Neuer Rekord: Vier Leute in meinem Zimmer – und das ungestapelt! Gibt’s ja gar nicht.

Noch besser: Zu sechst nachts um halb fünf nach der Disco im Opel Corsa. Dank unserer Freundin, die alle Autofahrer an der roten Ampel gefragt hat, ob sie uns fünf mit zum Schlossplatz nehmen („Hey, hast Du nicht Bock, uns zum Schlossplatz mitzunehmen?“).

Schlechtester Anmachspruch: „Hey, mein Freund ist Frauenarzt.“ – „Ja. Und Du hast ein sehr gebärfreudiges Becken, das gefällt mir.“ – Meine arme Schwester.

Schuh-Mangel und kaputte Füße: Mit meinen Chucks zwischen den ganzen Mädels in Stöckelschuhen getanzt, festgestellt: Chucks sind nicht besser als Stöckelschuhe. Folge: böse Blasen an den Zehen. Andere Turnschuhe: schmutzig. Immer noch. Wie vor drei Wochen, weil mit Hund durch matschiges Feld Gassi gegangen. Schuhe, die ich dann heute aus Schuh-Mangel anziehen musste: unbequem und vom Agentur-Fest von November (festgestellt, dass Preisschilder noch an der Sohle kleben). Folge: Blasen an den Fersen. Füße kaputt. Werd den ganzen Tag mit Socken durch die Agentur laufen.

Abwechslungsreiches Essen am Samstag: Ich hatte nur noch Bohnen im Tiefkühlfach.

Seltsame Schlafzeiten: Am Freitag von sechs Uhr morgens bis drei Uhr mittags, am Samstag von acht Uhr abends bis zwölf Uhr am Mittag. Äh?

Finanzieller Stand: Zwei Euro fünfundsechzig. Wenn ich ’ne Pfandflasche abgebe, reicht’s noch für Sechser-Chicken-McNuggets beim McDonald’s.

Osterferien. Heute vor einem Jahr habe ich also angefangen, aufs Abi zu lernen. Beziehungsweise nur auf das VBRW-Abi. (Reichte auch.) War absolut fleißig, wie ich halt so bin („Ich habe gerade fünf Minuten BWL/RW gelernt, und beschlossen, dass das für heute reicht.“). Hab mich total gestresst („Ich glaube, ich fange jetzt mal an, aufs Abi zu lernen. Bis jetzt bin ich auf stolze drei Stunden Gesamt-Lernzeit gekommen. Aber ich denke, dass das noch nicht so ganz reicht.“), um gute Ergebnisse zu erreichen („Aber ihr könnt das in der nächsten Arbeit so machen wie Jenny immer – ihr schreibt einfach so gut wie gar nix auf Euer Aufgabenblatt. Ich habe weniger zu korrigieren und dazu noch ein schönes Wochenende!“).

Ich habe der Schule immer höchste Priorität eingeräumt („Kurz vor sieben Uhr am Morgen in Deutschland: Ich habe gerade meine Schultasche für einen achtstündigen Schultag gepackt und festgestellt, dass ich mehr Essen und Trinken verstaut habe als Schulzeug.“), die belohnt wurde („Im Kosten- und Leistungsrechnung-Teil (machte circa die Hälfte der gesamt zu erreichenden Punkte in der Klausur aus) hatte ich von vierzehn Verrechnungspunkten stolze 2,5 erreicht.“). Es war einfach schön („Schonmal sechzehn Gedichte aus dem Heimat- und Exil-Lyrik-Büchlein in eineinhalb Stunden gelesen? Wenn nicht, dann Glückwunsch, ich war heute nach den zwei Stunden mehr oder weniger geistig am Ende.“).

Danke für diese schöne Schulzeit. Es war die schönste. (Echt jetzt!)

Um die fleißig lernenden Schüler vor allem in Baden-Württemberg aufzumuntern, hier meine kleine Rückblende auf mein Abitur von letztem Jahr:

Englisch … Kein Eintrag vorhanden. War zu langweilig. :nixwiss

BWL/VWL/Rechungswesen

Heute ist der schönste Schultag meines Lebens, denn heute habe ich mein VBRW-Abitur hinter mir. (…) … ja, ich hätte ich drei Wahlaufgaben voll mit Kostenrechnung verdient. Hätte ich. War aber nicht so. Ätsch! (…) Und last but not least (and definitely not chosen) – „Vollkosten- und Deckungsbeitragsrechnung“. Pfui, pfui.

Mathe

Mein Mathe-Abi war ungefähr so interessant, wie Kühen beim Grasen zuzusehen. Glücklicherweise bin ich gestern früher ins Bett, sonst wäre ich heute irgendwann mal über der Stochastik-Aufgabe eingeschlafen, und direkt mit dem Kopf auf mein Käse-Brötchen geknallt, das ich dabei gegessen habe. (…) Und weil Mathe so langweilig war, war mein persönliches Highlight heute ja, dass sich zwei Busfahrer am Busbahnhof aufs Übelste beleidigt, sich gegenseitig angespuckt und Sachen hinterher geworfen haben.

Deutsch

Deshalb hab ich mal rein präventiv meinem Bruder gesagt, er soll mich notfalls aufwecken, damit ich mein Abi nicht verschlafe. (…) Habe glücklicherweise einen Platz direkt am Fenster bekommen. Somit konnte ich immer den Blätter zusehen, wie sie im Wind schaukelten. Habe nämlich zeitlich gesehen länger gegessen und getrunken als geschrieben. (…) Was ich weiß: ich gehe jetzt erstmal eine Runde schlafen. Gut Nacht!

Datenverarbeitung (mündlich)

Wo ging also die Party die letzten Tage? In allererster Linie im Computerraum unserer Schule. (…) Außerdem lag mir mein Menü vom Mc Donald’s, das ich noch um kurz nach neun am Morgen gegessen hatte, relativ schwer im Magen. (…) Ich habe mich immer wieder tief im Innern gefragt, was die eigentlich von mir wollen. Hab am Anfang an meinem Verständnis gezweifelt, hab dann aber im Endeffekt einfach beschlossen, dass die älteren Herren einfach zu sehr in Schleifen, Arrays und im Binärcode denken. (…) Bevor ich nach der Verkündung der Note wieder ging, bekam ich noch Schimpfe von meinem DV-Lehrer, weil die Fehlzeiten nicht so vertretbar waren.

Ich hab’s hinter mir. IHR OPFER! Ha.

Sag mal, bin ich die Einzige, die diese Geräte zum Unterschreiben der Pakete-Lieferer einfach mal total beschissen findet? Ich freu mich ja immer wie Sau, wenn einer dieser Paket-Menschen im Geschäft – dank ungünstigem Arbeitsplatz – auf mich zukommt, mir das Paket in die Hand drückt, eine Unterschrift verlangt und danach zu Recht fragt: „Wie ist denn Ihr Nachname?“

Der Versuch, eine Unterschrift auf die Unterschrift-Fläche des Apparats zu setzen, endet immer im Desaster. Wenn ich mir dann meine misslungene Signatur nach Beendigung des Schreibens so anschaue, hab ich das Gefühl, ich hätte mir davor fünfzehn Gläser Tequila reingekippt, um solche grafischen Höchstleistungen zu vollbringen.

Ich mach inzwischen nur noch drei Kreuze hin. Verarschen kann ich mich bekanntlich auch so ganz gut alleine. -.-

Kaum zu glauben, dass wir verwandt sind. :roll:
weiter…

Wie – bald ist Ostern? Seit ich keine Ferien mehr habe, bekomme ich auch gar nichts mehr mit. Muss doch wissen, wann ich mich auf arbeitsfreie Tage freuen kann.

Würde ich meine Fahrkarten nicht vom VVS zugeschickt bekommen, wüsste ich nicht mal, welcher Monat gerade ist.