Ich wünsche allen einen schönen Start ins neue Jahr, wenn es so weit ist. Ich bin ab jetzt über Silvester in Amsterdam und feier dort. Adieu!
Mein Vater feiert im Januar seinen fünfzigsten Geburtstag. Er feiert auch größer, so dass viele Leute da sein werden und in einer entsprechenden Einrichtung, wo dann alle hineinpassen.
Mein Vater selbst spielt seit zig Jahren schon in der örtlichen Musikkapelle Klarinette beziehungsweise Saxophon. Immer wieder fragt er mich nach Noten, die ich doch im Internet suchen könnte, oder ob dieses oder jenes Musikstück in YouTube zu finden sei. Vor kurzem fragte er mich nach Benny Goodmans „Send in the clowns“ (ab 9:00 ungefähr, wer Geduld hat), ein ruhiges Klarinetten-Musikstück, begleitet von einem Klavier.
Meine Geschwister und ich hatten die Idee, unter anderem dieses Stück vorzuführen. Mein Bruder spielt die Klavier-Begleitung, mein Bruder Gitarre und ich die Hauptrolle, die Klarinette.
Das Stück selbst zu spielen, ist gar nicht so schwer. Dachte anfangs, die Es-Dur würde mir zu schaffen machen, aber das ist gut machbar. Was mich immer etwas verwirrt, ist der 12/8-Takt, der nachher zu einem 9/8-Takt wechselt und dann wieder zurück – und so lustige Sachen. Wenn man an einen 4/4-Takt gewöhnt ist, bereitet das einem schon Kopfschmerzen.
Das größte Problem ist wohl, dass ich seit vier Jahren keine Klarinette mehr spiele. Das heißt nicht, dass ich nicht mehr weiß, wie man greift, sondern eher, dass das, was beim Spielen herauskommt, sich anhört wie hilfloses Gesabber. Der Mund muss beim Spielen angespannt sein, und wenn man das nicht mehr gewöhnt ist, speichelt man mehr in das Instrument als dass man Töne produziert.
Damit das Ganze nicht zu peinlich wird, bin ich schon am Üben. Ich hoffe schwer, dass es klappt.
Heute wurde mein neuer TFT geliefert und gegen den kaputten ausgetauscht. Insgesamt frage ich mich, wie man meinen Namen so verhunzen kann: Einen Fehler im Vornamen und zwei im Nachnamen, abgesehen von der falsch geschriebenen Straße. Dass der überhaupt hier ankam. Entweder nuschel ich tatsächlich wie Sau, oder die Frau an der Hotline war nicht ganz auf der Höhe, als sie sich meine Anschrift notierte.
Na ja, jedenfalls steht das „Prachtstück“ jetzt wieder auf meinem Schreibtisch, bis jetzt flimmerfrei. Dann bekomme ich die Tage neuen RAM – dann kann’s losgehen.
Ich bin ab jetzt bis Mittwoch daheim bei Papa. Ich wünsche allen fröhliche und besinnliche Weihnachten!
P.S.: Immerhin sieht der Baum hier besser aus.
Ich war über das Wochenende daheim bei Papa. Mitgebracht habe ich jetzt einen kleinen Tannenbaum. Witzig ist, dass der Baum je nach Blickwinkel gerade oder schief ist (was daran liegt, dass die ersten fünfzehn Zentimeter des Stammes gerade sind und der Rest schief gewachsen ist). Er ist auch nicht wirklich schön. Mit dem Gedanken, der Baum könnte bis Weihnachten nicht verkauft werden, weil er dem Schönheitsideal der Weihnachtsbäume nicht entspricht, habe ich ihn mitgenommen, damit er nicht so allein ist.
Da ich sonst auch keine Deko habe oder einen Ständer für einen Baum, habe ich den alten von daheim mitgenommen und silberne Plastikkugeln bekommen. Und zwei Nikoläuse aus Schokolade darunter gestellt, weil ich die eh nicht esse.
Und nach Weihnachten werfe ich ihn durchs Dachfenster in des Nachbars schönen Garten.
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