Ich habe mich gerade auf mein heißes Glätteisen gesetzt …
Eigentlich hatte ich ja die Idee, jeden Tag irgendwas Tolles zu machen. Zum Fernsehturm fahren, das Mercedes-Benz-Museum besuchen oder anderes Kulturelles.
Im Endeffekt lief es aber darauf hinaus, dass ich morgens aufgestanden bin (ja, hey, vor zwölf, kaum zu glauben!), meine Pfandflaschen gepackt habe und einkaufen war. Pommes und Pizza (Mittag- und Abendessen). Ich liebe gesundes Essen. Anschließend habe ich bei Lilivy ausgemistet und danach Besuch von Ina bekommen. Die mit dem Klupo.
Mitbewohner S. hat ab drei Uhr nachmittag dann die Fetz schlechthin veranstaltet (was man am Ausmaß der Sauerei im Wohnzimmer und in der Küche sehen kann), so dass ich mir überlegt habe, dass ich das ja auch kann. Hab dann kurz darauf spontan mal alle möglichen Leute für den zweiten August zu mir bestellt. Quasi die „Fete ohne jeglichen Grund“. Find ich gut. Hab ich am Tag danach wenigstens mal einen Grund, aufzuräumen.
Heute hatte ich kurzfristig Besuch von Arbeitskollegin F. und ihrer komischen Klassenkameradin bekommen. Kollegin F. hat sich dann vor Freude an den Ratten fast in den Rattenkäfig reingesetzt, die Komische saß völlig apathisch auf meinem Bett/Sofa herum und starrte die Wand an. Gut, wenn die Wohnung, in die man kommt, völlig verdunkelt ist, überall leere Bierkisten, Pizzaschachteln und Longpapers herumliegen, prägt das einen für das restliche Leben. Kann ich schon verstehen.
Ansonsten ist der Verlauf meines heutigen Tages noch völlig offen, mal sehen, was mir heute noch bevorsteht. Wahrscheinlich werde ich den ganzen Tag Pro 7 gucken.
Eigentlich hatte ich ja geplant, mit meinen Geschwistern das Wochenende nach München zu gehen. Leider kam uns dann ein Marder dazwischen … also dem Auto.
Ich bin also dann zu meinen Geschwistern gefahren in der Annahme da geht voll die Action. War ja auch geplant – also die Action. Im Endeffekt gammelten (also mit gammeln meinte ich echt gammeln: der eine hing überm Stuhl, der andere unterm Tisch, der nächste im Hamsterkäfig …) wir (also wir (also meine Geschwister und ich) und Mona und Martin und Mr. I (also die Triple-M-Crew)) dann rund sechs Stunden im Zimmer meines Bruders herum und steckten uns Wäscheklammern ins Gesicht. Nebenbei bemerkt habe ich den unglaublichen Ohrwurm vom ultimativen Show-me-your-genitals-Video. Bullshit. Aber vielleicht verdrängt das meinen bisherigen Ohrwurm „I want to break free“ von Queen. Der ist war seit rund drei Monaten auf dem ersten Platz meiner Top-Ohrwürmer-Liste.
Im Übrigen habe ich am Samstag noch einen kleinen Schrank bekommen (also eigentlich zwei, aber mehr als einer passt ja voraussichtlich eh nicht in mein Zimmer). Damit kann ich meinen Fernsehtisch als Kleiderschrank ablösen, die Kleider in den Schrank tun und meinen Fernsehtisch wirklich so nutzen wofür er eigentlich bestimmt ist, nämlich als … Fernsehtisch. Hab nämlich auch noch einen kleinen Fernseher dazu bekommen.
Jetzt muss ich das nur alles richtig anordnen, dass auch alles irgendwohin passt. Ehrlich gesagt dachte ich schon, dass das Zimmer nach dem neuen Bett und dem Rattenkäfig zu voll ist um überhaupt noch laufen zu können. Aber wie ich so merke, passt in so knappe zehn Quadratmeter viel mehr rein, als man ahnt – man muss nur wissen wie. Stapeln.
Und als nächstes streiche ich mein Zimmer irgendwie … Die Idee kam mir gerade eben. Hab ja Urlaub und sonst nichts zu tun. Hab zwar noch nie was gestrichen, aber so schwer kann’s ja nicht sein (wobei das meist so ist, dass es zur totalen Katastrophe ausartet wenn ich das so sage).
Hoffentlich sieht Mitbewohner S. die Kratzer nicht, die ich im Flur in den Laminatboden gemacht habe, als ich den Schrank in mein Zimmer geschoben habe. Und wie ich die im Zimmer wegbekomme, muss ich noch ausklügeln. Notiz an mich … unbedingt die Filz-Böbbl suchen.
Jul
17
Die letzten Tage wurde ich mal wieder mit Erkenntnissen überhäuft.
Erste Erkenntnis: Wäsche, die man waschen wollte, ist nicht unbedingt gewaschen, wenn man sie aus der Waschmaschine holt.
Aber normalerweise sollte man das merken. Vor kurzem habe ich also ’ne Runde Wäsche in unsere Waschmaschine gestopft, Waschmittel eingefüllt, die Maschine eingeschalten. Da mein Mitbewohner kurz nach mir gewaschen hat, hat er mir meine Wäsche aus der Maschine in einen Wäschekorb geworfen und ins Wohnzimmer gestellt.
Ich hänge die Wäsche auf und wundere mich noch, warum die Wäsche eigentlich so trocken ist … aber egal. Kann ja nur von Vorteil sein. Hab sie also wieder abgehängt und irgendwann auch angezogen – bis ich gemerkt habe, dass ich nicht wirklich so frisch rieche.
Ich habe keine Ahnung, wie ich es geschafft habe, die Wäsche in der Waschmaschine nicht zu waschen … Aber wir wissen ja alle, dass ich derartige besonderen Talente intensiv pflege.
Zweite Erkenntnis: Treppen laufen stinkt nach Käse.
Bei uns im Gebäude, wo sich neben anderen Agenturen auch unsere befindet, ist seit gestern der Aufzug kaputt. Dass das irgendwann passieren würde, ahnte ich schon länger – schließlich hat’s da immer Schläge getan, das war ja nicht mehr feierlich – aber dass ich bei der final ride live dabei sein würde – mehr als zwanzig Minuten eingesperrt (so hilflos fühlte ich mich zuletzt, als ich mich mal wieder von daheim ausgesperrt hatte), habe ich ja auch nicht geahnt.
Schön ist natürlich auch, dass wir das außerordentliche Glück haben, im vierten Stock zu arbeiten. Und mir persönlich reicht ja schon morgens zu Hause drei Stockwerke runter zu gehen … und abends wieder hoch … aber wie wir alle wissen: schlimmer geht’s ja bekanntlich immer. Alles für die Sportlichkeit. Und die Figur. Was auch immer.
Dritte Erkenntnis: Mit ’nem Sixpack Bier rumlaufen gibt einem voll das Alki-Image.
Warum auch immer. Ich habe den Sixpack Tannenzäpfle auch nur für den heutigen Geburtstag meines Ausbilders R. besorgt. Man muss ja was kaufen, womit sich die Leute identifizieren können. Also, nicht dass mein Ausbilder sich jetzt mit Bier identifiziert, aber er trinkt das halt gerne. Ja. Ich ja nicht. Aber das sieht man mir ja nicht an. Deswegen haben mich auch alle etwas verdutzt angestarrt, als ich mit ’nem Sixpack in der einen Hand und Gummibärchen in der anderen nach Hause lief. Oder ich fühlte mich verdutzt angestarrt. Keine Ahunung. Fühlte sich jedenfalls so … falsch an. Ja. Das trifft’s. (Ich glaube, dieser Absatz gibt überhaupt keinen Sinn.)
Viertens: Meine Unterseiten auf dem Blog sehen aus wie hingekackt und hingeschissen.
Was daran liegt, dass ich vor kurzem aus Versehen die CSS-Datei gelöscht habe und eine ältere Version draufgespielt, die wohl noch nicht so ganz fertig war. Entweder ich schaue jetzt bis zum neuen Theme, das irgendwann in 7635445698 Millionen Jahren von mir erstellt und gebastelt wird, nie wieder die Unterseiten an, oder ich mach das Default-Theme wieder drauf.
Ich kauf mir beim Schlecker um die Ecke immer so Hello-Kitty-Bullshit (Bullshit ist im Moment auf dem ersten Platz meiner Universell-einsetzbaren-Wörter-Liste). Seit vorgestern bin ich nun im Besitz dieses pinken fabelhaften im Innern hohlen Hello-Kitty-Plastik-Figürchens in dem pinke und weiße Zuckerkugeln drin waren.
Das ist ab heute mein absolutes Geheimversteck – ich überlege mir nur noch, was ich da rein tu‘. Und ’nen Sticker, bei dem ich noch nicht weiß, wo ich ihn hinkleben soll, habe ich auch. Aus dem Hello-Kitty-Lollipop-und-Popping-Candy-Ding für neunundvierzig Cent.
Ich glaube ich klebe den Sticker einfach in die Figur.
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Jenny, 22 Jahre jung. Schon immer in Baden-Württemberg lebend.
(Ist froh, dass sie nicht genauso schreibt wie sie spricht.)
Hat seit Sommer 2007 das Abi in der Tasche beginnt nun eine Ausbildung
zur Mediengestalterin.



