Ja, liebe Freunde der Sonne. Fast hätte dieser Beitrag den Titel „Zwei Monate Power-Mac“ bekommen. Aber gestern hatte ich das Glück, dass mein neuer PC endlich kam. :freu

Das Doofe daran ist, dass derjenige, der ihn so installiert, wie er installiert sein soll, ab heute erst mal eine Woche im Urlaub ist. -.-

Wir sind hier rund zwanzig Beschäftigte in der Agentur. Es kommt aber eigentlich nie vor, dass man allen an einem Tag mal über den Weg läuft, obwohl das Büro jetzt auch nicht gerade groß ist.

Gerade hatten wir einen kleinen Defekt. Den Strom hat’s rausgehauen und die Verbindung zum Server war auch etwas länger hin. Es wurde geflucht und geschimpft, die meisten stapften wütend oder verwirrt in Richtung Serverraum … und das war der Zeitpunkt, an dem eigentlich so ziemlich alle, die hier beschäftigt sind, mal aufeinander trafen – obwohl es keine Weißwurst für alle zum frühen Mittag gab.

Stromausfall verbindet.

Gestern Mittag ging es mit meiner Familie in Plochingen eine Runde bowlen. Um es so zusammenzufassen:

Jenny: „Was guckst Du mich so komisch an?“
Papa: „Ach, Dein ganzes Metall im Gesicht ..!“

Mein Papa wird sich nie daran gewöhnen. Bis ich achtzehn war, hat er sich strikt geweigert, seine Unterschrift auf das Papier des Piercers zu setzen. Ab achtzehn konnte ich das dann selber. Deswegen hat er mich nach dem ersten Piercing mit einem Schraubenschlüssel beworfen. Beim zweiten hat er nur den Kopf geschüttelt. Beim dritten sagte er gar nichts mehr. Aber keine Sorge, mehr kommt nicht dazu.

David: „Ich hab einen neuen Hamster.“
Jenny: „Was ist mit dem anderen?“
David: „Der ist tot.“

Wir haben den ganzen Tag darüber nachgedacht, wie man Davids neuen weiblichen Hamster nennen könnte. Über Tante Emma bis zu Trudl, Müsli oder Cornflake war alles dabei. Müsli habe ich allerdings beim Wettbowlen aus der Auswahl ausgegrenzt. Ob er sich an die Wette hält, muss ich noch abchecken.

Lisa: „Eine Cola Light, bitte!“
(Später.)
Lisa: „Einen Döner, bitte!“

Erst auf die Linie achten, dann Döner bestellen, dem Bruder dann die Pommes und dem Vater den restlichen Döner wegfuttern – und geizig zum Hund sein. Typisch. :nixwiss

Uwe: „Boah, Jenny, Deine Oberschenkel sind viel schmaler, hast Du abgenommen?“

Nein, habe ich nicht. Wenn ich in den Klamottenläden bei Hosen seit neuestem 40 oder gar 42 brauche anstatt meinen frischen 38, habe ich definitiv nicht abgenommen. Aber trotzdem danke.

Ich war in der ersten Runde Erster und in der zweiten Runde Letzter. Lag also ganz gut im Mittelfeld mit meinen Punkten.

Irgendwie lief heute gar nichts so geplant, wie es sollte. Deshalb habe ich mir meine alternative Tagesplanung geplant mit … mir selbst und Kino. Ich war nach einem kurzen Drüberlesen übers Programm zwar nicht unbedingt restlos begeistert, aber da ich sowieso nichts Besseres zu tun hatte, bin ich also zum Ufa-Palast gefahren.

Ich habe mir eine Karte für „Iron Man“ gekauft. Wie ich dachte, dieser Film mit dem Sportler auf Heroin, der den Ironman läuft … ihr wisst schon. Kino 9, Reihe 13, Platz 17. Ok. Also hoch mit der Rolltreppe zu Kino 9. Als ich im dritten Stock ankam, und nur Kino 6, 7 und 8 vorfand, dachte ich, Kino 9 sei im Stock darüber. Da waren aber nur Kino 10 bis 12. Echt komisch. Als ich etwas verwirrt im Kopf hin und her lief, starrte ich auf den Monitor vor Kino 8 und las: „Lauf um Dein Leben.“ Na gut, das wird es schon sein, dachte ich mir. Also ging ich rein. Reihe 13, Platz … 17 gab es nicht. Also setzte ich mich auf Platz 9 und fing an, mein Popcorn zu essen.

Einige Minuten später war mir das schon wieder zu unsicher. Ich meine, wenn ich in Kino 8 bin in Reihe 13 auf Platz 9 anstatt in Kino 9, Reihe 13 und Platz 17 sitze, ist das schon doch etwas komisch. Also stand ich auf, stolperte dem Ehepaar Mitte sechzig über die Füße, fiel fast auf die Oma drauf, und später beinahe die Treppen runter, wobei ich die Hälfte meines Popcorns verloren habe.

Und Kino 9 war ein Stockwerk darunter anstatt drüber. Das soll mal einer verstehen. Aber gut. Immerhin im richtigen Kino …

… dafür aber im falschen Film. Ich wurde schon recht stutzig, als da „A Marvel Production“ stand. Und nach den ersten fünf Minuten wurde mir auch klar: „Iron Man“. Also, wirklich „Iron Man“, nicht der Film mit Heroin-Sportler-macht-Ironman und so. Marvel-Comic-Verfilmung. Also nix wie raus hier. Zurück in Kino 8.

In Kino 8 sah das jetzt schon wesentlich anders aus. Also setzte ich mich diesmal, um nicht wieder über das Ehepaar zu stolpern, weiter vorne hin, hatte ja freie Platzwahl. Als ich dann wenige Minuten später Axel Stein im Film sah, dachte ich mir schon wieder, ich wäre im falschen Film. Schließlich war mein Film voll von Tragik. Und nicht lustig. Und nun ja, er war also tatsächlich ein Teil des Films (der übrigens „Lauf um dein Leben – Vom Junkie zum Ironman“ hieß, und nicht „Iron Man“). Und bei jeder dramatischen Szene … als die Spritzen fleißig in den Armen steckten … wartete ich auf den Gag. Er kam nie. War echt ungewohnt. Tut mir Leid, Axel. Du hast einfach den Komik-Touch.

Letztendlich war der Film aber trotzdem ganz okay. Und immerhin ist es nicht so schlimm, allein im Kino zu sitzen, als allein auf ein Konzert zu gehen. Und nicht so teuer.

Man muss es immer irgendwie positiv sehen.

Wenn man das Desinfektionsspray mit dem Parfum verwechselt, ist man glaub noch nicht ganz wach.