12. November 2007

Einsehen

  • Ich ignoriere oft Kritik.
  • Ich kritisiere oft, und bin selbst nicht besser.
  • Ich bin oft uneinsichtig.
  • Ich vergesse oft viel Wichtiges.
  • Ich bin oft zu vorschnell und handle unüberlegt.

Einsicht ist bekanntlich der beste Weg zur Besserung.


Bla... Bla... Bla..., Ego & I 16 Kommentare
7. November 2007

Festlich eingekleidet

Wenn ich jetzt schreibe, dass ich heute schon wieder einkaufen war, denkt wohl jeder, dass ich die totale Einkaufssau bin und Millionen aufm Konto hab. Muss ich passen. Auf dem Konto befinden sich jetzt noch acht Euro und ein paar Zerquetschte und das Gekaufte war mein Paar Etepetete-Schuhe für das Fest der Agentur, das am Freitag stattfinden wird.

Für das gesamte Outfit ging im Prinzip auch mein ganzes „Taschengeld“ drauf, weil ich sonst nichts habe, was man auf so etwas gehobeneren Festen anzieht (abgesehen von meinem Abiballkleid, das seit Juni bei Papa zu Hause im Keller hängt und Ungeziefer ein neues Zuhause bietet).
Es gab: eine Hose, einen Blazer, Gürtel und heute die Schuhe. Und festlich seh ich immer noch nicht aus, was wohl daran liegt, dass meine Hose schwarz ist, aus Jeansstoff besteht und meine Haarpracht „festlich“ nicht zulässt.

Da sich in meinem Schuhschrank nur Turnschuhe und ein Paar ausgebeulte Ballerinas befinden, dachte ich mir, leihe ich mir einfach ein paar Treter für den Anlass. Da sich das aber doch nicht so ergeben hat, bin ich eben nach dem Geschäft noch kurz in den Schuhladen.
Nachdem ich die GANZE ETAGE voller STIEFEL durchquert hatte (Stiefel gehören meiner Meinung nach immer noch unter die Hose oder in den Reitstall) und die Regale mit den Fünf-Meter-Absätzen hinter mir hatte, erblickte mein Auge endlich das Stockwerk mit den schönen Schuhen. Ich sortiere immer schnell aus was mir nicht gefällt (das ist meist achtundneunzig Prozent der Ware) und suche mir das Beste aus. Das Ganze dauerte fünfzehn Minuten und kostete mich vierundzwanzig Euro und fünfundneunzig Cent.

Jetzt bin ich vollends bekleidet und sehe aus wie eine Frau in Männerklamotten. (Zumindest wirkt mein Outfit auf mich ziemlich maskulin.) Könnte aber auch der Bestatter-Style sein, ist nämlich alles schwarz (bis auf mein weißes Hemd mit orangenem Logo der Agentur).

Jetzt muss mir nur noch irgendwer mein Hemd bügeln. Zur vollendeten Wohnausstattung fehlt mir nämlich immer noch Bügelbrett und -eisen.


Bla... Bla... Bla..., Retrospektive 12 Kommentare
8. Oktober 2007

Suche Heilung, biete Schokobons

Ich mag keinen Schluckauf. Hatte das gerade. Dreißig Minuten lang. Die Hälfte der Zeit habe ich hicksend im Lidl verbracht, um mich blöd von den Leuten angaffen zu lassen. -.-

Gibt ja viele Tipps gegen Schluckauf. Luft anhalten und trinken, auf dem Kopf stehend ein Glas Wasser trinken oder sich an der Zunge ziehen und dabei das ABC aufsagen … Bei mir half damals ein Tipp meiner alten weisen Schulfreundin Lisanne: Sie fragte mich damals, was ich am Tag zuvor gegessen habe. Beim Überlegen hat sich das mit dem Schluckauf dann irgendwie gelegt. Dachte damals, sie sei die Reinkarnation Jesu. Beim nächsten Schluckauf festgestellt: Der Trick funktioniert auch nur ein Mal und Lisanne ist nicht die Reinkarnation Jesu. Mist.

Hab mir schon überlegt, mich beim nächsten Mal einfach in das Gefrierfach zu legen. Ist aber etwas kontraproduktiv bei der Jahreszeit. Außerdem steh ich nicht so auf Blasenentzündung.

Hat jemand sinnvolle Ideen, die auch funktionieren?


Bla... Bla... Bla..., Retrospektive, Ärgernis 27 Kommentare
28. September 2007

Fazit: vier Wochen Arbeiten

Die Agentur, in der ich arbeite, stellt für alle möglichen bekannten Unternehmen Präsentationen her – in Flash. Über ein Menü kann man zu diversen Kapiteln springen, die Animation auf Wunsch stoppen, zurückspulen oder den sympathischen Sprecher einfach seinen Text herunterrattern lassen – je nachdem, wie motiviert man ist und wieviel Schlaf man die Nacht davor hatte. Und deswegen war der größte Bestandteil meines Tuns … – wer es richtig errät, bekommt ’nen Keks – richtig, … Flash.

Damals, als ich in der Agentur das entscheidende Praktikum absolvierte, entwarf ich die Scribbles (Skizzen) zu einem Storyboard für die Vorstellung eines Wireless-LAN-Router. Und das galt es dann am Anfang der Ausbildung (zur Mediengestalterin, für alle, die es nicht wissen) umzusetzen.

Flash empfinde ich eigentlich nicht als schwer. Es (Adobe Flash) ist recht intuitiv zu bedienen, und wenn man mal herausgefunden hat, wie alles so zusammenspielt, geht das recht fix mit dem Umsetzen. Zugegeben, meine Umsetzungen sahen anfangs eher dürftig aus (wahrscheinlich tun sie das noch immer), aber nobody’s perfect. Tröstlich.

Ja, ich erlaube es mir mal, so zu formulieren: Anfangs ging mir diese Animiererei (steht das Wort überhaupt im Duden?) ganz ehrlich gesagt total derbe auf den Sack. Das lag aber nicht am Programm selbst, sondern daran, dass ich vieles nicht sofort so hinbekam, wie ich es wollte.
Die Animationen ist rund zweieinhalb Minuten lang, und beinhaltet eine ziemlich lange Zeitleiste und eine Unmenge an Ebenen. Bei mir ist da recht fix mal irgendwo etwas hingerutscht, wo es eigentlich nicht hätte sein sollen, und schon stimmte die komplette Animation nicht mehr. Dazu kam noch, dass sich das Bearbeiten der großen Animationsfläche mit (anfangs) nur einem Monitor als etwas strapaziös enttarnte. Auch ständig etwas umzuändern war das reinste ermattende Rumgezupfe in der Datei. Und es wird oft etwas umgeändert (schließlich „sind wir ein Dienstleistungsunternehmen und machen das, was der Kunde will, egal, wie kacke es im Grunde aussieht“).
Solche Augenblicke waren natürlich absolut demotivierend. Man denkt sich einfach, dass die ganze Welt einen mal am Arsch lecken kann: dieses Flash, der Kunde auch, der iMac ja sowieso, alles scheiße – und überhaupt ist doch der ganze Tag total beschissen (ja, ich weiß, ich bin voll auf dem Fäkal-Trip). Dazu hinkam noch, dass ich abends total müde und erschöpft war, und der restliche Teil des Tages quasi total unnütz war, weil ich einfach keine Lust mehr hatte, etwas „Produktives“ zu tun.

Mit der Zeit änderte sich das komischerweise in die positive Richtung, je mehr ich mich an meinen neuen Schlafrhythmus gewöhnte. Ich war abends fit, morgens ausgeschlafen, tagsüber ausgeglichen, und habe es endlich mal wieder geschafft, ’nen Kilo Pommes in den Ofen zu werfen, zu essen, bis zwölf wach zu bleiben und nachher darüber nachzudenken, wieviel Fett ich mir eigentlich in der letzten halben Stunde einverleibt habe – dass ich am nächsten Tag bestimmt nicht mehr in die Hose komme mit dem Arsch.

Diese Woche habe ich mit sehr viel Motivation sehr viel an der Flash-Animation gemacht, relativ selbstständig und ohne große Probleme. Da mir alles leicht von der Hand ging, habe ich auch meine Anti-Depressiva absetzen können und seitdem geht es mir wunderbar … Gut, inzwischen träume ich von dem Produkt und begrüße unsere Katzen mit Textpassagen aus der Animation. Aber sonst ist bei mir alles in Ordnung.

Äääh. Voll ins Labern gekommen. (Daran ist nur der Azubi-Texter gegenüber von mir schuld! Das färbt in ungünstigen Situationen ab ohne Ende.)

Ansonsten habe ich etwas mit Adobe Photoshop gearbeitet (Screendesign), was mir natürlich auch nicht schwer fiel (dank Photoshop-Erfahrung seit Photoshop 6.0 :kls).
Neuland war für mich neben Flash noch das Arbeiten mit dem Adobe Illustrator, was aber auch kein großes Hexenwerk war (für das, was ich benötigte (einen illustrierten Gabelstapler (war ich stolz auf den!))). Bin seitdem total begeistert von dem Programm und was man damit alles machen kann.

Somit verabschiede ich mich für heute mit der Erkenntnis :“Je länger man es macht, desto schöner wird es“ – um morgen wieder gegen sieben aufzuwachen, ins Bad zu gehen um mich „frisch zu machen“, damit mir einige Minuten später einfällt, dass ja Wochenende ist.

Äääh. Ich hasse das.


Ausbildung/Berufsschule, Bla... Bla... Bla..., Retrospektive 8 Kommentare
23. Juli 2007

Sexuelle Frustration

Ich glaube, mein Computer ist sexuell frustriert. Das hat sich vor allem dieses Wochenende gezeigt und dauert immer noch an: Fährt saulangsam hoch, noch langsamer herunter, öffnet Photoshop hin und wieder mal erst innerhalb vier Minuten und der Internet Explorer zeigt mein zur Zeit noch in Entwicklung bestehendes Layout korrekt an.

Ich muss meinen PC wohl mal mit TuneUp Utilities penetrieren.


Bla... Bla... Bla..., Kurz & knackig 22 Kommentare