentur, das am Freitag stattfinden wird.

Für das gesamte Outfit ging im Prinzip auch mein ganzes „Taschengeld“ drauf, weil ich sonst nichts habe, was man auf so etwas gehobeneren Festen anzieht (abgesehen von meinem Abiballkleid, das seit Juni bei Papa zu Hause im Keller hängt und Ungeziefer ein neues Zuhause bietet).
Es gab: eine Hose, einen Blazer, Gürtel und heute die Schuhe. Und festlich seh ich immer noch nicht aus, was wohl daran liegt, dass meine Hose schwarz ist, aus Jeansstoff besteht und meine Haarpracht „festlich“ nicht zulässt.

Da sich in meinem Schuhschrank nur Turnschuhe und ein Paar ausgebeulte Ballerinas befinden, dachte ich mir, leihe ich mir einfach ein paar Treter für den Anlass. Da sich das aber doch nicht so ergeben hat, bin ich eben nach dem Geschäft noch kurz in den Schuhladen.
Nachdem ich die GANZE ETAGE voller STIEFEL durchquert hatte (Stiefel gehören meiner Meinung nach immer noch unter die Hose oder in den Reitstall) und die Regale mit den Fünf-Meter-Absätzen hinter mir hatte, erblickte mein Auge endlich das Stockwerk mit den schönen Schuhen. Ich sortiere immer schnell aus was mir nicht gefällt (das ist meist achtundneunzig Prozent der Ware) und suche mir das Beste aus. Das Ganze dauerte fünfzehn Minuten und kostete mich vierundzwanzig Euro und fünfundneunzig Cent.

Jetzt bin ich vollends bekleidet und sehe aus wie eine Frau in Männerklamotten. (Zumindest wirkt mein Outfit auf mich ziemlich maskulin.) Könnte aber auch der Bestatter-Style sein, ist nämlich alles schwarz (bis auf mein weißes Hemd mit orangenem Logo der Agentur).

Jetzt muss mir nur noch irgendwer mein Hemd bügeln. Zur vollendeten Wohnausstattung fehlt mir nämlich immer noch Bügelbrett und -eisen.

***

Festlich eingekleidet

7. November 2007 um 23:17 Uhr

Bla... Bla... Bla..., Retrospektive

12

Gefällt mir! (0 Lesern auch schon.)

Loading ... Loading ...

ich bin ja seit mehreren Jahren ohne Handy unterwegs. So’n Ding verführt nur dazu, Geld sinnfrei aus dem Fenster zu werfen. Finde ich. Und obwohl es viele Leute einfach nicht nachvollziehen können, klappt das einwandfrei. Noch schlimmer ist es allerdings, ohne Uhr herumzulaufen. Keine Ahnung, wie ich das mache. Meine innere Uhr tickt irgendwie immer richtig.

Heute Mittag war ich noch mal eben in Stuttgart in der Stadt. Damit ich erreichbar bin, falls was ist, hat mir Sven sein Handy mitgegeben.

Ich schlenderte also gemütlich durch die Königsstraße (schlendern ist vielleicht das falsche Verb – ich quetschte mich eher durch die Menschenmassen – samstags einkaufen, nie wieder!), als ich plötzlich ein Handy klingeln hörte. Ist ja nichts Ungewöhnliches. Mir fiel dabei auf, dass Sven den gleichen Klingelton hat. Ich betrat den C&A. Das Handy klingelte immer noch. Nach dreißig Sekunden. Ich drehte mich um, um herauszufinden, wo das Klingeln herkommt, und verfluchte innerlich den Trottel, der nicht kompetent genug ist, den Anruf zu empfangen. Es klingelte weiter.
Nach einer Weile war Ruhe, und ich zog mich zurück in die Umkleidekabine, um festzustellen, dass der Gürtel, den ich eben noch gekauft hatte, irgendwie leicht zu groß war. Bis mein Handy piepste. Scheiße, Akku leer.

Als ich dann im Edeka war, um Kleinzeug einzukaufen, klingelte mein Handy. Ich ging ran. Als ich das Gespräch beendet hatte, suchte ich mein Zeug noch zusammen, das ich einkaufen wollte. Bis mir dann irgendwo zwischen Käsetheke und Nudelregal einfiel: Shit. Das vorher war mein Handy!
Ich bin also tatsächlich knappe eineinhalb Minuten mit einem klingelnden Handy in der Tasche herumgelaufen. Kein Wunder, dass mich alle so genervt angeglotzt haben. Und ich hab mich in dem Moment auch noch gefragt …

Ich Trottel.

***

Alles Gewöhnungssache

3. November 2007 um 21:19 Uhr

Bizarres/Komisches, Retrospektive

12

Gefällt mir! (0 Lesern auch schon.)

Loading ... Loading ...

gestern Abend war ich noch mit einigen neuen Klassenkameraden verarbredet. Gegen sieben Uhr abends haben wir uns in Stuttgart Stadtmitte getroffen, und sind dann ins Hacienda, um dort etwas zu plaudern.

Der Abend war im Großen und Ganzen auch recht unterhaltsam, bis eben der Alkoholspiegel diverser Klassenkameraden stetig stieg, weil sie alkoholische Getränke in wenigen Sekunden heruntergezogen haben und immer mehr nachbestellt hatten.
Letzten Endes kam einer überhaupt nicht mehr ins Hacienda rein, weil er so voll war. Das war auch dann der Punkt, an dem wir gezahlt haben, und nach Hause gefahren sind.

Im Endeffekt war das auch nicht so mein Tag. Hat morgens schon damit begonnen, dass ich verpennt, zwei Kontaktlinsen in ein Auge gesetzt und mich gewundert habe, warum ich eigentlich trotz Linsen im Auge nichts sehe. Den restlichen Tag hab ich nur so vor mich hingepennt. War schlecht gelaunt, demotiviert und einfach übermüdet.

Hinzu kommt, dass ich eigentlich nie krank werde. (Hab eine tolle Immunabwehr, weil ich früher so oft im Dreck gespielt habe.) Das hört sich toll an, ist aber in Wirklichkeit richtig beschissen, weil ich immer nur halb krank bin. So wie gerade. Das heißt, mir läuft ab und an mal die Nase, niese am laufenden Band und habe leichte Kopfschmerzen, aber so richtig erwischt es mich auch nie. Es ist dann meist so, dass man zu gesund ist, um von der Schule/vom Geschäft fernzubleiben, aber zu krank, um richtig hundertprozentig arbeits- und aufnahmfähig zu sein.

Immerhin wird die Uhr morgen Nacht um eine Stunde zurückgestellt, dann kann ich eine Stunde länger schlafen, ist ja auch mal was.

***

Unausgefüllte Tage

27. Oktober 2007 um 16:48 Uhr

Blogroll, Retrospektive

13

Gefällt mir! (0 Lesern auch schon.)

Loading ... Loading ...

wie einige von Euch mitbekommen haben (nämlich alle, die eingeladen wurden), stieg Samstagabend unsere seit Wochen geplante Einweihungsparty.

Anfangs rechneten wir mit sechsundzwanzig Partygästen, leider reduzierte sich die Anzahl der Besucher ganz radikal auf sechzehn Geladene. Glücklicherweise hatten wir zwei Specialgäste, die uns schon vor Beginn der Party beehrten und uns unter die Arme griffen.
Nachdem ich kurz vor dem Einkauf noch den berüchtigten und äußerst gut gelaunten bogus zwischen Tür und Angel kennenlernte – dem ich nicht zugetraut hätte, dass er innerhalb kürzester Zeit SO VIEL reden kann – machte ich mich auf zur Haltestelle, um Henning abzuholen, von dem ich ja bereits wusste, dass er SO VIEL reden kann. Ich hatte tierische Kopfschmerzen und war froh, durch mein neu erstandenes Glätteisen halbwegs menschlich auszusehen. Danke, Remington.

Im Lidl kaufte ich fünf Wodkaflaschen, etwas Orangensaft und Knabberzeug ein (und das ist das erste Mal, dass ich für eine derartige Anzahl an Menschen Alkohol eingekauft hatte – schlecht kalkuliert, mekt man unter anderem an der noch übrigen Menge an Wodka- und Orangennektarflaschen). War froh, dass die Verkäuferin nicht wieder meinen Ausweis sehen wollte und schleppte zusammen mit Henning die zwölf Flaschen Orangennektar, fünf Flaschen Wodka und die Chips nach Hause. Den Berg hoch.
Heute habe ich davon Muskelkater und noch viereinhalb Wodkaflaschen im Kühlschrank. Nicht zu vergessen die acht Flaschen Orangennektar. Und die halbe Kiste Bier. Und der Rest, den die anderen mitgebracht hatten, über den ich keine Übersicht mehr hatte. Danke, schlecht ausgeprägte linke Gehirnhälfte.

Nachdem nach und nach die Partygäste eintrudelten, freute ich mich eigentlich nur noch auf eines: eine Aspirin-Tablette aus meinem neu erhaltenen dem Aspirin-Glas von Romy und Lars. Ich denke, die tausend Stück sollten eine Weile reichen. Danke, Amerika.

Leider war ich trotz allem – der Partystimmung, der interessanten Diskussionen über Tippsen – die arme Sau des Abends. Mein Magen war verstimmt und saß die meiste Zeit deswegen klinisch tot auf meinem Sessel herum. Anfangs wollten mir einige noch einreden, ein Schnaps täte meinem Magen doch ganz gut, nach dem zweiten Kurzen fühlte ich mich aber auch nicht besser und magisch von der Kloschüssel angezogen (um hier der Quantität des Klo-Contents gerecht zu werden). Danke, Lebkuchen (oder was auch immer Schuld an diesem Zustand hatte).

Gegen drei Uhr achtundzwanzig habe ich mich in mein Schlafzimmer zurückgezogen, nachdem sich dort zuvor zwei andere Gäste vergnügt hatten, auf welche Weise auch immer. Fakt war, dass der Raum danach roch, wie Diskotheken und Restaurants vor dem Rauchverbot. Selbst eine Stunde lüften hat nichts gebracht. Danke, ihr Stinkekuchen!

Insgesamt – und trotz allen und sowieso – war es doch – irgendwie – ein unterhaltsamer Abend. Es hat keiner auf den Teppich gekotzt, keiner etwas verschüttet und das Aufräumen hat auch nicht lange gedauert.
Danke an den Betrunkenen, der den Müll so nett in den Mülleimer geräumt hat, so dass wir den Müll wieder ausleeren und neu nach flach und rund trennen mussten. Danke an die dagewesenen Gäste. Danke für die Mitbringsel und das zivilisierte Verhalten. Wir laden Euch alle bestimmt wieder zur nächsten Einweihungsparty ein!

***

Ganz trivial: die Einweihungsparty

22. Oktober 2007 um 00:10 Uhr

Retrospektive

25

Gefällt mir! (0 Lesern auch schon.)

Loading ... Loading ...

klos sind ja eine tolle Erfindung, vor allem, wenn man mal ganz dringend muss. Bei uns in der Schule gibt es auch Klos. Dennoch war ich anfangs ziemlich verwirrt, weil ich nirgends eine Damentoilette fand. Bis mir letztendlich auffiel, dass hier alle „Männchen“ auf den Schildern, die zeigen sollen, ob das nun Damen- oder Herrentoiletten sind, männlich waren. Lediglich darunter steht dann – je nachdem – Herren oder Damen.

Heute nach der letzten Stunde bin ich recht flott aus dem Klassenzimmer raus, und schnurstracks auf die Toilette zugelaufen. Habe meine Tasche draußen noch abgestellt, und bin rein. Mein Klassenkamerad, der mich Richtung Bus begleitete, rief mir – also ich schon mitten auf der Toilette stand – noch hinterher: „Das ist übrigens ein Herrenklo!“ Was mir ehrlich gesagt gar nicht weiter aufgefallen wäre. Hab mich irgendwie so an die männlichen Männchen auf den ganzen Schildern gewöhnt, dass ich automatisch von einer Frauentoilette ausgegangen bin. Aber jetzt, wo ich da so stand und die Pissoirs entdeckte, fiel es mir auch auf. Eindeutig nicht weiblich. Trotzdem drückte die Blase, und ich verschwand in einer der Kabinen.

Als ich fertig war, ging auf einmal die Klotüre auf. Ich hörte ein lautes Atmen, und dann plätscherte es. Da ich nicht aus der Kabine stürmen wollte während sich da einer am Pissoir erleichtert, habe ich brav gewartet. In der Hoffnung, dass nicht noch mehr kommen. So Herrentoiletten sind ja schon irgendwie indiskret. Ich wartete. Und wartete. Ich wollte ja schon immer mal wissen, wie es sich anhört, wenn Männer pinkeln. Niiiiicht.
Nach zwei Minuten war der Herr auch mal fertig. Dann wusch er sich die Hände. Holte sich Klopapier zum Händetrocknen aus der Kabine nebenan. Und verschwand. Während der ganzen Zeit atmete er, als sei das Pinkeln Leistungssport.

Also bin ich kurz darauf auch fix aus der Kabine, habe mir die Hände gewaschen, und bin schnell aus der Toilette gehuscht. Mit der ständigen Angst, einem weiteren Mann in die Arme zu rennen.

Draußen war ich sehr erleichert. Mein Klassenkamerad hat mich auch recht seltsam angeschaut. Ich hätte ihn aber auch komisch angeschaut, wenn er auf der Frauentoilette gewesen wäre. Na ja.

Hauptsache die Blase ist leer.

***

Irren ist Männerklo

19. Oktober 2007 um 14:05 Uhr

Bizarres/Komisches, Retrospektive

10

Gefällt mir! (0 Lesern auch schon.)

Loading ... Loading ...