28. Oktober 2006

„Sei kein Müllschwein!“

Als ich mich vor etwas mehr als drei Jahren für das Wirtschaftsgymnasium beworben hatte, hatte ich irgendwann mal im Schulhaus auf irgendeinem Tisch ein ganz klasse kleines Kärtchen gefunden. Es war ein Kärtchen unseres Abfallwirtschaftsbetrieb unserer Kreisstadt. Darauf war ein gelbes Schwein abgebildet, und darüber stand: „Sei kein Müllschwein!“
Ich habe mich tagelang über dieses Kärtchen amüsiert. Vor allem war auf der Rückseite des Kärtchens eine absolut schlaue Gewinnfrage abgedruckt, die ungefähr so lautete: „Wohin gehören Verpackungen mit dem grünen Punkt?“ Und wie man das heute aus unterschiedlichen Fernsehsendungen kennt, die diese Gewinnspielfragen stellen, waren die Antworten ebenso schlau, nämlich a) in den Straßengraben, b) in den gelben Sack oder c) unter den Autositz oder so. Eine Frage für die schlauen Füchse unter uns.

Meine Familie war ebenso begeistert von diesem tollen Slogan. Wir hängten uns das Kärtchen an unsere Küchenwand, und fanden es einfach nur lustig. Meine Schwester hat es nach längerer Zeit sogar geschafft, ein Poster zu organisieren (na ja, sie hat es irgendwo geklaut), und so lachte uns das Müllschwein täglich an und ermahnte uns, dass wir den Müll „nicht einfach fallen lassen sollen“.

Jedenfalls saß ich heute im Kino. Vor dem eigentlich Film läuft ja immer Werbung und die Filmvorschau. Jedenfalls war ich völlig perplex, als in einer Werbesendung plötzlich ein gelbes Schwein auftauchte, und zwar mitten im Wald. Ehrlich gesagt erinnerte mich die Figur mehr an den Haribo Goldbären. (War vielleicht auch die Vorlage.)
Na ja, jedenfalls hüpfte das gelbe Schwein also vor die Kamera. Dann schwenkte die Kamera, und man sah vier Jugendliche (so kleine Gangster-Kiddies), die das Müllschwein auslachten. Kann ich aber auch echt gut verstehen. Wenn mir so ein gelbes Schwein mit weißen Chucks über den Weg laufen würde, würde ich wohl auch lachen. Jedenfalls hatten die total viel Müll dabei. (Wohl ’ne Party im Wald gefeiert.) Und die ließen den Müll fallen, um das Müllschwein zu verärgern. Das hob schon schimpfend den Zeigefinger.
Aber das Gelächter ließ das Müllschwein natürlich nicht auf sich sitzen. Und so ausgefuchst, wie das Müllschwein eben ist, zog es dem Gangster-Teenie (war so eine Art Alpha-Tier der Gruppe) einfach die Hose ‚runter, und plumps, lag der Gangster auf dem Boden und war natürlich bloßgestellt. Seine Freunde rannten davon.
So ein Scheiß aber auch. Jetzt hat ihm nicht nur ein Müllschwein die Hose heruntergezogen, ihn bloß gestellt, nein, jetzt laufen ihm seine Freunde die Kameradenschweine einfach davon. Schweinerei! Und die ganze Sauerei um ihn herum. (Schließlich haben seine Freunde den ganzen Müll vor Schreck vor dem Müllschwein fallen lassen.)

Am Ende klang ein lautes „Sei kein Müllschwein!“ aus den Boxen.

Wahrscheinlich musste das kleine Umweltverschmutzer-Kiddie mit dem Müllschwein nun den ganzen Müll aufsammeln, sortieren und anständig entsorgen und zwar in den Straßengraben gelben Sack. So als Strafe.

Die Moral der Geschicht‘: Seid anständig, und trennt Euren Müll. Sonst holt Euch das Müllschwein! Und dem würde ich echt nicht unbedingt über den Weg laufen wollen. Das sah echt komisch aus.

P.S.: Wer errät den richtigen Namen des Müllschweins?


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20. Oktober 2006

Es werde Licht

Ich weiß gar nicht mehr wann das war, aber irgendwann vor ein paar Monaten ist mir meine Glühbirne kaputt gegangen. Und zwar mit einem großen ‚Peng‘, und das Glas ist aus der Halterung gebrochen.

Ich war aber zu faul, die Birne da herauszuwuseln und eine neue hinein zu machen. Weil, dazu hätte ich entweder a) den Strom herausmachen müssen (schließlich bin ich ja nicht doof und fasse die Halterung der Birne so an, wenn da alles so ‚rumhängt) oder b) eine Isolierzange holen müssen. Na ja. Dazu hatte ich keine Lust. Zu anstrengend und so.

Schließlich habe ich hier eine Ikea-Nachttischlampe (ich lese da grundsätzlich irgendwie ‚Schlampe‘ ) an meinem Schreibtisch und eine Schreibtischlampe an meinem Bett. Reicht ja. Zumindest bis gestern, da ging nämlich die Schreibtischlampe am Bett kaputt.
Gut, bin dann zu meinem Vater und habe ihn gebeten, mit der Zange die kaputte Glühbirne aus der Fassung zu holen. Bei meinem Glück hätte ich mich wahrscheinlich elektrisch geschockt. Hat er auch gemacht. Also, nicht sich elektrisch geschockt, sondern die Birne ‚raus.
Die Birne war draußen (ging mit einem lauten ‚wschuuut‘ und ein paar Funken), die Glühbirnen draußen im Gang und Klo leider kaputt. Ach ja, der Strom war auch weg. Und Strom gibt es im Gang jetzt leider auch nicht mehr.

Immerhin kann jetzt keiner behaupten, dass ich das kaputt gemacht hätte. :bleh:


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6. Oktober 2006

Tolle Versteckidee

Den ganzen Abend suchte ich verzweifelt meine Kontaktlinsenbox, die eigentlich immer am Waschbeckenrand steht. Und wo habe ich sie nach längerem Suchen gefunden? Richtig, in der Tamponsschachtel. Wer auch immer die bekloppte Idee hatte, die Box da zu verstecken – wenn ich nicht den (eigentlich) dämlichen Einfall gehabt hätte, die dort zu suchen, hätte ich meine Kontaktlinsen erst wieder in circa drei Wochen aus den Augen nehmen können. *grml*


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2. Oktober 2006

Die schwarze Killergiraffe

Gestern Nacht bin ich irgendwann in unseren Keller gegangen. Dort ist unser Vorratsraum, in dem wir – wie der Name schon sagt – unsere Lebensmittel aufbewahren, und dort eben auch unsere Getränke.

Ich habe gar nicht erst überlegt, in unserem Vorratsraum das Licht anzumachen, da ich ja weiß, wo das steht, was ich möchte. Ich gehe also im Halbdunkeln auf das Getränkeregal zu, und hole mir die Cola. Doch plötzlich stand neben mir etwas Großes, Schwarzes. Es starrte mich an, und ich habe mir vor Schreck die Colaflasche auf den Fuß fallen lassen.

Als ich feststellte, dass sich das große Ding da überhaupt nicht bewegte, weder Messer noch Schlagstock dabei hatte, knipste ich das Licht an und bemerkte, dass es schlicht und einfach sowas war.
Mein Vater war am Samstag beim Ikea o.ä. um Vorhänge, Stühle und Dekoration für unsere Küche zu kaufen. Ich frage mich ehrlich gesagt, was diese Giraffe (ich bin mir nichtmal sicher, ob es sich hierbei um eine Giraffe handelt, es hat halt mal so ausgesehen und fürs Fotografieren war ich zu faul) in unserem Vorratsraum zu suchen hat, da sieht sich ja eigentlich so keiner. Na ja, man muss ja nicht alles verstehen, was in diesem Haus passiert. Immerhin steht der Rest (Holzelefanten und neue Tischdecke (was heißt neu, sowas hatten wir davor gar nicht)) jetzt auf dem Tisch und der Rest, irgendwas Unidentifizierbares (nennt man wohl Kunst) auf unserem Schrank, so wie es sich gehört.

Nachtrag: Ich war jetzt doch neugierig, und habe überprüft, ob es sich um eine Giraffe handelt. Ja, es handelt sich um eine Giraffe. Und wenn man sich das Ding jetzt mal im Halbdunkeln vorstellt, dann ist das doch schon unheimlich. Übrigens: Wer kam auf die verdammt schwule Idee, dem Holzding eine Krawatte umzubinden?!


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25. September 2006

Dinge, die begeistern

Meine Schwester klopfte gestern Abend noch an meiner Tür, trat ein, und rief: „Jenny, also die Tampons da sind ja mal echt klasse. Die kann man knicken, dann knacksen die!“ Dabei holte sie ein Tampon aus ihrer Hosentasche, und ließ es demonstrativ laut knacksen. (Steht ja auch ganz groß ‚knick it‘ auf dem Tampon.) „Ist das nicht cool?“ Dann holte sie ein Tampon nach dem anderen aus ihrer Tasche, und knickte sie nach und nach. „Das wollte ich Dir nur zeigen. Gute Nacht.“


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