Stöckchen #24 – Morgendliche Routine
Ich habe nach 4815162342 Jahren endlich mal wieder ein Stöckchen zugeworfen bekommen. (Wusste gar nicht mehr, dass es so was noch gibt, das ist doch total retro.) Es geht darum, das morgendliche Ritual zu beschreiben. Ich schmeiße das Stöckchen gleich weiter an … alle andere da draußen. Richtig. So, und jetzt back to topic, here we go:
7:00 Uhr: Mein Handy-Wecker klingelt das erste Mal.
7:54 Uhr: Mein Handy-Wecker klingelt nach sechs Mal auf die „Schlummer-Taste“1 drücken das letzte Mal. Entweder a) ich stelle den Wecker jetzt noch mal manuell auf 8:05 Uhr, weil Schlummern jetzt komplett aus ist oder b) stehe sofort auf, und dusche – so fern ich am Vortag nicht vergessen habe, meinen Boiler anzumachen. Ansonsten muss ich stinkend und hässlich auf Arbeit, so wie heute.
8:20 Uhr: Ich nehme mein Handtuch vom Kopf und kämme mal eben durch, damit meine Haare trocknen. Eigentlich würde ich an dieser Stelle meine Haare föhnen, aber ich hab meinen Föhn verdammtescheißenochmal in der Heimat vergessen.
8:22 Uhr: Ich spiele Restaurant City auf Facebook. Jaha. Schlimm, das. Dann schaue ich in meinen Feed-Reader. Und so was halt.
8:30 Uhr: Ich such mir mal was zum Anziehen.
8:35 Uhr: Ich glätte meinen Pony. (JA! Ich tu das. Wenn ich sie schon nicht föhnen kann, möchte ich nicht mit so ’ner schwulen Föhnwelle herumlaufen, ich bin schon etwas eitel. Vor allem seit ich mir den Pony höchstpersönlich verschnitten habe.)
8:38 Uhr: Ich denke mir: „Scheiße, Du musst in vier Minuten los.“
8:40 Uhr: Ich denke mir: „Ach egal, die Bahn schaffste auch noch, wenn Du etwas später losgehst.“
8:44 Uhr: Ich suche meinen Geldbeutel, iPod, Handy und Schlüssel. Jacke und die immer unbequemen Schuhe an, los geht’s. Wenn mich die Oma unten nicht wieder abpasst, damit ich die braune oder grüne Tonne vor das Haus stelle, schaffe ich die Bahn.
8:52 Uhr: Ich komme rechtzeitig an, wenn die Bahn gerade … „anlegt“ … und steige ein.
9:07 Uhr: Ich steige aus und geh zum Bäcker. Dann werfe ich die Briefe ein, die ich am Vortag von Kollegin F. bekommen habe und eigentlich auch da hätte einwerfen sollen. Ich weiß auch nicht, wie ich das immer mache – habe nach Feierabend immer fünf Briefe in der Hand und in der Bahn fällt mir dann ein: „Oh, da war ja was.“
9:18 Uhr: Ich bin auf Arbeit, yeah. Dolle Wurst.
Gedenktag des Tages: Nationalfeiertag in Kuweit. Und alles Gute zum Geburtstag, Mama! Das hier ist für Dich. (Wie schaffst Du es immer, die Bedienung an der Bar zu bestechen, das um zwölf an unseren Geburtstagen einzulegen?)
- Schlummern ist echt total das komische Wort, ehrlich. Wer auch immer sich das ausgedacht hat, es sieht total hässlich aus. ↩
Station57
Retro-Wochen bei Station57

Ich mag Zahlen. Ich finde auch den Fakt cool, dass ich, wenn ich 75 Jahre alt bin, meinen Blog 57 Jahre haben werde. Das klingt irgendwie total verschwörerisch1, ich kann aber behaupten, dass ich mit achtzehn Besseres zu tun hatte, als mir komische Zahlen-Rätsel für die Zukunft auszudenken. Zum Beispiel das erste mal total legal schwänzen, bis ich dann Attest-Pflicht hatte.
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr einen uralten Screenshot einer Seite findet? „Gottverdammt! Wie sah diese Seite damals aus – und ich war live dabei! (Und fand es auch noch gut.)“ Alte Screenshots anzuschauen ist ungefähr so wie alte Liebesbriefe lesen. Total gruselig und zeitzurückversetzend zugleich.
Lange Rede, kurzer Sinn. Ihr werdet Euch sicherlich fragen, was dieser Blogtitel, der wie eine Aktionswoche bei McDonald’s klingt, mit dem allem zu tun hat.
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Blogosphäre, Retrospektive, Station57
Ich bin ja jetzt ziemlich web-2.0-mäßig
Leute, die mich kennen, wissen, dass ich ja eigentlich so gar nicht web-2.0-mäßig drauf bin. Also, mal abgesehen von meinem Blog (was ja so gesehen genug – oder sogar oft die höchste Form – von Persönlichkeitsstriptease ist) (okay, und dem last.fm-Profil seit fast fünf Jahren) musste man mich lange überreden, bis ich mal dies und das ausprobiert hatte. Ich bin ja immer (noch) ein Fan vom Internet, damals – als ich als einzige in meinem Freundes- und Familienkreis regelmäßig im Netz unterwegs war, die anderen nicht wussten, wovon ich sprach, wenn ich Worte wie „ICQ“ oder „Forum“ erwähnte und meine Mama meinen Blog noch nicht als Startseite eingestellt hatte.
[Nostalgie-Modus] Alles war schön anonym, und man konnte mehr oder weniger das treiben, worauf man Lust hatte, ohne dass einer der Freunde oder Familie das jemals mitbekommen hätte. Ich weiß gar nicht genau, was ich am Internet heute so schlimm finde. Vielleicht der Fakt, dass alles für immer dort stehen bleibt. (Der Gedanke steht der Web-2.0-Nutzung bestimmt im Wege – Paranoia vs. Gedankenmitteilung.) [/Nostalgie-Modus]
Ich hab schon einiges an Web-2.0-Sachen probiert. Das StudiVZ zum Beispiel. Oder Twitter. Bei StudiVZ gefiel mir damals nicht, dass die Privatsphären-Optionen nicht wirklich ausgereift waren (was inzwischen wohl schon anders ist), ich hab mich da also nach etwa zwei bis drei Monaten wieder abgemeldet. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist diese Seite ja mal so was von hässlich.
Mit Twitter konnte ich ehrlich gesagt auch nicht so wirklich was anfangen. Vielleicht praktisch zur Einbindung, wenn es neue Beiträge zu lesen gibt oder so etwas in der Art. Aber sonst nichts für mich, deswegen habe ich mich da nach einiger Zeit auch wieder abgemeldet.
Ich hab mich dann mal aus Neugier bei Facebook angemeldet. Facebook ist wirklich geiler Scheiß, weil das irgendwie alle nutzen, sogar die, von denen ich dachte: „Die haben mit dem Internet bestimmt rein gar nichts am Hut.“ Das mit den Privatsphären-Einstellungen ist gut gelöst, und ich hab einfach Überblick über alle Leute, die mich so interessieren oder mit denen ich online in Kontakt bleiben will. Ich hab Grundschulfreunde geaddet, die ich seit wasweißichwievielen Jahren nicht mehr getroffen habe. Oder meine Verwandtschaft aus Übersee, die ich nur alle Schaltjahre mal sehe. Das ist lustig, wirklich, man bekommt alles mit nur durch ein paar Klicks.
Gut, man muss zugeben, dass das unter anderem so ein Stalking-Ding ist, man ist ja neugierig (und bei vielen auch ein Ich-hab-die-meisten-Freunde-Schwanzvergleich) – ich hab es allerdings, bis auf sehr wenige Ausnahmen, auf Kontakte beschränkt, die ich wirklich kenne und mich interessieren.
Unter anderem neu sind die Accounts bei formspring.me und bei delicious.Hinter formspring.me gibt es jetzt wirklich keinen tieferen Sinn. Und was delicious angeht, so haben mich Social Bookmarks nie interessiert, aber jetzt, wenn ich mir das so überlege – man tagged Artikel, und kann sie dann, wenn man möchte, veröffentlichen – ist das schon eine ganz gute Sache. Das ist ja so was von … sensationell! Ich bin ja so hinterher, mannomann. Und das als Medienmensch.
Nun ja, und weil ich jetzt ja, inzwischen, so furchtbar web-2.0-mäßig drauf bin, gibt es rechts und unter jedem Beitrag eine schöne Leiste. Damit sich das auch lohnt.
Blogosphäre, Ego & I, Station57
Back again
Eigentlich wollte ich den Blog nur offline lassen, bis ich eine neue Wohnung gefunden habe. Wer weiß schließlich, wer einen heutzutage alles googelt. Als ich die Wohnung hatte, dachte ich mir, ich lasse die Seite offline, bis ich ein tolles neues Layout gebastelt habe. Und die Themen und Struktur überarbeitet. Hach, ja, ich hatte echt Großes vor.
Inzwischen merke ich, dass ich für das alles gerade gar keine Zeit habe. Mir aber mindestens fünf Leute erzählt haben, dass sie meinen Blog vermissen. (Helmüt zählt doppelt.) Deswegen muss ich meine innovativen Pläne irgendwann zu einem günstigeren Zeitpunkt ausführen.
Gedenktag des Tages: Internationaler Tag der Behinderten. Prima! Ein perfekter Tag, um zurückzukommen.
Kurz & knackig, Station57
Herzlichen Glückwunsch!
Die letzten Tage waren arbeitstechnisch lange, und abends ziemlich kurz – weshalb ich hier auch echt total rumeiern musste, um das neue Layout online zu stellen. Heute hat Station57 nämlich Geburtstag und wird fünf Jahre alt. (So ein Blog ist wie Kinder ausfziehen, sag ich Euch. Man liebt es jeden Tag mehr. Und fünf Jahre ..! Das ist ja quasi kurz vor der Einschulung.)
Mein Ausbilder M. hat mich auf die schlichtweg geniale Idee gebracht, doch eine persönliche Collage für das Blog zu basteln, deswegen besteht diese aus … tada … Fotos! Diese Idee ist toll, und ich frage mich, wieso ich selbst noch nicht darauf gekommen bin, denn jedes Foto erzählt quasi eine Geschichte. Das ist so poetisch, irgendwie!
Hiermit danke ich auch Andre/STB und tb für das Buchstaben-Bilder-Plugin (muss dafür jetzt Erdbeer-Kuchen backen, kann ich doch gar nicht – passt aber gut es zu lernen, so in meiner neuen Selbstdefinierungsphase).
(Zur Feier des Tages hab ich gerade das Glas mit Orangensaft mit dem Ellbogen zu Boden gestoßen. Prost!)
Jedenfalls ist das Blog wieder schick, dafür sieht meine Bude aus wie Sau, weil ich bestimmt seit zwei Wochen nicht mehr ordentlich durchgewischt hab (dabei ist ja Mitbewohner S. nicht mal da). Ich war teilweise so müde vom Arbeiten, dass ich mir schon abends um halb neun (!) überlegt habe, ins Bett zu gehen. Ich habe in den letzten zwei Wochen vielleicht zwei Mal eingekauft und bestimmt tausend Mal weniger gebloggt als sonst. Scheiße, so ein regelmäßiger Schlafrhythmus, das macht einen ja total fertig.
Nun ja, ab Dienstag hab ich offiziell drei Wochen Urlaub (und danach irgendwann zwei Wochen Schule, also quasi fünf Wochen Urlaub), da kann ich mir den Tagesablauf wieder richtig schön versauen mit tagsüber schlafen und nachts meine neuen Lieblingspommes machen.
Heute werde ich jedenfalls wieder nach Hause fahren. Da steht dann unter anderem das Schlimmste nach dem Anblick von zirpenden Heuschrecken an: einen Bikini kaufen. Wünscht mir viel Erfolg, ich wünsche allen ein schönes Wochenende!
Station57

