Fundstücke
Habe gerade Kekse in meiner untersten Schublade gefunden, die mir unsere Praktikantin an ihrem letzten Praktikumstag geschenkt hat. Nur ist das jetzt knapp drei Monate her.
Blöd.
Ausbildung/Berufsschule, Kurz & knackig, Ärgernis
Ausflug in die Druckerei
War heute in der Druckerei. Hat meine Agentur organisiert, und somit bin ich mit den anderen zwei Azubis (bei denen ich immer vergesse, zu was sie sich eigentlich ausbilden lassen) gegen zehn Uhr dort gewesen.
Herr R. der Druckerei erläuterte uns allerlei Druckverfahren, besonders aber widmete er sich dem Offsetdruck, der in der Druckerei eben auch praktiziert wird. Da ich nächste Woche im nächsten Schulblock ein Referat darüber halten muss, kam mir das natürlich gerade recht (beziehungsweise war das der ausschlaggebende Grund, weshalb wir überhaupt hier waren). Abgesehen davon fand ich es sehr interessant, wie das mit dem Drucken funktioniert. Kriegt man ja nicht jeden Tag zu sehen.
Die Druckmaschinen waren sehr imposant mit den vielen tausend Bögen, die sie pro Stunde drucken. Nach dem Drucken haben wir noch gezeigt bekommen, wie die Maschinen die bedruckten Bögen falzen und mit einem bestimmten Klebestoff oder Heftklammern binden/klammern.
Mitgenommen habe ich ein 1,20 Meter mal 0,8 Meter großes gedrucktes Bild, das als Motiv für ein Ravensburger Puzzle dient. Außerdem erhielt ich einen klasse Kalender für das Jahr zweitausendacht. Jeder Monat enthält ein Bild einer Frucht, und wenn man daran rubbelt, riecht man die Frucht sogar. Außer die Zitronen, die riechen nach Klostein.
Da mein Schwerpunkt ja auf Digitalmedien liegt, wusste ich auch „nur theoretisch“ Bescheid und war erfreut, dass ich mir das mal live anschauen durfte. Trotzdem würde ich mich da drin als Drucker irgendwann mal langweilen, wenn ich ständig nur irgendwelche Drucke überprüfen müsste oder Bögen von Papier in die Druckmaschine legen beziehungsweise fertig gefalzte Broschüren oder ähnliches aus der Maschine nehmen. Außerdem ist es dort viel zu laut, und ein Sofa gibt’s dort auch nicht.
Nee, Büro ist schon schöner.
Ausbildung/Berufsschule
Schule, Schule, Schule
Heute Morgen habe verschlafen, weil der Mann an meiner Seite meinte, er müsste den Wecker irgendwann im Halbschlaf abstellen. Bin also um halb acht augestanden anstatt um sechs, und habe ungefähr fünfundsiebzig Minuten des sensationellen Fachs Wirtschaftskunde (heißt übrigens seit neuestem nicht mehr Wirtschaftskompentenz, sondern -kunde) verpasst.
Um mal zusammenzufassen, was ich in den letzten Tagen gelernt habe: Deutsch … nix, Englisch … nix … und „berufsfachliche Kompetenz“ … ja, ich kenne nun einige Druckverfahren. Hochdruck, Tiefdruck, Flachdruck und so. Und ich weiß, was beim Präsentieren wichtig ist. Und im „computergestützten Unterricht“ durfte ich meine Kenntnisse bezüglich lebenswichtiger HTML-Tags und Tabellen auffrischen, die man ja heutzutage STÄNDIG braucht. In der Generation des CSS.
An dieser Stelle zitiere ich gerne meine Mediengestalterin-Azubi-Kollegin Patsy Jones, die es so ausdrückt:
Mediengestalter – der einzige Beruf (außer Opernsängerin), bei dem man nicht lernt, wenn man in die Schule geht. Entweder man kann Rot von Grün und einen runden Kreis von einem eckigen Dreieck unterscheiden oder man lässt es bleiben. Ende Aus Nikolaus. Unn solange die dicke Frau da vorne noch singt, ist die Oper noch nicht zu Ende. Wisst ihr Bescheid.
Trotzdem möchte ich keinem mein erstes gedrucktes Illustrator-Bild vorenthalten: Aufgabe war, den ersten Buchstaben des Vornamens und des Nachnamens zu nehmen, und diese in irgendeiner Form zu verbinden. Ausgefuchst wie ich eben bin, war das nicht Aufgabe genug für mich: Man kann das Bild sogar herumdrehen, und das Ganze sieht auch auf dem Kopf aus wie ein J und ein L (finde ich zumindest mal).
Meine Bücher habe ich übrigens auch bekommen. Bei einigen Büchern ist es klar, aber bei den anderen muss ich unbedingt noch herausfinden, welches Buch für welches Fach benutzt wird. Bei so viel Berufskompetenz im Stundenplan verliert man leicht den Überblick.
Mein Rücken ist vom Tragen übrigens auch kaputt.
Ausbildung/Berufsschule
Schön ist …
Nicht schön ist, wenn man selbst Unterricht hat und der andere Teil der Klasse nicht. Nicht schön ist es, wenn diese in ihrer freien Zeit zu McDonald’s gehen, und man selbst kann nicht. Schön ist, wenn es Menschen gibt, die an einen denken, und einem in der Pause eine Portion Pommes mitbringen, ohne dass man sie selbst darum gebeten hat.
Danke dafür!
Ausbildung/Berufsschule
Ein fitter Start in den Tag II
Um den Tag zu beschreiben, würde ich hier Romane schreiben. Deswegen eine kurze, stichwortartige Zusammenfassung:
- VVS-Karte am Morgen nicht gefunden. Überall gesucht. Nicht gefunden. Geplante Stadtbahn verpasst. Fühle mich deprimiert, frustriert und unfrisiert.
- Eine Weile später mit dem Bus an Bushaltestelle gefahren, der Masse an Schülern gefolgt, zum Schluss an falscher Schule gelandet. Glücklicherweise ging es nicht nur mir so. Wenig später richtige Schule gefunden.
- In Klasse gelandet. Klassenlehrerin komisch, Klasse auch, Stundenplan toll.
- Endlich essen.
- Ich bezweifle Kompetenz mancher Betriebe und Schüler: Nach neuer Gliederung der Ausbildung des Mediengestalters Digital und Print wurden 2007 die Fachrichtungen von vier auf drei Fachrichtungen reduziert. Das ging aber irgendwie an manchen Betrieben vorbei. Azubi mit alter Fachrichtung angemeldet. Manche wissen ihre Fachrichtung aber nicht einmal so. Das nenne ich informiert.
- Zwei Stunden später: Wechsel in eine andere Klasse mit dem Schwerpunkt Digital. Kommen immer mehr. Letztendlich dreiunddreißig Schüler zwischen sechzehn und vierundzwanzig Jahren. Sympathischer Lehrer, sympathische Klasse. Scheiß Stundenplan. Festgestellt: Man kann nicht alles haben.
- Philosophiere über die Notwendigkeit der einen Stunde Religionsunterricht, die nicht bewertet wird.
- Beschlossen: Religion ist nicht notwendig. Aber ganz unterhaltsam.
- Religionslehrer hat einen an der Klatsche. Haben die aber generell so an sich. Genauso wie Kunstlehrer.
- Heimgefahren, heimgekommen, geschlafen. War ein großer Fehler.
- VVS-Karte im Pulli wiedergefunden.
- Tag geistig beendet.
Ausbildung/Berufsschule, Retrospektive