25. Juli 2007

Gotta catch ’em all!

Nachdem ich mich in den letzten Tagen gründlich mit meiner Freizeitgestaltung beschäftigt habe, habe ich entschlossen, meine Zeit mal wieder für total nützliche Spiele zu verschwenden und mich nur von Luft und Liebe zum Spiel zu ernähren. Nein. Ich spreche diesmal nicht von World of Warcraft, sondern von der gelben Edition von Pokémon für den Game Boy. :freu

Damals, irgendwann im Jahre 2000, nachdem Pokémon hier total in war, brachte meine Cousine aus den USA zwei gelbe Editionen mit, die es dort schon länger gab, bei uns aber noch nicht veröffentlicht wurden. (Pokémon war in den USA schon total lang der totale Hit und schon fast wieder out, so dass uns unsere Großcousins ihre Tauschkarten schon freiwillig großzügig verschenkten!) Die zwei Spiele waren für meine Brüder gedacht, der eine davon verlor aber recht schnell das Interesse daran, somit war seine gelbe Edition und sein grüner Game Boy Color quasi meins.

Die gelbe Edition habe ich durchgespielt, und es geschafft, alle hunderteinundfünfzig Pokémon in meinen Pokédex aufzunehmen. (Das Tauschen via Linkkabel funktionierte sogar irgendwie zwischen deutscher und amerikanischer Edition (gab nur einige Kommunikationsprobleme zwischen mir und den sich im Grundschulalter befindenen Fans, weil ich die ganzen Pokémonnamen nur auf Englisch wusste).) Dieses RPG war ein toller Zeitvertreib. Und weil es so toll war, habe ich im Sommer 2005 die goldene Edition gleich mal in drei Wochen im Urlaub durchgespielt.

Auf die Idee gebracht, das Spiel nochmals zu spielen, hat mich übrigens mein Bruder. Der hat dieses Jahr seinen Realschulabschlus gemacht und somit wie ich mehr freie Zeit als Hobbys. (Er selbst spielt gerade die blaue Edition durch.) Fand, dass war eine ganz gute Entscheidung. Sonst hätte ich wohl mein Tamagotchi nochmals angeschmisssen. :clown:

Edit: Ha ha, ich bin ja soooo geekig. Ich hab meinen Game Boy an meine Anlage angeschlossen.


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18. Juli 2007

Stöckchen #16 – Webdesign-History

Auf Ines‘ Seite habe ich dieses tolle Stöckchen entdeckt. Da ich mich mit vielen Textpassagen identifizieren kann, es interessant finde und gerade etwas auf meinem nostalgischen Trip bin, habe ich es einfach mal mitgenommen.

2001: Wie entwickelte sich also mein Interesse zum Webdesign? Das ist eine recht schwere Frage. Ich weiß nicht mehr, warum ich überhaupt begonnen hatte, eine Seite haben zu wollen. Ich vermute, damals wollte ich noch als eingefleischter Anime/Manga-Fan für irgendeinen Anime eine kleine Fanseite aufbauen, von denen es zu der Zeit eigentlich eh schon genug gab.
Was tut man also, wenn man eine Seite haben will aber keinen blassen Schimmer von der Materie hat? Richtig. Man geht zu Beepworld. Dort klickte man sein Zeug zusammen, markierte, schrieb, und letztendlich wandelte Beepworld das Ganze in eine Seite um, die meistens total scheiße aussah. Kurze Zeit später wechselte ich zu englischen Baukaste-Seiten, die mehr Funktionalität boten.

2002: Das Doofe an diesen Seiten ist, dass man eigentlich nicht wirklich lernte, wie das nun mit dem Schreiben von Webseiten funktioniert, und das der Reiz der Sache für mich war. Deswegen holte ich mir Webspace bei Tripod, und fing dort an, einige Tutorials auf selfhtml durchzuarbeiten. Meine erste selbst erstellte Seite bestand aus zwei schwarzen Frames und die Schrift war rot. Damals fand ich das toll.
Kurze Zeit später begann ich erstmals, mit Photoshop Layouts zu entwerfen, die ich dann dank der in „Tabellen Zerschneiden“-Funktion von Adobe GoLive 5 umsetzen konnte. Damals hatte ich noch keine Ahnung von Auflösung, verfügbaren Schriftarten oder von der Vielfalt der Browser. Deswegen sahen die Seiten wohl auch nur im Internet Explorer gut aus.

2003: Dann kam der erste Schritt zur eigenen, tollen Webseite: eine eigene Domain. Das war im Jahre 2003. Nö. Ich erzähle keinem, wie die lautete. Der Inhalt war die Fortführung der Anime/Manga-Seite, die es aber nicht wirklich lange gab. Entstanden sind in der Zeit keine Layouts. Ich hatte es zwar immer wieder vor, aber ich hatte es nie richtig umgesetzt.

2004: Nochmal eine neue Domain. Und nein, ich verrate auch diesmal keine Domainnamen. (Peinlich genug, dass diese genauso lautete wie ein Hygieneartikel.) Anfangs hatte ich noch einen Faible für Schriftgröße zehn und Schriftfarbe ähnlich der Hintergrundfarbe. Außerdem waren die Designs eher klein und der Inhalt in noch kleinere Iframes gebettet. Aber immerhin konnte ich selbst meine Tabellen schreiben. (Version 1 bis 3.)
Bis August 2004 war diese Seite komplett statisch, bis ich dann meinen ersten Weblog eröffnete mit der Blogsoftware b2evolution. Die Layouts wurden größer, ich entdeckte andere Browser und Auflösungen. Außerdem war es meine erste Erfahrung, ein Design in einem CMS umzusetzen. Zusätzlich fing ich an, die Seite mit PHP zu vereinfachen. Damals noch mit der Funktion include. Das war damals total trendy, und jeder Trottel hatte Tutorials darüber. Auch ich. Überhaupt hatte ich neben dem Blog relativ viel Inhalt.
Außerdem begann ich mich damals, immer mehr intensiv mit dem Aussehen meiner Seite zu beschäftigen. Von Design zu Design steigerte ich mich quasi. (Version 4 bis 9.)

2005: Die Domain fand ich irgendwann dämlich, und deshalb sicherte ich mir im Januar 2005 die Domain station57.net, auf der dieselbe Blogsoftware einfach weiterlief. Ich verabschiedete mich nach ein, zwei Designs von den Tabellen und begann, mich mit CSS auseinanderzusetzen. Dass ich heute meine Designs komplett in CSS umsetze und Inhalt vom Aussehen trenne, habe ich Ines zu verdanken. (Ab Version 10.)

2006: Im August 2006 habe ich beschlossen, Wordpress auszuprobieren. Es tat mir schon etwas weh, die ganzen alten Beiträge quasi von der Seite „zu löschen“, andererseits war ich auch froh darüber, dass man den ganzen Stuss nicht liest. Den Inhalt habe ich auch radikal gekürzt. Außerdem war es einfacher, seine Layouts umzusetzen. Für mich mal.

2007: Und nun ja, was heute aus mir geworden ist, sieht man ja. Garantiert habe ich nicht ausgelernt, und so lange mir das Ganze noch Spaß macht, werd ich das wohl auch nie. (Version 16 bis heute.)


Bla... Bla... Bla..., Retrospektive, Station57 & Co. 13 Kommentare
14. Juli 2007

Schlaflos

Gegen zwei Uhr bin ich nach der Geburtstagsparty meiner Schwester ins Bett. Ich war körperlich wahnsinnig müde, geistig aber hellwach. Das sind die schlimmsten schlaflosen Nächte – wenn man zu wach ist, um zu schlafen, und zu müde, um wirklich etwas Produktives zu tun.
Hab mich erst nach links gedreht, dann nach rechts, mich auf den Rücken gelegt, Schäfchen gezählt und letztendlich beschlossen, dass das so keinen Sinn gemacht, weil meine Schäfchen aussahen wie Schweine. Und über den Zaun hüpfende Schweine dienen nicht der Sache.

Also – dachte ich mir –, tu ich aktiv etwas. So wie ich halt bin. Immer absolut aktiv. Hab ’nen Zettel und ’nen Stift genommen und ein bisschen was geschrieben. Aber ohne Linsen in den Augen war das nach zwölf Minuten auch etwas anstrengend. Dachte, mir fallen gleich die Augäpfel aus den Höhlen.
Anschließend hab ich das Radio angemacht, in der Hoffnung, es würde mich einschläfern. Doofe Idee, das zu testen. Schließlich weiß ich ja von mir selbst, dass ich nicht einschlafen kann, wenn irgendwo im Hintergrund etwas läuft. Hab mich dann ’ne halbe Stunde durchs Radioprogramm gezappt, gesungen, gerappt und bemerkt, dass ich meine Stimme bei SingStar etwas überstrapaziert habe. Nämlich als ich lauthals gesungen hatte, in der Annahme, das Mikrofon sei zu leise. Dabei war es einfach nur kaputt.

Um kurz vor drei Uhr kam mein Bruder von der Party zurück. Lautlos. Um kurz nach vier dann mein anderer. Etwas lauter. Aber er gab sich Mühe. Vor allem beim Treppensteigen. Der billige Sangría war doch etwas zu viel gewesen. Erinnerte mich etwas an letztes Jahr, als er vom vielen Sangría die Treppen hinunterstürzte und sämtliche Bilder an der Wand mitnahm.
Und um kurz nach fünf trudelte meine Schwester ein mit zwei Gästen, die mein Vater kurzerhand wieder aus dem Haus warf, weil er nichts von der Übernachtungsaktion wusste. Schwester sauer. (Vater auch.) Schlafsack genommen und mit Mitbringsel in der Gartenlaube gepennt. Parallel dazu fingen die Vögel unter der Dachplatte an zu zwitschern, Standort ungefähr einen Meter über meinem Fenster.

Irgendwann gegen sechs Uhr hat dann schließlich auch mein Geist beschlossen ’ne Pause einzulegen. Bin dann langsam aber sicher eingeschlafen und hab von Kaugummi essenden Spitzmäusen geträumt.


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9. Juli 2007

Achtung! Textilfreie Zone

Was gibt es schöneres als zu schwimmen? Vieles. Essen, schlafen, fernsehen, Musik hören, … Aber man muss ja auch etwas für die Fitness tun. Deswegen habe ich meine uralten Bikini herausgekramt, der mir oben herum zu klein ist und unten herum zu groß. Und dann ging’s ab ins Schwimmbad.

Schwimmen ist schön. Nicht anstrengend. Aber für Kontaktlinsenträger etwas doof. Da die Kontaktlinsen auch gerne mal ’ne Runde schwimmen gehen. Und die findet man im Wasser ziemlich schlecht.
Mit Brille ist es auch doof. Da hat man immer diese tollen Wassertropfen auf den Gläsern, und man fühlt sich wie ’ne Fensterscheibe bei Dauerregen. Ohne Brille geht ja schon mal gar nicht. Das ist ungefähr wie tauchen und Augen dabei aufmachen.

Leider hatte das Schwimmbad zu, und nur die Therme offen. Auch gut. In den Bikini geschlüpft, geduscht, und ab in die Halle. Das erste, das ich spürte, waren die Blicke der vom grauen Star getrübten Blicke der Rentner. Dachte erst, ich hätte meinen Bikini links herum angezogen (was eigentlich keinen Unterschied macht), aber dann fiel mir auf … alle nackt! Nackte Rentner. Überall. So weit mein Blick reichte.
Erstmal ein Stockwerk tiefer ins Schwimmbecken. Das war mir ja alles nicht so geheuer. Im Becken dann: nackte Rentner, nackte Kinder. Alles klar. Ich verstehe. Nein. Ehrlich gesagt verstand ich nichts. Überall Nackte. Nichts gegen Nackte. Aber: Ich hab noch nie nackte Leute über sechzig gesehen … also – doch was gegen Nackte. (Hä?)

Ein wenig später, bei weiterer Erkundung des Terrains, war dann klar: „Textilfreie Zone“.

Also: keine falsche Scham, runter mit den Klamotten, und ab in die Sauna! :freu (Da es sonst sowieso großartig nichts anderes gab.) War mein erstes Mal quasi. War etwas ungewohnt. Das hab ich sofort gemerkt, als mir die Kontaktlinsen anliefen. Der Schweiß lief auch. War ja auch sechzig Grad warm. Schön ist das nicht gerade, aber man gewöhnt sich daran. Sauberer habe ich mich danach nicht gefühlt (erst nach der Dusche). Auch nicht irgendwie innerlich gereinigt. (Vielleicht bin ich für Saunen auch noch zu jung.)

Toll war auch, dass es Bereiche gab, in denen man nicht nackt herumlaufen durfte, trotz aller gezeigter Nacktheit. Da, wo es Essen gab zum Beispiel. War für mich etwas unpraktisch, weil ich nur ein kleines Handtuch dabei hatte. Das hat eigentlich keinen gestört, außer die junge Dame hinter der Theke, die mich bat, mich doch bitte „oben herum zu bedecken“. Letztendlich hab ich mir das mühevoll um den Körper gewickelt, was mit Sicherheit mehr Aufmerksamkeit auf sich zog, als oben ohne herumzurennen. -.-

Fazit: Nächstes Mal weiß ich wenigstens, was ich mitnehmen muss. Keinen Bikini, aber ein langes Handtuch oder Bademantel. Und die Nummer des Notarztes. Falls ein Rentner einen Herzinfarkt erleidet.


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2. Juli 2007

Meine Augenärztin, der Hippie

Heute Morgen war ich bei meiner Augenärztin. Nach ungefähr eineinhalb Jahren mal wieder. Daran schuld war mein rechtes Auge, das seit Donnerstag entzündet ist und ich dank der Rötung aussehe wie ein Kiffer.

Angekommen in der Praxis im dritten Stock. (Dachte mir, da ich mich gerade ja sonst nicht großartig bewege, könnte ich ja die Treppen benutzen. (War ’ne doofe Idee.)) Ich hatte zwar keinen Termin, aber mein Auge sagte mehr als tausend Worte. Nach der Entrichtung der Praxisgebühr setzte ich mich in das bunt eingerichtete Wartezimmer in den gelben Drehsessel neben den roten Stuhl und überlegte mir, welche der anspruchsvollen Frauenzeitschriften ich als erstes lesen sollte. Die engere Auswahl bestand aus der „Gala“, „Bild der Frau“ und „Tina“. Ich entschied mich für das illustrierte Kinderbuch „Maulwurf und der kleine Vogel“.

Nach einer Weile holte mich die Arzthelferin aus dem Wartezimmer und begleitete mich zum Behandlungszimmer, wo mir auch meine Augenärztin H. von der M. über den Weg lief. Also, ich wusste anfangs gar nicht, dass das meine Augenärztin war (sein sollte). Meine Augenärztin hat (eigentlich) kurzes, graues Haar und trägt in der Regel Kleidung in den typischen Rentnerfarben grau, beige, braun und schwarz.
Diese Frau aber sah aus wie ein Hippie – nicht wie meine Augenärztin! Rot gefärbte, lange Haare, grüner Pulli, rot-weiß-gelb gestreifte Hose und Jesuslatschen. Brille mit rotem, dicken Gestell. Es war nicht schwer, mir das fehlende Stirnband und die Gitarre vorzustellen, eventuell noch ein Tütchen in der Hand und den Geruch von Jamaika in der Luft. Passend zu meiner Augenrötung.
Da ich sie ja im ersten Moment erst gar nicht erkannte, schenkte ich ihr auch keine Beachtung. Dachte erst an eine Praktikantin oder der Kleidung nach an eine Gärtnerin, die sich um die Hanfpflanzen Blumen auf dem Fenstersims kümmerte. Bis sie mich bat, auf den Stuhl zu sitzen. Da sah ich der bitteren Realität ins Auge.

Ich weiß zwar nicht, was in dem Leben der H. von der M. vorging, aber es muss ein ziemlicher Wandel gewesen sein. Man entscheidet sich in der heutigen Ära der Emos ja nicht einfach so, wie ein Hippie auszusehen.
Trotz allem ließ ich mir von ihr in die Augen leuchten und sagen, dass ich mir doch in Gottes Namen endlich eine Brille anschaffen solle. Außerdem hat sich meine Sehstärke um eine halbe Dioptrie verschlechtert. Ich habe Augentropfen bekommen und einen Tipp, wo man den nächsten Dealer findet Termin für nächste Woche.

Abschließend muss ich sagen: ja. Ich bin merklich geschockt. Und ja. Das lässt mir irgendiwe keine Ruhe. Ich werde schon bald herausfinden, was der Grund für diesen Imagewandel war. Spätestens nächste Woche.


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