Archiv der Kategorie Bizarres/Komisches
ch hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wie schlimm das in anderen Städten so ist, aber in Stuttgart kann man am Wochenende keinen Schritt in die Stadt machen, ohne einer Gruppe von Heiratswilligen plus deren Anhängsel über den Weg zu laufen, die einem irgendeinen Scheiß andrehen wollen, den man weiß Gott überhaupt nicht brauchen kann.
Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, weshalb es alle so unglaublich amüsant finden, in der Stadt Leute anzuquatschen, Unterschriften auf weißen Leggins von Frauen zu sammeln und im Vollsuff irgendwo in der Theodor-Heuss-Straße abzuhängen. Und die T-Shirts! Die T-SHIRTS! Oh Mann. Ich sterbe jedes Wochenende mehr an Augenkrebs und dem Lesen von verblödeten Sprüchen.
Aufmerksame Leser wissen, dass ich dieses Jahr als Brautjungfer fungiere. Die Hochzeit findet im August statt, und zeitnah auch der Junggesellinnenabschied. Es wurde von diversen Menschen organisiert, umorganisiert, abgesagt, und letztendlich, nun, wer hätte es gedacht, findet der Junggesellinnenabschied in Stuttgart statt.
Das ist okay, Freunde heiraten schließlich nur ein Mal, da mache ich auch mit ohne zu meckern – ich trinke einfach das Doppelte von allen. Nur bei dem Kauf des Shirts musste ich leider die Spaßbremse spielen – ich ziehe mir nämlich kein Shirt an auf dem steht: „Und alle Bienen freuen sich.“1 (Bei der Braut steht übrigens: „Biene auf dem letzten Flug“, oder so etwas Ähnliches.) Erst recht nicht in einer Stadt, in der ich wohne. Es wird der Abend sein, an dem ich wahrscheinlich allen Menschen, die ich in Stuttgart so kenne, über den Weg laufen werde. Mit einem Haufen voller Bienchen.
Jaha, ich bin ja SO spießig! Mir egal, lasst mich.
Gedenktag des Tages: Nationalfeiertag in Mazedonien.
- Sorry, M. ↩
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Verbrochen von einem richtigen Hunde-Frisör. Vorher:

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Der neue Look unseres Agentur-Hundes:
18. Juni 2010 um 09:37 Uhr

Pakete mit Pommes-Deckel. Danke, Mama!
Gedenktag des Tages: Welt-Hirntumor-Tag. (Und ich las erst Welt-Humor-Tag.)
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Dinge, die mir meine Mutter auf Arbeit schickt:
8. Juni 2010 um 13:32 Uhr
ährend ich hier meine pseudo-romantische Ader auslebe und schmalzige Popsongs höre, scheint es in der Blogosphäre ja teilweise durchaus lustig und rabiat zuzugehen. Passt so gar nicht zu meiner sanften Stimmung, ist aber durchaus unterhaltsam, wenn ein so bekannter und stark polarisierender Blogger eine Aktion quasi wiederbelebt.
Bisschen virtueller und verbaler Mord- und Totschlag, neue schöne Blogs, viel Wind um nichts, Spiel, Spaß, Spannung. Alles dabei.
Verlinken und verlinkt werden. Oder auch wirklich nur den Drang haben, schöne und hoffentlich etwas unbekanntere Blogs verlinken zu wollen. Wie man’s nimmt. Die Prioritäten haben sich hier etwas verschoben. Schön, wenn man trotzdem zufällig hier und da ein paar schöne Blogs findet, freut mich immer wieder, mal was Neues zu lesen.
In diesem Sinne, das wahre Motto des heutigen Tages: Tag der vermissten Kinder.
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an muss sich meinen Vater so vorstellen: „Nein, quatsch, ich brauch keinen Computer – und das Internet auch nicht. Nee.“ Mein Vater hat keine Ahnung, wie man einen Rechner überhaupt einschaltet. „Das neumodische Zeugs brauche ich auch nicht.“ Allerdings weiß er, dass man im Internet so ziemlich alles findet. Daher ist sein Standardsatz diesbezüglich: „Schau doch mal in dem Internet.“ Technik, das braucht mein Papa nicht. Er hat ja uns. „Du kannst doch mal kurz nachschauen.“
Umso erstaunter war ich, als er auf einmal ein Handy besaß. Handy (!). „Ach, ich brauch kein Handy, für was auch! Hab doch hier mein Telefon.“ Er besitzt jetzt mein altes Nokia „Totschläger“ 3210. Das hab ich gekauft, als ich vierzehn war. Er hat’s zwar auch nie dabei, aber er ruft mich damit immer auf dem Handy an, weil es von Festnetz auf Handy zu teuer ist. Und ich noch kein Festnetz hab.1
Nun ja, deswegen kann man sich auch vorstellen, dass das mit dem SMS schreiben nicht das Einfachste zu lernen war. Inzwischen macht er immerhin keine Punkte mehr anstatt Leerzeichen. Nur das mit dem Lesenkönnen muss er noch üben. „Mensch, meine Brille, ich muss mal wieder zu Optiker – die Weitsichtigkeit ..!“
Gestern hat er mich versucht anzurufen. Es war wohl ziemlich dringend, denn er hat mir etwas später meine erste SMS von ihm geschrieben:
HI JENNIFER,WENN DU ZEIT HAST,RUF MICH BITTE AN,GRUSS PAPS
Komischerweise hatte die SMS einen Betreff „HI“, was eigentlich das erste Wort der SMS sein sollte, und wenn ich auf „Antworten“ klicke, will er mir die SMS als „E-Mail-Typ“ versenden.
Ich weiß nicht, was er da eingestellt hat (vor allem bei einem Nokia 3210, ich meine, damals gab’s doch nicht mal Internet!
) , aber ich bin sehr stolz auf ihn.
Will gar nicht wissen, wie lange er dafür gebraucht hat.
- Notiz an mich selbst: KAUF ENDLICH MAL EIN TELEFON! ↩
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