Die Arbeiten der Berufsschule sind nach einem einfachen Schema zu lösen: auswendig lernen.
Auf die erste Arbeit habe ich mich ziemlich gut vorbereitet. War auch recht einfach zu lösen, weil: alles auswendig gelernt. Die zweite ebenso. Auf die dritte habe ich fast nichts mehr gelernt – auf die heutige dann gar nichts (was mich im Nachhinein doch sehr geärgert hat, da man Noten ja quasi für wenig Aufwand hinterhergeschmissen bekommt). War trotzdem recht lösbar.
Ich find’s schön. Vor allem eben Aufgaben nach folgendem Schema: „Bringen Sie die Tätigkeiten in die richtige Reihenfolge: Abendessen, Frühstück, Mittagessen.“ Oder: „Geben Sie einfach wieder, was sie auf den ganzen Blättern ausweniggelernt haben, und Sie bekommen eine Eins mit Sternchen.“
Macht Spaß, man wird echt gefördert. Alles für das Niveau der Berufsschule.
Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 14. Februar 2008 um 18:10 Uhr veröffentlicht und wurde unter Ausbildung/Berufsschule abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
29 Reaktionen
Geht mir auch oft so. Meine schlechteste Note war bis jetzt ne 4,7 und ich hab nie gelernt . Naja jetzt sind Prüfungen da werd ich wenigstens Rechnungswesen lernen müssen… Aufwand und Ertragskonten soll haben… bäh
Am ALLER besten sind aber die: Beantworten Sie folgende Fragen mit angehängtem Text (Anhang 1.1): Welche Farbe hat das Auto?
Anhang 1.1: (…)Das Auto ist blau (…).
Das geht nicht nur Abi-Leuten so, auch Wirtschaftsschüler sind manchmal bisschen unterfordert 
Aber ich fühle mit dir, irgendwann wirds langweilig, wennst scho weiß, worauf der Lehrer hinauswill 
um 19:37
Naja. Unterfordert? Du hast mein aufrichtiges Mitleid. Ganz ehrlich …
An der Uni isses kaum anders. Es interessiert niemanden, ob man irgendwas verstanden hat. Ich hab damals meinen Biochemie-Schein auch damit bekommen, dass ich den Citratzyklus komplett aufmalen konnte. Ob ich das System auch wirklich kapiert habe, hat kein Schwein gekümmert.
Um was für’n Fach ging’s denn, wenn man fragen darf?
Auswendiglernen ist nicht leicht… zumindest für mich nicht. Deswegen hab ich auch fast alle Fächer abgewählt, die das verlangt haben.
Kathi: Aufwand und Ertragskonten soll haben… bäh
Naja, das ist aber doch relativ leicht 
das geht mir manchmal auch so, außer Rechnungswesen xD, da muss ich echt lernen oder so Technik kram, aber ansonsten, einfach auswendig lernen.
Das ist Berufschule. Was meinst du, warum ich so gut abgeschnitten habe?! Eine der Fragen in meiner mündlichen Abschlußprüfung waren:
Wofür stehen die drei Ws vor Internetadressen?
Welcher Kaufmann kann schon von sich behaupten mit diesem Wissen prahlen zu können?
Jenny: Die Arbeiten der Berufsschule sind nach einem einfachen Schema zu lösen: auswendig lernen.
Und an der Uni: extrem viel auswendig lernen. 
Es mögen komplexere Themen sein, höheres Niveau, was weiß ich. Am Ende musst du es meistens doch auswendig lernen, weil die eben ziemlich genau wissen wollen, was auf ihren Folien steht und nicht irgendwas Ähnliches in der gleichen Richtung.
Henning:[…] was auf den Folien steht […]
Ja, leider ist das häufig so. Interessantes Thema, einleuchtend,… und schreiben soll man genau das was auf den Folien steht. Ich schreib nachher… :/
@Christoph
Ich schreib Montag. Und Donnerstag. Und dann wieder Mittwoch. Dann hab ich zwei Wochen Ruhe.
breina: Naja, das ist aber doch relativ leicht
Naja dann könnte ichs ja wenns leicht wäre empfindet ebend jeder anders
Stimmt eigentlich nur auswenig lernen. Stand auch in der Berufsschule 1. Mann muss halt nicht wissen wie es geht, man muss nur wissen wo es steht 
Sturheiles Faktenabfragen habe ich selbst noch bei Doktorprüfungen erlebt. Das ist das einfachste. Ernsthaft diskutieren ist eher gefährlich. Da könnte man ja als Prüfer die Kontrolle verlieren, als uninformiert erscheinen oder verbal ausgekontert werden.
Andererseits gibt es einen Haufen Dinge, die man irgendwann tatsächlich einfach auswendig wissen sollte. Auch weil es schneller geht. Das Bilder fürs Web mit 72 ppi auskommen kann man sich kleichter merken als es auszurechnen (geht bestimmt). Aber die Leute, die sich auch F=ma (Kraft gleich Masse mal Beschleunigung) die ganze Physik herleiten können sind auch sehr selten.
Ich will auch einfache Klausuren! *wimmer* Aber wahrscheinlich wär das zuviel verlangt… und perspektivisch auch n bissl gefährlich für meine Umwelt
LG, Neri
um 21:24
Hallo Jenny,
um Dir alle Illusionen auf eine gebildtete Zukunft zu nehmen, ehrlichst, ohne jegliche Spur von Schadenfreude: ich fand daß das Spektrum an Allgemeinwissen und was sich so drumherum spinnt, zu keiner Zeit größer war als beim Abi. Vorher war draufhinlernen angesagt, Höhepunkt im Abi erreicht, danach schon während des Studiums von irgendwas Beliebigem beginnt der rasende Abstieg zum Fach-Vollidioten. Selbst bei vorhandenem Interesse an den vielen schönen Dingen, die man/frau gerne behalten oder gar weiterlernen möchte, ist der Verfall kaum aufzuhalten und man(n) sieht sich selbst inclusive seines mühevoll erarbeiteten Wissens unaufhaltsam in den Gully hinabfließen. Echt Schßdrck find ich.
Ich bin für jeden Hinweis zur Verlangsamung des o.g. dankbar.
LG andi
@Neri
Leicht sind meine auch nicht. Ich hab alleine heute 250 Seiten DIN A4 kopiert. Am Montag muss ich das alles können. Leicht ist das nicht, aber stupide.
@andi
Kommt mir auch so vor. Der Baum treibt zwar oben so manch seltsame/kuriose/interessante Blüte, aber die Wurzeln verfaulen extrem schnell und irgendwann fehlt dem Baum dann die Basis.
André: Abiturienten empfinden das häufig so … zu Recht.
Ja. Hum.
simon: Am ALLER besten sind aber die: Beantworten Sie folgende Fragen mit angehängtem Text (Anhang 1.1): Welche Farbe hat das Auto?
Anhang 1.1: (…)Das Auto ist blau (…).
lol.
Helmüt: Das geht nicht nur Abi-Leuten so, auch Wirtschaftsschüler sind manchmal bisschen unterfordert
Ich denke, das ist für alle ein bisschen Kindergarten.
beeblebrox: Ich hab damals meinen Biochemie-Schein auch damit bekommen, dass ich den Citratzyklus komplett aufmalen konnte.
Oxidative Decarboxylierung.
Was studierst Du? Klingt nicht schön.
beeblebrox: Um was für’n Fach ging’s denn, wenn man fragen darf?
Zwei Mal BfK – „Berufsfachliche Kompetenz“ – (was in neun Teilbereiche gegliedert ist) mit der Thematik „Präsentation und Visualisierung“ und „Schriftgeschichte und Schriftklassifikation“. Und ansonsten Gemeinschafts- und Wirtschaftskunde.
Und nee, hier interessiert es wohl auch keinen, ob nun verstanden oder nicht. Hauptsache runtergerasselt und den Anschein erweckt, als ob.
Christin: Auswendiglernen ist nicht leicht… zumindest für mich nicht.
Für mich auch nicht. Ich brauch dann jemanden, der mich so lange abfragt, bis ich es kann.
bogus: ich könnte mal schnell die Mau-Mau Regeln rekapitulierend zu blatte bringen.
Ich spiel immer „Punkte malen und so lange Striche von Punkt zu Punk ziehen, bis man ganz viele Dreiecke hat“.
breina: Naja, das ist aber doch relativ leicht
Aber scheiße.
Helene: das geht mir manchmal auch so, außer Rechnungswesen xD, da muss ich echt lernen oder so Technik kram, aber ansonsten, einfach auswendig lernen.
Bei RW hat bei mir gar nichts gebracht.
Zfen: Wofür stehen die drei Ws vor Internetadressen?
Das weiß bestimmt auch nicht jeder.
Henning: Und an der Uni: extrem viel auswendig lernen.
Gut, dass ich nicht studiere.
beta: ui, na ist doch besser als wenns zu schwer wäre
Da ist natürlich auch wieder was dran.
Christoph: Ja, leider ist das häufig so. Interessantes Thema, einleuchtend,… und schreiben soll man genau das was auf den Folien steht.
Mhm. Genau das.
Janin: 1. Mann muss halt nicht wissen wie es geht, man muss nur wissen wo es steht
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Richtig.
Marc: weil es schneller geht. Das Bilder fürs Web mit 72 ppi auskommen kann man sich kleichter merken als es auszurechnen (geht bestimmt).
Klar ist es einfacher. Aber dann besteht quasi die ganze Ausbildung nur aus auswendig gelerntem Wissen?
Neri: (…) und perspektivisch auch n bissl gefährlich für meine Umwelt
![]()
Warum?
andi: ich fand daß das Spektrum an Allgemeinwissen und was sich so drumherum spinnt, zu keiner Zeit größer war als beim Abi.
Ja. Das war irgendwie noch eine schöne Zeit. Manchmal ätzend, aber irgendwie trotzdem schön, mal tiefer in die Thematik abzutauchen. Da spritzt das Wissen förmlich. Und falls ich einen Tipp habe, werde ich ihn Dir weiterleiten. 
um 16:10
Jenny: Oxidative Decarboxylierung.
Sehr gut. Bestanden, setzen!
Jenny: Was studierst Du? Klingt nicht schön.
Nun, ich habe spektakulär ein Medizinstudium in den Sand gesetzt. Das dritte StEx war zuviel – und nein, das war auch nicht schön … Mittlerweile hab ich für April einen neuen Studienplatz ergattert, muss mich nur noch entscheiden ob’s allgemeine Informatik oder doch Medieninformatik wird.
@Beeblebrox: OMG – Du hast Dich bis zum driteten StEx gekämpft und dann verrissen? Böse… so viel Leid für nix und wieder nix? Mein Beildeid…
beeblebrox: Sehr gut. Bestanden, setzen!
Jetzt kann ich meinem Bio-Lehrer sagen, dass ich das, was ich gelernt habe, doch mal genutzt habe. (Und das in meinem schlechtestem Fach!) Irgendwie schon … recht stylisch.
bebblebrox: Mittlerweile hab ich für April einen neuen Studienplatz ergattert, muss mich nur noch entscheiden ob’s allgemeine Informatik oder doch Medieninformatik wird.
Hui. Dann auf jedem Fall viel Erfolg beim Entscheiden und auf einen neuen erfolgreicheren Versuch. 
um 17:19
Neri: OMG – Du hast Dich bis zum driteten StEx gekämpft und dann verrissen? Böse… so viel Leid für nix und wieder nix? Mein Beildeid…
Jaja. Mir sind ein paar persönliche Dramen widerfahren die das Ganze wohl entscheidend torpediert haben oder zumindest großen Anteil daran hatten, dass die MS Dr. med. auf Grund gelaufen ist. Hart war’s schon, vor allem im Hinblick auf die nutzlos investierte Zeit. Aber: Jammern hilft bekanntlich nix …
Jenny: Hui. Dann auf jedem Fall viel Erfolg beim Entscheiden und auf einen neuen erfolgreicheren Versuch.
Vielen Dank, kann ich brauchen. 
@beeblebrox
Naja, nutzlos?! Man weiß nie, wofür man das noch gebrauchen kann. Ganz umsonst war das sicher nicht. Wissen ist immer gut. 
um 22:26
Naja. Wenn du mir erklären magst wozu ich Wissen wie den Namen des kleinsten Muskels im menschlichen Körper (M. stapedius) oder die Unterscheidung von basophilen und easinophilen Granulozyten jemals wieder brauchen können sollte, wär mir wirklich geholfen…
Wenn ich dir das jetzt so einfach sagen könnte, wär’s zu einfach. 
Man weiß nie, wozu man es braucht. Und auch wenn du vielleicht das (Fach-)Wissen selbst nicht verwenden kannst, so doch vielleicht Lernmethoden oder irgendwelche anderen Erfahrungen, die du in der Zeit gemacht hast.
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um 18:39
Abiturienten empfinden das häufig so … zu Recht.