Nächtliche Alpträume
Ich habe gestern geträumt, dass ich in einer Disco war und DJ Bobo aufgelegt hat. Womit habe ich das verdient?
Bizarres/Komisches, Kurz & knackig
Elektrisch begabt
Ich wurde geschockt. Also so richtig im wahrsten Sinne des Wortes. Ich saß da, so vor meinem PC, es ist ein Tag wieder jeder andere, außer dass meine getigerten Plüsch-Handschellen auf der Fensterbank lagen, meine siebenjährige Cousine diese fand und interessiert fragte: „Was ist denn das?“ (Ich antwortete übrigens, dass es Handschellen sind.)
Aber ich schweife ab. Was ich eigentlich sagen wollte: Ich wurde geschockt. Also elektrisch, ich wurde stromgeschlagt. Ich meine vom Strom geschlagen. Und zwar nicht von irgendeinem elektrischen Gerät, ich habe auch keinen Nagel in die Steckdose gesteckt (wie ich meinem Bruder mal empfohlen hatte (und er es getan hatte)) oder den Fön mit in die Badewanne mitgenommen. Ich habe mich richtig selbst geschockt. Also elektrisch, nicht, weil ich meine ungekämmten Haare gesehen habe.
Zu dem Ereignis selbst: Ich fasste mir also irgendwie an den Hals, und BUMMS, machte es so ein Geräusch – wie wenn man eben einen Stromschlag bekommt, und ich erschreckte mich zu Tode. Völlig apathisch saß ich da, schaute erst voller Angst auf alle elektrischen Geräte vor mir: Der PC und die Lampe. Reflexartig knipste ich die Lampe aus. Ganz vorsichtig aber, wer weiß, ob die mir was antun will. Ich getraute mich einige Sekunden lang nicht mehr, die Tastatur anzufassen. Sah in dem Moment aus wie die Inkarnation des Bösen. Tat’s aber dann letztendlich trotzdem, mit der Erkenntnis, dass sie gar nicht so böse war wie sie aussah.
Immer noch sehr verwundert über den Vorfall fasste ich mir noch mal an den Hals. Passierte nichts. Beim zweiten Mal auch nicht. Und wenn ich mir jetzt an den Hals fasse, passiert auch nichts. Hab‘ inzwischen auch wieder die Lampe eingeschalten.
Das ist echt irre. Kann das noch jemand?
Bizarres/Komisches
Heute im Media Markt
Heute bin ich mit meinen beiden Brüdern zum Media Markt, weil einer meiner Brüder und ich seit Heiligabend in Besitz einer Geschenkkarte im Wert von fünfzig Euro waren.
Wir sind also in den Media Markt, ich habe mein Zeug geholt – und gewartet, bis die anderen fertig waren. Schließlich gingen wir zur Kasse, ich bezahlte, holte mir für mein Zeug so eine kleine Minitüte – dann fiel meinen Brüdern ein, sie müssten noch irgendwas Dringendes erledigen. Gut, ist ja nicht so schlimm, stand also ein Weilchen am Eingang, wo mir auch so eine Security auffiel, die irgendwie jetzt gerade in der Weihnachtszeit überall an den Eingängen stehen. War so ein Machsch-Du-mich-an-mach-isch-Disch-platt-Typ, mit so typischem harten Blick, und der Machsch-Du-mich-an-mach-isch-Disch-platt-Pose.
Nach etwa zehn Minuten konnte ich meine Brüder immerhin mal an der Kasse entdecken. Genervt winke ich sie her, aber sie zuckten nur mit den Achseln. Da ich nicht durch den ganzen Laden brüllen wollte, ging ich also nochmal in den Laden. Da sprach mich aber die harte Security an.
Security (strenger Blick): „Du kannst da nicht mit Deiner Tüte ‚rein!“
Jenny: „Hm, warum denn nicht?“
Security: „Dann musst Du an die Information und Dir das da belegen lassen, dass Du die Tüte mitnimmst!“
Jenny: „Aber ich müsste nur kurz meine Brüder holen – geht ganz fix! Sie können mich ja beobachten, ob ich was einstecke.“
Security (schaut komisch): „Das geht nicht.“
Jenny (hält der Security die Minitüte hin): „Dann halten Sie kurz meine Tüte, bin gleich wieder da!“
Security (schaut angewidert auf die Minitüte, die mal gar nicht zu seinem Look passt): „Ja… Nein, stelle sie hier hinter mir auf den Tisch… ich pass‘ kurz darauf auf.“
Jenny (flötet): „Okay… daaaanke!“
Ich hatte den Vorteil, dass ich mir keinen so Beleg holen musste und meine Brüder endlich aus dem Laden lotsen konnte, und die Security hat sich ihr hartes Image bewahrt. Sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen – für jeden eine.
Bizarres/Komisches, Wortgefecht
Wichteln
Heute war unser letzter Schultag. Und da geht in der Regel eigentlich nicht viel, morgens ist Gottesdienst und danach haben wir noch Schule bis halb elf, wobei hier ja gesagt werden muss, dass wir da keinen Unterricht machen. Ist ja Weihnachten und so, da sind selbst die Lehrer locker. Selbst unser Mathelehrer, der bei Regen, Sturm, Schnee oder Weltuntergang Mathe macht, hat heute klein beigegeben und uns vor den Ferien nicht mit Matritzen geplagt.
Einige aus unserer Klasse haben beschlossen zu wichteln. Und da ich für so etwas grundsätzlich zu begeistern bin, habe ich da mitgemacht. Ich habe Gott sei Dank jemanden gezogen, bei dem es mir echt einfach fiel, mir etwas auszudenken: Jöner Döner. Nö, der heißt nicht so, aber im Laufe der letzten Schuljahre wurde aus Jonathan Joni, Jöni und letztendlich Jöner, worauf sich Döner eben gut gereimt hat. Der Gute muss sich mit dem Namen herumplagen, aber wir alle haben unsere Freude dran, ihn so zu rufen.
Gestern bin ich dann mit Marina in die Stadt gefahren: Sie musste noch ein paar Weihanchtskäufe erledigen, und ich musste das Wichtelgeschenk für Jöni besorgen. Ich dachte ja erst an etwas Plüschiges in rosa, aber das war ja dann doch zu kitschig. Als ich dann eine kleine Kuscheltierkuh entdeckte, wusste ich es: Ich schenke ihm Dönerzutaten. Na ja, die Kuh (ich kann ja kein echtes Rinderfleisch kaufen), und dazu ein Fladenbrot. Nie Fladenbrot gekauft, und als wir in den Bäcker sind, um zu fragen, ob sie den Fladenbrot hätten, schauten die uns an, als seien wir bekloppt.
Wir sind dann zu unserem türkischen Supermarkt gegangen, und dort habe ich dann das erste Mal in meinem Leben Fladenbrot ergattert.
Als ich heute Morgen das Klassenzimmer betrat mit der Tüte und dem als Geschenk verpackten Fladi, das Fladenbrot beziehungsweise Molly, der Dönerfleischkuh (man muss ja alles personifizieren), dachte ich, dass ich gleich vor lachen auf dem Boden liege. Jede Zutat hat dann eine Rede für Jöni parat gehabt, damit das Ganze auch etwas lustig ist. Er hat dann das Geschenk Stück für Stück aufgepackt, und wusste natürlich gleich, von wem es war.
Ich hoffe, es hat Dir gefallen, Jöner, ich habe mich jedenfalls prächtig amüsiert!
Und sonst wünsche ich allen anderen schöne Feiertage und gutes Essen!
Bizarres/Komisches, Schule
Vorsicht an unserer Schule
Heute Morgen, als ich das Schulgelände betrat, waren mitten auf dem Schulhof mehrere Streifenwagen geparkt. Ich habe mich ja erstmal nicht wirklich gewundert. Schließlich laufen hier an unserer Schule hier und da immer mal wieder gesuchte Drogendealer herum, das Geschäft boomt, und erst letzte Woche wurde einer aus der Klasse unter mir festgenommen aufgrund von Drogenhandel.
Aber so wie ich das nach und nach mitbekommen habe, hat irgendein Typ via Internet gemeint, er möchte einen Amoklauf an seiner Schule in Baden-Württemberg begehen.
Der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau hatte bereits am Dienstagabend alle Schulen des Landes in Alarmbereitschaft versetzt, weil eine anonyme Person gegenüber zwei 14 und 15 Jahre alten rheinland-pfälzischen Schülern im Internet davon gesprochen hatte, sie wolle am Nikolaustag an ihrer Schule in Baden-Württemberg Amok laufen.
Polizisten liefen also den ganzen Tag auf dem Schulgelände hier herum, um nach dem Rechten zu sehen.
Auch unsere Lehrerin hat erzählt, dass total viele besorgte Eltern angerufen hätten, die gefragt haben, ob sie denn ihre Kinder überhaupt in die Schule schicken könnten. Bis dahin wusste ich ja noch nichtmal richtig, um was es ging, und war darüber irgendwie erstaunt.
Unser BWL-Lehrer kam heute auch in die Klasse und fragte gleich mal eine Mitschülerin, was sie denn unter dem Tisch habe. Als sie erklärte, dass sei eine Krücke, meinte er nur: „Man kann ja heute nie wissen. Es könnte ja auch eine Knarre sein.“
Ich persönlich habe das auch nicht Ernst genommen, also das ganze mit der Drohung und so weiter. War mir irgendwie eher wie ein Witz erschienen. Obwohl man ja bei sowas immer Vorsicht walten lassen sollte.
Bizarres/Komisches, Retrospektive, Schule