or etwas mehr als sieben Monaten bin ich in meine WG gezogen, die ich mir mit Mitbewohner S. und F. teile. Eine WG hat freilich Vorteile: Es ist relativ günstig, man muss sich (meist) nicht um TV- oder Internet-Anschluss kümmern und ich habe hier eine Waschmaschine, Spülmaschine, Geschirr … alles, was man sich natürlich anschaffen muss, wenn man alleine wohnen möchte. Ich sehe meine Mitbewohner relativ selten, gehen mir ergo auch nicht aufn Sack. Sind auch so sehr umgänglich.
Ich mag’s in der „männlichen Umgebung“ eigentlich doch sehr. Macht keiner einen auf Freundschaft, will mit einem am Abend Daily Soaps gucken und lästert anschließend dann mit der anderen Mitbewohnerin ab, wie schlecht meine Haare wieder sitzen.
Allerdings gibt es doch etwas, das mich hier stört, und das ist der Hang zur krassen Unordentlichkeit. Und da spreche ich nicht davon, dass hier ’n paar Jeans im Wohnzimmer rumliegen, sondern was die Küche angeht. Es wird fleißig gekocht, danach weder der Herd noch die Arbeitsplatte geputzt, keine Töpfe vom Herd geräumt oder Essensreste in den Kühlschrank gestellt. Als hätten die Herren der Schöpfung nie von Mama oder Papa gezeigt bekommen, wie man putzt. Unglaublich. Vor allem nach Partys sieht es teilweise nach Tagen immer noch so aus, wie nach dem Tag der Feier. Und das ist einfach etwas, das mich total ankotzt. Ich stehe teilweise echt fluchend in der Küche.
Ich bin echt auch nicht die Ordentlichste, gewiss nicht, aber wenn ich die Küche verlasse, dann so, dass der Nächste sie ruhigen Gewissens benutzen kann. Das habe ich in meiner bisherigen Zeit in der WG gelernt.
Das Schlimme ist, dass es langfristig auch nichts bringt, die Leute darauf anzusprechen. Anfangs habe ich Zettel überall abgeklebt, wo etwas nicht in Ordnung war. Funktioniert nicht langfristig. Darauf ansprechen funktioniert nicht langfristig. Vor kurzem habe ich einen DIN-A4-Zettel in die Küche gehängt, wie man diese zu verlassen hat, wenn man sie benutzt (!). Funktioniert aber auch nicht.
Ich bin echt froh, wenn ich hier ausziehen kann. Ich würde es sofort tun, wären da nicht die ganzen Anschaffungskosten für die grundlegenden Dinge für eine Wohnung, die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und der kurze Weg zur Arbeit und Schule.
Und schon wieder umziehen muss nun auch nicht sein. Das ist einfach total nervig. Es gibt nichts Nervigeres, als umzuzuziehen. Ich packe schon überhaupt nicht mehr aus aus den Kartons als das Grundlegende (wobei mein Zimmer jetzt auch nicht viel Platz hergibt, um alles irgendwo hinzustellen), weil ich schon an den nächsten Umzug in spätestens eineinhalb Jahren denke, und ich alles wieder einpacken muss.
Die eininhalb Jahre bekomme ich gewiss auch rum, keine Frage. Aber dies alles … auf Dauer. Geht echt nicht.
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12 Kommentare
Vielleicht muss du das mit deinen Mitbewohneren doch noch mal grundlegend Ansprechen. Bei einer Bekannten gab es die Regel das alles was länger in der Küche steht und den Mitbewohner nervt umgehend in dessen Bett befördert wird. Und wer will schon mit Essensresten schlafen? Ich glaube da räumt man doch lieber über kurz oder lang auf, als die seine Hinterlassenschaften im eigenen Bett vorzufinden 
Greez Julie
heute morgen hat mich erst ein Kumpel gefragt was de rUnterschie zwischen einer WG und einer Wohnung in der Ehe (beispielsweise) ist.
Der Unterschie ist, dass man in der normalen Wohnung nach dem Essen spült, während man in der WG vor dem Essen spült. Ich lebe allein, aber das mit dem Vor dem Essen spülen ist mir bekannt
Ach ja – und dnan gibts noch die 3 Regeln für „Wieder lebendiger Kühlschrank“ … vornehmlich anzutreffen in WGs:
Regel 1: Was ein Fell hat, wird gestreichelt
Regel 2: Was reden kann, wird gegrüßt!
Regel 3: Gefährlich wirds, wenns den Kühlschrank von innen zuhalten kann.
Oh man, das kann ich mir vorstellen.. ich bin kein WG-Typ, das würde mich krank machen wenn da jemand wohnt, wo ich wohne.. (falls das mal meine spätere Topmodel-Frau liest: Ich liebe dich und ähm.. es gibt nichts schöneres als mit dir zusammen zu leben Schnucki..)
Ja red mal mit denen und: Umziehen ist doch toll, ich zieh auch bald um, es gibt bestimmt irgendwo günstige tolle Wohnungen bei euch, das ist doch besser als es dort „aushalten“ zu müssen. Echt jetzt.
Helmüt: Pass dich einfach an und lass deine Pommes überall rumfliegen.
Klasse Idee.
die_julie: Bei einer Bekannten gab es die Regel das alles was länger in der Küche steht und den Mitbewohner nervt umgehend in dessen Bett befördert wird.
Das geht dann schon zu weit und führt glaub nur zu mehr Stress, als dass es was lösen würde. Aber nette Idee!
Der MfG: Der Unterschie ist, dass man in der normalen Wohnung nach dem Essen spült, während man in der WG vor dem Essen spült. Ich lebe allein, aber das mit dem Vor dem Essen spülen ist mir bekannt
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Wir haben ja noch den Luxus der Spülmaschine.
Und das mit den Regeln …
Marcel: Umziehen ist doch toll, ich zieh auch bald um, es gibt bestimmt irgendwo günstige tolle Wohnungen bei euch, das ist doch besser als es dort „aushalten“ zu müssen.
Bestimmt. Bis dahin muss ich aber noch etwas sparen.
we: wir hätten noch platz im abstellraum
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Juhu!
Henning: Leider kenne ich solche Probleme.
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Joah.
Kann ich ein Lied von singen… ich fühle mit Dir.
Tritt ihnen gewaltig in den A*** oder besser: lad doch mal ihre Eltern zum Besuch ein
du weißt ja unser angebot zum umziehen…. 
wie war das? –> kündigung!! kÜündiiigung!!! küüündiiiguuuung!!!!! xD
oh zwei meiner besten freundinnen sind siet kurzem zusammengezogen…und wir haben es vorher geahnt: das wird nicht gut laufen. nun werd ich abwechselns von einer der beiden angerufen und darf mir das geplärre anhören. Ich wohne allein und bin wirklich froh drum. Klar waren die anschaffungskosten enorm weil ich wirklich kaum etwas hatte, aber nun bin ich froh.
Ansonsten find ich erntshaft die methode „ab ins bett mit dem Dreck“ gar nicht mal so schlecht, wenn man sich vorher darüber unterhalten hat. haben eure eltern das nich früher auch mit euch gemacht? “ wenn du nicht aufräumst schmeiss ich alles ausm fenster“ einmal schmiss sie meine bestimmt hochwertige Ü-Ei-Figuren Sammlung in die Tonne. Ein Trauma….
[…] sie war ordentlich. Sie war die Erste, die Mitbewohner S. angeschrien hat, weil er so ein verdammt unordentliches Stück ist (um es mal nett auszudrücken). Mitbewohnerin A. war sehr kommunikativ und hat sich meiner […]
hm, das Problem kenn ich auch. Bei uns sieht es aber so aus, dass gern Schlafdecken auf der Wohnzimmercouch liegengelassen werden, oder Salat/ess-schuesselchen oder Glaeser aufm Wohnzimmerboden stehen bleiben. meganervig
zur Kueche:
bei uns wird weggeraeumt, allerdings auch nur bedingt: so werden benutzte Pfannen beispielweise mit Wasser getraenkt, aber im Spuelbecken stehengelassen, so dass man ja nicht ne andere Pfanne / Teller oder sonstiges abwaschen koennte. und auch geil ist, wenn im Trockenabteil des Spuelbeckens tagelang die geraetschaften hausen, koennte man ja schonmal wegraeumen, wenn man nich sowieso die Spuelmaschine benutzt oder?
