Navigationssystem, bitte
Ein Kollege hat mir vorhin erklärt, wie ich von der Agentur zur nächsten Post komme. Bin also raus, einmal im Kreis gelaufen und wieder am Startpunkt angekommen. Mach jetzt erst mal Mittag.
Aber immerhin habe ich während meines kleines Rundgangs die Straße entdeckt, nach der mich vor kurzem eine junge, schlecht Deutsch sprechende Japanerin gefragt hat. Und die ist nur eine Straße von der Agentur entfernt.
Man lernt ja nie aus.
Ausbildung/Berufsschule, Bizarres/Komisches, Kurz & knackig
Kleiner Ausfall, kleines Zusammentreffen
Wir sind hier rund zwanzig Beschäftigte in der Agentur. Es kommt aber eigentlich nie vor, dass man allen an einem Tag mal über den Weg läuft, obwohl das Büro jetzt auch nicht gerade groß ist.
Gerade hatten wir einen kleinen Defekt. Den Strom hat’s rausgehauen und die Verbindung zum Server war auch etwas länger hin. Es wurde geflucht und geschimpft, die meisten stapften wütend oder verwirrt in Richtung Serverraum … und das war der Zeitpunkt, an dem eigentlich so ziemlich alle, die hier beschäftigt sind, mal aufeinander trafen – obwohl es keine Weißwurst für alle zum frühen Mittag gab.
Stromausfall verbindet.
Ausbildung/Berufsschule
Ein fitter Start in den Tag IV
Die Promille noch fühlbar im Blut bin ich heute Morgen in die S-Bahn gestiegen. Ich stand völlig neben mir und beobachtete mich quasi selbst und konnte mein Verhalten somit genau analysieren. Das Ergebnis der Analyse war recht simpel und schnell erarbeitet: Ich wusste nicht wirklich, was ich eigentlich tat, auch wenn ich es gerade tat. Und die drei Stunden Schlaf waren nicht genug.
Vor mir in der S-Bahn saß eine Frau, die eine Broschüre las. „Leben mit Gott“ oder so etwas Ähnliches. Ich schau sie also an, und frage direkt: „Sie sind ja eine ganz Gläubige, was?“ Die Antwort habe ich auch gar nicht erst verstanden, war eigentlich auch nicht auf Kommunikation aus, schließlich habe ich ja zur gleichen Zeit Musik gehört. Wahrscheinlich sagte sie etwas wie: „Und Sie sehen schon irgendwie aus wie ein Penner, was?“ Hat mich auch gar nicht weiter interessiert, bin kurz darauf nämlich einfach eingeschlafen.
Im Geschäft hab ich dann erst mal meine Mails abgerufen. Hab nur Spam bekommen. Unter anderem mit dem Betreff „You Are Chosen As a Leader For the Mission of God“. Ich vermute das war die Rache der gläubigen Frau.
Trotzdem ging ich wie gewohnt meiner täglichen Arbeit nach. Dabei habe ich mir ständig eingebildet, dass mein Handy vibriert, dabei war das nie der Fall. Bis auf einmal. Da dachte ich, es vibriert nicht, obwohl es vibrierte … Dieser Absatz sagt eigentlich aus, wie ich das heute alles so gehandhabt habe.
Unabhängig davon wurde das Wetter im Laufe des Tages immer beschissener, je nüchterener ich wieder wurde.
Verrückte Welt.
Ausbildung/Berufsschule, Bizarres/Komisches, Retrospektive
Thank god it’s friday
Ich mag Freitage. Alle Die meisten sind ausgeruht und freuen sich aufs Wochenende. Und rückblickend betrachtet war das auch der Highlight-Tag der Woche: Mittags gab’s Tortellini von Kollegin F., für den Rest Weißwurst. Außerdem lagen irgendwann auch irgendwie Gummibärchen von irgendjemandem auf meinem Schreibtisch.
Und der erste Satz um kurz nach sechs von meinem Chef an den ihm unbekannten Henning, der mich in der Agentur abgeholt hat: „Willsch ’n Bier?“
Ausbildung/Berufsschule, Retrospektive, Wortgefecht
