11. September 2007

Organisationstalent

Nachdem in meinem Betrieb keiner so recht wusste, wann ich Berufschule habe, weil bisher kein Schreiben der Schule eintraf, habe ich spontan selber die Initiative ergriffen und dort mal angerufen, wie’s denn nun so aussieht. Die gute Frau am Telefon hat mir nun ein Fax geschickt mit den Terminen, am 15. Oktober geht es für die angehenden Mediengestalter nun los mit den ersten zwei Wochen Blockunterricht an der Johannes-Gutenberg-Schule in Stuttgart.

Fächer sind laut der Seite Religionslehre, Deutsch, Gemeinschaftskunde, Wirtschaftskompetenz, Berufsfachliche Kompetenz und Projektkompetenz. Ich frage mich ja immer und immer wieder, wozu man so ein sinnfreies Fach wie Religion an einer Berufsschule braucht …

Und … weil ich heute schon so organisatorisch drauf war, wurde ich heute um halb fünf entlassen um zum Rathaus (Hab ich sonst Zeit da hinzugehen? Nein.) zu schlappen, mich dort als neuer Bürger anzumelden und einen neuen Personalausweis zu beantragen.
Bekommen habe ich dort unter anderem auch ein tolles Starterpaket der SSB, das unter anderem ermöglicht, einen Monat lang im gesamten Netz kostenlos zu fahren. Ansonsten musste ich acht Euro für den Ausweis blechen.

Und … weil heute Tag der Organisation ist, habe ich das Einschreiben meiner Bank bei der Post (Habe ich sonst Zeit da etwas abzuholen? Nein.) abgeholt für mein Online-Banking (Hab ich sonst Zeit, mir ein neues Konto zu eröffnen? Nein.). Als ich die Liste meiner TANs gesehen habe, dachte ich mir, dass mir das ein Leben lang reicht. Mein Key ist nun tatsächlich gültig bis Dezember 2057. (Bis dahin brauch ich zusätzlich noch ’ne Lesebrille, damit ich die TANs auch entziffern kann.)

Und … weil ich heute so in Organisationsstimmung war, habe ich meine neuen Linsen beim Optiker auf Samstag geordert (Hab ich sonst Zeit dorthin zu gehen? Nein.).

Ansonsten ein erstes Resümee: Arbeitszeit von neun bis achtzehn Uhr ist total beschissen. Man kommt nicht zur Bank, nicht zum Amt, nicht zum Arzt, nicht zur Post, weil die Säcke samstags nie offen haben.


Ausbildung/Berufsschule, Restmüll 15 Kommentare
14. August 2007

Die Blogwelt und ich

Damals, vor knapp drei Jahren, habe ich angefangen zu bloggen. Bloggen war damals gefühlsmäßig nicht unbedingt so verbreitet wie heute, es gab viele kleine, private Blogs, und mit der Zeit wuchs das.
Als ich letztes Jahr Wordpress installierte, bloggte ich immer intensiver, ich entdeckte neue Blogs, schrieb dort Kommentare und fand die Blogwelt toll.

Toll fand ich auch meine Statistiken. Ich fand es interessant zu wissen, wer mich verlinkt, interessant, mit welchen Suchbegriffen die Leute zu mir stoßen und natürlich auch, wie viele Leute meinen Blog besuchten. Und ich mochte diese Dienste, die einem Statistiken aufzeigten. Es war interessant.

Aber mit der Zeit hat sich eine richtige Abneigung entwickelt. Gegen diese Blogs, die alles tun, um Hits zu erlangen. Die versuchen, über die passenden verlinkten Begriffe, durch Verlinkungen auf ihre Seite ein höheres Ranking zu bekommen. Die einen Beitrag nicht einfach so schreiben, wie es ihnen in den Sinn kommt, sondern sich bestimmte Schlüsselwörter heraussuchen, und diese dann in ihren Beitrag einbauen. Blogs, die mit YouTube-Videos ihren Content auffüllen. Blogs, die sich haufenweise gegenseitig bei Technorati auf die Favoritenliste setzen.

Klar, gibt es Leute, die kommerzielle Blogs betreiben, und von dem Geld leben. Davon gibt es inhaltlich bestimmt auch gute. Aber ich stehe nicht auf Blogs, die des Geldes wegen betrieben werden. Wenn auch mit Sicherheit ein Stück Liebe und Passion dahintersteckt. Es sind Beiträge, die geschrieben werden müssen. Es ist für mich nicht dasselbe, wie Beiträge, die aus einer Laune heraus geschrieben werden.

Ich war nie ein regelrechter Statistik-Freak. Ja, klar, mag ich Statistiken. Aber ich habe mir nie Themen überlegt, wie ich Leute auf meine Seite locken kann.
Klar freue ich mich über Besucher, die mich lesen. Und klar freue ich mich über Kommentare. Klar freue ich mich über Verlinkungen. Ich freue mich, wenn mich einer bei Technorati zu den Favoriten hinzufügt oder meinen Beitrag bei Blogscout scoutet. Und ich freue mich vor allem, weil alles, was hier statistisch passiert, nicht von mir beeinflusst wurde durch bewusste Verlinkungen oder Schlüsselwörter, sondern weil andere es so wollen. Und das freut mich.

Ich bin froh, hier meinen Kreis kleiner Blogger zu haben, die ich lese, weil ich ihr kleines Leben interessant finde. Und die mich lesen, weil sie meines vielleicht interessant finden. Und nicht, weil wir uns gegenseitig Hits bringen.


Restmüll, Station57 & Co. 12 Kommentare
24. Juli 2007

„Bei schönem Wetter grillen kann ja jeder!“

Grillen

Restmüll 8 Kommentare
4. Juli 2007

„Ihre Stimme für Ihren Postboten“

Ich glaube kaum, dass unser Postbote scharf darauf ist, Postbote des Jahres zu werden. Jedenfalls musste ich unsere Post heute erstmal trocknen lassen … – da ist es schon fast eine Unverschämtheit, den Prospekt untere die versifften Briefe zu legen. -.-

Deshalb werde ich auch nur am Gewinnspiel teilnehmen, ohne für unseren Postboten zu stimmen. Ich bin nämlich ganz geil auf die Umhängetasche im „Deutschen Post“-Style. Die Tasche bekommt mein Postbote dann zum Geburtstag. Dann klappt das auch mit den trockenen Briefen. :kls


Restmüll 31 Kommentare
21. Juni 2007

Für Lisa

Das Bild habe ich irgendwann letztes Jahr im November skizziert, und das Original liegt jetzt irgendwo bei meiner Schwester herum, weil es ihr so gut gefiel. Da sie jetzt erst ausgezogen ist, wollte ich ihr mit der colorierten Version eine kleine Freude machen, so als Andenken an die guten Zeiten oder so. Ich hoffe sie sieht über die miese Schattierung hinweg und über den unkreativen Hintergrund. Aber damit hatte ich es ja noch nie so.


… weiter ins All!


Restmüll 14 Kommentare