16. April 2007

Shopping-Tour

Weil ich ja heute sonst nichts Besseres zu tun hatte, bin ich nach langer Zeit mal wieder ab in die City gedüst, um mir ein paar Klamotten für den Sommer zu besorgen.

Das erste Tolle, das mir auffiel: Am Busbahnhof ist mal wieder ein Optimist in die Mini-Imbissbude eingezogen, die nach vier Wochen eh wieder dicht macht, weil es sich nicht rentiert. (Zumindest ging es den zig Vorgängern so, die ebenso ihr Glück versuchten.) Aber das sag ich denen ja nicht, weil’s jetzt endlich wieder (viel) Pommes für nur einen Euro gibt. Ha ha.

Aber um mal aufs Wichtige zu kommen: ich habe mein Glück im H&M, C&A, Mister & Lady Jeans und diversen Klein-Läden versucht.
Fazit: Trend „Gestreift“ ist endlich schon fast ausgerottet, dafür avanciert jetzt Trend „T-Shirts bis zu den Knien“ in fast jedem Modegeschäft. Gepaart mit Trend „Schwarz, gepunktet/mit Totenköpfen drauf“, Trend „Ballerinas: rot/schwarz/weiß, gepunktet/mit Totenkopf drauf“ und Trend „Haarband/Haarreifen mit diversen Mustern“ ergibt das den momentanen total angesagten „Emo-Look“ für Girls. Sieht zwar ganz niedlich aus, das Tragen überlasse ich aber doch mal trendbewussten Teenagern.

Und ja, eigentlich finde ich im H&M eigentlich immer etwas zum Anziehen, zumindest in jeder normalen Großstadt. Hier, in unserem kleinen Kreisstädtchen, ist das irgendwie nicht so der Fall. Überhaupt sind Größen über 36 hier – was Hosen betrifft – meist vergriffen, oder werden erst gar nicht erst produziert. Also relativ wenig Auswahl für meinen 38er-Arsch. (Nach der Erfahrung versuche ich erst gar nicht, hier etwas für meine Oberweite zu suchen.)
Tops habe ich auch kaum welche gefunden: die meisten entweder viel zu lang oder verziert mit rebellischen Schriftzügen wie „Rock‘n'Roll Princess“ oder „Punk Girl“.

Ergebnis: Da ich nicht so scharf drauf bin, im Hochsommer mit schwarzen Klamotten und wie ’n Pirat herumzulaufen, habe ich sehr lange gesucht, und immerhin ein rotes Tank-Top für mich gefunden. Wunderbar, sage ich Euch. Immerhin Geld gespart.


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13. April 2007

Blitzableiter

Ich war heute in Heilbronn, um mir einen Ring durch die Nase stechen zu lassen. Zumindest hatte ich das mal vor. Also, das mit dem Ring. Das war auch kein Thema, bis ich auf der Bank der Piercerin lag, sie mir die Nadel durch den Nasenflügel jagte und immer wieder meinte: „Mensch. Scheiße. Deine Nase. Deine Nase ist einfach viel zu klein!“ (Ich war persönlich ja froh, dass sie die Zange überhaupt in meine Nase bekommen hat.) Und einen passenden Ring für meine kleine Nase hatte sie so spontan auch nicht zur Hand. Beziehungsweise: hatte sie, sah aber scheiße aus. Da war der Ring ja größer als die Nase selbst. „Deine Nase ist für die Ringe einfach irgendwie zu klein. Das sieht scheiße aus!“

Jetzt habe ich einen kleinen Stecker in der Nase. Vorerst. Und wenn man den ungeschickt dreht, dann schaut der sogar aus der Nase und winkt. Weil: Nase ist ja zu klein. Und in vier Wochen geh ich wieder bei der Piercerin vorbei, und lasse mir einen selbst gekauften, kleineren Ring in die Nase pappen, um zu sehen, wie das aussieht.

Mal sehen, was mein Vater diesmal nach mir wirft, wenn er den anderen Piercing bei mir im Gesicht sieht. Bei meinem Labret war’s ja der Schraubenzieher.


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5. März 2007

Im Sonnenstudio

Am letzten Samstag war ich mal im Solarium. Weil: da war ich noch nie und ich bin weiß und hatte Geld übrig (schließlich ist ja erst Monatsanfang). Und da mich permanent immer Leute fragen, ob ich denn krank sei (also, rein physisch) aufgrund meiner unmenschlichen Blässe, dachte ich mir, dass ich mal etwas dafür tue, damit ich nicht mehr so weiß/krank aussehe.

War jetzt aber auch nicht so einfach wie’s klingt, schließlich habe ich ja auch meine Vorurteile. Nämlich, dass Leute, die da hingehen, Tussis sind oder schleimige Italiener mit zu viel Gel in den Haaren und zu engen Hosen. Aber wenn ich da jetzt auf einmal hingehe, dann muss ich meine Meinung da ja ändern, schließlich bin ich ja keine Tussi.

Also habe ich meine Vorurteile ausm Fenster geschmissen und bin ins Solarium. Dort trat ich an die Theke und meinte: „Also, ich will gerne mal in so ein Solarium, aber ich war bis jetzt noch nie und weiß nicht wie das geht!“
Als erstes musste ich herausfinden, welchen Hauttyp ich habe. Außerdem hat mich die Dame gefragt ob ich denn schon sechzehn sei (ansonsten war sie aber echt nett). Ich habe herausgefunden, dass ich empfindliche Haut habe, und durfte dann laut der Dame fünfzehn Minuten unters leichteste Gerät. Ich war ja schon etwas skeptisch.

Ich hatte drei Minuten Zeit um mich auszuziehen, da ging das Ding schon an. Röhrte volle Möhre los, dass ich mich total erschrocken habe. Habe mich dann hinein gelegt, und die Klappe herunter gemacht, so wie ich’s aus dem Fernsehen kannte. War voll warm da drin und etwas eng, Platzangst hatte ich da echt schon fast. (Nix für Leute mit Klaustrophobie.) Außerdem war das helle violette Licht etwas gewöhnungsbedürftig, da sah man echt etwas alienmäßig aus.

Nach einer Weile – nachdem ich mehrere Minuten probiert habe, wie ich denn am bequemsten liege – habe ich’s mir gemütlich gemacht, und bin letztendlich auch eingeschlafen. Irgendwie.

Fand das im Endeffekt echt entspannend. Auch wenn ich die Kabine recht klein finde, man denke mal an korpulentere Frauen (als mich). Auf irgendeine Weise diskriminierend! Aber das spart ja schon Heizkosten und Miete. Da muss man die Kabinen auch nicht größer machen als nötig. (Immer wirtschaftlich denken, lerne ich tagtäglich in der Schule.)

Auf ein menschlicheres Aussehen! (Was Originelleres zum Abschluss fiel mir jetzt auch spontan nicht ein, vielleicht irgendwann im Laufe des Tages.)


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17. Februar 2007

Ich bin müde

Gestern hatten wir unser erstes Stufenfest. Und da war ich eingetragen, an der Bar zu arbeiten, also von 21 bis 23 Uhr. Danach habe ich noch gefeiert bis 1 Uhr. Jetzt ist es fast 2 Uhr nachts, und ich bin fertig wie’s Brot. Ich wurde die ganze Zeit durchgehend angegraben oder angequatscht, angeraucht und bestochen, ich solle doch Getränke für billiger hergeben… jetzt brauche ich erstmal Ruhe. Ist mir jetzt auch völlig egal, ob ich wie ’ne Zigarette rieche, ich geh jetzt sofort ins Bett, und schlafe mindestens so lange, dass ich unseren Faschingsumzug ab 13.33 Uhr bis schlagmichtot Uhr verpasse. Noch mehr Besoffene um mich herum kann ich nun echt nicht brauchen. So ist das.

Gute Nacht!


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7. Januar 2007

Meine Woche in Zahlen

Ich habe etwa 20 Minuten am PC verbracht. Das sind ungefähr 114 mal weniger als sonst. Bin jetzt total ungeübt. Als ich wieder mal an meinen PC bin, musste ich erstmal ’ne Stunde den Power-Knopf suchen und versuchen, schneller als zwanzig Anschläge pro Minute auf der Tastatur hinzubekommen.

Ich habe 656 Minuten die erste Staffel Desperate Houswives geschaut. Und sonst auch echt viel vor dem Fernseher gesessen. Wenn ich’s genau nehme, habe ich diese Woche so viel fern gesehen wie das ganze letzte Jahr.

Mir sind ungefähr 50 Leute auf meine Schuhe getreten. Das war an der Neujahrsnacht in einer Disco. Das nächste Mal ziehe ich mir zumindest mal keine weißen Schuhe an.

Ich wurde 4 Mal von besoffenen Typen angequatscht. Und 1 mal von einem, der nüchtern war, der sogar für Geld mit mir schlafen wollte.

6 Menschen hat’s in Stuttgart innerhalb 30 Minuten die Nacht noch eine Treppe zur U-Bahn ‚runtergeprügelt.

Ich habe schon 60 Prozent meines Taschengeldes ausgegeben. Fast die Hälfte davon nur fürs Essen.

Ich habe mir mindestens 10 Haare zur Hälfte abgefackelt. FUSCH und eine Stichflamme direkt vor meinem Gesicht. Hat außerdem jede Menge Adrenalin gekostet. Und: Das stinkt vielleicht!

Ich war 3 mal bei Mc Donald’s und 2 mal beim Kochlöffel. Gott sei Dank habe ich nun fast kein Geld mehr für sowas den restlichen Monat.

Ich habe 1 Stunde gelernt. Ich hätte mindestens 20 mal mehr lernen sollen. Außerdem dachte ich, dass ich keine Hausaufgaben hätte. Irgendwie habe ich da auch falsch gedacht.

Ich bin 2,5 Stunden mit der Bahn gefahren und habe 0 Euro bezahlt.

Ich habe das 1. Mal Silvester in einer Stadt gefeiert, in Stuttgart. Auf dem Land ist das viel schöner. Da fangen die Leute nicht schon gegen 23 Uhr zu böllern an, sondern höchstens 5 vor 0 Uhr. Außerdem muss man da nicht in ständiger Angst leben, dass einem ein Böller in die Fresse geworfen wird. Müll gibt’s auch nicht so dermaßen viel auf den Straßen – und Rauch sowieso nicht.


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