Archiv der Kategorie Ego & I
Heute habe ich zum allerersten Mal in meinem Leben folgendes gekauft: Tomaten und Zwiebeln. Wenn sich jetzt jemand fragt, wie ich bis jetzt ohne Zwiebeln leben konnte, dem sei gesagt, dass ich mein ganzes Leben auch ohne Tomaten leben konnte.
Aber zurück zum Thema: Ich habe heute zum ersten Mal so richtig Spaghetti Napoli gekocht. Deswegen habe ich auch Tomaten und Zwiebeln gekauft.
Nachdem ich ganz profimäßig meine Tomaten geschält habe, alles fein angedünstet und die Tomaten mindestens zwei Stunden kochen ließ, habe ich nebenher das Bad, die Toilette und die Küche geputzt. Überhaupt war ich heute voll multitaskingmäßig drauf, ich hab nämlich während die Spaghetti gekocht haben noch schnell Parmesan aus dem Kaufland geholt.
Letzten Endes habe ich meine Tomatensoße noch mit unserem Pürierstab püriert, weil mir die Soße noch zu tomatenstückig war. Danach sah die Küche wieder aus wie Sau. Ich auch.

Ohne mich selbst zu belügen muss ich mir gestehen, dass das die besten Spaghetti Napoli waren, die ich jemals gegessen habe. Ich war echt … völlig überrascht, dass ich das so hinbekommen habe – deswegen werde ich „Köchin“ auf die Liste meiner Berufe setzen, die ich eigentlich hätte ausüben sollen, weil sie meine eigentliche Bestimmung sind.
P.S.: Ich weiß, dass mein Tellerrand wie eine Tapete aus den Sechzigern aussieht.
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Bin heute gegen zwölf aufgewacht bin, topfit1 – bereit meine erste Stimme bei meiner ersten Wahl abzugeben. Hab dann erst mal meine Wahlbenachrichtigung gesucht, die aber spurlos verschwunden ist. Nachdem ich dann herausgefunden habe, wo ich denn wählen muss (es lebe Internet-Recherche), war ich viel zu müde, und hab mich dann noch mal hingelegt bis halb fünf.
Als ich dann mal entdeckt habe, wo dieses komische Gebäude ist, musste ich erst mal anstehen (!). Alle Wahlkabinen waren besetzt (oke, es waren vier) und vor und hinter mir eine Schlange. Hatten wohl auch noch einen Mittagsschlaf.
Natürlich war auch für jede Menge Unterhaltung gesorgt, schließlich schaffen es ja nicht alle Menschen, die Anleitung zur Gemeinderatswahl zu lesen. Das Mädel, um die achtzehn, saß dann erst mal zehn Minuten in der Wahlkabine, bis sie dann die Dame am Empfand fragte, wo und wie viele Kreuze sie denn machen dürfe. Letztendlich war ihr das wohl zu kompliziert, und sie fragte verängstigt: „Muss ich das denn wählen?“ Als man sie aufgeklärt hatte, gab sie zur Gemeinderatswahl einfach keine Stimme ab.
Ich gab meine drei Zettel ab und fühlte mich das erste mal wie ein mündiger würdiger Bürger. Huiuiui. Und dann im September gleich noch mal, toll.
- Ich hatte gestern auf der Hochzeit mittags einen Sekt. Vor dem Essen einen Aperol Sour. Beim Essen ein Bier. Nach dem Essen einen Aperol Sour. Dann einen Aperol Sour. Dann einen Cuba Libre. Dann einen Aperol Sour. Noch mal einen. Noch mal einen. Noch einen mehr. Noch einen. Noch einen. Noch mal einen. Einer geht noch. Noch mal einen. Und irgendwie hat es keine wirkliche Wirkung gezeigt. Das war ziemlich unheimlich. ↩
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Mein Wochenende war überaus spannend. Nachdem ich unter anderem auf einer Einweihungsparty von Saskias Lebensabschnitts-Bruder war, etwa sieben Stunden auf dem Boden geschlafen, eine Reportage über die Cassini-Huygens gesehen, zum Frühstück Fladenbrot und Käse und die Kopfschmerzen des Todes dank dem Wetterumschwung hatte … ist mein persönliches Highlight ja meine Umstell-Aktion in meinem Zimmer. Ich weiß auch gar nicht, wie ich eigentlich auf die Idee gekommen bin, die Möbel in meinem Zimmer umzuräumen. Auf zehn Quadratmetern die Möbel zu verrücken ist nämlich gar nicht so einfach. Also, wenn man danach noch Platz haben will.
Ich bin ja sehr impulsiv. Das ist manchmal gut. Meistens aber nicht. Und weil ich ja so impulsiv bin, dachte ich mir, ich könnte mit der Aktion auch nachts um zehn anfangen. Wer braucht schon einen Plan. Wer braucht Tageslicht oder Schlaf. Völlig überbewertet! Deswegen war eben zwei Stunden später zwar alles umgestellt, irgendwie, aber so, dass ich weder den Fernseher, geschweige denn meinen Rechner und die Anlage, an den Strom anschließen konnte. Obwohl der Meterstab in den paar Stunden mein bester Freund war. Aber irgendwie musste ich ja in dem ganzen Chaos halbwegs professionell aussehen.
Außerdem lag alles Zeug, das eben so immer lose in meinem Zimmer herumliegt, auf dem Boden rum, das mir jedes Möbelrücken verhinderte. Und die ganzen Pfandflaschen! Ich dachte eigentlich, die hätte ich präventiv in der XXL-Karstadt-Tüte unterm Tisch im Essbereich hingestellt, aber die Pfandflaschen waren einfach ÜBERALL! Leck mich die ganze Welt am Arsch. Wie passen in ein so kleines Zimmer mehr als fünfzig Pfandflaschen, ohne dass man sie sieht!
Nun ja, jedenfalls habe ich am Tag darauf alle losen Gegenstände, die man eigentlich eh nicht braucht, temporär ins Wohnzimmer verfrachtet, und meine Möbel so hingerückt, dass es Sinn macht. Zwar musste ich notgedrungen den Router vor Mitbewohnerin A.s Zimmertür ziehen, damit mein LAN-Kabel auch an den Rechner reicht, aber es geht. (Ich hoffe, sie bricht sich jetzt nichts oder so.) Und mein Fernsehtisch, der nicht von alleine steht, weil die stützende Rückwand fehlt, steht jetzt von alleine. Also, zwischen zwei Schränken. Total ausgefuchst, wie ich das gelöst habe. Außerdem sollte man keinem erzählen, dass ich die Kabel meiner Anlage mit Klebeband verbunden habe, anstatt mit Lüsterklemmen. Überhaupt war das Klebeband ein sehr guter Ersatz für so ziemlich alles.
Was noch ganz toll ist, ist, dass am Donnerstag der Waschmaschinen-Mann kommt. Das heißt, dass ich nach Wochen endlich nicht mehr von Hand waschen muss, obwohl ich mich irgendwie echt dran gewöhnt habe. Trotzdem befürchte ich, dass das meinen Kleider-Kreislauf stören konnte. Denn momentan ist es so, dass ich ja viel zu waschende Wäsche habe, die ich aber nie massenweise wasche, weil das a) zu anstrengend ist und b) Blasen an den Daumen macht. Somit habe ich gerade nie das Problem, dass ich keinen Platz mehr im eh zu kleinen Schrank für saubere Klamotten habe, sondern alles total ausgewogen zwischen sauberer und zu waschender Wäsche ist. Großartige Sache also. Ich muss mir unbedingt was Bahnbrechendes einfallen lassen.
Aber jetzt, glaube ich, fall ich erst mal ins Koma.
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Ich habe von your-popart.com angeboten bekommen, ihren Service zu testen. Ablauf war folgender: Man sucht sich ein Bild aus, einen Stil, und ein paar Tage später hat man das Bild auf Leinwand bedruckt.
Ich wurde sehr nett betreut, und der „Grafiker meint, er hat eine geballte Ladung Erotik rausgeholt“. Was wohl wahr ist, wenn man sich dieses unschuldig-naive Bild zum Vergleich ansieht, seh ich aus wie ein Porno-Star eine sinnliche Verführerin. Natürlich durfte ich auch Änderungsswünsche einreichen, aber mir gefiel es letztendlich doch so, und somit blieb es so.
Jetzt bleibt nur noch die Frage, wo ich es aufhänge … In meinem Zimmer hab ich für so was ja leider gar kein Platz mehr. Vielleicht sollte ich es irgendwo im Flur in der WG aufhängen, damit jeder weiß, was für eine geile Sau hier eigentlich wohnt. Vielleicht hänge ich dafür eine halbnackte Frau ab, mal sehen. Muss noch darüber philosophieren.
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Es gibt ja böse Zungen, die behaupten, dass ich total unlustig bin. Kann ich nur bestätigen. Ich bin glaub echt der unlustigste Mensch, der auf Erden herumläuft. Keiner lacht. Außer ich vielleicht, weil ich immer die Einzige bin, die meine Witze witzig findet. Und meine Schwester vielleicht. Aber nur aus Mitleid.
Nun ja, es gibt ja böse Zungen, die behaupten, ich sollte mal einen Volkshochschulkurs besuchen, in dem man lernt, witzig zu sein. Und unwitzige Menschen wie ich wissen ja, dass es so was nicht gibt. Und somit keine Hoffnung. Deswegen werden Menschen wie ich auch unlustig sterben.
Aber weil unlustige Menschen auch Menschen kennen, die unlustige Menschen mögen, gibt es noch Hoffnung. Danke, Saskia. Endlich ein VHS-Kurs, der wie auf mich zugeschnitten ist. Gleich mal buchen, vielleicht habe ich nächste Woche schon erste Erfolge.
Ha ha ha.
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