Mann, nach vier Jahren Wirtschaftsgymnasium mag ich den Wirtschaftskunde-Unterricht heute genauso sehr wie den BWL-Unterricht damals. Meine Noten sind genauso beschissen und die Kommentare genauso vielversprechend.
Mein Tag gestern: Hab mir den Pony mit der absolut unschärfsten Küchenschere der Welt geschnitten, die ich zwischendurch sogar mal in vier Teile zerlegt habe. Das Ergebnis ist um Welten besser als damals bei meinem Fiseurbesuch für elf Euro. Im nächsten Leben sollte ich Friseurin werden.
Anschließend bin ich aus dem Haus. Hab dann nach einigen Sekunden festgestellt, dass ich meinen Schlüssel gar nicht dabei hatte. Nachdem ich zehn Mal an der Tür und zwei Mal das Telefon angeklingelt habe (glücklicherweise im Handy unter „Ich“ eingespeichert – wie meine Handynummer auch), hat mir Mitbewohner F. doch freundlicherweise die Tür geöffnet. Scheiß Schichten-Arbeiter. Der muss mittags auch immer pennen.
Bin dann, nachdem ich wirklich alles dabei hatte, in die U4 eingestiegen, um zum Rotebühlplatz zu fahren. Bin dann aber irgendwie am Marienplatz ausgestiegen (als ich festgestellt habe, dass ich nicht mehr am Rotebühlplatz ankomme) obwohl die U4 da fahrplanmäßig gar nicht hinfährt. Hä? Ich frage mich bis heute noch, was da los war. Wie zum Teufel kann so etwas passieren? Bin ich in Trance umgestiegen? Hab ich die Fähigkeit zu beamen? Bin ich Jesus? War der neue Haarschnitt daran schuld?
Ich frage mich seit dem Vorfall, wie ich das geschafft habe, und habe bis jetzt einfach keine rationale Lösung. Echt freaky.
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