Archiv der Kategorie Ärgernis

Ja, liebe Freunde der Sonne, kaum zu glauben, aber ich habe mich vor einer Woche bei Twitter angemeldet! Das wird den einen oder anderen verwundert haben, weil ich Twitter im Grunde unglaublich nutzlos finde. Der einzige Grund, weshalb ich Twitter getestet habe, war die Tatsache, dass ich meine Statements in meinen Blog einbinden und somit Micro-Blogging betreiben konnte (links in der Sidebar, falls es einer noch nicht entdeckt hat). Ich habe oft das Bedürfnis, Kleinigkeiten loszuwerden, und das war da genau der richtige Weg.

In diesem Sinne habe ich jetzt also eine Woche Twitter-Erfahrung. Und abgesehen von diesen eingebundenen Statements meinerseits auf meinem Blog finde ich es immer noch scheiße, weil es mir bestätigt hat, dass es immer noch ziemlich nutzlos (für mich) ist. Ich gebe zu, verfolgt man via Twitter vielleicht den Verlauf eines bestimmten Ereignisses, zum Beispiel bei einer Wahl, sind die Aktualisierungen recht informativ. Ansonsten strebt der Informationsgehalt gegen null.

Gut, ich muss zugeben, dass der Informationsgehalt im privaten Bereich generell nicht sehr hoch ist, auch nicht bei dem, was ich von mir gebe.
Ich unterscheide inzwischen aber zwischen zwei Arten von Twitteren. Erstens die, die echt jeden Tag twittern, dass sie jetzt zur Arbeit gehen, jetzt ein Brötchen essen, gleich Zähne putzen werden – quasi Tag für Tag das Gleiche machen und das, was wir alle auch tun. Da gibt es alle fünfzehn Minuten ein Update, ganz großes Kino also.
Und es gibt die andere Gruppe, die gewitzt (oder sagen wir: gewitzter) twittert über Dinge, die wir selber genau so in unserem Alltag erleben und uns einfach zum Schmunzeln bringen. Oder Dinge, die wir eben so gar nicht kennen. Leider aber besteht die größere Twitter-Gemeinde aus der Alltag-Twitter-Gruppe.

Ich habe es inzwischen vernachlässigt, alles tagtäglich zu lesen1, weil es teilweise viel zu viel ist und eben auch viel Uninteressantes ohne Lach-Faktor. Ich möchte aber auch anmerken, dass da meine Ansprüche viel zu hoch sind, schließlich ist Twitter ja quasi dazu gemacht „Bullshit von sich geben“, das wusste ich eigentlich auch von vorneherein. Aber jetzt kann ich ja aus Erfahrung sprechen.

Fazit: Eine nette Erweiterung für den Blog. Mehr aber auch nicht. In diesem Sinne: Ich geh jetzt frühstücken.


  1. Ich frag mich, wie Leute das organisieren, die 657 Leute followen. Aber ich bin einfach zu ungeübt, glaube ich! Organisation war eben noch nie meine Stärke.

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Suche mein Wisch zur Ausbildungsverkürzung, den ich vor einem halben Jahr (oder so) bei der IHK beantragt habe. Brauche den irgendwann im nächsten Schulblock (ab nächster Woche). Hab den so gut aufgeräumt, dass ich ihn nicht mehr finde. Verdammte Ordnung.

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Wenn Kunden etwas wollen:

„Wir wollen was totals Ausgefallenes, Abstraktes, das jung und dynamisch ist und zu unserem Unternehmen passt. Es sollte nichts Offensichtliches sein, weil das ja schon so viele andere haben. Außerdem soll es nicht zu teuer und in drei Tagen fertig sein, da brauchen wir das nämlich.“

Immer schwer was Passendes zu finden, wenn derjenige im Prinzip überhaupt keine Vorstellungen hat. Und was man selbst unter etwas „Abstraktem, Ausgefallenem“ versteht, muss ja nicht zwingend das sein, was der Kunde will. Da kann man Tage mit verbringen, wirklich. Und dann wird man auch noch angemosert, weil man dem Kunden die Wünsche nicht von den Augen ablesen kann.

Ich mag so was nicht.

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Ich bin gestern in der Agentur mit dem Tretroller herumgefahren und anschließend gegen die Wand. Das hat unheimlich gerumpelt, aber so richtig weh getan hat es nicht, schließlich hab ich den ganzen Schmerz auf den Kopf fokussiert. Deswegen frage ich mich, wo die Prellung in der rechten Schulter herkommt.

Mann, Mann, ich weiß auch nicht, wie ich so was immer mache.

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Letzte Woche habe ich meine Zwischenprüfungsergebnisse bekommen. Wie erwartet waren die Ergebnisse nicht wirklich hervorragend – teilweise habe ich dann aber erfahren, dass es tatsächlich Leute gibt, die noch wesentlich schlechter abgeschnitten haben als ich sonst, teilweise sogar mit Fünfen. Man könnte jetzt natürlich meinen, dass wir alle nichts in der Birne haben und total unqualifiziert für den Beruf „Mediengestalter“ sind.

Was ich sehr kritisch finde, ist, dass die Inhalte, die die Berufsschule vermittelt1, nicht viel mit den Inhalten der Prüfungen zu tun hat, die die ZFA stellt. Die beiden Organe arbeiten nicht gemeinsam auf ein Ziel hin: den Mediengestaltern von morgen die Inhalte sinnvoll zu vermitteln und abzuprüfen.
Ich hatte in der Zwischenprüfung Aufgaben, die Dinge abgefragt haben, die ich noch nie in meinem ganzen Leben gehört habe. Des Weiteren fand ich die Formulierungen in den Aufgabenstellungen zur praktischen Zwischenprüfung sehr irreführend und ungenau – und da war ich nicht die Einzige. Wie man da etwas nach Vorstellungen der ZFA erschaffen soll, ist fraglich.

Wenn man dann noch einen Betrieb hat, der Entscheidungen wie Verkürzungen des Lehrjahres von den Noten der Zwischenprüfung abhängig macht (die ja nicht mal etwas zählt), kann man schon gratulieren. Schließlich ist man auf die Prüfung nicht genügend vorbereitet – dass das ein Problem eben dieser Schulausbildung ist und nicht immer nur am Auszubildenden selbst liegt, kommt den wenigsten Chefs in den Sinn.

Manchmal frage ich mich überhaupt, warum ich in die Schule gehen sollte. Ich bekomme eine halbe Stunde Zeit, um Arbeitsblätter wie diese auszufüllen, Vierecke in Kästen zu zeichnen und jede Deutsch-Stunde eine Inhaltsangabe zum gleichen Text zu schreiben. Und wieso habe ich eigentlich Religion? Mandalas hab ich zuletzt im Kindergarten ausgemalt und was über Dinosaurier kann ich auch in meinem Was-ist-was-Buch nachlesen, wenn mir todeslangweilig ist.
Viele Lehrer haben theoretisch einiges auf dem Kasten. Manchmal fragt man sich aber doch, ob die mit ihren Ansichten nicht im Jahre 1998 stehen geblieben sind. Und bei manchen fragt man sich, ob die überhaupt was in der Birne haben.
Und die Praxis erst, wohoo. Ich schneide einen Film, und wenn ich eine Frage habe und einen Effekt hinzufügen möchte, muss der Lehrer erst mal selbst suchen. Ich bekomme drei Schulstunden Zeit, um in PHP Zählerschleifen zu programmieren, die von eins bis zehn auf einer Webseite ausgegeben werden. Leider sieht der „computergestützte Unterricht“ überwiegend so aus. Dass da die Motivation sinkt, ist selbsterklärend.

Im Endeffekt ist man völlig auf den Betrieb angewiesen und eben auf sich selbst, wie viel man aus sich selbst und der Ausbildung herausholt. Und das schimpft sich dann „duale Ausbildung“. Ich hab da ehrlich gesagt viel mehr von der Schule erwartet, und kann über die Ergebnisse der Zwischenprüfung nur müde lächeln.


  1. Ich kann natürlich nur von meiner Ausbildung in der Schule sprechen.

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