letztes Jahr war definitiv eines meiner Musik-Jahre schlechthin – viele neue Künstler entdeckt, acht größere Konzerte besucht und viele hunderte Songs gehört. Eigentlich gehört der Artikel längst ins alte Jahr, trotzdem möchte ich keinem die Top Ten, basierend auf meinen last.fm-Profil, meiner meist gehörtesten Künstler vorenthalten.

Platz 10 – Depeche Mode

Depeche Mode
Foto: Anirudh Koul

Gehört: 546 Mal. Lied des Jahres: John The Revelator. Empfehlung: Peace. Neuestes Album: Sounds of the Universe (2009). Konzert: Sonntag, 8. November 2009 in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle, Stuttgart.

Depeche Mode gehört definitiv zu den Bands, die absoluter Kult und einfach zeitlos sind. Meine erste Berührung mit der Band war mit der CD „The Singles 86–98“, die ich damals bei meinem Vater entdeckt habe – richtig reingehört habe ich mich im Jahr 2008. Nachdem klar war, dass Depeche Mode 2009 auf Tour gehen würde, und sogar nach Stuttgart kommen – hatte ich meine Karte quasi schon bestellt. Das Konzert war einfach absolut gigantisch und ein Erlebnis, das ich nur jedem Depeche-Mode-Fan weiterempfehlen kann.

Platz 9 – The Ting Tings

The Ting Tings
Foto: thiagolaf

Gehört: 651 Mal. Lied des Jahres: That’s Not My Name. Neuestes Album: We Started Nothing (2008).

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf The Ting Tings kam – klar war jedenfalls, dass sie keine Band waren, die mein Herz von Grund auf erobert haben. Ich habe auch recht lange gebraucht, bis ich mich in deren bis jetzt einziges Album „We started nothing“ reingehört habe, das bedauerlicherweise auch „nur“ etwas mehr als eine halbe Stunde Musik bietet, und wenn wir ganz ehrlich sind, wenig Abwechslung. Trotzdem haben mich ihre Party-und-Gute-Laune-Tracks 2009 ziemlich oft begleitet und immer wieder aufgeheitert. Ich bin gespannt, das was Duo aus Großbritannien in Zukunft noch zu bieten hat.

Platz 8 – Wir sind Helden

Wir sind Helden
Foto: bahoolala

Gehört: 798 Mal. Lied des Jahres: Monster. Empfehlung: Guten Tag. Neuestes Album: Soundso (2007). Lieblingsalbum: Die Reklamation (2003).

Meine deutsche Lieblingsband schlechthin – und ungeschlagen. Wir sind Helden waren aber die letzten zwei Jahre zu sehr mit Kinderkriegen beschäftigt, als dass sie Musik gemacht haben. Deswegen gab es 2009 auch nichts Neues zu hören, dafür aber zwei Kinder mit den aufregenden Namen Friedrich Mimi Lucille. Da sie aber eben zu meinen Lieblingen gehören, wurden sie 2009 trotzdem dementspreched oft gehört.

Platz 7 – Clueso

Clueso

Gehört: 938 Mal. Lied des Jahres: Herz Boom Boom. Neuestes Album: So sehr dabei (2008). Lieblingsalbum: Gute Musik (2004).

Clueso hat Ende des Jahres 2008 auch mein Gehör erreicht. Davor war mir der Hype um ihn, vor allem innerhalb meiner Familie, völlig unbegreiflich. Das meiste war mir zu hip-hop-mäßig angehaucht, weshalb ich meistens einen großen Bogen um Clueso gemacht habe.
Dann aber erschien 2008 das Album „So sehr dabei“ – und schneller als ich erwartet hatte, war ich dann auch mit meinen Geschwistern noch im selben Jahr auf dem Konzert. Clueso hat mich 2009 musikalisch durch das Jahr begleitet – hatte ja an Alben auch eine Menge nachzuhören.

Platz 6 – Sophie Hunger

Sophie Hunger
Foto: Daniel Gasienica

Gehört: 1013 Mal. Lied des Jahres: Walzer für Niemand. Empfehlung: Leaving The Moon. Neuestes Album: Monday’s Ghost (2008). Konzert: Freitag, 25. September 2009, Theaterhaus in Stuttgart.

Sophie Hunger war die Zufallsentdeckung des Jahres – ihr Titel „The Tourist“ lief damals im Radio auf Motor FM, als mich mein Kollege nach der Arbeit nach Hause gefahren hat. Eigentlich habe ich das Album auch für ihn besorgt, im Endeffekt habe ich es dann letztendlich wohl mehr gehört als er. Und es hat mir auf Anhieb gefallen. Das Konzert im Theaterhaus in Stuttgart war auch augesprochen großartig und zauberhaft.

Platz 5 – Muse

Muse

Gehört: 1082 Mal. Lied des Jahres: Undisclosed Desires. Empfehlung: Bliss. Neuestes Album: The Resistance (2009). Lieblingsalbum: Origin of Symmetry (2001). Konzert: Freitag, 20. November 2009, Olympiahalle in München.

Es ist jetzt schon sechs Jahre her, als ich Muse das erste mal mit „Time is running out“ gehört habe – was auch eher Zufall war, hörte man in Deutschland bis dato fast gar nichts von ihnen. Niemals hätte ich gedacht, dass diese Band irgendwann mal die sein würde, die ich so oft höre.
Während die letzten Alben eher etwas schwer und traurig waren, ist das neue und heiß erwartetet Album „The Resistance“ genau das Gegenteil. Das schon schwer klassik-lastige Album ist durch und durch Musikgenuss pur, und das Konzert in München war dementsprechend genau das, was ich erwartet hatte.

Platz 4 – Ellen Allien & Apparat

Ellen Allien
Foto: nudevinyl

Gehört: 1100 Mal. Lied des Jahres: Do Not Break. Empfehlung: Down (Ellen Allien), Way out. Neuestes Album: Orchestra of Bubbles (2006).

Wer gerne (deutsche) elektronische Musik hört, kommt um Ellen Allien definitiv nicht herum. Somit bin ich irgendwann Ende 2008 von Ellen Allien auf Ellen Allien & Apparat und deren Album „Orchestra of Bubbles“ gestoßen. Der Song „Do Not Break“ ist definitiv eines der besten Stück neben „Way out“.

Platz 3 – Tegan and Sara

Tegan and Sara
Foto: Lost Albatross

Gehört: 1155 Mal. Lied des Jahres: Walking With a Ghost. Empfehlung: Call it off. Neuestes Album: Sainthood (2009). Lieblingsalbum: So Jealous (2004). Konzert: Freitag, 27. November 2009, Theaterfabrik in München.

Ich habe schon oft etwas von „Tegan and Sara“ – allerdings hatte ich nie das Bedürfnis, mich da näher zu informieren. Somit ging ich bis zum späten Sommer davon aus, dass Tegan and Sara ein Liebespaar sind, die halt irgendwie Musik machen, ha ha.
Meine Schwester hat mir irgendwann ein Album der Zwillinge auf meinen iPod gespielt, und nachdem ich mich etwas an den Sound gewöhnen musste, wurde ich ein kleiner Fan und weiß inzwischen, dass beide durch und durch weiblich sind. Das Konzert in München war toll – voller exzentrischer Menschen, Lesben und Modeopfer.
Ich finde die Alben durchaus hörenswert, auch wenn meiner Meinung nach jetzt kein roter Faden durch das Gewühl der Songs der CDs geht, die meistens auch nur etwas mehr als eine halbe Stunde Musik bieten. Umso mehr erstaunt es mich, dass ich innerhalb kürzester Zeit die beiden knapp 1200 Mal gehört habe.

Platz 2 – Zero 7

Zero 7 und Sia
Foto: Manuel Lino

Gehört: 1174 Mal. Lied des Jahres: Throw it all away. Empfehlung: Somersault, Home. Neuestes Album: Yeah Ghost (2009). Lieblingalbum: The Garden (2006).

Der einzige Grund, warum ich angefangen habe, Zero 7 zu hören war, dass die tolle Sängerin Sia Furler oft auf den Alben des britischen Duos zu hören ist – vor allem auf „The Garden“. Zero 7 macht tolle und ruhige Musik, die berührt – und die auch in Serien und Filmen wie „CSI – Den Tätern auf der Spur“, „Six Feet Under“, „Garden State“, „Dr. House“ und „Sex and the City“ gespielt wurde. Definitiv einer meiner absoluten Lieblingsbands 2009.

Platz 1 – Sia

Sia Furler
Foto: kk+

Gehört: 2008 Mal. Lied des Jahres: Academia. Empfehlung: Soon we‘ll be found, The girl you lost to cocaine. Neuestes Album: We are born (2010). Lieblingsalbum: Colour the small one (2004). Konzert: Donnerstag, 30. April 2009, 59:1 in München.

Eine Sängerin, die sich innerhalb weniger Wochen an die Spitze meiner Top-Sängerin etabliert hat – Sia. Das erste Album, „Colour the small one“ – war gleichzeitig das Album, das mich immer noch nach so langer Zeit glücklich und gleichermaßen traurig macht, und mein komplettes Jahr 2009 repräsentiert. Es hängen so unglaublich viele Erinnerungen daran, dass ich in meinem Kopf gar nicht genau weiß, wo ich anfangen soll zu sortieren. Eines der bekanntesten Lieder ist „Breathe me“, das in mehreren Serien und Filmen wie „Six Feet Under“ oder „Phantomschmerz“ zu hören war.
Sia kenne ich seit 2008 über meinen Kollegen, bei dem ich eine Menge an toller Musik gefunden habe. Sie ist für mich defintiv „meine“ Künstlerin des Jahres 2009: unglaublich talentiert, so sympathisch, irgendwie verrückt und ausgestattet mit einer Wahnsinnstimme. Und im neuen Jahr sogar mit neuem Album.

***

Mein Musik-Jahr 2009

1. Januar 2010 um 22:26 Uhr

Musik, Retrospektive

13

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13 Kommentare

Das animiert mich jetzt immerhin, mir mal meine last.fm-Jahrescharts anzugucken.


[…] durch Jennys Eintrag “Mein Musik-Jahr 2009″ habe auch ich mir mal meine persönlichen Jahrescharts 2009 […]


Schön! :-D
Jetzt mach ich ein Musikabend aus dem 1./2.Januar…


Moin,

„Garden State“ heisst der Film bezueglich Zero 7 :)



yeah!! fein…

(wobei du sia ruhig noch einmal hättest hören können :P 2009 mal in 2009 ;) )


im gegensatz zu deinem jahr, war meines absolut KEIN musikjahr. sehr schade eigentlich. aber ich muss saskia zustimmen =D einmal mehr ^^


gefällt mir. Unser Geschmack is garnich ähnlich


[…] sich selbst, Pene hasst Jahresrückblicke, auf lil.bit gibt’s ein paar dicke Brummer, Jenny teilt gute Musik mit uns, Merlin macht Party, Hipster Runoff zelebriert das neue Jahr, io9 steht […]


Also Tegan & Sara würde definitiv auch auf meine Jahresendliste kommen, sofern ich eine hätte. Die gehören schon seit langem zu meinen Favoriten. War übrigens auch auf dem Konzert in München. Wie klein die Welt doch ist. :-)


Henning: Das animiert mich jetzt immerhin, mir mal meine last.fm-Jahrescharts anzugucken.

Dir gefällt das.

Johannes: Jetzt mach ich ein Musikabend aus dem 1./2.Januar…

Schön. :)

quin: „Garden State“ heisst der Film bezueglich Zero 7 :)

Ich weiß. :kls War das wieder ein Wink mit dem Zaunpfahl? :)

stiller: Schöne Liste! :)

Danke!

Saskia: (wobei du sia ruhig noch einmal hättest hören können :P 2009 mal in 2009 ;) )

Ich weiß, das haben andere jetzt ach schon einige Male gesagt. -.-

Mona: im gegensatz zu deinem jahr, war meines absolut KEIN musikjahr.

Schäm Dich.

lisa: gefällt mir. Unser Geschmack is garnich ähnlich

Stimmt. „Deine musikalische Übereinstimmung mit Lisa ist Super.“

Frazier: War übrigens auch auf dem Konzert in München. Wie klein die Welt doch ist. :-)

Jaa, das denke ich mir manchmal auch. Aber eine große Auswahl an Städten hatte man ja nicht. :)


Das animiert mich jetzt immerhin, mir mal meine last.fm-Jahrescharts anzugucken.


[…] der Musik nicht so – das werdet ihr sehen, wenn ihr die Zahlen seht im Vergleich zu letztem Jahr. Lag daran, dass ich weniger Zeit am Rechner verbrachte, und mehr draußen. So eine Art […]