… „Mama, nimm meine Seite endlich von Deiner Browser-Startseite runter!“
Wieder einmal ist es so weit: ein weiteres Jahr gebloggt. Diesmal feiert Station57 das dreijährige Blog-Jubiläum – und weil das so ist, gibt es passend zum Anlass ein neues Theme, das den feierlichen Namen „anniversary“ trägt.
Ich hab mir mit der Entwicklung des Themes besonders viel Zeit gelassen (ungefähr zwei Monate), damit sich auch keiner beschweren kann, dass es „schon wieder“ ein neues Design gibt.
Das alte Theme war nun knappe fünf Monate online – deshalb kann ich auch einen neuen Weltrekord in meinem persönlichen Guinness-Buch der Rekorde aufweisen.
Wer sich die Zeit nimmt, wird bemerken, dass man dem Theme ansieht, dass es über einen ziemlich langen Zeitraum entwickelt wurde: 1565534 kleine Bildchen, einige neue eingebundene Plugins und ein mit RollOver-Effekt ausgestattetes Menü, weil das so wahnsinnig fortschrittlich aussieht.
Da sich mein semmelstatz als Ressourcen fressendes Plugin herausgestellt hat, kann ich nicht wirklich mit viel Statistik dienen. Was Station57 auch nicht kann, ist mit Besucherzahlen protzen: etwa 170 bis 250 Besucher kommen täglich hierher, Hits hingegen gibt es in der Regel zwischen 300 und 500, hin und wieder reißt das Ganze nach oben oder unten aus. Womit Station57 hingegen protzen kann, ist mit fleißigen Kommentatoren: rund 300 verschiedene Kommentatoren haben im letzten Jahr die 288 geschriebenen Beiträge mit 3965 Kommentaren belohnt.
Ich bedanke mich hiermit aufrichtig bei allen, die mitlesen, die kommentieren, mich verlinkt haben und an meinem kleinen Leben teilhaben. Hätte ich die Zeit und das Geld und vor allem die Briefumschläge dazu, würde ich Euch allen eine Schlager-CD brennen und zuschicken!
Mehr gibt es nicht zu sagen. Außerdem muss ich die Deadline einhalten, so einen Scheiß mach ich nie wieder!
Organisatorisches. Das wollte ich immer mal als Beitragstitel nutzen, das klingt so unglaublich wichtig! Eigentlich wollte ich ja auch nackt auf dem Schweizer Alpengletscher posieren um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, hab mich im Endeffekt dann aber doch lieber entschlossen, die Seite vollends vom einen auf den anderen Server umzuziehen und die letzen wichtigen Dinge einzustellen.
Der Umzug auf den neuen Server ist nun im Großen und Ganzen geschafft. Das einzige Manko ist, dass die Domain ohne www – also via station57.net – nicht richtig auf die Seite umleitet, was sich hoffentlich auch einfach und bald beheben lassen wird.
Nach dem Umzug hat mein RSS-Reader meine Feeds nicht mehr abgerufen, bis ich sie neu angelegt habe. Funktioniert das Abrufen bei Euch noch?
E-Mails kann ich im Moment auch (noch) nicht empfangen.
Ich danke hier auf jeden Fall mal Lars, der mir Platz auf seinem Server angeboten und sich Zeit genommen hat, mir alles einzurichten – unter anderem eben auch die Installation von mod_rewrite – damit die Permalinks auch wieder so funktionieren wie vorher.
Übrigens: Ab morgen Abend wird der Blog über www.station57.net zu erreichen sein, nicht mehr via www.station57.net/blog. Habe beschlossen, das Ganze ins Hauptverzeichnis zu legen. Das wollte ich schon immer mal. Aus Ästhetikgründen. Oder so.
Jedenfalls dürfen die, die wollen, die URL des Feed dann einfach dementsprechend umstellen auf http://www.station57.net/feed/ beziehungsweise für Kommentare auf http://www.station57.net/comments/feed/.
Danke!
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was gerade mit dem Server los ist. Immer wieder down, dann hin und wieder Probleme mit der Datenbank, hochladen konnte ich teilweise nichts und die Zeiteinstellung stimmt auch nicht. Wundert Euch also nicht, falls mal grüne Marsmännchen auf der Seite herumlaufen oder so.
Fakt ist, dass ich die nächsten Tage umziehe.
Edit (18. August um 12:47 Uhr): Umgezogen. Mit den URLs funktioniert es aber noch nicht so ganz.
Damals, vor knapp drei Jahren, habe ich angefangen zu bloggen. Bloggen war damals gefühlsmäßig nicht unbedingt so verbreitet wie heute, es gab viele kleine, private Blogs, und mit der Zeit wuchs das.
Als ich letztes Jahr Wordpress installierte, bloggte ich immer intensiver, ich entdeckte neue Blogs, schrieb dort Kommentare und fand die Blogwelt toll.
Toll fand ich auch meine Statistiken. Ich fand es interessant zu wissen, wer mich verlinkt, interessant, mit welchen Suchbegriffen die Leute zu mir stoßen und natürlich auch, wie viele Leute meinen Blog besuchten. Und ich mochte diese Dienste, die einem Statistiken aufzeigten. Es war interessant.
Aber mit der Zeit hat sich eine richtige Abneigung entwickelt. Gegen diese Blogs, die alles tun, um Hits zu erlangen. Die versuchen, über die passenden verlinkten Begriffe, durch Verlinkungen auf ihre Seite ein höheres Ranking zu bekommen. Die einen Beitrag nicht einfach so schreiben, wie es ihnen in den Sinn kommt, sondern sich bestimmte Schlüsselwörter heraussuchen, und diese dann in ihren Beitrag einbauen. Blogs, die mit YouTube-Videos ihren Content auffüllen. Blogs, die sich haufenweise gegenseitig bei Technorati auf die Favoritenliste setzen.
Klar, gibt es Leute, die kommerzielle Blogs betreiben, und von dem Geld leben. Davon gibt es inhaltlich bestimmt auch gute. Aber ich stehe nicht auf Blogs, die des Geldes wegen betrieben werden. Wenn auch mit Sicherheit ein Stück Liebe und Passion dahintersteckt. Es sind Beiträge, die geschrieben werden müssen. Es ist für mich nicht dasselbe, wie Beiträge, die aus einer Laune heraus geschrieben werden.
Ich war nie ein regelrechter Statistik-Freak. Ja, klar, mag ich Statistiken. Aber ich habe mir nie Themen überlegt, wie ich Leute auf meine Seite locken kann.
Klar freue ich mich über Besucher, die mich lesen. Und klar freue ich mich über Kommentare. Klar freue ich mich über Verlinkungen. Ich freue mich, wenn mich einer bei Technorati zu den Favoriten hinzufügt oder meinen Beitrag bei Blogscout scoutet. Und ich freue mich vor allem, weil alles, was hier statistisch passiert, nicht von mir beeinflusst wurde durch bewusste Verlinkungen oder Schlüsselwörter, sondern weil andere es so wollen. Und das freut mich.
Ich bin froh, hier meinen Kreis kleiner Blogger zu haben, die ich lese, weil ich ihr kleines Leben interessant finde. Und die mich lesen, weil sie meines vielleicht interessant finden. Und nicht, weil wir uns gegenseitig Hits bringen.
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