Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was gerade mit dem Server los ist. Immer wieder down, dann hin und wieder Probleme mit der Datenbank, hochladen konnte ich teilweise nichts und die Zeiteinstellung stimmt auch nicht. Wundert Euch also nicht, falls mal grüne Marsmännchen auf der Seite herumlaufen oder so.

Fakt ist, dass ich die nächsten Tage umziehe.

Edit (18. August um 12:47 Uhr): Umgezogen. Mit den URLs funktioniert es aber noch nicht so ganz.

Damals, vor knapp drei Jahren, habe ich angefangen zu bloggen. Bloggen war damals gefühlsmäßig nicht unbedingt so verbreitet wie heute, es gab viele kleine, private Blogs, und mit der Zeit wuchs das.
Als ich letztes Jahr Wordpress installierte, bloggte ich immer intensiver, ich entdeckte neue Blogs, schrieb dort Kommentare und fand die Blogwelt toll.

Toll fand ich auch meine Statistiken. Ich fand es interessant zu wissen, wer mich verlinkt, interessant, mit welchen Suchbegriffen die Leute zu mir stoßen und natürlich auch, wie viele Leute meinen Blog besuchten. Und ich mochte diese Dienste, die einem Statistiken aufzeigten. Es war interessant.

Aber mit der Zeit hat sich eine richtige Abneigung entwickelt. Gegen diese Blogs, die alles tun, um Hits zu erlangen. Die versuchen, über die passenden verlinkten Begriffe, durch Verlinkungen auf ihre Seite ein höheres Ranking zu bekommen. Die einen Beitrag nicht einfach so schreiben, wie es ihnen in den Sinn kommt, sondern sich bestimmte Schlüsselwörter heraussuchen, und diese dann in ihren Beitrag einbauen. Blogs, die mit YouTube-Videos ihren Content auffüllen. Blogs, die sich haufenweise gegenseitig bei Technorati auf die Favoritenliste setzen.

Klar, gibt es Leute, die kommerzielle Blogs betreiben, und von dem Geld leben. Davon gibt es inhaltlich bestimmt auch gute. Aber ich stehe nicht auf Blogs, die des Geldes wegen betrieben werden. Wenn auch mit Sicherheit ein Stück Liebe und Passion dahintersteckt. Es sind Beiträge, die geschrieben werden müssen. Es ist für mich nicht dasselbe, wie Beiträge, die aus einer Laune heraus geschrieben werden.

Ich war nie ein regelrechter Statistik-Freak. Ja, klar, mag ich Statistiken. Aber ich habe mir nie Themen überlegt, wie ich Leute auf meine Seite locken kann.
Klar freue ich mich über Besucher, die mich lesen. Und klar freue ich mich über Kommentare. Klar freue ich mich über Verlinkungen. Ich freue mich, wenn mich einer bei Technorati zu den Favoriten hinzufügt oder meinen Beitrag bei Blogscout scoutet. Und ich freue mich vor allem, weil alles, was hier statistisch passiert, nicht von mir beeinflusst wurde durch bewusste Verlinkungen oder Schlüsselwörter, sondern weil andere es so wollen. Und das freut mich.

Ich bin froh, hier meinen Kreis kleiner Blogger zu haben, die ich lese, weil ich ihr kleines Leben interessant finde. Und die mich lesen, weil sie meines vielleicht interessant finden. Und nicht, weil wir uns gegenseitig Hits bringen.

Nach Serverzeit: 31. Juli 2007, 5:58 Uhr. Der Server lebt wieder, Freunde der Sonne. War bisschen tot und so. Seit der Reanimation hat der aber ’nen kleinen Knacks. Hat mir verraten, er will Futurologe werden. Hab’s ihm ja nicht geglaubt bis eben. Es ist jetzt aber laut Server schon der 31. Juli 2007 und zwar so knapp vor sechs Uhr morgens. Deswegen sind mein Server und ich der Gegenwart schon längst voraus und ich hab quasi heute schon die Statistiken von morgen.

Außerdem hatte ich heute eine richtigen Arbeitstag als Praktikant. Aus über siebzig Bewerbern wurde ich neben zwei anderen eingeladen, mal zu erleben, wie das in einer Agentur in Stuttgart so läuft. Und wenn ich Erfolg habe, mache ich dort dann meine Ausbildung.

Dabei sah ich heute Morgen so scheiße aus wie sonst noch nie in meinem Leben. Ja, ich war mir definitiv sicher: so sieht man nach zehn Stunden Kneipentour aus. Meine Augenlider waren total geschwollen und meine Augenringe konnte ich auf dem Boden abstellen. Lag insgesamt wohl an den eineinhalb Stunden Schlaf.
Hab mir dann zwei Löffel ins Eisfach gelegt, so wie’s in den Mädchenzeitschriften geschrieben steht. Außer, dass mir nachher die Lider am vereisten Löffel klebten hatte das Ganze aber leider keinen so tollen Effekt.

Der ganze Arbeitstag sonst hat mir gut gefallen. Meine erste Aufgabe war die Bilder zu einem Storyboard zu scribbeln für ein Video, das für einen Kunden zusammengeschnitten wird und letztendlich als Werbematerial dient. („Scribbeln“ war heute neben „Briefing“ übrigens das Wort des Tages.)
Dabei habe ich an einem der tollen Apple-Geräte gearbeitet. Ist ja in Agenturen total in. War ein iMac. Hab mich erst gewundert, wo denn da der Rechner steht, dann ist mir aber der Totschläger-Monitor ins Auge gefallen, und da konnte ich mir auch den Rest denken. Vor allem, als man da auch noch CDs reingesteckt hat.

Ich bin ja seit der iPod-Sache und iTunes total allergisch gegen dieses komische grau-runde Design der Fenster mit den blauen Scrollbalken. Urghs. Und ständig hatte ich mit Doppelklick auf die Titelleiste des Safaris (der ungefähr 16526354 mal abgestürzt ist) das Fenster geschlossen. Dabei wollte ich es nur maximieren.

Bis halb sechs war ich dort, und gegen halb acht dann wieder zuhause. Da ich jetzt meine ehelichen Pflichten als Blogger erfüllt habe, darf ich jetzt auch gestrost endlich (und das um zehn Uhr abends, richtiger Zeit!) ins Bett gehen und schlafen. Damit ich morgen nicht wieder so aussehen wie heute. Oder übermorgen nicht so scheiße aussehe wie morgen, laut Serverzeit.

Amen.

Ich wollte schon immer mal mein Foto auf Seite zwei der Google-Bildsuche unter „pommes gesicht“ finden.

Auf Ines‘ Seite habe ich dieses tolle Stöckchen entdeckt. Da ich mich mit vielen Textpassagen identifizieren kann, es interessant finde und gerade etwas auf meinem nostalgischen Trip bin, habe ich es einfach mal mitgenommen.

2001: Wie entwickelte sich also mein Interesse zum Webdesign? Das ist eine recht schwere Frage. Ich weiß nicht mehr, warum ich überhaupt begonnen hatte, eine Seite haben zu wollen. Ich vermute, damals wollte ich noch als eingefleischter Anime/Manga-Fan für irgendeinen Anime eine kleine Fanseite aufbauen, von denen es zu der Zeit eigentlich eh schon genug gab.
Was tut man also, wenn man eine Seite haben will aber keinen blassen Schimmer von der Materie hat? Richtig. Man geht zu Beepworld. Dort klickte man sein Zeug zusammen, markierte, schrieb, und letztendlich wandelte Beepworld das Ganze in eine Seite um, die meistens total scheiße aussah. Kurze Zeit später wechselte ich zu englischen Baukaste-Seiten, die mehr Funktionalität boten.

2002: Das Doofe an diesen Seiten ist, dass man eigentlich nicht wirklich lernte, wie das nun mit dem Schreiben von Webseiten funktioniert, und das der Reiz der Sache für mich war. Deswegen holte ich mir Webspace bei Tripod, und fing dort an, einige Tutorials auf selfhtml durchzuarbeiten. Meine erste selbst erstellte Seite bestand aus zwei schwarzen Frames und die Schrift war rot. Damals fand ich das toll.
Kurze Zeit später begann ich erstmals, mit Photoshop Layouts zu entwerfen, die ich dann dank der in „Tabellen Zerschneiden“-Funktion von Adobe GoLive 5 umsetzen konnte. Damals hatte ich noch keine Ahnung von Auflösung, verfügbaren Schriftarten oder von der Vielfalt der Browser. Deswegen sahen die Seiten wohl auch nur im Internet Explorer gut aus.

2003: Dann kam der erste Schritt zur eigenen, tollen Webseite: eine eigene Domain. Das war im Jahre 2003. Nö. Ich erzähle keinem, wie die lautete. Der Inhalt war die Fortführung der Anime/Manga-Seite, die es aber nicht wirklich lange gab. Entstanden sind in der Zeit keine Layouts. Ich hatte es zwar immer wieder vor, aber ich hatte es nie richtig umgesetzt.

2004: Nochmal eine neue Domain. Und nein, ich verrate auch diesmal keine Domainnamen. (Peinlich genug, dass diese genauso lautete wie ein Hygieneartikel.) Anfangs hatte ich noch einen Faible für Schriftgröße zehn und Schriftfarbe ähnlich der Hintergrundfarbe. Außerdem waren die Designs eher klein und der Inhalt in noch kleinere Iframes gebettet. Aber immerhin konnte ich selbst meine Tabellen schreiben. (Version 1 bis 3.)
Bis August 2004 war diese Seite komplett statisch, bis ich dann meinen ersten Weblog eröffnete mit der Blogsoftware b2evolution. Die Layouts wurden größer, ich entdeckte andere Browser und Auflösungen. Außerdem war es meine erste Erfahrung, ein Design in einem CMS umzusetzen. Zusätzlich fing ich an, die Seite mit PHP zu vereinfachen. Damals noch mit der Funktion include. Das war damals total trendy, und jeder Trottel hatte Tutorials darüber. Auch ich. Überhaupt hatte ich neben dem Blog relativ viel Inhalt.
Außerdem begann ich mich damals, immer mehr intensiv mit dem Aussehen meiner Seite zu beschäftigen. Von Design zu Design steigerte ich mich quasi. (Version 4 bis 9.)

2005: Die Domain fand ich irgendwann dämlich, und deshalb sicherte ich mir im Januar 2005 die Domain station57.net, auf der dieselbe Blogsoftware einfach weiterlief. Ich verabschiedete mich nach ein, zwei Designs von den Tabellen und begann, mich mit CSS auseinanderzusetzen. Dass ich heute meine Designs komplett in CSS umsetze und Inhalt vom Aussehen trenne, habe ich Ines zu verdanken. (Ab Version 10.)

2006: Im August 2006 habe ich beschlossen, Wordpress auszuprobieren. Es tat mir schon etwas weh, die ganzen alten Beiträge quasi von der Seite „zu löschen“, andererseits war ich auch froh darüber, dass man den ganzen Stuss nicht liest. Den Inhalt habe ich auch radikal gekürzt. Außerdem war es einfacher, seine Layouts umzusetzen. Für mich mal.

2007: Und nun ja, was heute aus mir geworden ist, sieht man ja. Garantiert habe ich nicht ausgelernt, und so lange mir das Ganze noch Spaß macht, werd ich das wohl auch nie. (Version 16 bis heute.)