Wenn Kunden etwas wollen:
„Wir wollen was totals Ausgefallenes, Abstraktes, das jung und dynamisch ist und zu unserem Unternehmen passt. Es sollte nichts Offensichtliches sein, weil das ja schon so viele andere haben. Außerdem soll es nicht zu teuer und in drei Tagen fertig sein, da brauchen wir das nämlich.“
Immer schwer was Passendes zu finden, wenn derjenige im Prinzip überhaupt keine Vorstellungen hat. Und was man selbst unter etwas „Abstraktem, Ausgefallenem“ versteht, muss ja nicht zwingend das sein, was der Kunde will. Da kann man Tage mit verbringen, wirklich. Und dann wird man auch noch angemosert, weil man dem Kunden die Wünsche nicht von den Augen ablesen kann.
Ich mag so was nicht.
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14 Kommentare zu “Der Kunde ist König.”
haha… willkommen im club… was modernes, was alles kann, sich selbst pflegt und nix kostet.
aber der beste sparfuchs unserer kunden kam mit dem vorschlag doch seine 500mb mailspace die im packetpreis mit drin sind doch umzubuchen, als webspace, weil es ihm da zur neige ging, und er kein geld für n gig mehr zahlen wollte…
Meine Erfahrung dazu lässt mich folgende These aufstellen:
Ausgefallen-abstrakt + nicht offensichtlich + jung-dynamisch = Simpelhässlichformgedinge.
Janin: Da fällt mir ein: „Die Leiden des Webdesigners“:
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Ich sehe da gewisse Parallelen.
tux: aber der beste sparfuchs unserer kunden kam mit dem vorschlag doch seine 500mb mailspace die im packetpreis mit drin sind doch umzubuchen, als webspace, weil es ihm da zur neige ging, und er kein geld für n gig mehr zahlen wollte…
Oh Mann.
Das ist echt kranker Scheiß, überhaupt auf so eine Idee zu kommen.
R.: Das sagt mein Chef zu mir einmal im Monat und ich ignorier ihn jedes Mal auf’s Neue
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Das kann man nur ignorieren!
eriq: Ausgefallen-abstrakt + nicht offensichtlich + jung-dynamisch = Simpelhässlichformgedinge.
Da hast Du verdammt noch mal Recht, leider.
Es gibt da so einen Spruch:
Von den drei Eigenschaften „gut“, „schnell“ und „preiswert“ gibt es immer nur zwei auf einmal.
@Marc
Auch im Grundgesetz haben wir bei den Staatszielen ja ein magisches Viereck (oder auch Sechseck) von Zielen, die teilweise gegenläufig sind.
Die harte Realität auf dem Arbeitsmarkt, wie sie leibt und lebt.
Ich bewundere dich. Ich könnte nie auf Knopfdruck kreativ sein, und vor allem ja so eingeschränkt kreativ sein, da man die Wünsche des Kunden ja berücksichtigen muss und unter Zeitdruck steht.
Hast du nicht auch mal total einfallslose Phasen?
Marc: Von den drei Eigenschaften „gut“, „schnell“ und „preiswert“ gibt es immer nur zwei auf einmal.
Sehr weise.
Henning: @Marc
Auch im Grundgesetz haben wir bei den Staatszielen ja ein magisches Viereck (oder auch Sechseck) von Zielen, die teilweise gegenläufig sind.
Äh, äh – hä?
Katja: ch bewundere dich. Ich könnte nie auf Knopfdruck kreativ sein, und vor allem ja so eingeschränkt kreativ sein, da man die Wünsche des Kunden ja berücksichtigen muss und unter Zeitdruck steht.
Hast du nicht auch mal total einfallslose Phasen?
Irgendwann ist das nicht mehr wirklich Kreativität, da kombiniert man eben verschiedene Ideen, die man hier und da gesehen hat, zu etwas Neuem. Das bedarf aber viel an Routine und die habe ich gewiss noch nicht, daher kannst Du ganz sicher davon ausgehen, dass ich einfallslose Phasen habe.
Aber dafür gibt es ja noch die anderen, die einen dann unterstützen.
Dabei seit ihr doch so lustig drauf…
