Heute Morgen hab ich erst mal meine Pfandflaschen-Pyramide zerstört – beim Aufstehen. Und bedenkt man, dass sich meine Pfandflaschen-Pyramide knappe eineinhalb Meter vom Bett entfernt unter meinem Schreibtisch befindet (und eineinhalb Meter eine recht lange Distanz sind bei meinem Zehn-Quadratmeter-Zimmer), ist das eine ziemliche Höchstleistung. Deswegen versprach der Tag ein total produktiver zu werden. Ha ha.

Ich habe ja schon immer einen recht unregelmäßigen Schlaf“rhythmus“, weshalb es auch schon vorkommt, dass ich nachts mal nicht so viel schlafe. Und ich hatte es schon oft, dass ich dann da saß und echt jede Minute mindestens fast vom Stuhl rutschte, mit dem Kopf voraus auf mein in der Morgen-Hektik gebasteltes Salamibrötchen. Das war allerdings verdammt lange her, meist im Deutschunterricht und überwiegend in den Stunden, in denen wir depressiv angehauchte Exil-Lyrik behandelten. Dass mir das also jemals wieder passieren konnte, hielt ich für völlig ausgeschlossen.
Eigentlich ist man ja vor dem Rechner recht beschäftigt (schauen, mit der Maus herumfahren, tippen, etc.), was verhindern sollte, dass man in einen Sekundenschlaf fällt. Inzwischen weiß ich aber, dass das Vermaßen von Screendesigns in der Bullenhitze den gleichen Unterhaltungswert hat wie Heimat- und Exil-Lyrik. Deswegen waren die vier Euro Verdienst auf die Stunde heute – zugegeben – eigentlich nicht wirklich gerechtfertigt.

Ich habe mir auch fest geschworen, dass ich abends nicht vor neun Uhr schlafen werde. Aber ab sieben konnte ich die Augen nicht offen halten und bin voll eingenickt und habe mein Zimmer abgedunkelt und total vorsätzlich geschlafen. Das mit dem Willen und dem Durchsetzen muss ich unbedingt noch üben.
Nun ja, auch schön, um ein Uhr in der Nacht wieder wach zu sein, ich sollte jetzt unbedingt etwas Produktives tun, um das alles vom Tag wieder auszugleichen. Ich hör einfach mal eine Runde Schlager. Immerhin hat Vicky Leandros den vierten Platz beim Grand Prix erreicht, das muss man ehren. Und mir fällt gerade auf, dass ich genau ihre Frisur habe, ich sollte mir die Haare unbedingt auch mal nach innen föhnen.

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Effektiv produktiv sein

26. Mai 2009 um 01:02 Uhr

Blogroll, Retrospektive

7

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7 Kommentare zu “Effektiv produktiv sein”

Gute Nacht! Ich geh schlafen…


Bei mir brauchts keine Bollenhitze und eine langatmige Aufgabe, dass ich mal vor dem Bildschirm einschlafe *sigh*


Ich wäre gestern auch gern um 7 eingepennt. Am Ende wars um drei Uhr in der Nacht. Ächz!


wenn man um deine nächtliche aufsteh-uhrzeit noch wach is und aber davor noch nich geschlafen hat, dann is das auch nich so gut…….wie ich heute merke :liaf


Henning: Gute Nacht! Ich geh schlafen…

Gute Nacht.

Der MfG: Bei mir brauchts keine Bollenhitze und eine langatmige Aufgabe, dass ich mal vor dem Bildschirm einschlafe *sigh*

Oh. Hm. Das ist dann doch doof.

stiller: Ich wäre gestern auch gern um 7 eingepennt. Am Ende wars um drei Uhr in der Nacht. Ächz!

Stimmt, das ist auch irgendwie kontraproduktiv (tolles Wort).

Saskia: wenn man um deine nächtliche aufsteh-uhrzeit noch wach is und aber davor noch nich geschlafen hat, dann is das auch nich so gut…….wie ich heute merke :liaf

Ja. -.-


Meine Kontraproduktivität ist eh größer als meine Produktivität. Glaub ich manchmal. ;)


Hehe, oh ja. ;-) (Also bei mir, nicht bei Dir … oO )


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