ein Wochenende war überaus spannend. Nachdem ich unter anderem auf einer Einweihungsparty von Saskias Lebensabschnitts-Bruder war, etwa sieben Stunden auf dem Boden geschlafen, eine Reportage über die Cassini-Huygens gesehen, zum Frühstück Fladenbrot und Käse und die Kopfschmerzen des Todes dank dem Wetterumschwung hatte … ist mein persönliches Highlight ja meine Umstell-Aktion in meinem Zimmer. Ich weiß auch gar nicht, wie ich eigentlich auf die Idee gekommen bin, die Möbel in meinem Zimmer umzuräumen. Auf zehn Quadratmetern die Möbel zu verrücken ist nämlich gar nicht so einfach. Also, wenn man danach noch Platz haben will.
Ich bin ja sehr impulsiv. Das ist manchmal gut. Meistens aber nicht. Und weil ich ja so impulsiv bin, dachte ich mir, ich könnte mit der Aktion auch nachts um zehn anfangen. Wer braucht schon einen Plan. Wer braucht Tageslicht oder Schlaf. Völlig überbewertet! Deswegen war eben zwei Stunden später zwar alles umgestellt, irgendwie, aber so, dass ich weder den Fernseher, geschweige denn meinen Rechner und die Anlage, an den Strom anschließen konnte. Obwohl der Meterstab in den paar Stunden mein bester Freund war. Aber irgendwie musste ich ja in dem ganzen Chaos halbwegs professionell aussehen.
Außerdem lag alles Zeug, das eben so immer lose in meinem Zimmer herumliegt, auf dem Boden rum, das mir jedes Möbelrücken verhinderte. Und die ganzen Pfandflaschen! Ich dachte eigentlich, die hätte ich präventiv in der XXL-Karstadt-Tüte unterm Tisch im Essbereich hingestellt, aber die Pfandflaschen waren einfach ÜBERALL! Leck mich die ganze Welt am Arsch. Wie passen in ein so kleines Zimmer mehr als fünfzig Pfandflaschen, ohne dass man sie sieht!
Nun ja, jedenfalls habe ich am Tag darauf alle losen Gegenstände, die man eigentlich eh nicht braucht, temporär ins Wohnzimmer verfrachtet, und meine Möbel so hingerückt, dass es Sinn macht. Zwar musste ich notgedrungen den Router vor Mitbewohnerin A.s Zimmertür ziehen, damit mein LAN-Kabel auch an den Rechner reicht, aber es geht. (Ich hoffe, sie bricht sich jetzt nichts oder so.) Und mein Fernsehtisch, der nicht von alleine steht, weil die stützende Rückwand fehlt, steht jetzt von alleine. Also, zwischen zwei Schränken. Total ausgefuchst, wie ich das gelöst habe. Außerdem sollte man keinem erzählen, dass ich die Kabel meiner Anlage mit Klebeband verbunden habe, anstatt mit Lüsterklemmen. Überhaupt war das Klebeband ein sehr guter Ersatz für so ziemlich alles.
Was noch ganz toll ist, ist, dass am Donnerstag der Waschmaschinen-Mann kommt. Das heißt, dass ich nach Wochen endlich nicht mehr von Hand waschen muss, obwohl ich mich irgendwie echt dran gewöhnt habe. Trotzdem befürchte ich, dass das meinen Kleider-Kreislauf stören konnte. Denn momentan ist es so, dass ich ja viel zu waschende Wäsche habe, die ich aber nie massenweise wasche, weil das a) zu anstrengend ist und b) Blasen an den Daumen macht. Somit habe ich gerade nie das Problem, dass ich keinen Platz mehr im eh zu kleinen Schrank für saubere Klamotten habe, sondern alles total ausgewogen zwischen sauberer und zu waschender Wäsche ist. Großartige Sache also. Ich muss mir unbedingt was Bahnbrechendes einfallen lassen.
Aber jetzt, glaube ich, fall ich erst mal ins Koma.
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13 Kommentare
is irgendwie eh alles durcheinander geschrieben oder? 
bei mir musstest ja vorm frühstück keine cassini-huygens reportage sehen, sondern formel 1 xD LOL…du opfer 
naja…die reihenfolge hat mich zumindest jetzt so verwirrt, dass ich auch ma besser schlafen geh 
gute nacht
Du hast nen Meterstab verwendet? Das ist doch total unimpulsiv. Ich stelle grundsätzlich erst um, und stelle dann fest, dass ich meine eletrischen Geräte mangels Kabel gar nicht anschließen kann. Scheiß Augenmaß.
wie sprach doch der erfahrene zimmerumgestalter und liverollenspieler…… mehr tape!
den tape hilft immer
Es ist immer wieder ein Genuß deinen Blog zu lesen … danke Jenny für diesen Lichtblick am Morgen
und es ist imme rgut DuctTape im Hause zu haben:
http://www.joe-ks.com/archives_mar2005/DuctTapeWallBed.jpg
Saskia: is irgendwie eh alles durcheinander geschrieben oder?
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Richtig. Kaum macht man was nicht chronologisch, ist die Welt durcheinander.
Xooyoo: Du hast nen Meterstab verwendet? Das ist doch total unimpulsiv.
Sehr viel hat er ja nicht gebracht!
svnshadow: den tape hilft immer
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Yeah.
Der MfG: Es ist immer wieder ein Genuß deinen Blog zu lesen … danke Jenny für diesen Lichtblick am Morgen
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Yeah, ha ha. Danke. Und äh, nee. Wegen an die Wand tapen und so.
Matthias: Jenny voll Tatendrang, Respekt. Zimmer umräumen et cetera finde ich grausam…
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Kommt auch nicht immer vor.
Ich wollt mein Wohnzimmer auch mal umräumen, aber das Sofa kann ich keine 10 cm bewegen… und habe auch keine Lust das auseinander zu bauen. Geschweige denn das ich das könnte.
PS: Fotos bitte!
[…] S. hat war heute ganz fein drauf und hat meine ganzen Pfandflaschen, ihr erinnert Euch, abgegeben. Ihr könnt ja mal raten, wie viel Euronen es waren. Wer es errät … hm, […]
