Archiv der Kategorie Ego & I

leute, die mich kennen, wissen, dass ich ja eigentlich so gar nicht web-2.0-mäßig drauf bin. Also, mal abgesehen von meinem Blog (was ja so gesehen genug – oder sogar oft die höchste Form – von Persönlichkeitsstriptease ist) (okay, und dem last.fm-Profil seit fast fünf Jahren) musste man mich lange überreden, bis ich mal dies und das ausprobiert hatte. Ich bin ja immer (noch) ein Fan vom Internet, damals – als ich als einzige in meinem Freundes- und Familienkreis regelmäßig im Netz unterwegs war, die anderen nicht wussten, wovon ich sprach, wenn ich Worte wie „ICQ“ oder „Forum“ erwähnte und meine Mama meinen Blog noch nicht als Startseite eingestellt hatte.

[Nostalgie-Modus] Alles war schön anonym, und man konnte mehr oder weniger das treiben, worauf man Lust hatte, ohne dass einer der Freunde oder Familie das jemals mitbekommen hätte. Ich weiß gar nicht genau, was ich am Internet heute so schlimm finde. Vielleicht der Fakt, dass alles für immer dort stehen bleibt. (Der Gedanke steht der Web-2.0-Nutzung bestimmt im Wege – Paranoia vs. Gedankenmitteilung.) [/Nostalgie-Modus]

Ich hab schon einiges an Web-2.0-Sachen probiert. Das StudiVZ zum Beispiel. Oder Twitter. Bei StudiVZ gefiel mir damals nicht, dass die Privatsphären-Optionen nicht wirklich ausgereift waren (was inzwischen wohl schon anders ist), ich hab mich da also nach etwa zwei bis drei Monaten wieder abgemeldet. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist diese Seite ja mal so was von hässlich.
Mit Twitter konnte ich ehrlich gesagt auch nicht so wirklich was anfangen. Vielleicht praktisch zur Einbindung, wenn es neue Beiträge zu lesen gibt oder so etwas in der Art. Aber sonst nichts für mich, deswegen habe ich mich da nach einiger Zeit auch wieder abgemeldet.

Ich hab mich dann mal aus Neugier bei Facebook angemeldet. Facebook ist wirklich geiler Scheiß, weil das irgendwie alle nutzen, sogar die, von denen ich dachte: „Die haben mit dem Internet bestimmt rein gar nichts am Hut.“ Das mit den Privatsphären-Einstellungen ist gut gelöst, und ich hab einfach Überblick über alle Leute, die mich so interessieren oder mit denen ich online in Kontakt bleiben will. Ich hab Grundschulfreunde geaddet, die ich seit wasweißichwievielen Jahren nicht mehr getroffen habe. Oder meine Verwandtschaft aus Übersee, die ich nur alle Schaltjahre mal sehe. Das ist lustig, wirklich, man bekommt alles mit nur durch ein paar Klicks.
Gut, man muss zugeben, dass das unter anderem so ein Stalking-Ding ist, man ist ja neugierig (und bei vielen auch ein Ich-hab-die-meisten-Freunde-Schwanzvergleich) – ich hab es allerdings, bis auf sehr wenige Ausnahmen, auf Kontakte beschränkt, die ich wirklich kenne und mich interessieren.

Unter anderem neu sind die Accounts bei formspring.me und bei delicious.Hinter formspring.me gibt es jetzt wirklich keinen tieferen Sinn. Und was delicious angeht, so haben mich Social Bookmarks nie interessiert, aber jetzt, wenn ich mir das so überlege – man tagged Artikel, und kann sie dann, wenn man möchte, veröffentlichen – ist das schon eine ganz gute Sache. Das ist ja so was von … sensationell! Ich bin ja so hinterher, mannomann. Und das als Medienmensch.

Nun ja, und weil ich jetzt ja, inzwischen, so furchtbar web-2.0-mäßig drauf bin, gibt es rechts und unter jedem Beitrag eine schöne Leiste. Damit sich das auch lohnt.

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Ich bin ja jetzt ziemlich web-2.0-mäßig

10. Januar 2010 um 22:45 Uhr

Blogosphäre, Ego & I, Station57

20

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Außer Gefecht gesetzt

14. September 2009 um 04:38 Uhr

Ego & I

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ich hab jetzt herausgefunden, warum ich es gerade nicht mehr schätzen kann, wirklich glücklich zu sein. Ich war schon verdammt lange nicht mehr beim Friseur, und weiß gar nicht mehr, was wahres Leid wirklich ist!
Deswegen werde ich das kurzfristige Ziel „Friseurbesuch“ zwischenschieben in meine langfristigen Ziele „Abschlussprüfung bestehen und eventuell mal anfangen dafür zu lernen“, „aus der WG ausziehen und eigene Wohnung suchen“ und „endlich Führerschein mit vierundzwanzig“.

Muss aber noch eine Weile warten, ein Friseurbesuch ist erst wieder Ende des Monats drin. Das heißt, ich muss noch bis Ende des Monats leiden, und das doppelt, schließlich habe ich ab nächster Woche wieder Berufsschule, mit so einer schwulen Projektwoche auch noch („Wir drehen einen Film“, so ein Scheiß).

Deswegen werde ich vor mein kurzfristiges Ziel noch kurzfristigere Ziele setzen, nämlich „Furby-Verpackung endlich unauffällig entsorgen“, sonst sieht ja jeder, was für eine infantile Person ich in Echt bin.

Gedenktag des Tages: Tag der Wohnungslosen.

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Von kurz- und langfristigen Plänen

11. September 2009 um 03:48 Uhr

Bla... Bla... Bla..., Ego & I, Ärgernis

10

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ich hatte eigentlich gar nicht vor, meinen bisherigen Urlaub zu Hause bei meiner Familie zu verbringen. Irgendwie habe ich es jetzt trotzdem geschafft, und das war bestimmt die erholsamste Woche seit langem. Irgendwie ist es auch komisch, wenn man sich überlegt, dass ich meine ganze Zeit bis zu meinem einundzwanzigsten Lebensjahr hier verbracht habe, und das alles dann irgendwann – also jetzt – als Urlaub ansieht.

Mir hat es nie wirklich viel ausgemacht, von zu Hause auszuziehen. Nicht, weil ich es dort furchtbar fand oder ich unbedingt raus musste, sondern weil ich keine Angst hatte, mich mit einer Welt auseinanderzusetzen, mit der ich bislang nichts zu tun hatte. Ich weiß, dass alles irgendwie machbar ist, und wenn man mit dieser Erkenntnis raus geht, passt das.
Natürlich hat mich diese Zeit vom Auszug zu Hause bis jetzt geprägt: Ich bin selbstständiger, musste mich damit auseinandersetzen, abends nicht mehr zwingend unter Leuten zu sein, mir einen anderen Freundeskreis suchen und auch, mich selbst zu beschäftigen, was wiederum eines der schwersten Dinge für mich war. Ich hatte so viele seltsamen Phase der Selbstfindung und auch der Weiterentwicklung, dass mir davor eigentlich echt gruselt.

Daher habe ich jetzt einen komplett anderen Blickwinkel auf die ganzen Dinge, die hier bei meiner Familie ablaufen, und lerne zu schätzen, was für mich damals völlig selbstverständlich war: das gemeinsame Abendessen, das einfache Plaudern untereinander, die langen Abende zusammen, die Freunde, die man schon ewig kennt, die da sind, wenn man sie braucht. Und ich meine wirklich braucht, nicht mal nur für ein paar Stunden besseres Wohlbefinden.

Nie wusste ich mehr wie heute, dass der eigentliche Ort, an dem man sich wohl fühlt, dort ist, wo die Menschen sind, die man liebt. Die einen akzeptieren, zu einem stehen, für die man nicht irgendjemand sein muss, der den anderen gefällt – und das machen die völlig selbstverständlich, einfach, weil es sich so gehört, ohne groß darüber nachzudenken. Dieser Ort ist hier. Und das wird sich auch nicht ändern, bis ich einen Menschen finden werde, der mir das gleiche Gefühl gibt, und dem ich dieses Gefühl zurückgeben kann.

Diese Erkenntnis liegt eigentlich so nahe, ist so oft gehört und gesagt worden, dass es eigentlich schon fast paradox war, „selbst“ darauf zu kommen. Und dieser Wert der Erkenntnis liegt für mich auch im Unermesslichen, überlegt man sich, dass es viele gibt, die diese Erkenntnis nie machen konnten oder werden.

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Heimat ist, wo mich Luise liebt.

31. August 2009 um 02:16 Uhr

Ego & I

11

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Daheim

ah, so eine zweistündige Heimfahrt sonntags ist schon was Schönes … Parallel dazu hat’s mir bei einem Server-Neustart meines Hosters irgendwie noch meine Datenbank zerhauen, so dass nun der letzte Post irgendwie beim Datenbank-Reparieren gelöscht wurde. (Der Kommentar dazu war noch da, aber konnte dem Post natürlich nicht mehr zugeordnet werden … Sorry hierfür.)

Gedenktag des Tages: Internationaler Tag der indigenen Völker.

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Daheim.

9. August 2009 um 22:46 Uhr

Ego & I, Ärgernis

7

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