22. Januar 2007

Bier, Dreck und Werbezeitschriften

Der Tag heute war so ziemlich der sinnloseste des Schuljahres. Abgesehen davon, dass Ausflüge zwar den Vorteil haben, dass man nicht in der Schule sitzen muss, sind diese meist leider total langweilig. Schließlich geht man nicht einfach so mal irgendwohin zum Vergnügen, sondern alles für die Bildung und so. Also kein Ausflug in den Europa Park oder ins Disney Land, sondern in die Kaiser Brauerei in Geislingen, dank Biologie und alkoholischer Gärung. Das Ganze war dann so interessant wie der Deutschunterricht bei uns, nur dass wir in der Brauerei leider stehen mussten zum Schlafen. Das, was bei mir hängen blieb, ist, dass eine Klassenkameradin am Wochenende im H&M in der Umkleidekabine Sex hatte.

Ja, super war aber, dass ich schon um halb zwölf daheim war. Nicht so super war, dass ich mich mal wieder ausgeschlossen habe beziehungsweise den Schlüssel im Zimmer liegen hatte. Das war mal wieder richtig ausgefuchst von mir. Früher bin ich immer durch unser Kellerfenster eingestiegen, leider wurden die alten Fenster gegen neue eingetauscht, und jetzt klappt das nicht mehr. Andere Einstiegsmöglichkeiten habe ich nicht gefunden, aber als mein Bruder nach einer Stunde nach Hause kam, hat er mir gezeigt, wie man unsere Balkontür von außen aushängen kann.

Ich war froh, dass ich meinen Arsch endlich ins Warme bewegen konnte (habe ’ne halbe Stunde auf der Steintreppe gesessen und Werbezeitschriften gelesen, war ja nix anderes im Briefkasten). Aber wie das so ist, wenn man einen Hund hat, muss der halt auch mal nach draußen. Und weil mein Bruder mir mein Leben mich vor einer Blasenentzündung gerettet hat, habe ich mich dafür geopfert und bin Gassi gegangen. Wiese nass, alles dreckig. Der Hund sah aus wie Sau. Und als er einem anderen Hund hinterher rannte, musste ich ihm nach, und sah auch aus wie Sau.

Ja. Das war also der spannende Tag bis jetzt. So spannend, dass ich jetzt vor spannender Spannung gar nicht mehr schlafen will, weil ich so gespannt bin. Und morgen muss ich auch noch gut aussehen für die Klassenfotos. Buah.


Schule, Ärgernis 19 Kommentare
19. Januar 2007

Wind/Regen + gut aussehen = unrealistisch

Wind ist doof. Regen ist doof. Und beides zusammen die perfekte Voraussetzung, eigentlich im Haus zu bleiben. Aber da ich ja in den letzten drei Wochen je einmal pro Woche nicht in der Schule war ein anständiger Mensch bin, stand ich natürlich brav morgens auf um in die Schule zu gehen, leider etwas zu spät, weshalb ich auch etwas später aus dem Haus gekommen bin und richtig zum Bus hetzen musste. Das waren die hässlichsten fünf Minuten meines Tages. Denn…

a) … es hat geregnet.
b) … es hat gewindet gestürmt.
c) … es regnete und windete stürmte, und zwar in meine Richtung. Dadurch musste ich ständig schauen, dass mir meine Jackenmütze nicht vom Kopf gefegt wurde.
d) … es regnete, und ich hatte eine tolle wasserabweisende Jacke an. Fühlt sich super an, wenn man im Bus sitzt, uns alles nass ist. Wasserdurchlässig waren hingegen meine Schuhe. Und das, obwohl ich dachte, dass es mein wasserdichtes Paar ist. Warum sind meine Schuhe alle so wasserdurchlässiggeil?
e) … es regnete auf meine Jeans. Das ist ein total widerliches Gefühl, plötzlich im Trockenen zu sitzen, und die nasse Jeans klebt einem am Oberschenkel. Die riechen auch so komisch, die nassen Jeans.

Wer auch immer sich die Mühe gemacht hat, sich morgens die Haare zu machen um gut auszusehen, wenn man aus der Türe geht: Diese Mühe war völlig umsonst. Bei dem Sturm klappt nämlich kein normaler Mensch seinen Regenschirm auf. Und Regen und Wind tun den Rest. Deshalb haben heute alle scheiße ausgesehen.


Bla... Bla... Bla..., Ärgernis 9 Kommentare
14. Dezember 2006

Rottet den Fischgeruch aus!

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich die Nordsee in in unserem neuen Einkaufszentrum in unserer Kreisstadt absolut nicht mag?

Immer, wenn ich das Einkaufszentrum betrete, riecht es nach Fisch. Ich rieche den Fischgeruch noch fünfzig Meter weiter im H&M ein Stockwerk tiefer. Ich rieche den Fischgeruch noch in der Parfumabteilung (!) im Müller. Wieso riecht Fischgeruch überhaupt so penetrant? Ich denke immerzu an Fisch beim Einkaufen!

Blöde Nordsee. Ich glaube, ich fange denächst entweder an zu demonstrieren – mit einem Riesenplakat auf dem steht „Fisch stinkt, schließt die Nordsee!“ – oder ich sammle gleich Unterschriften für eine Substitution der Nordsee durch einen Mc Donalds, ist wohl effektiver als mit einem Plakat vor der Nordsee zu sitzen. Vor allem bei dem Wetter, da bekomme ich sonst Blasenentzündung.


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15. November 2006

Schule und so

Die letzten beiden Schultage waren geprägt von Langeweile. Die Gedichtbesprechungen sind ungefähr genauso interessant wie fünf Stunden eine lilablassblaue Wand anzustarren. Hätte ich selbst nicht ein Gedicht vorstellen müssen und mir allerlei dazu notieren, wäre ich wohl irgendwann im Laufe der Deutschstunde eingeschlafen. Die nächsten Stunden habe ich mich damit wach gehalten, irgendwelche Zeichnungen in mein Wie-werde-ich-depressiv-Heftlein Heimat- und Exil-Lyrik-Büchlein zu zeichnen, während wir einige Biografien toller Dichter und deren Gedichte durchgesprochen haben. Kein Wunder, die schreiben so depressives Zeug, die hatten auch echt mal allesamt einen an der Klatsche. Der eine wollte Doppelselbstmord begehen, seine Freundin war dann tot, er nicht; der nächste landete in der Klappse und so geht das gerade weiter. Ich weiß ja auch nicht.

Die heutige Geschichtestunde habe ich damit verbracht, hübsche Schnecken zu zeichnen und mein Essen zu essen, einmal aufs Klo zu gehen und an den Mülleimer zu laufen, um nicht einzuschlafen. In der Mittagspause war ich mit Marina und Thomas in der Stadt, um zu essen. Wir landeten in einer Pizzeria, in der der Kellner Marinas Pizza auf den Boden geworfen hatte, weil er auf dem Spielzeug seiner Ratte seines Köters ausgerutscht ist.

Nachdem ich ja am Montag um die zweihundert Vokabeln für die Klausur am Dienstag gelernt hatte, eigentlich froh war, endlich keine Vokabeln mehr lernen zu müssen, kam auch gleich der nächste Burner: Jede Woche zwei dieser Vokabelblätter zu lernen, die dann in jeder Englischstunde abgefragt werden können. Und das sechs Wochen lang. Ich weiß auch nicht. Sehe ich so gelangweilt aus, dass mein Englischlehrer mich mit Vokabeln erfreuen will, mit denen ich die ‚total langweilige Zeit‘ dann totschlagen werde? Und mich womöglich noch freuen soll?


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13. November 2006

Jeder Tag ist Putztag…

Wegen dem darf ich mehrmals täglich den Boden putzen. Danke! (Ach ja. Er ist nicht ‚nur‘ nass. Er ist nass und dreckig!)


Kurz & knackig, Ärgernis 14 Kommentare