Jun

23

Sonnwendfeier

Abgelegt in Retrospektive
8 Meinungen

 

Am Samstag bin ich mal wieder zurück in die Heimat gefahren, weil in meinem kleinen Heimatdörfchen eine Sonnwendfeier stattfand, wie in den ganzen anderen Dörfchen drumherum wohl auch. Das ist jetzt das dritte Wochenende mit irgendeiner Festlichkeit – aber wie irgendwer kürzlich zu mir sagte … „in ’nem Dorf kann man ja nichts anderes machen außer sich betrinken“. Seh ich zwar nicht so, aber …

… das könnte man glatt so sehen, wenn man die Verkündung der Tombola-Preise mitbekommen hat:

  • Platz 5: Zwei Flaschen Wein.
  • Platz 4: Eine Flasche Ramazotti.
  • Platz 3: Fünf Liter Bier.
  • Platz 2: Zehn Liter Bier.
  • Platz 1: Eine Ballonfahrt.

Das ist wahrscheinlich die einzige Tombola, in der man als Dörfler nicht den ersten Preis haben will. :nixwiss

Sonst kann ich echt nur sagen, dass man auf dem Lande echt total anspruchslos ist. Ich meine, man stellt ein Zelt auf eine Wiese, verkauft Bier und Essen und die Menschen sind glücklich!

Und nachher setzt man sich mit seinen Freunden vors Feuer, und stellt fest, dass fast neunzig Prozent der Anwesenden von sechs bis zehn siebzehn bis zweiundzwanzig Jahren Pokémon für das beste Game-Boy-Spiel halten (und das vor Tetris!) und man Freunde, die eigentlich schon längst daheim im Bett waren, wieder aufs Fest zurückholen kann, wenn man ihnen verspricht, eine Flasche Bier auszugeben.

Und Bier gab’s ja genug und relativ günstig.

Und das Wegsaufen von Gehirnzellen wird einem dann vom Biertrinker auch ganz rational und in zehn Minuten erklärt, weil man ja auch zwischendrin mal vergessen kann, was man eigentlich genau sagen wollte: „Wenn ein Löwe hinter einer Antilopenherde her ist, reißt er nur die Alten und Schwachen. Und so ist das mit der Zerstörung der Gehirnzellen auch. Erst werden die alten und schwachen Zellen abgetötet.“ Na dann, Prost!

Ich habe mich persönlich ja mit ’ner Cola und drei Portionen Pommes in den acht Stunden begnügt. Fand’s nur doof, dass es ab zwei Uhr morgens keine Pommes mehr gab. Aber man kann ja auch nicht alles haben.


Der Beitrag wurde am Montag, den 23. Juni 2008 um 04:31 Uhr veröffentlicht und wurde unter Retrospektive abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

8 Reaktionen

beeblebrox
um 09:09

Den Spruch mit den alten und schwachen Gehirnzellen muss ich mir merken. Der ist so schlecht, dass er (fast) schon wieder gut ist …

Ansonsten: Nett, dass du wieder mal auf deiner Heimatwiese gegrast hast – nach ner Mordsparty hörte sich das Ganze aber trotzdem nicht an. :nixwiss

Henning
um 10:38

@beeblebrox
Der Spruch ist schon sehr etabliert. Aber manche vergessen den auch immer wieder. ;-)

Und was die Mordsparty angeht: Ich glaub, wenn man vom Land weg ist, merkt man erst, wie langweilig es dort ist.

beta
um 10:52

na 2 uhr für das ende des pommesverkaufs ist doch gar nicht mal schlecht ^^ ich glaube hier würden die damit früher aufhören D:

Ab zwei Uhr Morgens keine Pommes mehr??? Sind die denn bescheuert? :fowgel Wenn die alle besoffen sind und sowieso kein Geld zählen können und Hunger haben :nixwiss Wieder so eine Sache die ich nicht verstehen muss.

Alex
um 16:04

Wie konntest du dann bloß ab 2 Uhr noch überleben, wenn’s keinen Tanknachschub gab? :wow:

Mona
um 19:48

Ich habe mich persönlich ja mit ’ner Cola und drei Portionen Pommes in den acht Stunden begnügt. :

ja neee is klar jenny :D

aber mit dem rest hast recht
vorallem… des mit den letzten 4 Preisen…des gibts au nur in deinem heimatdorf^^

Helmut
um 10:49

bei uns is das Feuer erst nächstes Wochenende

Jenny
um 15:01

beeblebrox: Ansonsten: Nett, dass du wieder mal auf deiner Heimatwiese gegrast hast – nach ner Mordsparty hörte sich das Ganze aber trotzdem nicht an. :nixwiss

Ging auch gar nicht um eine Mordsparty, sondern nur um ein gemütliches Beisammensein.

Henning: Und was die Mordsparty angeht: Ich glaub, wenn man vom Land weg ist, merkt man erst, wie langweilig es dort ist.

Wenn man vom Land mal weg ist, merkt man erst, was daran toll war. Langweilig war’s dort keinesfalls.

beta: na 2 uhr für das ende des pommesverkaufs ist doch gar nicht mal schlecht ^^ ich glaube hier würden die damit früher aufhören D:

Nun ja, um die Uhrzeit waren auch nicht mehr viele Leute da, da hat sich das wohl nicht mehr wirklich rentiert.

Bloodrose: Wenn die alle besoffen sind und sowieso kein Geld zählen können und Hunger haben :nixwiss

Wenn die besoffen sind, kaufen die Bier, keine Pommes. :D

Alex: Wie konntest du dann bloß ab 2 Uhr noch überleben, wenn’s keinen Tanknachschub gab? :wow:

Überlebenskünstler. :nixwiss

Mona: ja neee is klar jenny :D

Hihi.

Helmüt: bei uns is das Feuer erst nächstes Wochenende

Voll die Nachzügler. oO

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